Ich bin kinderlos – na und?

epa02044079 Jury member and US actress Renee Zellweger seen on stage during the award ceremony of the 60th Berlinale International Film Festival in Berlin, Germany, Saturday, 20 February 2010. Up to 400 films are shown every year as part of the Berlinale's public programme. The Berlinale is divided into different sections, each with its own unique profile EPA/JOERG CARSTENSEN

Sie ist kinderlos und glücklich: US-Schauspielerin Renée Zellweger. (Bild: Jörg Carstensen/Keystone)

Vor einiger Zeit war ich an einer Klassenzusammenkunft, das erste Mal nach sehr langer Zeit. Nach dem gegenseitigen Beschnuppern, wir hatten uns drei Jahrzehnte nicht gesehen, sassen wir beim Abendessen an einer langen Tafel. Unser ehemaliger Lehrer wollte von jedem der Anwesenden wissen, was aus ihm geworden war. Eine Kollegin und ich waren die einzigen Frauen ohne eigene Kinder. Wir beide erzählten genauso begeistert von unserem Beruf wie andere von ihren Sprösslingen. Unsere Kinderlosigkeit wurde nach unserem «Outing» eifrig diskutiert. So eifrig wie das «Schicksal» zweier anderer Ex-Mitschülerinnen, eine war nach einem Suizidversuch in der Psychiatrie gelandet, die andere nach Australien ausgewandert. Wir waren also unter 14 Frauen die zwei Exotinnen. Die männlichen Kollegen wurden übrigens nicht nach einer allfälligen Elternschaft gefragt. Hier ging es beim Erzählen vor allem um deren berufliche Karrieren.

Ich fühlte mich wie im falschen Film. Am Anfang reagierte ich noch freundlich auf Fragen wie: «Warum hat es denn bei dir nicht geklappt?» Oder: «Wenn ich kein Kind gehabt hätte, dann hätte ich auch Karriere machen können wie du.» Zuerst versuchte ich noch zu erklären, dass ich mit meiner Entscheidung ganz zufrieden bin und nichts im Leben vermisse. Dass dies zwar nicht immer so gewesen war und ich immer wieder mal an dieser Tatsache zu knabbern hatte, ging niemanden etwas an. Und heute geht es mir mit meiner Kinderlosigkeit gut.

Aber das wollte mir an diesem Abend anscheinend niemand glauben. Als mich zu späterer Stunde der ehemalige Klassenbeste anzüglich fragte: «Was machst du eigentlich, wenn du alt bist und keine Arbeit mehr hast? Dann stirbst du allein und einsam. Ich würde dich dann gerne trösten», wurde ich richtig zickig und blaffte ihn an: «Du wärst der Letzte, den ich dann anrufen würde.» Arsch bleibt eben Arsch.

Ich überlegte mir, wie ich mich unbemerkt zurückziehen könnte, da spürte ich eine Hand auf meiner Schulter. Es war Walter, mein ehemaliger Schulschatz. Er setzte sich zu mir und sagte: «Die sind doch alle nur neidisch auf dich, weil sie am versauern sind, während du ein aufregendes Leben führst.» Am liebsten hätte ich Walter umarmt, so lieb fand ich seine Worte. (Auch wenn mein Leben nicht wirklich sooo aufregend ist.)

Seit diesem Abend sind einige Wochen vergangen. Ich habe mich seither mit der anderen Ex-Mitschülerin getroffen, die ebenfalls kinderlos geblieben ist. Wir haben lange miteinander geredet und uns gegenseitig von unseren Leben erzählt. Gemeinsam stellten wir fest, dass es uns am meisten nervt, wenn uns vorgeworfen wird, nichts für die Volkswirtschaft getan zu haben. Und für die Altersvorsorge der Gemeinschaft. Keine Frau wird schwanger, um etwas für den Staat, beziehungsweise für die Gesellschaft zu tun. Ausser vielleicht in Nordkorea. Doch Kinderlose müssen sich immer wieder dafür rechtfertigen, dass sie dem Staat kein Kind geschenkt haben.

Nach dem dritten Glas Wein beschlossen meine Kollegin und ich, dass wir uns die nächste Klassenzusammenkunft sparen und stattdessen zusammen fein zu Abend essen gehen würden.

143 Kommentare zu «Ich bin kinderlos – na und?»

  • Daniela sagt:

    Ich bin 34 Jahre alt, verheiratet und gehöre ebenfalls zu den bewusst kinderlosen und glücklichen Frauen. Unglücklich wurde ich immer dann wenn ich mir versucht habe einzureden doch endlich einmal einen Kinderwunsch haben zu müssen… Ich dachte immer irgendwann müsse dieser Moment in dem man weiß das man Mutter werden will doch auch bei mir kommen, dies war aber nie der Fall. Sätze wie, denkt an später dann seid ihr alleine, oder, hörst du deine biologische Uhr noch nicht ticken? kenne ich zu genüge… Mich hat dieses Thema bis zur Depression getrieben, ich dachte lange Zeit das mit mir etwas nicht stimmt. Seitdem ich die Entscheidung gegen eigene Kinder getroffen habe und auf mein Innerstes höre fühle ich mich wie befreit. In dem Sinne, leben und leben lassen

  • Thomas Marsco sagt:

    Kinderlos und trotzdem glücklich, wer hätte das gedacht? Ja es muss wahrlich schlimm sein, wenn man wegen Kinderlosigkeit keine finanzielle Not kennt. Wenn man sich Ferien leisten kann, und Familien zu Hause bleiben müssen. Und erst diese Familien-Streitereien vor allem an den Festtagen, wer würde so etwas nicht vermissen. Die hohe Anzahl alleinerziehender Mütter sagt schon alles: Das reaktionäre Ehe-Familien-Model ist gescheitert.

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Ich kann dieses Kinderlose vs Eltern-Bashing nicht mehr hören! Sowohl der Entscheid für wie jener gegen Kinder ist egoistisch! So wie wir uns eben für Kinder entschieden haben, entscheiden sich andere dagegen. Und das ist auch gut so! Ich finde es schade, dass sich Kinderlose und Eltern oft für ihr gewähltes Lebensmodell rechtfertigen und verteidigen müssen und sich oftmals kritisieren statt sich gegenseitig unterstützen. Dabei ist nämlich jeder Lebensentwurf, sofern freiwillig gewählt, völlig ok, gleichwertig und berechtigt. Mir käme es nie in den Sinn, anderen ihr Leben „madig“ zu machen.

    • Selina sagt:

      Bin ziemlich diener Meinung. Einige Leute wünschen sich keine Kinder und es kommen dann… mehr andere
      wünschen sich Kinder und es klappt nicht. Kinder sind es Geschenk und ein Segen, aber auch eine Riesenverantwortung,
      die man nicht unterschätzen sollte.

  • Margrita sagt:

    im welchem Jahr leben wir denn? dass mir dies in den jungen Jahren auch passierte+ähnlich reagierte kann ich noch verstehen,doch wir leben jetzt im Jahr 2015 die Welt+wir Menschen stehen im Umbruch! dass viele Menschen noch in vielen alten Mustern denken und leben stimmt mich traurig. Ich bin 64 auch bewusst kinderlos. Ich war privat viel mit Kindern zus+habe über 40 Jahre mit Kindern gearbeitet weil sie mir wichtig sind und ich sie sehr liebe! übrigens kommen wir alleine auf diese Welt und gehen auch alleine wieder zurück und Kinder sind eh keine Versicherung im Alter nicht alleine zu sein!

    • Thomas Marsco sagt:

      Vor allem der letzte Satz stimmt völlig! Schaut doch mal wie viele zerstritten Familien es gibt. Es gibt nichts besseres als den kinderlosen Seelenfrieden.

  • Priska sagt:

    Ich habe mich schon mit 28 Jahren dazu entschieden, niemals Kinder zu haben und mich deshalbe unterbunden lassen. Und bis heute, 63 Jahre NIEMALS bereut. Logo, ich wuchs in einem Heim auf und sagte mir, mein Kind soll nie so aufwachsen wie ich. Und ich stellte meinen Beruf als Krankschwester immer in den Vordergrund. Ich konnte meine sogenanntes Sex Leben erst geniessen, als ich wusste, nie Kinder zu bekommen. Aber allen Mütter ein Kompliment, die zum Glück nicht alle so denken wie ich.

