Warum die Hysterie ums Brot nervt

Tasty bite

Brot, vor allem Weissbrot, wird von vielen Ernährungsexperten zunehmend verteufelt. Foto: Getty

Neulich weilte ich in einem ebenso schönen wie schicken Medical Spa. Es war ein beruflicher Aufenthalt – ich recherchierte zum Thema gesunde Ernährung. Mein Menüplan, von einem Arzt ausgearbeitet, sah gluten-, und laktosefreie Mahlzeiten vor. Und so ass ich jeweils morgens zum Frühstück zwei Scheiben glutenfreies Brot, denn Gluten sind ja bekanntlich, nebst Laktose, der Feind Nummer eins auf unserem Teller. Das behaupten jedenfalls zahlreiche Ernährungsexperten. Mein Brot oder besser gesagt die graubraune Masse schmeckte ein bisschen nach Klebstoff und blieb mir fast im Hals stecken, auch weil die Butter (Laktose!) als natürliches Schmiermittel fehlte.

Mit jedem Tag, an dem ich auf mein geliebtes Brot verzichten musste, sehnte ich mich mehr danach. Ich hatte Tagträume von knusprigem Bauern-, schmackhaftem Dinkel- und feuchtem Roggenbrot. Und ja, diese Träume waren fast ein bisschen erotisch, denn Genuss hat ja sehr viel mit Sinnlichkeit zu tun. Als Höhepunkt verspeiste ich in meiner Fantasie einen buttrigen, französischen Gipfel.

Brot hatte für mich schon immer einen hohen Stellenwert. Ich erinnere mich gern an den selbst gebackenen Hefezopf meiner Mutter, der am Sonntagmorgen die ganze Wohnung beduftete. An das erste selbst gebackene Brot, das so schwer wie ein Ziegelstein und an den Enden verbrannt war, aber köstlich mundete. An die Brioches im Pariser Café Flore, die nach Freiheit und Abenteuer schmeckten. Die Abende mit dem Gebliebten, an denen Brot, Käse und Wein alles waren, was wir brauchten. Und nicht zu vergessen die Weggli von meinem Lieblingskonditor, die ich immer mit einem Butter-Honig-Gemisch, genannt «Luus-Salbi», bestreiche.

Weggli? Ja, ich esse Weggli. Beruhigen Sie sich! Ich ziehe mir kein Kokain in die Nase. Es gibt ja Wissenschaftler, die den Weizen und das weisse Pulver als gleich schädlich für den menschlichen Organismus verurteilen.

Im Buch «Dumm wie Brot» behauptet beispielsweise der amerikanische Neurologe David Perlmutter, Weizen sei ein «Killerkorn», das langsam das Hirn zersetze. Eine gewagte These, zu der es keine Studien gibt. Perlmutter ist überzeugt, dass das in vielen Getreidesorten vorkommende Klebereiweiss Gluten das Risiko für Erkrankungen wie Migräne, Depressionen, ADHS und sogar Alzheimer dramatisch erhöhe. Die Weizenverteufelung hat auch den Autor William Davis berühmt gemacht. Sein Buch «Weizenwampe – warum Weizen dick und krank macht» wurde millionenfach verkauft. Das Korn zu verdammen, ist also so populär wie noch nie.

Natürlich weiss ich, dass Weissbrot viele leere Kalorien und kaum Nährwert hat. Es treibt den Blutzucker nach oben, bevor dieser wieder massiv fällt. Ich esse es auch nicht jeden Tag, sondern nur bei speziellen Gelegenheiten. Was mir allerdings ziemlich sauer aufstösst, ist die Hysterie rund um (Weiss-)Brot für mich nichts anderes als ein weiteres Luxuspseudoproblem unserer Gesellschaft.

Ja, es gibt Menschen, die Gluten nicht vertragen. Aber die Zahl derjenigen, die sich einbilden, an einer Unverträglichkeit zu leiden, ist bedeutend höher. Und ich rede hier nicht von einer richtigen Nahrungsmittelallergie, die lebensbedrohlich sein kann und natürlich medizinisch abgeklärt und behandelt werden muss. Wie «Spiegel online» aus einer Studie von 2014 zitiert, betrifft die Zöliakie, also die Glutenunverträglichkeit, nur etwa 1 Prozent der Bevölkerung, dazu kommen schätzungsweise 5 bis 7 Prozent, die unter einer sogenannten Glutensensitivität leiden.

Was mich betrifft: Ich brauche keinen Guru, der mir vorschreibt, wie und was ich zu essen habe. Denn diese Aufgabe übernimmt mein Körper. Und der gibt mir jetzt eine klare Anweisung. Ich gehe also in die Küche und esse eine dicke Scheibe vom knusprigen «Killer»-Bauernbrot. Natürlich mit ein bisschen Schmiermittel. En Guete!

82 Kommentare zu «Warum die Hysterie ums Brot nervt»

  • Andreas Diethelm sagt:

    Ich habe nichts gegen einen bewussten Umgang mit Nahrungsmitteln, wir sind ja offensichtlich in gewisser Hinsicht, was wir essen. Genausowenig ist die Aufklärung, und wenn nötig Kritik an der Herkunft und den Produktionsbedingungen überflüssig. Gegen eine fundierte Auseinandersetzung über die Zuträglichkeit unserer Nahrung habe ich auch nichts, vorausgesetzt, man bemüht sich um eine minimale fachliche Tiefe. Der Umstand, dass eine Thematik stärker in den Blick der Öffentlichkeit gerät, ist noch kein Zeichen von Hysterie. Mich nervt Lifestyleschreibe.

