Schöner, obdachloser Mann

568a5468-5736-439e-8bec-4690e3dcc9e7-620x372

Umziehen auf einer öffentlichen Toilette in New York City: Sechs Jahre hielt das Model Mark Reay seine Obdachlosigkeit geheim. (Foto: Filmhaus)

Wenn schönen Menschen weniger Schönes widerfährt, bereitet das vielen eine gewisse Genugtuung: Wird Gisèle Bündchen wirklich von ihrem Mann, dem Footballstar Tom Brady, betrogen? Hat Yfke Sturm, nachdem sie letzte Woche nach einem schweren Unfall aus dem künstlichen Koma erwachte, wirklich nach holländischem Käse und Schokolade gefragt? Und wird Kylie Jenner, die jüngere Schwester von Kim Kardashian, im Netz wirklich übel gestalkt? Schicksalsgeschichten rund um Models interessieren. Denn wenn selbst eine Beauty wie Bündchen solche Probleme hat, dann ist vielleicht mein eigener Ehezwist gar nicht so schlimm.

Ich bin selbst nicht gegen Klatsch gefeit, aber das meiste, das ich lese, perlt an mir ab. Im besten Fall unterhält es mich einige Minuten, und damit ist wohl auch der Sinn erfüllt. Nun habe ich aber vor kurzem eine Geschichte im «Guardian» gelesen, die mich wirklich berührt hat.

Es geht um ein männliches Model namens Mark Reay. Mark, Typ smarter Silberfuchs, entspricht dem Ideal eines erfolgreichen Mannes ziemlich gut. Sein Anzug sitzt, die Frisur auch, der Körper ist trainiert – sein ganzes Wesen strahlt lässiges Selbstbewusstsein aus. Doch der Schein trügt: Der 56-Jährige, der jahrelang für Magazine posiert hat, war bis vor kurzem obdachlos, und zwar nicht nur für ein paar Tage, sondern für sechs Jahre, von 2008 bis 2014.

Der Österreicher Thomas Wirthensohn erzählt nun in seinem Dokumentarfilm «Home Less» die Geschichte des Amerikaners, der 1984 in Südfrankreich entdeckt wurde und für Luxuslabels wie Versace und Moschino modelte. Doch die Aufträge reichten nicht aus, und so kam er nach New York zurück. Nach zwei Jahren hatte er kein Geld mehr und stand auf der Strasse. Reays Stolz liess es allerdings nicht zu, dass er seinen Bekannten oder seiner Familie davon erzählte. Und so begann er sein Doppelleben zwischen Glamour und Armut. Er hauste auf dem Dach eines Wohnhauses im East Village, geschützt nur durch eine Plastikplane. Obwohl er weiterhin als Fotograf und Model arbeitete, reichte das Geld nicht für eine eigene Wohnung. Gegen aussen schaffte es Reay, seine Fassade zu wahren. Er pflegte seine wenigen Habseligkeiten, liess sich auf Shootings die Haare schneiden und wusch sich auf öffentlichen Toiletten.

Und er wurde ein Meister im Improvisieren. Durch seine Modeljobs verdiente er genug für ein Fitnessclub-Abo. Im «Guardian» erzählte er: «Ich weiss, es tönt seltsam, aber ich hatte so für 70 Dollar im Monat eine Dusche, Strom und eine Toilette. Ausserdem konnte ich meine Kameraausrüstung im Spind einschliessen.» Er sei immer sauber und stilvoll gekleidet gewesen, deshalb sei niemandem aufgefallen, dass er keine Wohnung gehabt habe. «Niemand wusste von meinem Doppelleben, ich hatte Jobs als Fotograf und ging an Castings.» Rund 30’000 Dollar verdiente er so im Jahr, zu wenig für eine eigene Bleibe in der teuren Grossstadt New York.