  • Maba sagt:

    Jeder wie er mag.
    Wir sind auch kinderlos und für uns stimmt es. Die Frage nach dem WARUM nervt. Ich geniesse es, wenn ich Tante und Gotti sein darf, bin aber auch froh, wenn ich wieder meine Ruhe habe. Ja, Kinder sind laut +anstrengend, aber das ist ihr Job und wir waren es auch und es ist gut so.
    Sehr anstrengend fand ich, wenn mir Neugeborene in die Arme gedrückt wurden „damit du auch eins willst“
    Ein befreundetes Paar hätte wahnsinnig gerne Kinder und es klappt nicht. Da habe ich manchmal ein schlechtes Gewissen, dass ich könnte, aber nicht will. Und sie wollen und können nicht.

  • marie sagt:

    gut gebrüllt, löwin (silvie)! wir können als kinderlose genauso ein leben haben, wie frauen mit kinder auch eines haben. nur halt eben: ohne kinder.
    …kenne diese situationen als kinderlose ebenso. übrigens: bester entscheid das nächste mal mit ihrer ex-mitschülerin abend essen zu gehen.

  • Hannah sagt:

    Danke, jetzt weiss ich definitiv, dass meine Entscheidung „Klassentreffen“ zu meiden richtig war.
    Das Thema Kinder, Enkel, finde ich zum Gähnen, selber leben, liebe Mütter!

  • Widerspenstige sagt:

    Den Abschlusssatz kann ich doppelt unterstreichen. Prost!

  • Tanja sagt:

    Wenn sich die vielen glücklichen Frauen und Männer die Kinder haben sich mit den unglücklichen kinderlosen Frauen und Männern im Bett vergnügen neben dem Glücklicksein in ganz privater geheimer Sache, dann frage ich mich: wer hier am Schluss glücklich bleibt!

  • Anemone sagt:

    Ach, immer wieder diese unsäglichen Diskussionen um Kinder haben oder nicht. Ich bin es leid! Wer möchte, soll, wer nicht will, soll nicht. Und sich über das beschweren, was man hat oder nicht, darf man – in Massen – auch. Manchmal hätte ich lieber keine Kinder, meistens aber würde ich sie um keinen Preis mehr hergeben. Ich würde mir nie anmassen, jemandem Ratschläge zu erteilen, jemanden zu verurteilen oder zu bemitleiden aufgrund ihrer/seiner Kinderlosigkeit.

  • Tini sagt:

    Frau im Wahn kann sich tausendmal mit den tollsten Argumenten über den Kopf einreden, sie braucht keine Kinder zum glücklich sein. Die Biologie, unsere fundamentalste und natürlichste Basis, sagt dagegen etwas ganz anderes.

    • Marcel sagt:

      Wenn Biologie nur so einfach wäre.

    • anna sagt:

      Und wie ist das bei den Männern bitte? Die unterliegen doch auch dem Fortpflanzungstrieb oder nicht?

      • Jack sagt:

        Den Fortpflanzungstrieb, der dafür sorgt, dass wir bald über 10 Milliarden sind und nicht mehr für alle ausreichend Ressourcen haben? Streng nach der Biologie genommen, ginge die Menschheit aufgrund des uneingeschränkten Fortpflanzungstrieb und der damit verbundenen Ideologien unter dem Kapitel infektiöse Krankheiten.

    • Bettina Fries sagt:

      Es geht ja nicht nur um mein Glück, das Kind sollte glaub auch noch etwas davon haben. Ich wäre eine schlechte Mutter, weil ich schon mit Erwachsensein nicht so ganz klarkomme und eine traumatische Kindheit hatte, die sich in vielen Verhaltensweisen zeigt. Erstmal x Jahre Therapie machen wäre also wohl angesagt, dafür fehlt mir die Zeit und das Geld. Kinderlärm bedeutet für mich Stress – ich bin schon mehr als einmal aus dem ÖV ausgestiegen, Kinder sind laut aber das ist mein Problem, nicht ihres. Ich bin also wirklich glücklich ohne Kinder, denn meine Kinder wären es sicher nicht.

      • Roland Griessen sagt:

        Liebe Frau Fries, Sie brauchen sich nicht vor sich selbst zu rechtfertigen.
        Ob Sie eine gute Mutter wären ist nicht die frage, sondern dass Sie es für sich nicht wollen.
        Und das ist o.k so, es gibt genügend Eltern die Kinder haben weil es „sich so ziemt“ die folgen
        sind bekannt! Da sind mir Menschen lieber, die so ehrlich sind und darauf verzichten.

    • Widerspenstige sagt:

      Frau im Wahn? Ich würde kühn behaupten, Kommentierer im Wahn verfangen. Auch Frauen darf das Recht zugestanden werden, nur ihrem eigenen Leben sinnstiftend nachzugehen. Dieser ‚Wahn‘ ist nicht nur dem Mann vorbehalten. Jede/r ist ihres/seines eigenen Glückes Schmied ist zwar ein ziemlich altes Sprichwort, hat aber immer noch seine Gültigkeit. Und jede/r muss im Alter selber damit klar kommen, was übrig bleibt vom Leben. Also bitte weniger Polemik und mehr Gelassenheit diversen Lebenseinstellungen gegenüber.

    • marusca sagt:

      Das ist genau das, war Ihr „Kinderhabende“ eben gerne hättet, nämlich dass wir Kinderfreien uns ein Leben lang darüber grämen sollen, dass wir keine Plagen haben, Euch mit der Zeit dann aber kleinlaut eingestehen müsst, dass so grässlich unser Leben gar nicht ist und wir uns trotzdem oder gerade deshalb des Lebens, der Liebe und der Lust aufs Vortrefflichste erfreuen und zwar ohne die biologische Uhr (mit der Ihr uns übrigens auch immer wieder so gerne kommt) auch nur von Weitem je ticken gehört zu haben.

  • Dieter Neth sagt:

    Kinder bekommen und eine Ehe eingehen sind laut katholischer Soziallehre eine Berufung, wie das Priestertum. Das muss nicht jeder und jede machen. Es ist freiwillig. Dann können die Leute mit Kinderwunsch auch mehrere haben, ohne sich wegen der Bevölkerungsexplosion Gedanken machen zu müssen. Damals, im finstern Mittelalter sollen nur rund 30, 40% der Menschen geheiratet und Kinder gehabt haben. Der grosse Rest scheint sich dann in den Frauenhäusern miteinander vergnügt zu haben. Man kann ja nachher beichten! Jaja, die wurden nur 50, etc! Aber sie haben sie gelebt, nicht lebenlassen

  • Jessica sagt:

    Ich bin 28 und bislang kinderlo. Ich arbeite als Ärztin und immer wieder sehe ich mich damit konfrontiert, dass Mitmenschen automatisch davon ausgehen, dass ich in Zukunt sicher kürzer treten werde und Teilzeit arbeiten werde. Damit ich dann Nachwuchs auf die Welt stellen kann! Was aber wenn ich meine Job so sehr liebe, dass ich nicht im geringsten daran denke mein Pensum zu verringern. Irgendwie habe ich wohl verpasst, das es Gesetz ist, dass wir Frauen alle Kinder bekommen müssen. Nicht dass ich es für mich zu 100% ausgeschlossen hätte. Aber dies allgegenwärtige Erwartungshaltung ärgert!

  • Pragmatiker sagt:

    Wer sich als junger Mensch fragt ob er/sie (rein aus Sicht subjektiver Zufriedenheit) Kinder haben soll oder doch lieber nicht; hier eine Entscheidungshilfe: Wer gegen die eigenen Triebe ankämpft oder leugnet wird früher oder später sehr frustriert und unglücklich werden. Und der Fortpflanzungstrieb ist der stärkste Trieb überhaupt (muss er ja auch sein, wer würde sich sonst solche Strapazen auferlegen, wir wären schon lange ausgestorben). Wenn die kinderlosen Mütter behaupten sie seien glücklich, ist das ungefähr genau so glaubhaft wie wenn ein Mann behauptet er sei ohne Sex zufrieden.

    • Petra sagt:

      Und wenn jemand diesen Trieb einfach nicht hat? Ich habe gerne Sex, aber mit Kondom….

