Warum Mica Arganaraz das neue Topmodel ist

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Entspricht nicht dem gängigen Model-Stereotyp: Die Argentinierin Mica Arganaraz punktet mit Natürlichkeit und einem eigenwilligen Look. (Mica Arganaraz/Instagram)

Sie ist anders als die anderen. Und das ist (nicht nur) im Model-Business schon mal die halbe Miete. In einer Zeit, in der sich viele an den kindlich-glatten, austauschbaren Gesichtern und an Brigitte-Bardot-Klonen sattgesehen haben, bringt die Argentinierin Mica Arganaraz ziemlich frischen Wind auf die Catwalks und auf die internationalen Magazincover. So zierte sie kürzlich das August-Titelbild der deutschen wie auch der japanischen «Vogue». Dies zeigt ihr breites Spektrum und ihre Akzeptanz sowohl bei Designern wie auch bei Kunden – Mica ist sowohl in Europa wie auch im asiatischen Raum äusserst gefragt. In den letzten Wochen und Monaten hatte sie so viele Auftritte wie ihre erfolgreichen Kolleginnen Cara Delevigne und Karlie Kloss. Und an den beiden hat man sich ja auch schon langsam sattgesehen. Zeit also für einen neuen, prägnanten Look:

Model Mica Arganaraz am 8. Juli 2015 an der Fendi-Show an der Fashion Week in Paris. (Youtube)

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Jane Fonda im Film «Klute». (Warner Bros)

Die Modewelt ist immer auf der Suche nach neuen Models mit dem sogenannten «It»-Faktor, sprich etwas ganz Speziellem, das eine Frau einzigartig macht. Bei Cara waren es die prägnanten Augenbrauen, Karlie machte mit ihrem überschlanken Körper, ihrem Bob und den schmalen Lippen Furore. Was Mica so besonders macht? Da wären ihre dunkelbraunen Augen, die aufgeworfenen Lippen und besonders ihr Haar, ein dunkelbrauner, lockiger Shag. Glatt geföhnt erinnert ihr Look an jenen von Jane Fonda im Film «Klute». «Der Shag ist die Trendfrisur der neuen Saison», sagt auch der internationale Star-Hairstylist Kevin Murphy im Interview mit «Encore!», der Lifestyle-Beilage der «SonntagsZeitung» (ganzes Interview in der Oktober-Ausgabe von «Encore!»).

Ihre Haare sind der «Runway-Look der Stunde», schwärmte Vogue.com und bezeichnete Micas Wuschelmähne als «messy hybrid look», der den unsterblichen Rock ’n’ Roll auf die Laufstege zurückbringe und Anleihen bei der Punk-Legende Joey Ramone mache. Auch Hairstylist Reto Holzer vom gleichnamigen Salon in Zürich ist überzeugt, dass die Frisur des Models Trends setzen wird: «Mica verkörpert vieles, das zurzeit angesagt ist wie Locken und Wellen, Stufen und eine natürliche, satte Haarfarbe.» Ausserdem strahle sie etwas Freies und Unzähmbares aus.

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Mica Araganaraz tritt mit natürlichem Style auf. (Melodie Jeng/models.com)

Micas frischer und natürlicher Look macht, dass sie in der Vergangenheit von fast allen wichtigen Designern gebucht wurde. Ob Chanel, Dior, Miu Miu, Prada oder Louis Vuitton, sie alle setzen auf das Model, das privat eher ein Tomboy als eine Diva ist. Und das macht sie auch nahbar: Mit Mica möchte man einen Nachmittag am Meer verbringen, rumfläzen, vielleicht ein bisschen Ball spielen und bei Sonnenuntergang einen Drink schlürfen, und nicht unbedingt aufgetakelt an Partys rumhängen. Ihren natürlichen Style zelebriert sie auch privat. Und so sieht man sie auf Fotos auch nicht in edlen Roben, sondern in schwarzen, schmalen Hosen, schlichten, weissen Shirts, Hemden und Blazern. Neben dem Modeln sieht Mica ihre Zukunft in der Kunst und der Malerei. Diese betreibt sie seit Jahren mit Leidenschaft. Mal schauen, ob die Mode ihr die Zeit dazu lässt.

 

 

 

 

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