  • Rolf Stalder sagt:

    Das Thema „Weissbrot“ ist schon seit 20 Jahren bekannt. Jetzt hat’s der Gesundheitsmainstream auch entdeckt.
    Ursprünglich war es ok, wenn der Blutzuckerspiegel extrem rauf ging, denn wir arbeiteten ja auch körperlich. Heute ist das anders, also kann man, wenn man denn will, seine Ernährung anpassen.

  • Paul Meier sagt:

    Genau so isses!!! Ich verzichte lieber auf ein Jahr in meinem Leben geniesse es dafür! „Du vin, du pain et du Boursin“ – genüsslich reinziehen!!! Aber ich überlasse es jedem selber, ein griesgrämiges, freudeverachtendes und trauriges Leben zu führen!

    • Marie-Louise McDonald sagt:

      Ich stimme Ihnen mit einem grossen Bravo zu!

      Ich fühle mich körperlich auch besser, wenn ich esse
      was mir Freude macht.

      Es ist doch total uninteressant den Leuten zuzuhören,
      sie können dieses nicht vertragen und das nicht essen.
      Who cares???

  • Thomas Guldener sagt:

    Ich kann das Argument, dass sich viele Allergien/Inntoleranzen einbilden, nicht mehr hören. Auch wenn gegebenenfalls es einem bei einem Verzicht nur eingebildet besser geht, ist dies ein Mehrwert an Lebensqualität. Leider ist es aber unmöglich, genussvoll zu verzichten, da nach wie vor keine Deklarationspflicht von Allergenen gibt. Einige wären jedoch darauf angewiesen, dass sie auch wissen, was sie serviert bekommen oder was im Medikament sonst noch alles zu finden ist. Andere Krankheiten werden auch ernst genommen und nicht ins lächerliche gezogen.

  • Mirjam Patscheider sagt:

    Sehr geehrte Frau Aeschbach
    Leider ein ungenügend recherchierter Artikel. In der Wissenschaft der Naturheilpraktik und in der neuesten Ernährungswissenschaft ist man sich gewiss, dass die Verdauung das zweite Gehirn darstellt und somit grossen Einfluss hat auf unseren Stoffwechsel, Zellerneuerung und unsere Gesundheit.
    ‚what you eat is what you are‘
    Schade, dass diese Art von Journalismus je länger je mehr zum Standard wird. Schade, dass eine grundsätzlich ablehnende Haltung Einzug hält. Schade, dass dadurch Betroffene keine mediale Unterstützung erhalten. Schade, dass Fremdes nicht mit Interesse und Neugier zu betrachtet wird. Schade, dass Rückenschmerzen, Schlafstörungen, verhärtete Muskulatur, Depression und innerlicher Pilzbefall nach wie vor mit Medikamenten behandelt wird.

    • Annalena sagt:

      Ich habe meine Synovialzyste, die mir unerträgliche Rückenschmerzen bescherte, mit Erfolg operiert und nicht mit irgendeinem genussvollen Verzicht auf irgend ein genussvolles Lebensmittel behandelt. Deshalb befürworte ich für eine umfassende Abklärung allfälliger gesundheitlicher Probleme und die passende Therapie dazu. Sie erlauben mir aber, dass ich frustriert bin, wenn so ein hysterisches Dummchen mit Blähbauch die letzten glutenfreien Kornflakes aus dem Regal räumt und mein Sohn, der unter Sprue leidet, auf sein Lieblingsfrühstück verzichten muss.

      • Benjamin Karl sagt:

        danke mirjam,
        ich bin spitzensportler und ging zu einem befreundeten arzt weil ich mich seit einiger zeit schlapp fühlte und keiner konnte mir sagen warum. ganz abgesehen von den immer wieder kehrenden kopfschmerzen die mich eigentlich schon mein ganzes leben begleiten. also ging ich wie erwähnt zu dem arzt und der testete mich auf gluten und ich sprach positiv darauf an. ich sagte mir: na gut, ein versuch ist es wert und siehe da….nach 3 monaten kaum noch kopfschmerzen, die schlappheit war weg und ich fühlte mich einfach super. seither sind 5 jahre vergangen und auch die kopfschmerzen gehören der vergangenheit an (((-: hab also durch den verzicht von gewissen lebensmittel eine unglaulich höhere lebensqualität und bin fit wie nie….einfach schön und das ganz ohne medikamente (-;

  • Aurelian Ecker sagt:

    Komisch, immer ein Riesentheater wegen Gluten im Brot und dann essen die Vegan-Apostel häufig Seitan (Tempura) als Fleischersatz. Da macht dann das Gluten plötzlich nichts mehr, obwohl das Gluten in fast purer Form ist (nun, wird wohl daran liegen, dass viele nicht wissen, dass Seitan Gluten ist…).

    • Hanspeter sagt:

      Veganer sein hat nicht mit Glutenunverträglichkeit zu tun. Wer Gluten nicht verträgt ist wegen dem nicht Veganer und Veganer leben nicht Vegan weil sie Gluten nicht vertragen. Sie vermischen da Dinge die nichts miteinander zu tun haben.