    • Sandra sagt:

      Das ist jetzt nicht wirklich ernstgemeint, oder? Dass Frauen nur glücklich sind, wenn sie Kinder haben? Das mit einem naturgegebnen Trieb zu erklären, wohlgemerkt nur bei der Frau, ist nicht stichhaltig. Das Auslebens eines Triebes mit dem Erzeugen von Glück gleichzusetzen, ist ein Unsinn. Ich masse mich nicht an zu beurteilen, was Menschen – so individuell jeder einzelne ist – glücklich macht. Eines würde ich zu behaupten wagen, so eindimensional wie Sie es darstellen, ist es nicht, das glücklich Sein.

    • Sonja sagt:

      Meine Güte! Sie glauben wohl, dass alle in Ihr Denkschema passen müssen. Glauben Sie es oder nicht, aber es gibt Frauen, die absolut keine Muttergefühle hegen. Ich gehöre dazu!

    • Pragmatikerin sagt:

      Was ist denn eine kinderlose Mutter?

      • Marcel sagt:

        Denselben Gedanken hatte ich auch soeben…Für einige scheint das Leben immer noch bei Adam und Eva zu beginnen.

      • Thomas Marsco sagt:

        Eine kinderlose Mutter ist eben keine Mutter. Mutter sein setzt voraus Kinder zu haben. Folglich ist eine kinderlose Frau einfach eine Frau. Und das reicht doch auch.

  • Gabor Horvath sagt:

    Meine Güte Leute, was soll diese alberne Diskussion eigentlich noch? Wer Kinder will soll. Wer nicht halt nicht.

    • Petra sagt:

      Es sind eben Kommentare wie z.B. jene vom „Pragmatiker“ gleich vor ihnen, welche den Artikel nötig machen.

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Wenn jemand sich derartig betroffen fühlt wie die Autorin, dann ist sie sich ihrer Entscheidung offenbar doch nicht so sicher. Mir hat die Aussage von „kinderlos“ gut gefallen und sie trifft auch auf mich zu. Auch ich habe mich nicht bewusst gegen Kinder entschieden, sondern einfach nicht dafür. Vielleicht war ich zu feige, oder zu sehr Realist, je nachdem wie man es ausdrückt. Allerdings habe ich keine Problem damit, wenn man mich über meine Kinderlosigkeit ausgequetscht. Ich versuche dann so gut wie möglich Auskunft zu geben. Ich bin mir immer noch sicher, dass meine Entscheidung richtig war

    • Thomas Herrmann sagt:

      ich glaube, es geht auch weniger um die Entscheidungssicherheit der Autorin, sondern mehr um den Umgang in der Gesellschaft.

    • Petra sagt:

      Ich glaube es hat wenig mit der Sicherheit über die Entscheidung zu tun, und mehr damit, dass Mütter oft sehr gehässig gegenüber kinderfreien Frauen sind. Das können Sie als Mann vermutlich nicht so einfach nachvollziehen. Und gipfelt darin, dass einem die meisten Mütter dauern predigen, man könne ohne Kinder unter keinen Umständen glücklich sei, ja, wisse gar nicht, was das Glück sei. So ein Quatsch! Unter Männern wird auch nach Geburt eines Kindes über dieselben Themen wie vorher gesprochen. Unter Frauen nicht. Nur über Kinder, dies hemmungslos, auch wenn Leute am Tisch sind, die das Thema n

  • Tamara Rubin sagt:

    So lustig. Ich habe genau dasselbe erlebt! Das Schlimmste war das Mitleid wegen dem Einkommen???! Die haben wohl ihren 20% Lohn auf mich hochgerechnet. Dass ich wahrscheinlich mehr verdiene als die meisten ihrer Männer und dies dann nicht durch 4 teilen muss, wäre keiner in den Sinn gekommen. Hat sich nämlich auch wirklich niemand für mehr als die Anzahl Kinder interessiert so dass ich gar nicht viel erzählt habe. Speziell – aber zum Glück gibt es auch andere Anlässe, wo es nicht um Mein Haus, mein Auto, meine Kinder… geht 🙂

  • N.Reichle sagt:

    Ich bin selber Mutter von drei Kinder, und finde es sehr gut wenn sich Frauen und Männer gegen Kinder entscheiden. Man sollte das tun was man für richtig hält. Viel schlimmer finde ich Frauen wo sich für Kinder entscheiden weill es ja irgendwie dazu gehört und dann mit fä situation Mutter sein einfach nicht klar kommen.

  • Hei toll von allen!? Es ist doch jedem seine Sache ob Kinder oder nicht. Habe 2 aber nicht für die Volkswirtschaft geboren, aus und mit Liebe.
    Muss mir immer anhören, dass ich nicht arbeite und „nur“ Familienmanagerin bin.
    Im nächten Leben bin ich überzeugte Kinderlose!
    Gruss Ma

  • Sonia Chappron sagt:

    Könnte ich die Uhr zurückstellen würde ich auch kinderlos bleiben. Es tönt egoistisch, aber ich wäre heute viel besser dran. Von dem Moment an wo ich schwanger wurde war es noch eine Freude, nach der Geburt fingen die Probleme an und haben bis heute nicht aufgehört. Ueber 40 Jahre Aufopferung und den Dank darf man ja nie erwarten. Viele meiner Freunde die kinderlos geblieben sind bereuen es nicht, und sind mir überhaupt nicht neidisch.

    • Georg sagt:

      Ich gehe, Frau Chappron, davon aus, dass Ihre Kinder nicht behindert oder schwer erkrankt sind. Sind sie behindert oder schwer erkrankt, bitte ich Sie, einfach nicht weiter zulesen. – Also: Um Nachwuchs kümmert man sich 18 Jahre. Dann stellt man ihn vor die Tür, denn dann ist er flügge, volljährig, erwachsen, selbstständig oder wie auch immer. Wer das nicht tut, soll sich bitte nicht beschweren – weder verbal mit bitteren Worten noch non-verbal mit einem bitteren Gesicht.

  • Willem sagt:

    Weshalb sollte Kinder bekommen ein Selbverständlichkeit sein? Es sollte überlegt und vorallem aus eigene Wille erfolgen oder eben auch nicht. Es hat niemand eine andere Person zu kritisieren was dieser mit seinem Leben anstellt. Personen mit und ohne Kinderwunsch sind gleichermassen berechtigt in Ihre Wahl da es IHRE Wahl ist.

  • JoJo sagt:

    …ich bin ein Mann, bin das zweite Mal verheiratet, habe zwei Kinder und bin AUCH GLÜCKLICH! Solche Diskussionen, die das Kinder kriegen mit Glücklich sein oder Erfüllung in Verbindung bringen, sind doch müssig. Das eine hängt doch wohl nicht vom andern ab. Gut, ist unsere Welt etwas digital, für’s Papier, wären solche Themen pur Verschwendung…

  • Bettina Fries sagt:

    Ich habe keine Kinder und plane auch keine, zudem bin ich single, mit Mitte 30 wird man dafür mehr oder weniger offen bemitleidet. Eine Freundin im gleichen Alter versucht seit ca. 8 Jahren Kinder zu haben, sie wäre eine tolle Mutter, darf aber nicht adoptieren wegen einer nicht-lethalen aber chronischen Krankheit; sie wird auch mehr oder weniger offen bemiteidet. Beides ist daneben – Menschen, die ihren Lebensplan als den einzig Richtigen zelebrieren und andere in Rechtfertigungen manövrieren sind einfach nur empathiedefiziente Trampel, sorry, anders kann mans nicht sagen.

    • Adrian Wehrli sagt:

      .. das ist aber eine schöne Rechtfertigung sich nicht rechtferitigen zu müssen.

      • Bettina Fries sagt:

        Soll ich jetzt da antworten (=Rechtfertigung)? Anderes Beispiel: Wenn ich eine zum ersten Mal schwangere Frau um die 40 mit grossen Augen anschaue und ihren Entscheid hinterfrage, bin ich genauso ein Trampel. Es geht doch darum, dass es mich einen Furz angeht, wie jemand sein Leben lebt, solange er niemandem schadet, inklusive sich selbst. Aber auch, da, es gibt komplexe Dyaden und Personen, das Bedürfnis zu helfen sollte in gewissen Fällen auch hinterfragt werden – geht es um Hilfe oder allenfalls um Kontrolle / Selbstbeweihräucherung?

