Fünf Tipps gegen das Kantinenkoma

Nach dem Zmittag kommt die Krise: Büroschlaf in Montreal. Foto: Simon Law (Flickr)

Nach dem Zmittag kommt die Krise: Büroschlaf in Montreal. Foto: Simon Law (Flickr)

Noch vor dem Mittagessen purlimunter, danach so schlapp, dass man nur noch ein Schläfchen machen möchte: Fast jede und jeder kennt das. Warum aber kommt es zu dieser Müdigkeit? Sobald die Nahrung im Verdauungstrakt gelandet ist, werden die Verdauungsorgane mit Blut aus anderen Organen und Geweben versorgt, um die Nährstoffe aufnehmen und abtransportieren zu können. Durch die verstärkte Durchblutung im Magen-Darm-Trakt werden andere Organe wie das Gehirn oder die Muskulatur weniger stark durchblutet und mit weniger Sauerstoff versorgt. Dies hat zur Folge, dass man sich, vor allem nach schwerem Essen, konzentrationslos und müde fühlt. Fünf Tipps gegen das Kantinenkoma:

1. Peperoni statt Pommes frites

Auch wenn die Lust noch so gross ist: Es müssen nicht immer Pasta, Pommes frites oder Pizza sein. Denn je fetthaltiger eine Mahlzeit ist, desto länger verweilt diese im Magen und umso mehr Verdauungsarbeit muss geleistet werden. Fette Speisen enthalten Tryptophan und haben einen entspannenden Effekt. Aber nicht nur das opulente Mahl macht schlapp, auch der Fitnessteller ganz ohne Kohlenhydrate ist nicht optimal. Dann kann es nämlich sein, dass bereits am frühen Nachmittag die Gier nach Schokolade ausbricht. Am besten ist eine leichte Mahlzeit mit viel Eiweiss und komplexen Kohlenhydraten, da der Blutzuckerspiegel bei der Verdauung von komplexen Kohlenhydraten nicht so rapide ansteigt. Um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten, kann man auch mehrere kleine Mahlzeiten zu sich nehmen, anstatt Riesenportionen zu essen.

2. Raus an die frische Luft

So bequem es auf dem Bürostuhl ist, ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft sorgt nach dem Essen dafür, dass der Körper verstärkt durchblutet wird. Dadurch kommt auch der Verdauungstrakt in Schwung, das Essen wird so etwas schneller verarbeitet. Genügend Sauerstoff bekämpft die Müdigkeit. Wer nicht raus kann, sollte trotzdem eine Runde kräftig lüften. Denn nichts macht müder als schlechte Büroluft.

3. Hoch die Gläser!

Wer zu wenig trinkt, neigt vermehrt zu Schlappheit. Aber bitte mehr Wasser und weniger Kaffee. Denn der aufputschende Effekt des Koffeins verfliegt schnell, und danach hängt man nur noch stärker in den Seilen. Es müssen ja keine drei Liter Wasser sein, obwohl uns das gewisse Fachleute immer wieder einbläuen wollen. Zwei Liter genügen, wenn man nicht ständig am Schwitzen ist oder anstrengenden Sport macht. Manchmal gaukelt einem der Körper auch Hunger oder Gluscht vor, obwohl man eigentlich «nur» Durst hat.

 4. Ein Nickerchen in Ehren

Nicht jeder ist in der komfortablen Lage, nach dem Mittagessen ein Nickerchen einlegen zu können. Wer aber die Möglichkeit hat, sollte sie nützen. Allerdings nicht länger als 20 Minuten. Denn nach einem langen Mittagsschlaf braucht das Gehirn wieder länger, um mentalen Aktivitäten nachzugehen.

5. Tief durchatmen

Wer gestresst ist, der atmet oft verkrampft und oberflächlich, und wird dadurch müde. Wichtig ist, tief in den Bauch zu atmen. Ob mans richtig macht, merkt man, wenn man eine Hand auf den Bauch legt und spürt, wie er sich hebt und senkt.