Der Mythos der Französin

Von Kopf bis Fuss

Gilt als Prototyp der Französin, obwohl sie Amerikanerin war: Jean Seberg wurde mit ihren Filmen (hier: «Die Erwachsenen») zur Symbolfigur der Nouvelle Vague. (clack.ch)

In den letzten Monaten wurde viel über das Geheimnis der Französin geschrieben. Und insbesondere über jenes der Pariserin, die durch ihre natürliche Schönheit und ihre Lässigkeit bezaubert. Bücher wie «How to Be Parisian Wherever You Are», «Warum Französinnen nicht dick werden» und «Warum französische Frauen jünger aussehen» stürmten die Bestsellerlisten. Und alle versuchten sich in der Enträtselung ihres mystischen Chics und fragten: Was macht das berühmte französische «Je ne sais quoi» aus?

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Die Autorin Caroline de Maigret bei der Vernissage ihres Buchs «How to Be Parisian Wherever You Are». (Getty)

Viele Ratgeber, etliche davon übrigens von Französinnen geschrieben, sind sich einig: Die Attitüde der Pariserin nimmt gefangen. An ihr wirkt nichts gekünstelt: Egal ob Kleidung, Make-up oder Frisur, sie sieht so aus, als würde sie morgens nicht mehr als zehn Minuten vor dem Spiegel brauchen. Während die Amerikanerin nach dem Motto «Mehr ist mehr» lebt und auf künstliche Wimpern und aufgespritzte Lippen setzt und die Engländerin ebenfalls gerne mit übertriebenem Styling – «Schaut mich an!» – auf sich aufmerksam macht, setzt die Französin auf Understatement. Sie trägt die Haare lang und offen, immer etwas verwuschelt, schminkt sich praktisch nicht, und wenn sie am Morgen in den Schrank greift, holt sie per Zufall das perfekte Outfit raus.

Es würde mich nicht wundern, wenn Caroline de Maigret, die Autorin von «How to Be Parisian Wherever You Are», bei einem Interview leicht schnippisch so etwas sagen würde wie: «Haare kämmen ist für Amateure.» Mit anderen Worten: Selber schuld, wenn ihr euch so mit dem Aussehen abmühen müsst, ich habe das nicht nötig! Leicht gesagt, wenn man als ehemaliges Model im Besitz einer üppigen Haarmähne ist.

Auch mit dem Älterwerden hat die Französin scheinbar kein Problem. Sie wird nicht älter, höchstens reifer: Mag sie mit 40 schon einige Fältchen um die Augen haben, schmälert das ihre Anziehungskraft nicht. Ach, Französin sollte man sein! Meiner Trägheit käme dieses Laissez-faire enorm entgegen. Ich müsste meine mausbraunen Haare nicht mehr mit blonden Strähnen aufpeppen, würde meine Haut ausschliesslich mit Wasser und Seife pflegen, und mein Outfit wäre mühelos immer tipptopp. Und würde mich jemand fragen, wem ich meine natürliche Schönheit zu verdanken hätte, würde ich mit grossen Augen geheimnisvoll lächeln und sagen: «Je ne sais pas.»

So viel zum Klischee, jetzt zur Realität:

Natürlich ist die Französin kein Zauberwesen. Auch wenn eines ihrer Geheimnisse darin besteht, alles so aussehen zu lassen, als wäre es zufällig. Es braucht viel Geschick, diese scheinbare Zufälligkeit so lässig zu inszenieren, wie es Schauspielerinnen wie Audrey Tautou, Juliette Binoche oder Léa Seydoux tun. So sind die Ernährung der französischen Elfen und ihre schlanke Figur nicht nur auf tolle Gene und eine disziplinierte Ernährung zurückzuführen, sondern auf die Tatsache, dass viele französische Frauen rauchen wie Schlote.