    • Alessandra sagt:

      Vegan ist nicht zwingend gleich gesund. Dahinter steckt ja die Philosophie, keine tierischen Produkte zu benötigen.
      Zwei paar schuhe.

  • Alain Burky sagt:

    Ich finde Baguettes sehr gut. Heutzutage findet man die in F – in allen möglichen Varianten. Klassisch: Baguette unter linkem Arm; le Figaro unter rechtem Arm. Wichtig vor allem – frisch soll es sein. Hole ich mir immer so – von vis-à-vis. Zu Wein und feinem Käse – sehr gerne klassisch weiss. Und an die Marie-Antoinette: Kuchen oder Brioche mag ich viel weniger, weil süss.
    Leere Kalorien – dummes Zeug (Esoterik); Kalorien (Joules) verbrennen sowieso. Vitamine, Mineralien oder Spurenelemente hat es auch in Früchten/ Gemüse/ Fleisch. Wein hat auch ‚leere Kalorien‘. Tut aber dem Gemüt gut. Also auch mir.

    • Marcus Ballmer sagt:

      Ha – noch ein Baguette-Liebhaber! Ich freue mich und schliesse mich Ihrem Votum vollumfänglich an.

      • Helmut sagt:

        Chapeau, so ist es.
        Leben diese Gesundheitsapostel wirklich länger? Statistisch nicht, aber ihnen kommts so vor, weil Langweilig.

  • Matthias Kalt sagt:

    @ alle Weizenliebhaber: Stellt Euch vor, ein Wissenschafter könnte zweifelsfrei nachweisen, dass der heutige, seit Jahrzehnten Gen-veränderte Weizen vielen Menschen massiv schaden kann, ja er könnte gar einen Link zu Alzheimer, Depressionen, Arthrose, Übergewicht vorlegen. Was würde mit ihm passieren? Was glaubt Ihr, würden die Vertreter eines multi-milliarden Marktes alles tun, um solch einen Beweis nie das Tageslicht sehen zu lassen? Ich bin wirklich kein Verschwörungsneurotiker aber Einige von Euch sollten sich mal etwas besser über diese Thematik informieren, bevor Sie blauäugig das geliebte Brot durch alle Böden verteidigen.

    • baldomir gabalzar sagt:

      „Ich bin wirklich kein Verschwörungsneurotiker“, ja nee ist klar.
      Frau Aeschbach hat völlig recht. Diese Glutenunverträglichkeit ist, abgesehen von diagnostizierter Zöliakie, Hirngespinste aus der Esoteriker und Heilpraktikerszene. Die Lebensmittelindustrie hat diese Unwissenheit dankbar aufgenommen um ihre Produkte zu völlig überrissenen Preisen an die Gläubigen zu verkaufen. Selber Schuld wer auf diesen Blödsinn reinfällt.

  • MrT sagt:

    Lebensmittel, welche wir seit alters her konsumieren, können nicht schlecht sein, da sich unsere Organismen darauf eingestellt haben, deshalb habe ich keine Bedenken, diese zu mir zu nehmen. Modernes Zeug wie künstliche Süssstoffe oder Margarine meide ich, da wir evolutionstechnisch darauf nicht vorbereitet sind.

  • Barbara Grohé sagt:

    Das ulkige ist ja, dass man das Weizenbrot in den letzten Jahren derart verteufelt hat und nun zuhauf das ach so gesunde Dinkelbrot zu sich nimmt, wobei ganz vergessen wird, dass das Ur-Weizen ist. Schön doof

    • Rico Suter sagt:

      Wenn Sie sich informieren würden, dann würden Sie vielleicht wissen, dass Ur-Dinkel eben nicht so wie Weizen (mittels Züchtung) verändert worden ist. Das ist einer der wichtigen Punkte. Kamut ist auch so ein Ur-Getreide, das viele essen können, auch wenn sie Weizen nicht vertragen.

  • marie sagt:

    auf den punkt gebracht frau aeschbach! danke für diesen tollen artikel.
    für mich immer wieder ein hochgenuss: warmes, SEHR knusperiges baguette und ein anständiger „schnifu“ camambert, oder eben, eine ankeschnitte, hausgemachte züpfä und ja, mein favorit: roggensauerteig-brot, der hammer schlechthin.
    tipp: wenn ihr mal nach österreich oder ins südtirol geht, unbedingt (!) vinschgrl/vinschgauer brot probieren, h i m m l i s c h!
    ä guetä

    • marie sagt:

      vergessen anzumerken: vingrl nicht vom supermarkt bitte.

      • Andrea sagt:

        Ja, ein Traum – aber eben nur noch… es gibt schlicht auch Menschen, die allergisch auf Weizen, Roggen, etc. reagieren (nicht Zöliakie!!). Mein Sohn gehört dazu. Ich bin sehr dankbar für die vielen Produkte, die auf den Markt kommen – Pasta, Brot (wobei das schwierig ist, da er auch allergisch auf Hülsenfrüchte und Äpfel ist) und Süssigkeiten. Sie erleichtern mir und ihm das Leben ein wenig. Essen soll ein sinnliches Erlebnis sein – Genuss und Freude. Wir sind noch weit davon entfernt, uns spontan irgendwo verpflegen zu können – aber dank dem „Hype“ wird es besser. Seit er klein war haben wir jedes Wochenende gemeinsam gebacken und den Zopf genossen – war im Nachhinein nicht so klug…

      • Lichtblau sagt:

        Schön, wieder von Ihnen zu lesen, Marie. Sie sind mir schon an anderen Orten als Expertin mit italienisch-bernerischer Bodenständigkeit aufgefallen, die offenbar auch gut kocht (falls Sie „die“ Marie sind).