  • Hotel Papa sagt:

    Ist eigentlich Merkur gerade rückläufig? Mich deucht diese Diskussion zeichnet sich über weite Strecken duch überdurchschnittliche, dem Thema absolut nicht angepasste Gehässigkeit aus.

    • Adrian Wehrli sagt:

      Die Kinderlosen haben ein unterschwelliges, diffuses Gefühl etwas verpasst zu haben, was zu Trotz führt.
      Die mit Kinder, haben ein unterschwelliges, diffuses Gefühl in der Kinderzeit etwas verpasst zu haben, was zu Trotz führt.

      Der gute alte Hans Dampf im Schnäggeloch …

      • Amélie sagt:

        Die „Kinderjahre“ dauern rund 20 Jahre. Man verpasst also sicher nichts, was sich nachher nicht nachholen liesse. Solange man drin steckt, sind sie bisweilen aber richtig anstrengend und ja, da kann man auch kurzfristig mal neidisch werden auf den Freiraum der Kinderlosen.

      • Tamara sagt:

        20 Jahre sind ja auch ein Klacks, gäll liebe Amélie! Das sitzt man mal eben so rasch auf der linken Fudibagge ab.

  • Julia Marti sagt:

    @Tobias: meine Güte das kann nicht dein Ernst sein? Seit wann ist Fortpflanzung Pflicht? Kinderlose gabs schon immer und wird’s auch immer geben. Manchmal ist es doch total vorteilhaft, wenn sich gewisse Menschen nicht fortpflanzen. hahahaaaa

  • kinderlos sagt:

    Viele dieser Kommentare bestätigen (wenn auch ungewollt)genau die Aussage des Textes. Ich habe auch keine Kinder und kenne diese Gespräche. Und manchmal kommt es mir vor, als hätte ich eine stille Abmachung gebrochen und bin nun der Spielverderber, weil ich mich nicht dran gehalten habe. Aber es nun mal nicht so, dass ich mich GEGEN eine Familie entschieden hätte, sondern einfach nie DAFÜR. Und nicht wegen Karriere oder Freiheit oder was weiss ich, sondern weil ich den Wunsch halt nie hatte und ich bin glücklich so. Kann ich nicht ändern. Genauso wenig wie diejenigen, die den Wunsch eben haben

  • Rotbarsch sagt:

    Hat niemand gemerkt, dass Tobias‘ Eintrag ironisch gemeint war ?

  • Daniel sagt:

    Sicher ist es absolut legitim und erwünscht, wenn menschen so leben sie das möchten. Ob jetzt mit Kindern oder ohne, etc…
    Aber wieso so empfindlich? Die Frage wieviele Kinder eine Frau hat ist weder böse gemeind noch daneben. Meine wenn ich von etwas ausgehe (was meist, aber nicht immer zutrifft) stelle isch die frage so…
    Meine wenn ich die empfindliche Ansicht des Verfassers dieses Artikels als Maßstab nehme, wäre ja die Frage: Was arbeitest du? ebenso daneben. Da sie ebenfalls davon ausgeht das jemand arbeitet… (eine legitime annahme da sie bei den meisten zutrifft…)

    • Petra sagt:

      Sie haben keine Ahnung wie es ist, wenn einem permanent von allen Müttern auch nur die Möglichkeit, dass sie glücklich sein könnten aberkannt wird. Ist wirklich lästig.

      • Amélie sagt:

        Ich bin Mutter und kann mir sehr gut vorstellen, dass man auch ohne Kinder ein glückliches und erfülltes Leben führt. Genauso wie mit Kindern. Ist ja nicht so, dass die Kinder mein einziger Lebensinhalt wären. Ein erschütternder Gedanke. Das Leben besteht genauso aus vielen Facetten.

  • Esmeralda sagt:

    Ich habe keine Kinder.
    Ich wollte nie welche.
    Ich mag Kinder nicht besonders.
    Ich bin Egoistisch.
    Ich bin glücklich.
    Ich habe nichts verpasst.
    So what!

    • Adrian Wehrli sagt:

      Und doch nagt es im Unterbewussten andauernd … Alles sei Ihnen verziehen, ausser: SIE MÖGEN KINDER NICHT? Da würde ich Ihnen ein paar Stunden auf Couch beim Psychologen empfehlen.

      • Sandra sagt:

        Weshalb sollte man denn gleich ein psychologisches Problem haben wenn man Kinder nicht mag?

      • barbara.aeberli sagt:

        @Wehrli: wieso so unfreundlich? Es ist definitiv erlaubt Kinder nicht zu mögen, und nagen tut auch nichts. Das Leben bedarf gewisser Entscheide. Entweder so, oder anders. Man kann nicht alles haben. Punkt.

        Und übrigens: Das Kind das heilige Wesen – ist doch völlig absurd.

      • francesca sagt:

        AW: Und was empfehlen Sie mir, wenn ich Ihnen sage, dass ich mir aus Kindern nie etwas gemacht habe, aus Hunden hingegen schon?

    • francesca sagt:

      Wieso sollte man sich Probleme schaffen, wenn man sie verhindern kann?

      • Roger sagt:

        Francesca, wenn Sie Hunde mehr mögen als Kinder, dann sind Sie ernsthaft krank und reif für den Psychiater! Es reicht völlig, wenn Sie keine Kinder haben wollen; es wird immer eine gewisse Anzahl von Frauen geben, die diesen Weg wählen und das ist ja auch ok.
        Hunde sind loyale, perfekte Sklaven, die die von Selbsthass geprägten und durch Enttäuschungen mit dem anderen Geschlecht gekränkten Frauchen und Herrchen noch dann die Stange halten, wenn sich alle anderen schon angewidert verdrückt haben.

      • Petra sagt:

        @Roger: Wenn man andere Leute für ihre Meinungen dermassen verurteilt und diagnostizert (obwohl man genau so sicher keine klinische oder psychologische Praxis hat) ist man krank und gehört schleunigst zum Psychiater auf die Couch. 😉

      • Peter sagt:

        Roger, wieso muss man Kinder mögen? Und wieso ist es krank wenn man Hunde lieber hat? Bei mir stellt sich nun mal kein „Jöö-Effekt“ ein wenn ich Kinder sehe, sondern eher ein „Zum Glück muss ich mich nicht mit ihnen rumschlagen“ Gefühl. Hingegen Hunde fast aller Art schare ich gern um mich. Ich bin seit Jahren sehr glücklich verheiratet, habe Freunde auf 2 Kontinenten, und damit meine ich echte Freunde, nicht die Schönwetter-Sorte. Was sie Sklaven nennen nennt man bedingungslose Liebe, ohne irgendwelche Wertung des anderen und Akzeptanz der Fehler des anderen, etwas das Menschen nicht können.

  • Ausgegrenzt sagt:

    Wie mir dieses Land Helvetistan je länger desto mehr auf den Geist geht! Immer dieses Sich-für-alles-rechtfertigen-.müssen. Es gibt welche, die gehen in ihrem Mutter/Eltern-Sein total auf und andere,denen geht es genauso toll ohne Kinder. Na und ? Lasst sie doch alle IHR Leben leben. Immer dieses Gegeneinander-Ausspielen und Neid schüren-jeder/e soll doch so leben wie er/sie will und auch kann. Das ist so eine richtige helvetistanische Taliban-Mentalität. Bless Mother Nature-f… Switzerland and the Swiss.

  • Onkel Arnold sagt:

    Auf einer mit 7 000 000 000 Menschen hoffnungslos überbevölkerten Erde ist es sogar höchst löblich, keine Kinder zu kriegen.