The Lobster Press Conference - 68th Cannes Film Festival

Verkörpert das «Je ne sais quoi»: Die französische Filmschauspielerin Léa Seydoux am Filmfestival in Cannes. (EPA/Tristan Fewings/Keystone)

Zudem legen unsere westlichen Nachbarinnen eine bemerkenswerte Disziplin an den Tag, wenn es um die Traumfigur geht. Softdrinks sind in der Regel tabu. Allenfalls beim Apéro mit Pastis oder Champagner wird genippt. Und wer sich mal gehen lassen und zu viel gegessen hat, der hält am nächsten Tag strenge Diät. Auch punkto Beauty soll die Französin ein wahres Naturwunder sein, will man den Autorinnen der Ratgeber glauben. In Realität ist auch da nichts zufällig, die Französin legt höchsten Wert auf ihre Haarpflege und sucht monatelang nach einem Coiffeur, der es schafft, die Haare so zu färben, dass sie wie echt wirken und locker über die Schultern fallen. Apropos Natur: Dass ihre Haut so schön ist, ist nicht das Resultat von Wasser, Seife und einer Feuchtigkeitscreme, sondern das Ergebnis vieler Anti-Aging-Produkte. Nirgendwo in Europa werden nämlich mehr Anti-Falten-Cremes verkauft als in Frankreich.

SCHAUSPIELERIN, FILMSCHAUSPIELERIN

Erfüllte alle Attribute der Französin: Romy Schneider 1974 im Film «Dirty Hands». (EPA/Rauchwetter/Keystone)

Und überhaupt: Meine Lieblings-«Französinnen» sind gar keine. Romy Schneider war eine Deutsche, auch wenn die Franzosen gerne so tun, als wäre sie eine der ihren. Und die Amerikanerin Jean Seberg galt nach ihrem Kinoerfolg in Jean-Luc Godards «Ausser Atem» als Ikone der Nouvelle Vague.

Was lernen wir daraus?

Lässige Sinnlichkeit und das berühmte «Je ne sais quoi» haben nichts mit der Nationalität zu tun. Man trifft diese lässigen, schicken Frauen nicht nur in Paris, sondern auch in Rom, Lissabon oder Zürich. Man muss nur die Augen offen halten.

 

57 Kommentare zu «Der Mythos der Französin»

  • Why? sagt:

    Romy schneider war Österreicherin, soviel ich weiss…

  • Markus sagt:

    Der einzige aber fundamentale Unterscheid ist meiner Meinung nach der, dass in Frankreich der Geschlechtsunterscheid immer und überall gelebt wird und nicht, wie bei uns, wegneutralisiert wird. Das fängt bei der einfachen „Bise“ an (in der Schweiz wollen sich halt die Frauen nicht immer und von jedem küssen lassen, gell), und hört bei den komplexen patriarchalischen Strukturen auf, wie sie in der Story um Strauss-Kahn zutage getreten sind.
    Ansonsten: in jeder Grossstadt ist die Schönheit raffinierter.

  • Grohe sagt:

    Dann besuchen sie mal Kopenhagen oder Stockholm. Die Frauen dort können sich was Natürlichkeit und guten Geschmack in Sachen Mode durchaus mit Französinnen messen.

  • Jetzt muss ich halt auch mitmachen mit meinem Kommentar:

    Ich bin Schweizerin, in Basel gelebt bis zum 28. Lebensjahr, in Zürich geboren. Lebe in Newport Beach, Kalifornien seit 35 Jahren. Mutter war aus Paris, Vater aus Zürich.

    Habe immer sehr viel Erfolg gehabt bei den Männern, immer noch und bin 75 aber man sagt ich sehe 15- 20 Jahre jünger aus!
    Bin immer gut gekleidet, und sehr gepflegt. Lache gern und liebe die Männer, schätzte meine Freundinnen.

    Liebe das Leben, ein Glas Wein oder Champagner, jeden Abend. Die Europäerinnen haben viel mehr Charme als die Amerikanerinnen.
    ….

  • Marianne sagt:

    Bin in paris geboren und aufgewachsen. Also ca. 20 jahre in paris gelebt. Bin 33 und jetzt wohne ich seit 10 jahren in zürich. Ja es stimmt: ich kaemme mich fast nie und benutze nur ab und zu make up. Ich geniesse meine „freitag“ tasche, die in paris total daneben wäre und diese bequemlichkeit hier in zürich. Warum bin ich nach 2 kids immer noch sehr schlank? Weil ich gute gene habe aber auch weil ich wie viele französinnen eine „rabenmutter“ bin: ich arbeite 100% und finde immer noch zeit, einmal pro woche ins ballett zu gehen…das ist mein beauty geheimnis 😉

    • adam gretener sagt:

      Vom guten Rotwein und Pastis habe ich auch etwas 3 Jahre in meinem Leben verloren. Wo bin ich? 😉

  • Eric Steiner sagt:

    Nirgends sonst gibt es so viele Frauen mit frechen Kurzhaar Frisuren. Lange Maehnen sind ueberall
    Uniform und nicht typisch franzoesisch!