  • Martin sagt:

    Sie haben mit Ihrer Analyse durchs Band recht. Es interessiert mich einen Kehricht, was sog. Ernährungsexperten sagen. Sie sagen eh alle Jahre wieder etwas anderem den Kampf an. Daher gilt für mich: Aufs Bauchgefühl vertrauen!

    • Thomas Guldener sagt:

      Genau das ist der richtige Ansatz. Aber man soll dann auch anderen das Bauchgefühl lassen. Wenn sich jemand ohne Weizen besser fühlt oder gar auf Weizen verzichten muss. soll man diese Person nicht lächerlich machen. Jeder soll das essen können, was ihm gut tut und nicht das, was andere als sinnvoll ansehen. Leute die auf Fleisch verzichten, werden inzwischen auch ernst genommen.

  • Markus Schneider sagt:

    Gluten „sind“ nicht der Feind Nummer eins auf dem Teller, es ist die fehlende Kenntnis der Grammatik: Es heisst „das“ Gluten und hat mit Glut oder Gluten überhaupt nichts zu tun.

  • Maurice sagt:

    Ach, zum Glück bin ich Franzose. Bei mir gibt’s nur Baguette; 2-3 Stücke zu jeder Mahlzeit. Alles andere geht gar nicht.
    Mag eintönig erscheinen, ist es für mich aber nicht. Dafür spare ich mir diese leidige „gesundes Brot-ungesundes Brot“ Diskussion.

  • Yvonne Maissen sagt:

    Toller Beitrag, ganz nach meinem eigenen Empfinden und nach dem Motto: Leben und leben lassen, essen und trinken was schmeckt und sich nicht von kuenstlicher Hysterie beeindrucken lassen.

  • Markant Oliver sagt:

    Wenn 1% bzw. 1% + 5-7% Gluten nicht oder nicht gut vertragen dann kommt dazu noch eine stattliche Dunkelziffer von Menschen, denen es nicht gut geht, die aber nie auf die Idee gekommen sind, dass eine Glutenallergie der Grund dafür sein könnte.

    • Annalena sagt:

      Sie können es mir glauben, wenn eine Glutenallergie manifest wird, rennen Sie zum Arzt, denn dann geht es Ihnen nicht einfach „nicht gut“. Übelkeit, Diarrhöe, Inappetenz, massive ungewollte Gewichtsabnahme, heftigste Bauchschmerzen, das pure Elend. Sobald Sie mit der Diät anfangen, ist der ganze Spuk vorbei. Meinen Sohn traf es mit 19, mitten in der Lehre zum Konditor (sic!). Er hat in den 3 Monaten bis zur Diagnosestellung 25 kg Körpergewicht verloren. Zum Glück war er kein „Spränzel“ als es ihn traf.

  • Sam Enerve sagt:

    „Mein Menüplan, von einem Arzt ausgearbeitet, sah gluten-, und laktosefreie Mahlzeiten vor.“
    Wenn Ihnen ernsthaft ein Arzt glutenfreie Diät verordnet obwohl Sie keine Unverträglichkeit haben dann gehört aber auch der Arzt behandelt!
    Wie Sie selbst schreiben 1% leiden wirklich darunter, bei allen Anderen ist eine Modeerscheinung und erst noch eine lächerliche. Diese eingebildeten Kranken nerven nur. Und die gesamte Industrie die darin ein Geschäft wittert nervt ebensosehr.

    • Urban Zuercher sagt:

      Jein, es ist ein Fluch und ein Segen.
      Einerseits kann ich mit meiner Freundin halt wirklich mal ne Fertigpizza essen, wenn es uns danach ist. (Ja, ich weiss, im Ernährungsblog ein Shame on Us….).
      Und das tiefgekühlte Coop-Brot hat auch irgendwie etwas mit richtigem Brot gemeinsam….
      Soweit die Vorteile.
      Nachteilig ist halt, dass man bei jedem Restaurantbesuch darauf hinweisen muss, dass man wirklich, echt, ganz bestimmt, glutenfrei essen muss, wegen diagnostizierter Zöliakie, und nicht ein Modehipster auf der neusten Esoterikwelle ist….

  • Anja sagt:

    für Interessierte an der neusten Forschungs diesbezüglich empfehle ich: https://www.dr-feil.com/

    nüchtern, sachlich und wissenschaftlich belegt, ohne etwas zu verteufeln

  • Arnold Gasser sagt:

    Auf den Körper hören ist ja wohl ein Witz. Oft meldet er sich nicht, obwohl er längstens sollte und manchmal meldet er sich, obwohl gar nichts ist. Ich ess seit 20 Jahren jeden Tag zwei Bratwürste , kippe 1L Bier, rauche 20 Zigaretten und verdrücke 3 Tafeln Schokolade und fühle mich pudelwohl, mit 63 sterbe ich an einem Herzinfarkt – so etwa…

    • tststs sagt:

      Nope, bei der Ernährung gibt der Körper sofort, resp. innerhalb weniger Minuten bis Stunden, Bescheid, ob er etwas vertrage oder nicht.
      Folgt auf ein Nahrungsmittel Bauchschmerzen, Flatulenzen, Erbrechen, u.ä. dann ist dies idR ein deutliches Zeichen.

