Eine saubere Sache

Die regelmässige Reinigung ist wichtig, aber sie soll die Haut auch nicht austrocknen. Foto: Ilya Terentyev (iStock)

Nur eine gesunde Haut ist eine schöne Haut. Keine noch so teure Creme kann einen Glow zaubern, wenn das Gesicht vorher nicht gründlich gereinigt wurde. Und auch das schönste Make-up kommt so nicht zur Geltung. Hier deshalb 9 Fragen und Antworten zur perfekten Reinigung.

1. Warum ist die richtige Reinigung so wichtig?

Auf unserem Gesicht lagert sich tagsüber Schmutz ab. Der Talg in den Poren kann dunkel oxidieren, und die Hautoberfläche wirkt dadurch weniger feinporig. Feinstaub, Allergene und Bakterien können die Haut reizen und schlimmstenfalls Entzündungen und Pickel auslösen.

2. Wie oft soll ich mein Gesicht reinigen?

Nicht zu oft. Exzessive Reinigung strapaziert die Hut unnötig. Denn auch die mildeste Pflege entfernt nicht nur den Schmutz, sondern auch das Hautfett, das zum natürlichen Schutzsystem gehört. Nach jeder Reinigung braucht die Haut eine gewisse Zeit, um diese Schutzschicht wieder aufzubauen.

3. Wie finde ich das richtige Produkt?

Das Wichtigste: Das Produkt muss auf die Hautbeschaffenheit abgestimmt sein. Trockene Haut wird am besten mit reichhaltigen Lotionen oder sogar mit Öl gepflegt, fettige Haut mit Reinigungsgel, bei empfindlicher Haut sollten die Pflegeprodukte keinen Alkohol und keine Konservierungsstoffe oder Duftstoffe beinhalten. Dies ist vor allem für Allergikerinnen wichtig.

4. Muss die Hautreinigung am Morgen sein?

Wer sich am Abend sorgfältig abgeschminkt hat, bei dem reicht am Morgen klares, warmes Wasser. Denn reines Wasser entfettet die Haut nicht, darum wirkt es nicht austrocknend.

5. Reicht eine normale Seife für die Reinigung aus?

Nein. Klassische Allroundseifen greifen aufgrund ihres hohen pH-Wertes den Säureschutzmantel an, trocknen die Haut aus und fördern das Bakterienwachstum. Wer trotzdem eine Seife benutzen möchte, dem empfehle ich handgemachte Naturseifen. Besonders solche mit Karitébutter (auch als Sheabutter bekannt), Olivenöl, Allantoin oder Weizenproteinen. Eine Alternative sind auch seifenfreie Syndets – mit einem pH-Wert von 5,5.

6. Sind die zurzeit so angesagten elektrischen Reinigungsbürsten eigentlich gut für die Haut?

Ja, denn richtig angewandt, strapazieren diese weichen Bürsten die Haut nicht. Im Gegenteil: Die weichen Spezialborsten sorgen dafür, dass die Durchblutung der Haut angeregt wird. Und die Bürsten entfernen Ablagerungen auf der Hautoberfläche und sorgen so dafür, dass wir frischer aussehen.

7. Machen Lotionen eine schönere Haut?

Reine Haut braucht nicht unbedingt ein Gesichtswasser. Wer die Haut tief gehend reinigen will, dem empfehle ich ein- bis zweimal pro Woche Reinigungsmasken, die zugleich peelen und pflegen. Enzyme und Fruchtsäuren lösen so Hautschüppchen und lassen reine Haut wieder rosig schimmern.

8. Ist warmer Dampf gut für die Haut?

Viele Kosmetikerinnen benützen den Dampf, um die Haut auf das Ausdrücken von Mitessern und Pickeln optimal vorzubereiten. Mal richtig Dampf machen, tut gut. Auch zu Hause. Zum Beispiel mit einem Dampfbad mit Kamillenblüten. Nur das Ausdrücken von gröberen Unreinheiten überlässt man besser der Fachperson.

9. Was bringen Reinigungstücher?

Sie sind vor allem praktisch und können jegliches Make-up entfernen, und sie sind hygienisch unbedenklich. Eine Untersuchung des «Kassensturzes» hat zudem ergeben, dass auch preisgünstige Tücher gute Dienste leisten. Eine neue Generation von Reinigungsvliestüchern, die auch mehrfach verwendet werden können, sollen auch über pflegende Zusatzstoffe wie Mikrolipide verfügen.