    • Alain Burky sagt:

      Lach*** Ja sie ergänzen sehr gut – ihre langmähnigen Männer. Und trotzdem müssen sie bei der Coiffeuse (de Paris) – für einen Haarschnitt mehr bezahlen. Aber da geht es eher um die Zeit. Bei mir ist immer schnell – fertig (comme d’habitude)…

  • Michael sagt:

    … tja, 66 Mio. Einwohner und eine zentralisierte Fashion-Industrie, da braucht’s kein Phd… (reimt sogar)

  • Lichtblau sagt:

    Auch die „Garçonne“ ist ein Frauentyp, den es so nur in Frankreich gibt. Charlotte Gainsbourg gehört dazu. Obwohl nicht mit der Schönheit ihrer Mutter gesegnet (ihr genialer Vater war wahrlich kein Beau) verkörpert sie diese ganz spezielle Mädchenhaftigkeit. Und dies, man glaubt es kaum, als mittlerweile „Femme d’un certain âge“. Françoise Sagan, die als 18jährige den Roman „Bonjour Tristesse“ schrieb – verfilmt übrigens mit Jean Seberg – hat damit der Garçonne ein Denkmal gesetzt. Ewig nicht mehr gelesen, aber ich könnte schwören, die Geschichte ist kein bisschen verstaubt.

    • Eduardo sagt:

      Die bleiche, frühwelke Kettenraucherin Charlotte Gainsbourg ist leider alles andere als ein gutes Beispiel für ewige Jugend. Die Nikotinsucht hat sie wohl von ihrem Vater geerbt. Der starb mit nur 62 an seinem fünften Herzanfall.

  • Felix Stern sagt:

    „Man trifft diese lässigen, schicken Frauen nicht nur in Paris, sondern auch in Rom, Lissabon oder Zürich.“ In Zürich? Nein. Die Zürcherinnen sind tatsächlich ungepflegt. Leider ohne natürliche Schönheit sondern einfach aus bequemlichkeit.

    • Thomas Maurer sagt:

      Ich geben Ihnen vollkommen recht, Herr Stern. Das merkt man auch sofort, wenn man vom Ausland wieder zurück in die Schweiz fliegt oder fährt: Schweizerinnen sind sofort erkennbar: Übergewicht, strähnig-fettige Haare, schlampige Kleidung. Gekrönt durch ordinäre Sprache und diesen gewissen „Leck-mich-am-Arsch“-Lätsch den sie dabei haben. Erinnern irgendwie an das Trampel von „Kohlhiesels Töchter“…

      • Franz Huber sagt:

        Oje oje. Da müssen wohl manche ihre Komplexe und ihren Frust auf die Frauen schieben, schade, wenn man nicht von sich sprechen kann…

  • i. karrer sagt:

    Genau solche Frauen (Haare wie ungemacht, aber jede Strähne am richtigen Ort, unaufgeregt schick gekleidet) sehe ich in Zürich ständig. Was die Französin von der Zürcherin (und dem Zürcher) allerdings unterscheidet, ist ihre lässige Höflichkeit. Da können die Zürcherinnen noch lange in ihren Ratgebern blättern. Solange sie sich im öffentlichen Raum wie Bauerntrampel aufführen, wird’s nix mit dem Pariser Chic.

  • Irene feldmann sagt:

    In jedem Land haben Frauen (wie Männer) 🙂 ihre EIGENE KLASSE, nennen wir es Style….dies ist ein Teil der Attraktion eines jeden Landes. Welches einem anspricht ist eine individuelle Sache. Ich persönlich erzittere nicht von den Franzosen, aber jedem das seine…:)

  • Reto Burgener sagt:

    Wie die das machen? Ich kann Ihnen verraten, wie wir das machen mit den Eindruck zu kriegen: nicht so genau hinsehen und nicht so genau hinhören. Einfach den Mythos im Kopf abrufen. Mag abgesehen davon können sich 90% der Schweizer Frauen in jede beliebige Himmelsrichtung drehen und fragen: Wie machen die das bloss? Die Antwort ware, bisschen charmanter. Bisschen weniger verbiestert.

