9 Ernährungstipps für eine schöne Haut

Man sieht es uns an, ob wir uns gesund ernähren. Foto: Pexels.com

Als ich kürzlich eine bekannte Dermatologin fragte, welchen Einfluss Lebensmittel auf unsere Haut hätten, meinte sie nur etwas spöttisch: «Es gibt keinen einzigen Beweis dafür, dass man mit einer bestimmten Ernährung einen positiven Effekt für die Haut erzielen kann.» Diese Aussage erstaunte mich sehr, und ich schloss aus ihrer Bemerkung, dass sie mir vielleicht lieber teure Behandlungen mit Botox, Hyaluronsäure und Laser verkauft hätte.

Fakt ist: Unsere Epidermis erneuert sich alle vier Wochen komplett. Dafür benötigt sie Energie in Form unserer Nahrung. Und die wird im Darm in Eiweiss-, Fett- und Zuckermoleküle zerlegt. «Diese gelangen über die Blutbahn in die Haut und werden dort unter anderem zu Bindegewebe verknüpft, das die Körperhülle straff hält; oder zu Zellen der Oberhaut, die uns vor Reizen aller Art schützt», schreibt die Dermatologin Yael Adler.

Entsprechend können Weissmehlprodukte, Süsses und Softdrinks zu Hautentzündungen oder Akne beitragen. (Wer genauer wissen will, warum, informiert sich über den «Insulin-like growth factor».) Ganz oben auf der Liste der ungesunden Lebensmittel stehen auch Transfette. Bei Hautproblemen kann es helfen, eine gewisse Zeit auf Junkfood, industriellen Zucker oder auch auf Milchprodukte zu verzichten. Und zur Vorbeugung lohnen sich diese Ernährungsempfehlungen.

Die 9 hautfreundlichsten Nahrungsmittel

1. Gesunde Fette: Bestimmte Meerfische (nach ökologischen Kriterien eingekauft), Fisch-, Algen-, Hanfsamen-, Walnuss- und Leinöl.

2. Avocados: Enthalten ungesättigte Fettsäuren, die nicht nur für die Haut, sondern auch fürs Herz gesund sind.

3. Broccoli: Superfood par excellence. Broccoli enthält unter anderem: Vitamin C und K, Folsäure, Betacarotin, Eisen, Zink, Phosphor, Kalzium und Kalium.

4. Grünes Blattgemüse: Zu empfehlen sind Blattspinat, Grünkohl, Wirsing, Feld- und Löwenzahn. Das in ihnen enthaltene Chlorophyll wirkt reinigend und antibakteriell.

5. Gewürze: Ingwer und Kurkuma wirken entzündungshemmend, Kardamom wird ein positiver Effekt auf die Zellgesundheit nachgesagt. Kreuzkümmel und Sternanis enthalten Phytoöstrogene.

6. Hülsenfrüchte: Bohnen, Linsen, Soja und Kichererbsen sind tolle Proteinspender.

7. Haferflocken und verschiedene Samen: Erstere wirken sich positiv auf unser Immunsystem aus. Leinsamen regen die Kollagenproduktion an. Ebenso empfehlenswert: Chia- und Sesamsamen, Kürbis- und Sonnenblumenkerne.

8. Nüsse: Enthalten Vitamine, Mineralstoffe und gute Fette. Profitieren können wir auch von Tryptophan. Diese Aminosäure ist eine Vorstufe von Serotonin, das einen positiven Effekt auf unsere Stimmung hat.

9. Spargeln: Stabilisieren nicht nur das Herz-und-Kreislauf-System. Sie verbessern auch die Sauerstoffsättigung in Blut und Gewebe und wirken entwässernd.

 

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Buchtipps:

Yael Alder: «Haut nah. Alles über unser grösstes Organ» (Droemer Knaur)

Mimi Spencer & Sam Rice: «Midlife Kitchen. Gesund und genussreich durch die Wechseljahre» (ZS Verlag)