      • Matthias Kalt sagt:

        Da täuschen Sie sich leider. Der Körper sagt uns eben nur in krassen Fällen (Vergiftung, Allergie) wenn ihm etwas nicht bekommt – raus damit. Es gibt aber vieles, das wir jahrelang in uns hineinstopfen, das uns eigentlich gar nicht gut tut aber unsere einzige, oberflächliche Analyse beschränkt sich auf die Symptome von Fall 1. Die Folge davon: Langzeitschäden, die man sich „nicht erklären kann“ … Informieren Sie sich – Wissen ist Macht.

      • Marcus Ballmer sagt:

        Flatulenzen gehören nicht in die Kategorie „unverträglich“, sondern in den Bereich Unterhaltung.

    • Alessandra sagt:

      Bin ganz Ihrer Meinung. Unsere Essgewohnheiten werden so stark von Süchten geleitet, dass es gar nicht mehr möglich ist, sich auf das Bauchgefühl zu verlassen.

  • maettu sagt:

    Danke Frau Aeschbacher, meine Worte :-). Frage, was sind leere Kalorien? Kann ich von denen soviel essen wie ich will?

  • Rico Suter sagt:

    Ich frage mich, was uns die Autorin eigentlich mitteilen will. Vielleicht wäre eine Recherche zu Weizen interessant gewesen, aber bloss sagen zu wollen, dass sie nicht so wahnsinnig ‚gesund‘ essen wolle, wie es gerade ‚hip‘ sei, das hätte sie sich sparen können. Denn in der Recherche zu Weizen wäre ihr aufgefallen, dass wir nicht mehr denselben Weizen essen wie vor 100 Jahren, und dass in heutigen Weizenzüchtungen der Glutenanteil um einiges höher ist, weil sich damit mehr verdienen lässt. Wem dies gut bekommt, sei es drum, wem nicht, der sucht schon nach den Gründen, warum ihm Weizen nicht zu bekommen scheint. Gesetzt der Fall, er kann es rausfinden, denn die Nahrungsmittelindustrie erzählt nicht alles, was sie in welcher Weise manipuliert.

    • Aline sagt:

      @ Rico Suter: Mit dem Weizen haben Sie schon recht. Finde das natürlich auch eine Schweinerei dass es nur noch um das Geld geht und nicht um die Gesundheit bzw den Konsument. Aber mal ehrlich, was sollte man dann noch essen? Sogar das Gemüse und die Früchte werden voll mit Gift gespritzt. Ich vertrage alles und habe auch keine Allergien und auf Brot verzichten könnte ich nie. Wenn wir die Wahrheiten der Nahrungsmittelindustrie wirklich kennen würden müssten wir wohl verhungern oder selber anpflanzen 🙂 Wer sich immer um alles sorgt und sich stressen lässt wird doch ebenso krank! Also ich bekomme nämlich Migräne von so etwas.

  • Martin Fischer sagt:

    Man merkts, die Autorin ist Brotesserin.

    • Matthias Kalt sagt:

      Offensichtlich – und sie lebt nach dem Motto „es kann nicht sein, was nicht sein darf“. Stultientia sancta – würde der Lateiner sagen.

  • edith schmidt sagt:

    vielen dank silvia! dein artikel beruhigt mich, denn so denke ich schon 50 jahre.. es geht nichts über ein genussvolles butterbrot oder ein stück zopf mit schokolade! hingegen bei der diskussion um die gluten /der gluten/ das gluten… da wird mir einfach extrem glutheiss… hoffentlich fehlt den korrigierenden sonst wirklich nichtsoder hat ihnen eventuell jemand die butter vom brot gestohlen? denn butter schmiert auch das gesunde entspannte lebensgefühl! edith

  • Matthias Kalt sagt:

    Seit ich ein Kind war hatte ich Probleme mit der Verdauung. Bauchschmerzen, Durchfall, das ganze Programm. Heute bin ich 52. Seit 5 Jahren bin ich absolut Gluten-frei und wie neu geboren. Ich habe keine Zöliakie aber eine eindeutig belegbare Weizen-Unverträglichkeit. Ich kann nur jedem empfehlen, der Probleme mit Verdauung (Reizdarm?), Gelenken oder Gehirnleistung hat, auf komplett glutenfreie Ernährung umzustellen. In meinem Kopf war es so, als hätte man einen inneren Vorhang entfernt. Ich denke wieder klar, Stimmungs-Tiefs gehören der Vergangenheit an. Ich kann nur jedem empfehlen: ausprobieren! Dass in der Schweiz – einem Weizenland schlechthin, wo wirklich ÜBERALL Weizen drin ist – eine mächtige Lobby alles zu verharmlosen und ins Lächerliche zu ziehen versucht, ist nicht erstaunlich.