Und nein, seine Geschichte hat kein glamouröses Happy End. Er begegnete keiner «Pretty Woman» und landete auch nicht auf der Titelseite eines Hochglanzmagazins – sondern zog zu seiner Mutter nach New Jersey. Die weiss erst seit dem Dokumentarfilm, der im August in die amerikanischen Kinos kam, vom Schicksal ihres Sohnes. Reay sagt, er sei stolz, dass er seine Gschichte erzählen durfte. Das gebe ihm Hoffnung für die Zukunft.

44 Kommentare zu «Schöner, obdachloser Mann»

  • Erich Burgener sagt:

    @schweizermann, selbst als obdachloser schöner mann mit einkommen 30’000$ gelten heutzutage ein paar regeln, um nicht in dieselbe bredouille zu kommen wie sie: nicht nach unten daten. keine kinder mit einer frau, die weniger verdient als sie. keine beziehung mit einer weniger gebildeten frau, und die frau muss immer mindestens gleichviel arbeiten wie sei. dann werden sie in fortschrittlichen ländern nie ihrer frau nach einer scheidung den unterhalt bezahlen müssen.

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Die Korbflechter mussten irgendwann einmal einsehen, dass sie von Ihrem Beruf nicht mehr leben können und mussten umsatteln. Jedes Jahr müssen tausende von Sportlern feststellen, dass sie einfach nicht gut genug sind, um von ihrem Beruf leben zu können und müssen den Beruf wechseln. Models wollen einfach mit möglichst wenig Arbeit möglichst viel Geld verdienen. Wieso sollte ich da Mitleid haben?

    • Urs sagt:

      Irgendwie verstehe ich nicht, wie sie zum Schluss kommen, dass Mark Reay mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel Geld verdienen möchte. Er verdient ziemlich schlecht und scheint sich dafür ziemlich einen abrackern zu müssen. Ich glaube auch nicht, dass gutverdienende Models wenig arbeiten, im Gegenteil; wenn man in der oberen Liga mitspielen möchte, rennt man von Termin zu Termin. Was auch viele unterschätzen ist, dass ein solches Aussehen zu haben und auch zu behalten, vor allem im reiferen Alter, viel Zeit, Mühe und Geld (intensives Fitnesstraining, rigider Ernährungsplan etc.) kostet.

      • Joerg Hanspeter sagt:

        Mit möglichst wenig Arbeit möglichst viel Geld verdienen ist das Ziel jedes Models. Das ist genau so wie beim Fussballspieler, nur erreichen eben nicht alle das Ziel. Das Models etwas tun müssen für ihr Geld ist schon klar, nur weicht erstens die Vorstellung meistens von der Realität ab und zweitens dürfen die für so viel Kohle schon etwas tun. Immer noch kein Mitleid, weder mit den erfolgreichen, noch mit den erfolglosen Models.

  • DerSchweizerMann sagt:

    Mit 30’000 pa lässt sich keine CH-Scheidungsdame abspeisen.
    Als Kindsvater geht Mann sofort unter Existenzminimum.
    Das Besuchsrecht wird systematisch verweigert- Standard bei schwierigen Scheidungen, die KESB lacht Väternur aus, KESB wird typischerweise auch saugrob bis gewalttätig – Mann verliert Schlaf, und sofort auch den Arbeitsplatz auf der Bank.
    Das Bundesgericht findet trotzdem, Mann habe ein fiktives Einkommen von CHF 150’000, und müsse weiter darauf Alimente an die schwerreiche Bankerin leisten. Das führt zu Betreibung, Whg-Verlust. IV von 2200/Mt…
    Sozialamt? Stiehlt das BVG-Konto.

    • Anastasia sagt:

      @DerSchweizerMann: Ich verstehe Ihr posting nicht wirklich. Wo genau sind jetzt die Parallelen von Ihrem geschriebenen in Sachen Scheidung, KESB-Bashing etc. zu dem obenstehenden Artikel?