    • Adrian Wehrli sagt:

      Wir waren schon mit 1 000 000 000 überbevölkert und werden es mit 14 000 000 000 noch nicht sein. Aber es ist löblich, dass der „das Boot ist voll“ Genotyp mangels Kinder ausstirbt.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Onkel: Finde Umweltschutz auch wichtig und deshalb erziehe ich meine Kinder auch in diese Sinne. In den Gebieten, wo die Geburtenraten hoch sind, wird Umweltschutz (Frauenrechte…) sehr klein geschrieben. Meine Bedenken sind einfach, dass sich aufgeklärte und fortschrittliche Kulturen (z.B. Gleichberechtigung, Menschenrechte, Laizismus…) selber abschaffen, ich glaube das ist für den Planten noch schädlicher…

      • Monique Schweizer sagt:

        Wehrli: Mit 14 Mrd Menschen würden wir den Planeten aber sicher innert ein paar Jahrzehnten an die Wand fahren und die Bevölkerungszahl würde sich danach auch wieder dratisch mit viel Leid und Elend reduzieren.
        .
        Wir leben im Oel- und Gaszeitalter eh in einem Ausnahmezeitalter und dazu massiv über unseren Verhältnissen (resp. den Ressourcen des Planeten), nur so kann sich Ihren doch sehr realtiätsfremden 14-Mrd-Menschen Optimismus erklären. Aber schon in einigen Jahrzehnten wird die Welt eine andere sein, und dann würden Sie wohl nicht mehr so optimistische Kommentare schreiben.

  • Ralf Schrader sagt:

    Nach 3 Jahrzehnten sollte man kein Klassentreffen mehr besuchen. Der Schluss der Geschichte ist stimmig. Beim nächsten Treffen spreche die nicht mehr über Beruf und Kinder, sondern über ihre Krankheiten.

    Was Geburtlichkeit und Soziales angeht, wurde schon alles gesagt. Nicht jede Frau muss gebären. Wenn wir unsere Kultur und unser Sozialsystem erhalten wollen, brauchen wir eine kumulative Fertilität von 2.1. Das kann man auch mit der Hälfte aller gebärfähigen Frauen erreichen. Nur muss man denen dann etwas mehr entgegen kommen.

  • Rotbarsch sagt:

    Die Problematik ist sicher vorhanden, aber Frau Aeschbach’s Geschichte ist frei erfunden.

  • Wisenheimer sagt:

    Als (gewollt) kinderloser Mann werden einem auch solche Fragen gestellt. Ich mach dann immer ein ganz betroffenes Gesicht und antworte mit „klappt leider nicht“. Das Gesicht des Fragestellers ist dann immer amüsant anzublicken, und man hat Ruhe.

  • Jürg Casanova sagt:

    Angesichts der anbrandenden Menschenfluten (ich meine ausdrücklich nicht die Flüchtlinge!) ist es nachgerade ein Gebot der Stunde, auf Kinder zu verzichten. Die schleimig-salbadernden Anwürfe von sog. Kinderliebhabern und Enkelbetreuern trifft auch Männer, Frau Aeschbach. Wie glücklich Leute mit Kindern sind, zeigt sich u. a. darin, dass viele allen Ernstes und vielfach sehr gehässig fordern, dass Singles noch weit höhere Steuern zahlen müssten, um Familien zu unterstützen. Meine Kinderlosigkeit würde ich nie hergeben und was kindergeplagte Sorgeneltern dazu sagen, ist mir ziemlich schnuppe.

    • Adrian Wehrli sagt:

      Auch Casanovas haben Ihre Berechtigung in der Befriedigung und nicht Befruchtung der Frauenwelt. Die philosophischen Gebote der Stunde sollten Sie aber den Denkern überlassen und sich besser den Lenden zuwenden.

    • Hans Hintermeier sagt:

      @JC: Meine Bedenken sind einfach, dass sich aufgeklärte und fortschrittliche Kulturen (z.B. Gleichberechtigung, Menschenrechte, Laizismus…) selber abschaffen. Es sieht so aus, dass streng patriarchale und rückwärtsgewandte Kulturen überlebensfähiger sind (durch Reproduktion, die machen sich keine Gedanken um Umwelt oder Überbevölkerung), weshalb sie sich auch wieder über kurz oder lang durchsetzen werden. Finde es eigentlich sehr Schade, wenn das Licht der Aufklärung wieder erlöschen würde.

  • Felix Folle sagt:

    Keine Kinder – das ist doch kein Problem und sowieso Privatsache. Ausserdem wird das auch durch andere wieder kompensirt. Genau sollten es ja 2.1 pro Paar sein. Mich nimmt nur Wunder, wie man diese 0.1 hinkriegt. Mit 10% Energie wohl.

    • Adrian Wehrli sagt:

      0.1, das ist der Pöschtler.

    • Monique Schweizer sagt:

      Die 0.1 bis 0.15 sind das Kompensationsbruchteilkind für all die Unfruchtbaren, gewollt Kinderlosen und gleichgeschlechtlich orientierten, die keine Kinder haben (dürfen).

    • Felix Folle sagt:

      @Adrian Wehrli: Da können wir ja von Glück sprechen, noch solch‘ aktive Pöstler zu haben. Und die machen es sogar auf Staatskosten, als während der Dienstzeit. Das nenne ich echten „Service Public“ – mit mehr als 10% Einsatz.

    • Felix Folle sagt:

      @Adrian Wehrli: Das Ganze wird auch staats-philosophisch sehr elegant gelöst. „Der eifrige Pöstler hat seine Schuligkeit getan; wird ev. gar befördert im Staatsdienste. Die Familie hat mehr Zulagen (Kinderzulagen) – und auch Abzüge bei den Steuern. (sog. Kinderabzüge). Daraus folgte: Eigentlich sollten alle glücklich sein. Arbeitsteilung eben.

  • Mark Carrier sagt:

    Am Ende liegt die Wahrheit doch in der Mitte: Die meisten Kinderlosen fragen sich insgeheim, ob es mit Kindern nicht doch schöner/toller/besser wäre, während die meisten Eltern insgeheim auch ab und zu gerne ihre Kinder angeben würden.

    Bei solchen Grundsatzdiskussionen muss man – offenbar fast zwangsläufig – das eigene Modell als das Richtige vertreten, da man sonst ja (gegenüber anderen wie sich selbst) Fehler eingestehen würde. Das führt dann innert kurzer Zeit zur Bildung von Fronten, mit der themaspezifischen Eigenschaft, dass eine Front zahlenmässig (noch) klar überlegen ist.

  • Beat sagt:

    Offensichtlich ist es in der Öffentlichkeit leichter auf etwas zu zeigen was nicht da ist. Wenn Menschen ohne Kinder glücklich sind ist das toll. Auf jeden Fall viel besser als ein Kinderleben in verrüteten Familienverhältnissen und ohne Perspektiven. An der Stelle darf man sich auch mal die Frage erlauben „Warum werden überforderte Eltern nicht öffentlich gezeigt?“ Das ginge wohl gegen die Privatsphäre. Was die öffentliche Meinungsbildung gegen Kinderlosikeit ja bereits darstellt. Ich bin glücklicher Vater von 2 Kindern und geniesse diese Rolle und respek. jede Person die ohne Kind leben mag.

  • Rob Robertson sagt:

    Schweizer haben oft das Luxusproblem, dass sie zu lange mit dem Kinderkriegen warten – bis dann alles perfekt ist, ist es dann meistens schon zu spät. Schaut all die Asylbewerber und Flüchtlinge an: die machen Kinder das es klöpft und tätscht – egal ob sie jetzt auf der Flucht sind oder in einem Asylheim. Trotz den Umständen bringen die alles unter einen Hut. Das werden Grossfamilien, die sich hier in der Schweiz niederlassen. Wir Schweizer machen immer so ein riesen Gschiss ums Kinderkriegen – in ein paar Generationen sind wir eh ausgestorben – also Frau Aeschbach: Mach kein grosses Tamtam!!

  • Simon sagt:

    weshalb sagen die sich angegriffen fühlenden Frauen nicht einfach: Na und?
    Anscheinend sind viele halt doch nicht so unabhängig wie sie gerne seine würden und die Meinung Anderer ist ihnen enorm wichtig, sonst gäbe es hier noch so ein Geschrei!
    Hatte gerade kürzlich mit einer Arbeitskollegin genau dieses Thema besprochen. Sie ist eine Frau, die Unabhängigkeit und Selbstbestimmung an den Tag legt und sich aber furchtbar aufregt, wenn sie dazu persönlich angesprochen wird.
    Liebe Frauen..sagt doch einfach: na und?