    • geraci sagt:

      Genauso verhält es sich auch bei mir. Als direkt -betroffener ehemaliger Dauerblähbauch finde ich den Beitrag von Frau A. wenig sachdienlich. Ich würde gerne wiedermal einen fetten Buttergipfel verdrücken, tue es aber aufgrund der absehbaren Folgen nicht. Deswegen in die Neurotikerecke gestellt zu werden ist dann schon einwenig bemühend.

    • Dieter Walker sagt:

      So erging es meiner Frau auch. Der Arzt (und all anderen „Freizeit-Experten“) wimmelten sie ab und faselten von Abänderung, Einbildung, Wichtigmachen etc. Selbst Psychopharma wollte man ihr verschreiben. Bis ich ihr zur Vermeidung von Glutenhaltigem riet. Ich bin selber einer der da keine Probleme kennt; auch die Kinder nicht.
      Und siehe da: von einem Tag auf den anderen: Genau, endlich wieder Durchschlafen, fertig mit beinahe Depressionen, Wohlgefühl im Magen/Darm etc. Eine Magen-/Darm Untersuchung ergab nichts; alles i.o.
      Und trotzdem: Tests ohne ihr Wissen ergab eindeutig, sie reagiert auf Gluten.
      Und diese „Diät“ schon bei zwei Bekannten empfohlen. Komisch, dass bei denen ihre „unbestimmbaren“ Symptome wenn nicht verschwanden, doch sehr stark zurückgingen.

    • Claudia Brüllmann sagt:

      Hr. Kalt: Ich habe genau dieselbe Erfahrung gemacht: Schuppenflechte weg, Rheuma weg, Verdauung normal seit ich auf Weizen (und Cousins), Haushaltzucker, Früchte verzichte. Die Beschwerden wurden aber in meinem Fall nicht vom Gluten (=Protein) verursacht, sondern von den Kohlehydraten (Zucker). Ich finde es tatsächlich sehr bemühend, dass solche Unverträglichkeiten (die gar nicht so selten sind, werden aber oft als „Reizdarm“ diagnostiziert) immer als lächerlich und Modegag hingestellt werden. Freiwillig macht man keine anstrengenden – und teuren – Diäten. Ich würde viel drum geben, wieder einmal in ein schönes „echtes“ Brot zu beissen.

  • Leo Stern sagt:

    Ein Aspekt wird immer geflissentlich ausgeblendet: Der Weizen, der heute angepflanzt wird, ist nicht mehr der gleiche Weizen wie vor 100 Jahren.

    Damit das Mehl industriell besser verarbeitet werden kann ist immer mehr Klebereiweiss (Gluten) nötig. Heutige Sorten enthalten bis zu 10 mal mehr Gluten als die alten Sorten (je nach Informationsquelle).

  • Michael Wagner sagt:

    Guter Artikel der leider nicht nur für Weissbrot gilt.
    Die Leutchen welche immer neu Nahrungsmittel verteufeln, haben vermutlich ein extrem schlechtes Körpergefühl.
    Wenn ich mir überlege was ich in meiner Jugend alles gegessen habe müsste ich den Löffel schon lange abgegeben haben.
    Unschön ist und bleibt diese enorme Angstmacherei, wir haben ja sonst keine Probleme.

  • Gerhard Engler sagt:

    „Ich brauche keinen Guru, der mir vorschreibt, was ich zu essen habe, diese Aufgabe übernimmt mein Körper“. Ganz so einfach ist es nicht, Frau Aeschbach. Jahrhundertelang litten viele Leute an Kropf wegen zu wenig Jod in der Nahrung. Die Krankheit wäre einfach zu vermeiden gewesen, aber erst ab 1920 wurde das Kochsalz aufgrund wissenschaftlicher Untersuchungen jodiert. Es ergibt sich eben nicht alles von selbst. Bezüglich Gluten bin ich aber auch der Meinung, dass massiv übertrieben wird. Ich werde weiterhin täglich Weizenbrot geniessen.

    • Arnold Gasser sagt:

      Ja, und heute haben wir eine Überversorgung. Auch Tierfutter wird jodiert, damit Fleisch, Milch und Eier auch ja genug Jod enthalten. Der Kropf ist so gut wie verschwunden, andere Schilddrüsenprobleme (Unter – oder Überfunktion, Hashimoto etc. ) dafür aber zugenommen.

      • Maria sagt:

        Durch den Verzicht auf Gluten wurden ich innerhalb von 6 Wochen von einer Schilddrüsenunterfunktion geheilt.
        Täglich (Lebenslänglich) Schilddrüsenhormone einnehmen oder keine Gluten essen.
        Was stören sich die Leute so wenn jemand etwas nicht essen will?! Esst ihr Weissbrot, ich ess kein Brot, wieso stört das?
        Darauf kam ich wegen Dr. Datis Kharrazian und nicht auf Grund eines Heilpraktikers…

  • Anna Meier sagt:

    Ja, das auf den Körper hören haben leider viele Leute heutzutage verlernt. Genial finde ich die Mädels, die am Abend eigentlich keine Lust auf Salat haben aber trotzdem einen Essen weils ja gut für die Figur ist und anschliessend über einen Blähbauch jammern weil – genau, halt der Körper evtl. Rohkost am Abend nicht verträgt. Deshalb ist es per se keine schlechte Idee immer gerade das zu Essen, auf was man gerade Lust hat. Das funktioniert aber natürlich nur, wenn man sich Zeit lässt die eigentlichen Signale des Körpers wieder wahr zu nehmen, speziell wenn diese Signale seit Jahren ignoriert werden…. Mangelerscheinungen könne so gleich mitgekillt werden, der Körper sagts dann schon…