      • tina sagt:

        es musste einfach raus anastasia.
        schweizermann: ich habe keinen rappen von meinem ex mann, und ich kenne keine einzige frau, die sich von einem mann durchfüttern lassen würde, oder das nur schon wollen würde. und zwar ebenso in ungetrennter partnerschaft wie auch nach einer trennung oder scheidung. es tut mir wirklich leid, was sie und andere erleben, aber BITTE: es sind doch nicht alle so!!

    • Bettina Fries sagt:

      Krasse Verbitterung, die ich hier lese, vorallem hat diese nichts, aber auch gar nichts mit dem Artikel zu tun, im Gegenteil. Bei einer Scheidung gibt es immer zwei Schuldige, und wenn es nur ist, dass man von Anfang an die falsche Person aus den falschen Gründen ausgewählt hat. Wer zum Beispiel eine „repräsentative, individualistische“ Frau einer „liebevollen, familienorientierten“ Frau vorgezogen hat, der muss halt damit rechnen, dass diese irgendwann nur noch sich selber repräsentieren möchte, mit fremdem Geld. Prinzessinnen halt.

      • tina sagt:

        nein, es braucht nicht immer zwei, so ein blödsinn. einer reicht vollkommen

      • clados sagt:

        Ein solcher Mist, Tina hat recht.
        Sowieso was heisst hier “repräsentative, individualistische” Frau. Man kann einem Menschen nicht ansehen, ob er sich irgendwann vollkommen daneben benehmen wird- da viele schlechte Taten, oft mit der eigenen Gefühlslage und so zb. mit dem Hormonkreislauf zusammenhängen. Ihr Kommentar scheint mit selber etwas frustriert, da Sie scheinbar einer schönen,sexy Frau=repräsentativ schlechte Absichten unterstellen und meinen eine liebevolle Familienfrau sei die Heilige per se, das ist lächerlich. Man kann vom Aussehen keine Aussagen über das Innere treffen.

      • Bettina Fries sagt:

        Mein Bruder hat diesen Fehler gemacht, zur „perfekten Karriere“ musste eine Vorzeigefrau her, die Freundin von Studienzeiten wurde durch eine jüngere Dame aus der Firma ersetzt. Wir haben diesen Entscheid hinterfragt, er meinte, mit der Vorgängerin mache man sich halt nicht so gut in gewissen Kreisen. Blitzhochzeit, das erste Kind kam nach knapp zwei Jahren, von da an hat er sich nur noch beklagt, er sei irrelevant geworden, das Kind vollbeschäftigt mit Förderkursen und die Frau mit Sport/Shopping. Nun ist Scheidungskrieg und er will partout nicht einsehen, dass dies von Anfang an klar war.

    • Gerd Fehlbaum sagt:

      @Schweizer Mann: Auch wenn das mit dem Thema nur indirekt zu tun hat, kann ich aus Erfahrungen in meinem recht umfangreichen Bekanntenkreis und auch eigener Erfahrung nur voll bestätigen, was Sie hier etwas krass formuliert haben. In der Tendenz: absolut richtig, auch wenn im Einzelfall verschieden. Ich kenne diverse Männer, die in der Schweiz auf Parkbänken leben aus genau diesen Gründen. Die „Default-Einstellung“ des Schweizer Staates ist, dass es absolut richtig ist, wenn eine geschiedene Frau sich am Ex schadlos hält. Diese Sichtweise ist normal, entspricht den Gesetzen und gültiger Moral.

      • DerSchweizerMann sagt:

        Danke für die Bestätigung.
        Nur in einem muss ich Sie korrigieren: Die schweizerischen Scheidungsusanzen sind glasklar EMRK-widrig.
        Das wissen auch die meisten Richter und Anwälte nicht.
        Legt man dann die grundlegenden Artikel 8. der EMRK, und deren Verdeutlichung im Zusatzprotokoll 7, Art. 5, vor, sowie die umfangreichen Fallsammlungen des EUGHMR dazu, dann erbleichen diese Leute, murmeln etwas von Staatsräson, ausserordentlichen Gründen, berechtigten Einschränkungen der Kinderrechte…
        Es ist so: Die Profite der riesigen Scheidungsindustrie, grösser als Drogenhandel, stehen vo dem Kindswohl