    • tststs sagt:

      Meine Güte, da haben Sie wohl was missverstanden, dass Geschrei geht nicht los, weil man nach irgendeinem Bereich seines Lebens gefragt wird…
      Es geht eben darum, DASS DAS gefragt wird… Was geht das „Wieso“ igendjemanden etwas an?
      Oder wie oft wurden Sie (als Mann) schon gefragt: Wieso haben Sie Kinder? oder: Wieso haben Sie keine Kinder?
      Ebä…
      Übrigens meine – genervte – Antwort mittlerweilen: Weil ich das mit der Verhütung im Griff habe…

  • Tobias sagt:

    Natürlich sind Kinderlose Exoten. Immerhin bricht genau bei ihnen eine milliardenjahre-lange Kette der Evolution ab.
    Es ist eben nicht normal, keine Kinder zu haben. Darum können sie auch nie so glücklich werden, bzw. es sich nur einbilden.

    • Anastasia sagt:

      @Tobias…so ein Blödsinn! Ich bin gewollt kinderlos und sehr glücklich damit. Und warum soll das nicht normal sein? Wer entscheidet überhaupt was normal ist. Es gibt verschiedene Lebensformen aber so wie Sie schreiben scheinen Sie nach Schema F zu leben.

      • Beat sagt:

        @ Anastasia… Ich unterstütze Ihre Aussage.
        @ Tobias, ich habe die Wahrnehmung, dass wir uns die Meinungsfreiheit – welche die Basis für Medien Unternehmen wie der Tagi sind – uns gegenseitig nicht zugestehen können, ohne das anders denkente abgeurteilt werden..

      • Tobias sagt:

        es ist darum nicht normal, weil Ihre Lebensweise spätestens nach 1 Generation ausgestorben ist.
        Die Natur selbst zeigt uns auf brutale Weise was normal ist und was nicht. Ob es uns passt oder nicht. Und kinderlos ist es eben nicht normal.

    • Independent sagt:

      @Tobias Es sind genau diese an Arroganz kaum zu übertreffenden Kommentare welche in diesem Artikel so treffend erwähnt werden. In Ihrer selbstherrlichen Art werden Sie selber völlig blind allen anderen gegenüber. Ich gehe sogar noch ein wenig weiter und unterstelle Ihnen selber eine ganz dürftige Sozialkompetenz – denn wer andere so taxiert hat wohl selber nicht allzuviel Kontakt mit anders Gesinnten.

    • tststs sagt:

      So ein Scheiss… gerade wenn sie in der Evolution den Bereich der Säugetiere verlassen, werden sie sehen, dass die Chance ungleich höher ist, kurz nach der Geburt als Nahrung für andere zu dienen, denn sich fortzupflanzen.
      Und milliardenjahre lang ist jetzt die menschliche Kette auch nicht…

    • Roman Rebitz sagt:

      Wer waren die Kinder von Adam und Eva, denn so wie sie sich ausdrücken kennen Sie sich in dieser Szene sehr gut aus.

    • Michael sagt:

      Man stelle sich vor, die Eltern von beispielsweise Putin, Gaddahfi, Charles Manson hätten sich für ein kinderloses Dasein entschlossen. Das wäre jetzt was…

  • Eva Hänseler sagt:

    „Na und?“. Wer diese Redewendung braucht, ist immer im Rechtfertigungsmodus. Aber nützen tut’s nicht gross.Wie viele Dicke sagen „Rund – na und?“ und geben im Versteckten ein Vermögen aus für Diäten und Fitnessprogramme, um die zu vielen Pfunde möglichst schnell weg zu bekommen. Bei den kinderlosen Frauen ist es ganz ähnlich, viele von ihnen wünschen sich sehnlichst ein eigenes Kind. Und wer keins bekommt, posaunt das in der Regel nicht in die Welt hinaus sondern verweist auf die persönliche Freiheit und die tolle Karriere, die ja mit Kind angeblich nicht möglich wäre.

    • francesca sagt:

      Sehen Sie, genau damit trösten oder beschwichtigen sich Eltern selber. In Tat und Wahrheit aber beneiden sie die Kinderlosen oft bis aufs Blut um all das, was ihnen durch die heilige Elternschaft entgeht, und ich kann’s gut verstehen. Mein Mann und ich sind nämlich auch solche, die es nicht im Mindesten für erstrebenswert hielten, sich ein halbes Leben lang mit Kindern herumzuschlagen, besonders wenn man oft mitbekommt, was da in den Familien so abgeht. Ach, wir werden dereinst allein sein glauben Sie? Kann gut sein, aber davor sind Sie ja auch nicht gefeit

  • Daniel Hofstetter sagt:

    Was eine kinderlose Gesellschaft auf sich hat kann man bereits in Japan erleben. Die Einsamkeit macht depressiv. Zwar mag man die 20er 30er und vielleicht noch 40er geniessen, aber spätestens mit 50 muss man sich bereits einen Hund zulegen um an Weihnachten nicht vor den Zug zu springen.

    Aber jedem das seine…

    Wir reisen mit unserer Familie jedes Jahr um die Welt, und es gibt nicht schöneres als das Leben gemeinsam zu bestreiten. Natürlich wäre ich gerade in den 30er auch teils noch lieber und die Häuser gezogen. Aber langfristig war es für uns die bessere Entscheidung.

    • tststs sagt:

      Also ich weiss ja nicht, was für ein Verhältnis Sie zu Ihren Eltern haben, aber meine (in den 50ern) stürzen sich nicht vor den Zug, wenn ich Weihnachten nicht 24/7 bei ihnen verbringe; auch haben sie sich kein Hund/Katze/Hamster zugelegt! 😉

      Meine Eltern verbringen – gottseidank – bedeutend mehr Zeit mit ihren Freunden/Beruf/Hobbies als mit mir. Und das bei einem ausgezeichneten Eltern-Kind-Verhältnis, das auch mal gemeinsame Ferien zulässt…

      • Petra sagt:

        Ohne Kind bedeutet in der Regel nicht automatisch auch ohne Beziehung….Es gibt Leute, die sind mit ihrer Zweierbeziehung so zufrieden, dass sie kein Kind hinzufügen wollen…

    • marusca sagt:

      Wie kommen Sie darauf, dass man sich mit 50 ausgerechnet an Weihnachten vor den Zug stürzen will, wenn man anstatt Kinder einen Hund hat. Wir haben das eine nicht, dafür das andere und gehen ohne Suizidgedanken äusserst glücklich zufrieden und nichts vermissend seit 42 Jahren unserer Wege. Und: Vielleicht verabschiedet sich ja dereinst einmal ein Teil Ihrer lieben Familie und zieht in die weite Welt hinaus, was wird denn aus Ihnen, guter Mann. Sie tun mir echt leid.

    • noxia sagt:

      herr hofstetter, ich bin ganz bei ihnen.

      ich liebe es, familie und gute freunde zu haben und bin der überzeugung, dass einsamkeit krankheit fördert.

      aber es ist schön, dass es auch menschen gibt, die in einem hobby eine beschäftigung finden können, die sie dermassen erfüllt, wie uns unsere sozialen kontakte und das teilen von schönen erlebnissen. bei anderen sind es irgendwelche haustiere und bei wieder anderen werden es vielleicht spezifische fantasien sein.

      ich wünschte mir, dass menschen besser mit der andersartigkeit von anders gearteten menschen umgehen könnten und vor allem, dass sie besser damit umgehen könnten, dass auch sie in gewissen dingen anders geartet sind. hauptsache ist, niemand wird dabei verletzt.

  • mooth sagt:

    Wenn man das liest, zweifelt man am Fortschritt der Menschheit. Überbevölkerung ist das Tabu Nr. 1. Und das Anpassertum an das spiessige Idealbild feiert fröhlich Urständ. Spreche ich jemandem das Recht ab, ein, zwei Kinder zu haben? Gut, ab drei wird mein Blick vorwurfsvoll. Umgekehrt hat mich noch nie jemand gelobt, dass ich keine Kinder in die Welt gesetzt habe.

    • Carolyn sagt:

      Da haben Sie recht! Das Thema Überbevölkerung sollte schon lange angegangen werden. Ich kann nur den Kopf schütteln über Frauen, die zwei Kinder neben sich haben und ein drittes unterwegs ist. Das ist Egoismus pur und sollte bestraft werden. Frauen sind wie Krebs und ihre Kinder sind Metastasen.