    • David Stoop sagt:

      Das ganze hat einen Haken: die Nahrungsmittelindustrie kippt überall Zucker und Salz rein, weil sie genau weiss, dass unser Steinzeitkörper darauf positiv reagiert, ohne dass er wirklich diese enormen Mengen brauchen würde.
      Imo: vielfältig essen, mit der Menge nicht übertreiben (wenn viel vor uns steht, essen wir auch viel, ohne es zu brauchen) und möglichst echte Nahrungsmittel (nicht zu viel Zusätze). Wichtiger als ein Stück Brot zu meiden, wäre eh die Bewegung im täglichen Leben.

  • Luise sagt:

    Weissbrot ist natürlich ungesund, hat viele leere Kalorien und wenig Sättigungswert. In anderen Ländern gibt es praktisch nichts anderes. Aber wir haben ja die Wahl bei uns in der Schweiz. Das mit der Glutenhysterie nervt mich auch. Dinkel ist ja auch eine Weizenart, soviel ich weiss.

    • Marcus Ballmer sagt:

      Quatsch – Weissbrot ist genauso gesund wie jedes andere auch. Ich esse nur Weissbrot (Baguette, Ciabatta, usw.) und fühle mich pudelwohl. Seit 60 Jahren. Dieses ungeniessbare Graubrot mit Sauerteig, das noch greulicher schmeckt, als es tönt, kann mir gestohlen bleiben.

      • Matthias Kalt sagt:

        Schön für Sie, das freut mich. Schliessen Sie aber nicht auf andere und informieren Sie sich mal etwas genauer etwa über die genetische Form heutigen Weizens, verglichen mit dem Urweizen …

  • Paul Moser sagt:

    Danke für den Artikel – die Hysterie ist ja nötig, damit die neuen Produkte, die jetzt vermehrt gluten- und/oder laktosefrei sind, zu verkaufen. Und wie man hört, hat sich das Geschäft gut angelassen – die Rechnung (im wahrsten Sinne) geht einmal mehr wieder auf. Konsumenten muss man eben so „bilden“, dass sie „richtig“ einkaufen. Und dazu: Bei ständiger Vermeidung von Gluten und Laktose wird die Unverträglichkeit ja nur gefördert – also „stimmt“ es auch so.

    • Gerhard Engler sagt:

      Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) und Lactose-Intoleranz sind genetisch vererbte „Krankheiten“. Diese können durch viel oder wenig Konsum dieser Stoffe nicht verändert werden. Wer diese Unverträglichkeiten geerbt hat, der muss auf die Stoffe verzichten, er/sie kann das nicht abtrainieren.

      • christopher robert sagt:

        @Gerhard Engler:
        Zöliakie und Laktose-Intoleranz können (wie fast jede Krankheit) mehr oder weniger ausgeprägt sein.
        Entsprechend reagiert der Körper bei kleinen Mengen.
        Meine Ex-Partnerin und ich haben beide eine Laktose-Intoleranz. Einmal kaufte sie ein schlecht deklariertes Fertigprodukt, das Laktose enthielt. Während ich nur eine leichte Übelkeit spürte, musste sie sich (nach dem Genuss des gleichen Nahrungsmittel) heftig übergeben und brauchte Tage um sich davon zu erholen.
        Gerade wenig ausgeprägte Unverträglichkeiten sind oft mühsam, weil diese ein fast chronisches Unwohlsein zur Folge haben.

      • Annalena sagt:

        Sprue (Zöliakie beim Erwachsenen) muss nicht vererbt werden, es kann auch beim Erwachsenen spontan auftreten. Es besteht auch keine Glutenunverträglichkeit in diesem Fall, sondern eine Allergie. Der Verzicht auf das Allergen ist in diesen Fällen zwingend.

    • Paul Moser sagt:

      Gerhard Engler – Umgekehrt: Wenn jemand aus Mode auf laktosehaltige Produkte verzichtet, produziert der Körper immer weniger Laktase und stellt das dann endgültig ein. Und damit hat man dann eine Laktose-Intoleranz erzeugt.

      • Gerhard Engler sagt:

        @Moser: Es würde mich sehr interessieren, woher Sie diese Information haben. Meines Wissens ist die Lactasepersistenz völlig unabhängig davon, wie viel Milch jemand konsumiert. Eine Laktose-Intoleranz kann nicht erzeugt werden. Bitte geben Sie mir Ihre Quelle noch an.

      • magerius sagt:

        Herr Moser – Was bei einer angeborenen Laktose Intoleranz – bleiben Sie bei ihrer Hypothese?

  • Dominique Kim sagt:

    Ich würde mich nicht wundern wenn da die Industrie dahinter steckt die das Brot diskreditiert, um dann irgendein ein „supertolles neues Produkt zu verkaufen“. Z.B. hat ja die Pharma-Industrie die Heilkräuter weitgehend durch Medis ersetzt und so Wissen zerstört.