    • SchweizerFrau sagt:

      wenn der schweizermann halt darauf besteht, dass schweizerfrau sich ausschliesslich um sein wohl (und das der kinder) kümmert – muss er sich nicht wundern, wenn schweizerfrau nach der scheidung beruflich den anschluss verloren hat und er sie immer noch durchfüttern muss…
      schweizerfrauen, die schon während der ehe selber verdient haben, können das auch noch nachher…

      • DerSchweizerMann sagt:

        Nein, die Frau hat immer nur aus Karrierergänzung und aus Geldgier ein Kind gewollt.
        Für eine Bankerin ist es eben wichtig, zu ihren 20’000 monatlich von der Bank, nochmals 8’000 vom Mann zu bekommen.
        Können Sie sich nicht vorstellen?
        Ist an der Goldküste und im Raffgier-Kanton Schwyz/Wollerau der Standard.unter den Golddigger-Damen.
        Dieselben Damen sind auch immer auf der Suche nach dem nächsten „Top-Alpha-Mann“, dem sie sich ins Bett legen können.
        Deshalb auch die verbreitete Magersucht unter den Damen.
        Das Kind findet dann die Sexbilder der Dame auf seinem PC.
        Tönt unglaublich?
        Realität…

  • Pedro Dias sagt:

    man isr schneller ganz unten als man denken kann. Ich wurde mit 60 arbeitslos, letzten April ausgesteuert. Weil ich immer ein wenig gearbeitet habe, kann ich jetzt nochmals in die Arbeitslosigkeit. Das wird mir dann vielleicht 3000 monatlich bis zur Pensionierung bringen. Aber rechne, keine PK Beiträge, schweizer Preisniveau, dann ist bei mir noch eine chronische Krankheit dazu gekommen, wage es nicht einmal an IV zu denken – keine Chance, irgendwie wurstle ich mich durch, Kredite, Schulden, ja ich lebe in der Schweiz, im Paradies

  • Jeannette sagt:

    Es gibt andere Wohnmöglichkeien als eine Wohnung in Manhattan. Models, die hier ihr Glück versuchen leben oft in WG’s, auf engstem Raum. Die Geschichte ist gut. Leider berührt sie mich nicht.

    • Urs sagt:

      Klar bekommt ein Mann, der in Armut lebt, von der Frauenwelt kein Mitleid; es ist ja nur ein weisser Mann, und der ist ja laut feministischem „Patriarchats-Theorie“ per se privilegiert. Wäre es eine Frau, wäre die Empathie sofort da; man würde nach Massnahmen schreien, um der ach so unterdrückten und ausgebeuteten Frau ein menschenwürdiges Dasein zu ermöglichen.. Ein Mann hat sowas einfach still zu ertragen; beklagt er sich, ist er ein Jammeri, der sich gefälligst am Riemen reissen und sich mal seine Privilegien bewusst machen soll.

      • tina sagt:

        wieviele frauen wohl in der branche mit 30’000 leben? jeannette hat doch recht. männliche wie weibliche models suchen ihr glück in manhatten und reich werden dabei die wenigsten. die anderen müssen sich mit sehr wenig einkommen arrangieren.
        der mann jammert doch gar nicht, ich denke, er ist sich sehr bewusst, dass er privilegiert ist und das seine wahl ist

      • Urs sagt:

        „wieviele frauen wohl in der Branche mit 30’000 leben?“

        Statistisch gesehen wahrscheinlich Wenige, da Frauen in der Modelbranche bis zu 30 mal (kein Witz!) mehr verdienen als Männer. David Gandy, einer der bestverdienendsten Männer in der Branche, macht um die 1,5 Millionen im Jahr (was sicher nicht schlecht ist), wohingegen Gisèle Bündchen satte 42 Millionen einstreicht. Und das zieht sich bis ganz hinunter in der Branche; ich rede da aus Erfahrung. Eine Frau, die auf dem Niveau von Mark Reay modelt, kann von ihrem Lohn bereits ziemlich gut leben.