      • Darja Rauber sagt:

        @ Redaktion: Schade, dass es keine Meldefunktion gibt! Vielleicht ist es Ihnen ja entgangen, aber obiger Kommentar von „Carolyn“ = „Frauen sind wie Krebs und ihre Kinder sind Metastasen“ ist zutiefst sexistisch, verletzend und verleumdend! Ich schlage vor, dass Sie diesen Kommentar raschest möglich aus dem Talk entfernen. Ich gehe jetzt mal schwer davon aus, da ist Ihnen ungewollt einer der vielen sexistischen Trolle „durch die Lappen gegangen“. Dass Sie einen solchen Kommentar bewusst nicht löschen, weil er „nur frauenfeindlich“ ist, nehme ich jetzt mal nicht an. Honni soit, qui mal y pense!“

      • Bettina Fries sagt:

        @Darja
        Ironie? Sarkasmus? Kennen Sie das eventuell?

    • Hans Hintermeier sagt:

      @mooth: dieser „Fortschritt“,wird leider nur ein kleines Aufflackern in der Geschichte sein.Aufgeklärte und fortschrittliche Kulturen (z.B. Gleichberechtigung, Menschenrechte, Laizismus…) werden sich nämlich selber abschaffen.Es sieht so aus,dass streng patriarchale und rückwärtsgewandte Kulturen durchsetzungsfähiger sind (durch Reproduktion), die machen sich nämlich keine Gedanken zur Überbevölkerung.Finde es eigentlich sehr Schade,wenn das Licht der Aufklärung wieder erlöschen würde.Fortschritt heisst mMn Kinder zu guten/verantwortungsbewussten Menschen erziehen, nicht auf sie zu verzichten.

  • Ralf Kannenberg sagt:

    Passt schon. Wenn sie nicht zum Nachwuchs beitragen wollen, so ist das ihre freie Entscheidung. Dass sie auf das nächste Klassentreffen verzichten ist folgerichtig und gut, denn wer keinen Nachwuchs beiträgt, hat eigentlich nicht allzuviel auf einem Treffen dieser Art zu suchen. Weil sich dort nämlich Leute treffen, deren Eltern sich anders entschieden haben.

  • Einzelkind sagt:

    Bezüglich Verantwortung für die Gesellschaft könnte man es auch andersherum betrachten: wer keinen Nachwuchs zeugt hinterlässt einen deutlich kleineren ökologischen Fussabdruck und nützt der Umwelt nachhaltig, was den jüngeren Generationen zum Vorteil wird.
    Das allergrösste Übel der Erde sind die zuvielen Menschen. Dagegen sind die Belange von Wirtschaft und AHV verschwindend gering, ja unbedeutend. Und vor allem nur vorübergehender Natur.

  • Jeanine sagt:

    Also dadurch, dass ich keine Kinder habe und deshalb wohl während Jahrzehnten Vollzeit arbeite, mich weiterbilden kann und dementsprechend gut verdiene und auch Steuern zahle, tue ich mindestens genausoviel für die Volkswirtschaft wie die Eltern, die für die nächste Generation besorgt sind. Es ist ein Geben und ein Nehmen, das macht doch eine Gesellschaft aus.

  • Reto sagt:

    Also für alle die immer die volkswirtschaftlichen Argumente (AHV etc.) anführen bei kinderlosen, sei auf den Artikel des Beobachter von 2013 verwiesen. Darin geht deutlich hervor, dass jedes Kinder den Staat 160’000 CHF mehr kostet als sie je wieder einbringt. Dieser Fehlbetrag wird durch Personen ohne Nachwuchs finanziert. http://www.beobachter.ch/familie/kinder/artikel/familienpolitik_die-alleinstehenden-ziehen-den-karren/

  • Louis Fink sagt:

    Es kann nicht sein, sein Glück über Kinder zu definieren. Die Wege zum Glück sind verschieden. Genauso wie in einer Ehe/Partnerschaft zu leben oder eben nicht. Und wenn es nicht so sein soll, wie man es sich vielleicht mal erträumt hat, definiert man eben sein Glück über die aktuelle Lebenslage neu.
    Ich hatte lange wechselnde oder keine Freundinnen und verschiedene geographische Lebensmittelpunkte mir allen Freiheiten und liess mich erst spät in allen Belangen nieder – inkl. Kinder. Beide Lebenslagen stimmen für mich.

  • Altheer Mark sagt:

    Ich denke es kommt auf den einzelnen Menschen an. Ich erlebe Menschen die total unglücklich sind wegen Kinderlosigkeit. Andere wiederum haben sich bewusst gegen Kinder entschieden weil ihnen Hobbies, Unabhängigkeit etc. wichtiger sind. Im späteren Leben werden wir dann sehen wie wir unsere Entscheidung nachträglich bewerten. Es gibt auch da Leute die bedauern ihre Entscheidung keine Kinder bekommen zu haben. Was ich aber nie hörte ist dass Leute mit Kindern es jemals bereut hätten Kinder zu haben. 😉

    • Hotel Papa sagt:

      Oh doch. Es ist gerade furchtbar Mode, die Schattenseiten des Mutterseins von allen Seiten zu beleuchten. „ich würde sie ja nie hergeben, ABER…“
      (Als Vater macht amn das besser nicht, Die sozialen Konsequenzen wären unerbittlich.)

    • Einzelkind sagt:

      Ich kenne im weiteren Umfeld zwei Männer, welche mir beide schon klipp und klar gesagt haben, dass sie – könnten sie nochmals entscheiden – keine Kinder in die Welt setzen würden. Der eine ging letztens noch weiter und meinte, dass er der Kinder wegen vieles leider verpasst habe und das gelegentlich bereue…

    • mooth sagt:

      Ist halt auch ein Tabu, zuzgeben, dass man eigentlich lieber keine Kinder hätte. V.a. für Frauen.

  • Tödtli Matthias sagt:

    Persönlich finde ich das Wort „kinderfrei“ deutlich schöner als kinderlos – es ist nicht so defizitorientiert und zeigt die Chancen auf….

    • tststs sagt:

      Einerseits verstehe ich Ihre Argumentation, andererseits ist es dann doch zu ungenau, denn man bedenke, dass auch Menschen mit Kindern die allermeiste Zeit ihres Lebens „kinderfrei“ sind… ausser natürlich sie ziehen einen Nesthocker mit ödipalem Komplex gross…

  • Greatsheep sagt:

    Hmpf. Es geht auch andersherum. Manche ohne Kinder schlagen gerne den Bekinderten um die Ohren wie armselig, freudlos, trostlos etc. ihr Leben sei. Sie seien frei, erzählen genüsslich vom Wellnesswochenende am A der Welt etc. etc. Oder der Gipfel ist, bei der Arbeit sich als Held der Arbeit hinzustellen und den Familienmenschen der wegen Terminen halt nicht jeden Abend bis 21.00 Uhr dem Chef in den H… kriechen kann als faul, arbeitsvermeidend etc. zu bezeichnen.
    Mir doch egal wie jemand lebt, erwarte aber auch das Gleiche von den anderen. Mal aufhören sich immer auf die Brust zu trommeln.

  • Ewa Wirth sagt:

    Ich habe mein erstes Kind mit 38 bekommen und bin jetzt mit 40 mit dem zweiten Kind schwanger. Lange Zeit musste ich mir blöde Fragen anhören wie: „Wann werdet ihr denn endlich mal Kinder bekommen? Oder WOLLT ihr am Ende gar keine????“ Dann, bei der ersten Schwangerschaft musste ich mir die ganze Zeit Mutter-feindliche Sprüche anhören :“Also Teilzeit bei uns arbeiten wird etwas schwierig.. und überhaupt, was machst Du, wenn dein Kind krank ist?“ Es ist eigentlich egal, was man als Frau macht, es gibt immer blöde Sprüche. Als Mutter zockt man den Staat ab und als kinderlose ist man ein Ego.

    • Hotel Papa sagt:

      Hängt auch davon ab, was man hören will. Natürlich gibt es zu jeder Entscheidung Kritik. Aber doch hoffentlich auch positives Feedback.

      Wie wärs mit etwas Dicke Haut wachsen lassen?

  • Cybot sagt:

    Das volkswirtschaftliche Argument ist Blödsinn, denn da zählt nur die Gesamtzahl von Kindern, nicht dass jeder welche hat. Das könnte man auch jedem vorwerfen, der „nur“ ein oder zwei Kinder hat. Oder sogar dem, der 10 Kinder hat, aber 11 hätte haben können.

