Vier Wege, die Wimpern zu pimpen

Diese Augen! Diese Wimpern! Sängerin Gwen Stefani. Foto: Mike Blake (Reuters)

Wimpern sind das Lieblings-Beauty-Thema dieses Herbsts und Winters. Selten waren Frauen derart besessen vom perfekten Augenaufschlag wie 2017. Hier vier der beliebtesten Arten, seine Wimpern zu pimpen, allesamt natürlich selbst erprobt:

Falsche Wimpern

Bereits um 1900 stellten die ersten Perückenmacher auch künstliche Wimpern (und Augenbrauen-Perücken!) her. Im Laufe des letzten Jahrhunderts kamen sie immer wieder in und auch wieder aus der Mode. An ihrer Applikationstechnik hat sich bis heute nicht viel geändert: Die an flexiblen Nylon- oder Silikonstreifen befestigten Kunsthaarwimpern werden auf die richtige Länge gestutzt und anschliessend mit einem hautverträglichen Spezialkleber möglichst dicht am Wimpernansatz angebracht. Mit etwas Übung ist der Effekt schnell erzielt, und «fake lashes» sind im Verhältnis relativ günstig, da sie bei guter Pflege mehrmals verwendet werden können. Ganz neu auf dem Gebiet sind magnetische Wimpern: Hier werden zwei feinere Wimpernreihen über- und unterhalb der eigenen Wimpern angebracht, die sich dank Magneten im «Band» sanft aneinanderheften.

Wimpernwelle

Bei der Wimpernwelle («lash lifting») wird den Wimpern auf chemischem Weg Schwung verliehen. Dabei werden die Wimpern – ähnlich wie bei einer Dauerwelle – über eine Art Miniatur-Schaumstoffröllchen gelegt und mit einer Lösung getränkt, die nach dem Einwirken und Abwaschen für einige Wochen die Wimpern hübsch nach oben biegen. Das lässt den Blick viel wacher wirken. Nachteile der Wimpernwelle sind, dass die Inhaltsstoffe das Auge kurzzeitig reizen können und dass die Behandlung keinerlei Einfluss auf Wimperndichte oder -länge hat. Wer jedoch sehr gerade oder kurze Wimpern hat, wird sich über den relativ erstaunlichen Effekt freuen.

Lash Extensions

Wer sich für einen Bambi-Blick richtig ins Zeug legen will, setzt auf Wimpern-Extensions. Bei dieser Wimpernverlängerung werden einzelne (Kunst-)Wimpern an den natürlichen Wimpern angeklebt. Das relativ aufwendige Verfahren dauert rund eineinhalb bis zwei Stunden, und weil die einzelnen Wimpern auf natürlichem Weg laufend ausfallen, muss man ungefähr alle zwei Wochen auffüllen gehen. Entsprechend gehen «lash extensions» ins Geld: Das erste Einsetzen kostet meist etwa 300 Franken, das Auffüllen (je nach Aufwand) circa 100 Franken. Das Ergebnis ist dafür beeindruckend – meist braucht es kaum weiteres Make-up. Der Aufwand dafür – zeitlich und finanziell – ist aber wie gesagt beachtlich, und es ist unerlässlich, dass man die Extensions bei einer erfahrenen Kosmetikerin machen lässt.

Wimpernserum

Wie kann man die eigenen Wimpern dabei unterstützen, länger und voller zu wachsen? Die Wirkstoffe von speziellen Wimpern-Seren (auch «lash booster» oder «growth booster» genannt) sorgen dafür, dass die Lebens- und Wachstumsdauer der einzelnen Wimper von 60 auf 90 Tage deutlich verlängert wird. Die handelsüblichen Wachstumsförderer für Wimpern oder Brauen basieren übrigens alle auf einer zufällig entdeckten Nebenwirkung des Medikaments Lumigan gegen den grünen Star, enthalten aber heute keine rezeptpflichtigen Wirkstoffe. Wer mindestens vier bis sechs Wochen Geduld mitbringt, bis die allabendliche Applikation der Flüssigkeit entlang dem Wimpernkranz Wirkung zeigt, wird mit sichtbar längeren, voller wirkenden Wimpern belohnt. Nachteile? Die Seren sind mit circa 150 Franken (für drei bis vier Monate) relativ teuer, und wenn man damit aufhört, fallen die schönen langen Wimpern – ihrem natürlichen Lebenszyklus entsprechend – wieder langsam aus.

Wem das Commitment für diese Methoden der Wimpernverschönerung zu hoch ist, setzt einfach weiterhin auf eine gute Wimperntusche oder bei hellen Wimpern auf regelmässiges Färben. Und: Auch eine gute Wimpernzange sorgt täglich für Schwung … wenigstens vorübergehend.

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