  • edith sagt:

    mein engagement ist für mich so normal dass das normalerweise nicht an die öffentlichkeit geht.. weil wenn mam dort lebt ( wie ich sas tue) und gut lebt, hat man eine verantwortung wahrzunehmen. allen kann man nicht helfen aber sicher mal konkret einer familie das leben etwas erleichtern ! aber mit dem heutigen blog kamen dann bei mir diese vergleiche und ich wollte damit vorallem meine kritik ins richtig licht rücken.. edith

  • Daniel sagt:

    Ich bin seit viereinhalb Jahren arbeitslos. Man sieht es mir nicht an.

    Man wird keinen Film über mich drehen.

    Leises Schicksal.

    Arbeitslos bin ich noch immer. Ich sehe nicht so gut aus wie ein Model, aber ich bin 42 und hoch(über-)qualifiziert.

    Hast Du einen Job und damit ein Einkommen, das Deine Familie ernährt? Sei froh. Egal, was passiert, solange Du den Job behältst. Sei einfach froh.

    • clados sagt:

      Ich hoffe Sie finden schnell wieder einen Job und zwar einer der Ihnen auch entspricht! Alles, alles Gute für Sie!

    • tina sagt:

      genau daniel. dieser mann da aus der geschichte ist halt ein schöner. dabei gibt es viele menschen, die vielleicht sogar schön sind, aber nicht so einen aschenputtel-glamour-hintergrund zu bieten haben. über normale menschen, die kämpfen müssen, gibt es keine geschichten, und wenn, gehen sie niemandem ans herz.
      viel glück!!

  • clados sagt:

    In der Tat ein sehr schöner Mann!

  • marie sagt:

    die geschichten der obdachlosen sind immer individuelle geschichten. diese hat einen glamourösen aspekt; die meisten sind es nicht. an was liegt es, dass es immer solche geschichten braucht, um auf eine gegebenheit, die alle betreffen könnte, aufmerksam zu machen? ich weiss es nicht. auf alle fälle kaufe ich regelmässig „surprise“, um diesbezüglich informiert zu sein und es ist eine gute sache!

    • Silvia Aeschbach sagt:

      Das finde ich super. Mache ich auch regelmässig. Ich wünschte die Solidarität in unserer Gesellschaft wäre grösser.

      • marie sagt:

        liebe frau aeschbach
        ja, mangelnde solidarität ist im moment zeitgeist… aber sie kommt wieder und das ist gut so! 🙂
        ich wünsche allen ein wunderschöner sonntag. …was für prachtswetter (zumindest in bern).

    • tina sagt:

      marie, vielleicht weil wir alle so auf aschenbrödel abgefräst sind :S es braucht diesen wiederspruch, dass die leute berührt werden. grusig irgendwie…

  • Marcel Zufferey sagt:

    80 Prozent aller Obdachlosen sind Männer. Wer einmal obdachlos war, vergisst das nie mehr. Es verändert einem die gesamte Sicht aufs Leben.

  • edith sagt:

    schöner mann mit evtl viel fantasie ?jetzt dem richtigen riecher zum geld verdienen? mit diesem film? einzig was ich wirklich weiss ist, dass wirkliche armut meistens nicht sichtbar ist, da diese menschen einen enormen stolz haben oder schlichtweg noch nicht mal in der lage sind mit ihrem job die nächsten tage zu planen. auch menschen die im krieg ausharren weil sie kein!!!geld für einen schlepper haben, keine möglichkeit zum mormalen leben sehen! diese schicksale bewegen mich, wenn aber ein schöner mann mit modellstehen keine wohnung zahlen kann; finde ich das ziemlich strub! edith

    • silvie sagt:

      Liebe Edith, heute bin ich einmal nicht Deiner Meinung, die ich aber immer schätze, da Du wohl meine treuste Blog-Leserin bist!;-) Sechs Jahre ohne Obdach zu überleben ist eine wahre Leistung. Egal, wo immer. Reay hat diese Aufmerksamkeit nicht gesucht, der Filmemacher hat ihn auf der Strasse „entdeckt“. Dessen Schicksal hat ihn so berührt, dass er beschloss, einen Dok-Film zu drehen. Reay arbeitet jeden Tag als Free-Lance-Fotograf und punktuell immer noch als Model. Und auch er ist ein stolzer Mann, sonst hätte er wohl diese Zeit nicht so überstanden.

      • edith sagt:

        liebe silvia ich bin eventuell durch meine arbeit in südafrica etwas kritischer gegenüber menschen die mit einem schönheitsjob doch immerhin 30’000 .– im jahr verdienen und obdachlos bleiben.. dh auch keine wg anstrebten.. ich unterstützt gerade eine ganze familie.. vater und mutter arbeiten und sie leben mit ihren 3 kindern in einen kleinen holzhaus und können nicht von ihrer beiden je 8 stündigen arbeit leben.. daher bin ich bestimmt etwas mehr fokussiert auf den ganz schlimmen armen zustand. dir aber liebe grüsse ! bis bald edith

      • Silvia Aeschbach sagt:

        30’000 Franken können einen Vermögen sein, aber auch nicht genung. Es kommt darauf an wo man lebt. Und wenn man in der Beautybranche arbeitet, wie Reay, dann muss man eben dort sein, wo das Geschehen stattfindet. Und in diesem Fall eben in N.Y.C. Toll finde ich Dein Engagement. Ich wünschte, es gäbe mehr Leute wie Dich. Schöne Sunntig!

    • sepp z. sagt:

      edith, ich bin baff über ihr menschensbild. obdachlos und selbst schuld?
      nur weil er ein alleinstehender mann ist und in ihren augen auch noch zu gut ausschaut?

      • Hans Hugentobler sagt:

        Also mit einem Einkommen von 30’000 Dollar hätter er sicher irgendwo ein kleines Zimmer gefunden. Sicher nicht mitten in der City aber wenn er gewollt hätte wärs sicher möglich gewesen.

      • Anastasia sagt:

        30’000 Dollar Jahreseinkommen sind in New York City gar nichts, damit kommt man dort nicht weit.

  • Carolyn sagt:

    Der Mann hat meinen Respekt! Ist halt etwas stur. 🙂

  • Andreas Ming sagt:

    30´000 Dollar? Ein guter Freund verdient als Professor gerade mal 56K Dollar pro Jahr. Ok, nicht in NY. Aber mit 30K muss man leben können, sowie hunderttausende Amis auch. Nette Story… aber mich dünkt der Mann pendelt ganz einfach nur ungern – so wie hunderttausende von Amis auch. Ganz nebenbei hat er jetzt seine holprige Story zu Geld gemacht – so wie die Amis eben.

    • adam gretener sagt:

      In Manhattan kostet ein Zimmer mit 10 m2 schnell mal gegen 1500 Dollar, In Alabama verdient ein normaler Arbeiter 400 die Woche. Innerhalb der Staaten gibt es gewaltige Unterschiede. Gerade Manhattan ist etwas ganz komplett anderes, als der Rest der US. Aber das ist bei uns nicht anders. Mit einem Verkäuferinnen-Lohn ist es in Zürich schwer, man muss jeden Rappen zwei mal umdrehen. Mit dem gleichen Geld können Sie auf einer Alp im Wallis leben wie ein König.

    • Urs sagt:

      @ Ming: Die Modelbranche ist eine schnelle und gnadenlose Branche; sei es als Model oder als Fotograf. Wenn sie dort mitmischen wollen, müssen sie abrufbar bzw. vor Ort sein. Sind sie’s nicht, kriegt einanderer den Job.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.