    Für mich ist der Grund für Kinder halt, dass das doch der eigentliche Sinn, also das Grundprinzip des Lebens an sich ist. In unseren Kindern lebt ein Teil von uns weiter, wer keine hat, ist ein aussterbende Art. Natürlich kann man auch ohne Kinder ein glückliches Leben führen, aber wenn dieses endet, ist es halt vorbei.

    • Willi sagt:

      Ihr Gedanke im zweiten Absatz, das ist genau das, was mich auch immer wieder umtreibt. Ich selber kinderlos, aber mit einer Wittwe liiert, die Kinder und Grosskinder hat, erlebe diesen Vergleich hautnah. Mit etwas Glück können Eltern bis zu drei Generationen nach ihnen miterleben und geniessen, das kann sicherlich ein berührendes und erfüllendes Erlebnis sein. Allerdings werden solch intakte Familien ja auch immer seltener anzutreffen sein. Viele Menschen sind dazu gezwungen, sich vor allem mit sich selber zu beschäftigen (berufliche und finanzielle Sorgen, partnerschaftliches Risiko).

    • Hotel Papa sagt:

      Na ja. Da würde ich die eigenen Werke (ob jetzt materiell oder ideel) eher als Vermächtnis an die Zukunft sehen.

      In Anbetracht von 7 Milliarden ist das volkswirtschaftliche Argument makaber. Es wäre langsam an den Ökonomen, an einem Weg zu arbeiten, wie Volkswirtschaft funktionieren kann ohne ständige Mengenausweitung.

    • thomas giachino sagt:

      Man kann es aber auch von der Seite sehen, dass in diese Welt, voller Krieg, Hass und Angst lieber nichts von mir weiterleben sollte. Nicht das ich prinzipiell gegens Kinderkriegen bin, aber das mit dem Sinn des Lebens oder dem Weiterbestehen der menschlichen Spezies zu verbinden, ist Ansichtssache… es werden jeden Tag genügend Kinder geboren.
      wer das Glück hat (und bei Gott, das ist es) soll es geniessen! Aber wenn nicht, aus welchen Gründen auch immer; Shit happens, es gibt auch andere Sinne des Lebens oder Möglichkeiten, unseren Vorbestand wenigstens für die nächste Generation zu sichern.

  • edith schmidt sagt:

    eine wunderbare freie wahl zu haben und die wahl der anderen zu akzeptieren! das leben der andern respektieren ! das wäre für mich der idealzustand. den gibt es leider nicht.. es scheint der mensch will missionieren, den andern in frage stellen, sich selbst ins bessere licht stellen. extrem
    schade .das heisst die menschheit schadet sich selbst. wer andern eine grube gräbt..oder jedem das seine mir etwas mehr… alte sprüche aber irgendwie jüngste geschichte..wünschenswert wenn alle mit und ohne kinder diese welt mit werten füllen könnten, die für alle gelten! wir haben alle nur 1 leben. edith

  • Nina sagt:

    Ha, keine Sorge: uns Müttern, die „nur“ Teilzeit oder „gar nicht“ arbeiten, wird der gleiche volkswirtschaftliche Vorwurf entgegengebracht. Dazu kommt der Missmut der Arbeitgeber, wenn wir in ihrem Sold stehend schwanger werden und ganze zwei Monate ausfallen…

    Aber die Kommentare waren ja echt daneben, muss mich doch immer wieder über die allgemeine Sozialkompetenz wundern. Ansonsten erlebe ich aber schon, dass die grosse kinderlose Mehrheit in meinem Umfeld durch ein Sinntief geht so um die 40… Aber wir witzeln dann immer und sagen, das Sinntief kommt bei uns Müttern halt erst später,

  • Peter sagt:

    Es ist auch o.k., keine Kinder zu haben, meine Schwester hat auch keine, Gut, ich bin etwas Hausmann (nicht neben einer Kariere – deshalb schwierig), und das ist nicht immer leicht, hier, wer auch immer die Kinder austrägt, das könnte eine etwas gemeinsachere Sache sein.

  • Geraldine sagt:

    Ich kenne mehr kinderlose, die glücklich sind in meinem Umfeld, als umgekehrt. Kenne auch solche, die es bereut haben, Kinder zu haben (ist natürlich ein Tabu-Thema). Und Kinderlosigkeit hat auch nichts mit Egoismus zu tun, man kann auch sonst etwas für die Gesellschaft tun (Spenden, Gemeinnützige Arbeit) usw. Es gibt auch Leute, die Kinder haben und egoistisch sind, weil sie trotzdem auf nichts verzichten wollen, dann eben auf Kosten der Kinder (oder der Oma, die ständig hüten ‚muss‘). Aber eben, jeder soll so leben, wie er es für richtig hält…

    • Altheer Mark sagt:

      @Geraldine: Ich selbst habe zwei Kinder. Es gibt Tage da denke ich es wäre schon cool man hätte mehr Unabhängigkeit/Geld/Möglichkeiten und könnte sich mehr entfalten und konsumieren. Aber dann kommen wieder die anderen Tage die mir selber wertvoller vorkommen weil sie mir emotional extrem ans Herz und an mein Innerstes gehen. Wenn mich meine Kids umarmen und mir sagen wie lieb sie mich haben. Wenn ich sehe wie sie sich entwickeln, wie sie mit ihrer herrlichen kinderlichen Sorglosigkeit durch den Alltag gehen. Ganz ehrlich ohne zu Werten: Am Ende des Tages bin ich froh Kids zu haben. 🙂

      • tststs sagt:

        „…könnte sich mehr entfalten und konsumieren….“
        Hehe, in den nächsten 2 Monaten mal bei FCW an der Bahnhofstrasse vorbeischauen… also in Konsumfragen stehen Eltern Kinderlosen in nichts, aber gar nichts nach… 😉

  • Hans Hintermeier sagt:

    @Ursula: Sie schreiben es: „andere Völker“. Die Frage stellt sich da für mich: was für eine Kultur leben/reproduzieren diese Menschen, bezüglich Umweltschutz, Menschenrechte, Stellung der Frau… Ich hoffe nur, dass diese Völker die grossen Vorteile unserer Errungenschaften auch sehen und sie übernehmen werden, ansonsten könnte es dann bald nicht mehr so fortschrittlich zu und her gehen, gerade auch für Sie als Frau. Insofern denke ich, darf es nicht nur um volkswirtschaftliche Überlegungen gehen. Natürlich ist es jedem freigestellt Kinder zu zeugen oder nicht, dies ist eben auch Fortschritt!

    • Tamara Kern sagt:

      Muss man wirklich daran erinnern, dass Menschen, welche sie so salopp zu „Anderen Völker“ zählen“, ser viel Ressourcenschonender sind als wir Schweizer(innen)? Ein Inder braucht ~20 mal weniger Treibstoff / Energie / Rohstoffe als ein Schweizer. Wir haben vielleicht mehr Bewusstsein für Umweltschutz, das hindert uns aber nicht am masslosem Verschwenden. Nur weil es bei uns sauberer aussieht ist es nicht besser.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Tamara:1.ich habe mit „anderen Völkern“ Ursula zitiert.2. Indien ist ein gutes Beispiel.War mehrmals da,habe dort ein Hilfswerk unterstützt:die Inder schmeissen den Abfall einfach auf die Strasse(die Kühe fressen dann den Plastik).Unsere Schule musste von einer gemischten Schule in eine Schule für Mädchen umgewandelt werden,weil es ständig zu Übergriffen kam(so zum Thema Frauenbild).Und Indien ist wirtschaftlich gewaltig am kommen vgl. „bright India“, da habe ich ehrlich gesagt ein sehr schlechtes Gefühl, was den zukünftigen Ressourcenverbrauch betrifft.Wir Westler lehren dort Umweltschutz

  • Ursula sagt:

    Ich kenne viele meiner ehemaligen Schulkolleginnen, die jetzt – mit Kindern gesegnet – trotzdem im Alter immer alleine sind! Und Kinder wegen der Volkswirtschaft zu kriegen ist purer Blödsinn! Und übrigens: wird das Kinderkriegen von anderen Völkern zur Genüge besorgt!

  • Eric sagt:

    Super guter Artikel. Höchst amüsant !!!!!!!

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.