  • Ronnie König sagt:

    Wer nicht genetisch bedingt damit Probleme hat, der hat evtl. das falsche Mikrobiom! Das kann man aber leicht ändern. Wäre dies wirklich so schädlich und falsch, dann hätten unsere Vorfahren dies schon längst erkannt und beendet. Aber jedem das seine. Was ich hier sehe ist mehr die Bewegung der Beseelten! Bei bald jeder Frage im Leben gibt es zwei polarisierende Gruppen von Individuen und man sollte einer angehören. Also ist das wahre Problem weniger Gluten oder Laktose, eher eine Neurose?

  • doris sagt:

    Endlich. Ich dachte ich sei die einzige mit dieser einstellung.

  • Patricia sagt:

    Danke für den tollen Beitrag. Der Genuss sollte uns tatsächlich im Ganzen nicht vergessen und verloren gehen. Es gilt eine gesunde Einstellung und Augenmass zum Essen und Geniessen zu behalten, so dass auch wir weiterhin geniessbar bleiben!

  • christopher robert sagt:

    Ungesund und unverträglich sind für mich nur die mit chemischen Helfern aufbereiteten Teiglinge, die früher bei Tankstellen und nun auch bei einigen Grossverteilern aufgebacken werden. Dies liegt sicher nicht am Weizen, denn Brote vom Bäcker oder selbst gebackenes Brot ist besser und verträglicher als „Fuctional Food“.

    • verità sagt:

      @cr: Den Bäcker möchte ich sehen, der heutzutage gänzlich ohne Hilfsmittel arbeitet. Da können Sie gleich aufhören, Brot zu essen.

      • christopher robert sagt:

        @verità:
        Natürlich arbeiten heute fast alle Bäcker mit Hilfsmitteln. Doch es macht IMHO einen Unterschied zwischen industrieller Frischbackware (die nach weniger als 24 Stunden steinhart wird und beim Zerschneiden auseinander fällt) und handwerklich produziertem Brot. Sicher wurde auch das Mehl in den letzen Jahren verändert, ebenso wie die Hefen. Wichtig ist darauf zu achten was einem gut tut und was nicht, und entsprechend danach zu handeln.

  • Oliver Grossen sagt:

    Frau Aeschbach, inhaltlich pflichte ich Ihnen im Prinzip zu und freue mich über den Artikel. Aber bitte; es gibt nicht „die Gluten“! Es heisst „das Gluten“, ein Stoffgemisch aus Proteinen.

    • Ashrio Moto sagt:

      Richtig, Gluten ist ein Proteingemisch. Somit ist die Mehrzahl „die Gluten“ korrekt. „Das Gluten“ würde auf einen einzigen Stoff hinweisen. Sie können natürlich kontern uns sagen „das Eiweiss“ ist auch ein Gemisch von Proteinen. Das stimmt aber so nicht, weil wir dann von „den Eiweissen“ reden. Klar, als man den Begriff „Gluten“ formte, wussten wir noch nicht, dass es ein Gemisch ist, somit ist „das Gluten“ eben auch nicht falsch, wohl vielleicht veraltet. Kurz, bevor sie andere korrigieren, sollten wir uns sicher sein wovon wir reden. Schönen Tag noch!

      • Duden Rechthaber sagt:

        Zuerst dachte ich Sie hätten recht. So wie auch die Aussprache unterschiedlich ist; die einen sagen Glúten, die anderen Glutén. Bis ich den Duden konsultierte. Ein Killerargument, zuverlässiger als Wikipedia. Es heisst das Gluten mit Betonung auf der letzten Silbe und ist ein Neutrum.

      • Gerhard Engler sagt:

        @Moto: Es heisst eindeutig DAS Gluten. Wenn es die Gluten heissen würde, dann wäre der Singular „Glute“. Diesen Begriff gibt es aber nicht. Die Endung „-en“ ist analog zu Wörtern wie Anthracen oder Ibuprofen

    • verità sagt:

      @cr: Dann versuchen Sie doch einmal das Brot von Lidl, bevor Sie ein Pauschalurteil abgeben, da könnte sich nämlich mancher „Beck“ sprichwörtlich eine Scheibe abschneiden. Das Brot ist wunderbar knusprig und bleibt viel länger frisch als aus so mancher Bäckerei. Und „handwerklich produziert“ wird heute schon gar nirgens mehr, ausser vielleicht in der Hofbäckerei der englischen Königin….

  • Dieter Neth sagt:

    Sie befinden sich auf der richtigen Spur! Die „Ich brauche keine Experten die mir mein Leben erklären“ Einstellung vereinfacht das Leben ungemein. Jetzt sollte man nur noch diese Politiker aus unserem Leben verbannen, die solche Ergüsse auch noch in Gesetze verwandeln und unseren „lieben Mitbürgern“, welche sich als Aufpasser und Hilfspolizisten sehen mit einer gehörigen Portion Zivilcourage entgegenstellen – und dann sieht man vielleicht am Morgen im ÖV auch mal ein freundliches Gesicht.

  • Peter sagt:

    Butter gilt als Laktosefrei (weniger als 1g Laktose / 100g).

  • Gerhard sagt:

    Weizenwampe? Ich bin 59 Jahre alt und ein gnadenloser Weizenfresser (Pasta, Brot, etc.) Ich wiege immer noch gleich viel wie mit 18 Jahren und habe sogar noch alle Haare auf dem Kopf. Hässliche Wampen sehe ich hingegen bei vielen meiner Freunde, die täglich Fleisch und Wurst in sich hineinstopfen…

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