7 coole Sommer-Make-up-Tipps

Meghan Markle zeigt, wie natürlich ein Sommer-Make-up aussehen kann. Und: mit ihren bezaubernden Sommersprossen setzt sie einen Beauty-Trend. Foto: Yui Mok (AP, Keystone)

Im Sommer braucht es nicht viel Farbe, um gut auszusehen. Im Gegenteil! Make-up-Artistin Andréa Sigrist* verrät, wie man auch bei feuchtheissen Temperaturen über 30 Grad einen kühlen Kopf und ein cooles Make-up behält.

1. Weniger ist mehr

Ein Sommer-Make-up sollte unkompliziert und frisch sein. Eine leichte BB-Creme statt einer deckenden Foundation, etwas Bronzer auf die Wangen und ein paar Highlights sorgen für strahlende Hauteffekte. Und bitte: Sommersprossen nie überschminken! Sie verleihen der Trägerin das gewisse Etwas.

2. Neues wagen

Für natürliche Akzente auf gebräunte Haut eignen sich warme, schmeichelnde Töne wie Kupfer, Gold, Sand oder Rose. Mit einer farbigen Mascara lassen sich Augen dazu dezent betonen. Um dies zu erreichen, tuscht man die Wimpern zuerst mit seiner üblichen Farbe, zum Beispiel einer Schicht Braun, danach eine zweite Schicht mit grüner oder violette Tusche. Oder Schwarz, und danach eine blaue Schicht. Dies verstärkt die eigene Augenfarbe auf natürliche Weise. Und warum nicht am Abend einen goldglänzenden Lidschatten benutzen? Tagsüber die Lippen in einem leuchtenden Korall schminken oder die Fussnägel türkisfarben lackieren? Wenns nicht gefällt, ist es rasch wieder weggeputzt.

3. Highlights setzen

Der sogenannte Glow-Effekt ist immer noch aktuell. Ich setze diese Glanzeffekte (nicht Glitzer!) nicht nur im Gesicht ein, sondern arbeite auch am Körper damit. Dazu mische ich etwas flüssigen Highlighter in meine Bodylotion, oder ich benutze ein sogenanntes Sheer Fluid. Mein Lieblingsprodukt ist eines von Armani, das ich auf Wangenknochen, Décolleté und punktuell sogar auf meine Schienbeine auftupfe.

4. It’s all about the base

Damit das Make-up nicht dahinschmilzt, empfehle ich einen Primer, den ich nach der Tagespflege auftrage. «To prime» bedeutet nichts anderes als grundieren. Das tun Primer, im Gegensatz zur Foundation, meistens farblos. Sie sind ein Garant, dass auch bei hitzigen Temperaturen nichts zerläuft.

5. Ohne Schutz gehts nicht

Auch in der Stadt braucht die Haut einen umfassenden Schutz. Und zwar mit einer Sonnenpflege mit UVA- und UVB-Filter. Wenn ich in die Badi gehe, erhöhe ich natürlich den Sonnenschutzfilter. Wer auf etwas Farbe nicht verzichten will, dem empfehle ich leicht getönte Sonnenpflegeprodukte.

6. Cool down

Zu den neusten Entwicklungen gehören Make-up-Produkte mit kühlendem Effekt. Lidschatten und Lipgloss, aber auch pflegende Gesichts-Sprays sorgen für einen angenehmen Effekt. Und das Beste: Sie passen in jede Handtasche. Ich liebe Setting Sprays, die über eine sogenannte Therma Control verfügen. Sprich, sie kühlen die erhitzte Haut und fixieren das Make-up. Sehr gute Produkte gibts von Urban Decay, MAC und Clarins.

7. Keep it simple

Im Sommer bin ich mit leichtem Gepäck unterwegs. Sprich, ich mag Produkte, die ich für viele verschiedene Zwecke verwenden kann. Ein Rouge eignet sich sowohl für Wangen als auch Lippen. Mit einem Highlighter kann ich nicht nur meine Wangenknochen, sondern auch meine Augenlider und den Amorbogen der Lippen betonen. Manchmal lohnt es sich durchaus, ein bisschen zu experimentieren.


* Andréa Sigrist, aus Brasilien stammend, ist von Zürich aus weltweit als Make-up-Artist tätig. Sie ist Mitgründerin der Makeup Beauty Academy in Zürich und des Airbrush International Makeup Teams.

6 Kommentare zu «7 coole Sommer-Make-up-Tipps»

  • Marusca sagt:

    @KHF und G: Die Sünden der Siebziger und Achtzigerjahre (und vermutlich im einen oder andern Fall von Selbstverstümmelungswahn auch noch lange danach) rächen sich eben jetzt.. Ihre natürlichen Augenbrauen pflegten die Damen dieser Zeit nämlich durch ewiges Schmalzupfen systematisch auszurotten und jetzt, da wieder Natürlichkeit wenn nicht gar Wildwuchs angesagt sind, versuchen die Guten mithilfe von Permanent-Make-up das wiederherzustellen, was einst war, was aber leider in den meisten Fällen kläglich misslingt. Ich habe jedenfalls noch nie – wirklich noch nie ein Ergebnis erblickt, das auch nur annähernd als ästhetisch zu bezeichnen wäre. Vielmehr ist es so, dass man sich kaum traut, den Armen ins Gesicht zu blicken ohne zu erschrecken, besonders wenn sie nicht mehr ganz jung sind.

    • Sim.Ha sagt:

      Ja das stimmt. Ich hatte auch etliche Freundinnen die andauernd sich die Augenbrauen gezupft haben. ich fand es einfach nur unnatürlich und habe da nie mitgezogen. Da bin ich heute auch ganz froh drüber, denn ich habe eine Freundin bei der Irgendwann die Augenbrauen nicht mehr richtig nachgewachsen sind und sie nutzt jetzt ein Wimpernserum auch für die Augenbrauen um das da mehr wächst.
      Sie hat bei https://www.wimpern-serum.net gelesen das dieses Serum auch bei Augenbrauen helfen kann.

    • k. miller sagt:

      Alles richtig. Nur warum sehe ich dann auch immer wieder junge Frauen mit tätowierten Balken – diese Frauen sind kein „Opfer“ früherer Modesünden sondern sind wohl eher dem Modetrend aufgesessen. So wie man sich früher auch das Ar…geweih tätowieren oder Nasenringe piercen lies. Mal sehen, was der nächste Trend wird…

  • ri kauf sagt:

    ….oh gott! so viel aufwand für sonnenstrahlen? gliter hier und lizer da? na ja, alles ist freiwillig…..

  • Karl-Heinz Failenschmid sagt:

    Wirklich sehr gut geschrieben, kann ich zu 100% unterschreiben. Und liebe Damen, „Permanent Make Up“ geht garnicht. Abgeflammte und dann nachtätowierte Augenbrauen sind der absolute Horror.

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