  • La fée verte sagt:

    Und das wichtigste: Man muss vor allem selbst davon überzeugt sein, dass man es hat, dieses „je ne sais quoi“, dann strahlt man es auch aus. Also: sei einfach du selbst ohne gross Theater zu machen. Ein bisschen Selbsinszenierung schadet aber auch nicht. Hab keine Angst, dich zu blamieren und bleibe immer höflich, egal was geschieht.

  • Gilles Leucate sagt:

    Liebe Frau Aeschbach. Sie kommen doch dem Idealbild der Französin ziemlich nahe, wenn ich das Bild so anschaue. Was ich allerdings schade finde: Sie zerpflücken in ihrem Artikel ein Traumbild. Ein Traumbild welches, dies sollte den meisten klar sein, nur durch Pauschalisierung entstehen kann. So weit so gut. So bald Sie in die Realität eintauchen, demontieren Sie das Bild der „Französin“…ebenfalls durch eine undifferenzierte Betrachtung. Leider. Das Fazit ist nicht gerade überraschend. Ja, schöne, nonchalante Frauen gibt es überall…auch in Zürich.

  • Claude sagt:

    Meine beiden Cousinen sind zwar in Südfrankreich aufgewachsen, aber beide sind einfach nur bildhübsch. Schon als Babies waren sie die Stars der Familie und jetzt als junge Frauen schwänzeln lauter Jungs um sie herum. Die Eltern haben es nicht einfach….aber den zwei Frauen gönne ich es.

  • Meier Pirmin sagt:

    @Gretener. Für diese Kurzgeschichte aus einem Pariser Bistro würden Sie einen Literaturpreis verdienen.

    • Alain Burky sagt:

      Da schliesse ich mich gerne an. Ein guter Beobachter, Monsieur Gretener…
      Und erwähne gerne noch, die ältere Madame am Montmartre, im Morgenmantel und Filzpantoffeln, die ‚pünktlich‘ um 6.30 ‚ihre Katzen‘ fütterte – und – immer gerne zu einem Schwatz bereit…

  • Luciano Müller sagt:

    Ich wohne seit 2 jahren in Paris. Mon Dieu, welch eine Traumstadt. Man ist umgeben von schnippischem Charme, phantasievoller Eleganz und Sinn für Aesthetik. Die Differenz zwischen Mann und Frau wird spielerisch zelebriert – nicht totgeredet. Geschlechterspezifische Selbstinszenierung wird nicht als oberflÄchliche Objektivierung gesehen, sondern als Form der Selbstbestimmung. Hinzumommt die interkulturelle Vermischung: Modetrends von Algier, Bamako oder Basse-Terre sind hier omnipräsent und verbinden sich mit französischem savoir-faire. Chères Parisiennes, je vous aimes !

  • adam gretener sagt:

    Der Nimbus der Französinnen speist sich nicht aus deren Äusserlichkeiten. Nonchalance, diese Haltung dem Leben gegenüber. Mein persönliches Erlebnis zu diesem Thema. Sitze in einem Pariser Bistro, draussen regnet es in Strömen. Comme une vache qui pisse. Eine Frau um die 40 kommt rein, völlig verregnet, doch sie verzog sich nicht auf die Toiletten, sondern scherzte mit dem anwesenden Monsieur an der Bar, warf ihren Kopf ins Genick und lachte schallend. Er bot ihr dann sein Baumwolltuch an, sie wischte sich die Schminke aus dem Gesicht, küsste das Tuch, und gab es dem Mann zurück.

    • coco sagt:

      Genau, Herr Gretener, es ist die Nonchanlance, das nicht Bemühte. Natürlich ist der lockere Chic der Französinnen genauso das Resultat von Arbeit hinter den Kulissen wie der das cleane Aussehen mancher Amerikanerinnen – bloss soll man das bei den Französinnen nicht sehen und merken, sonst ist das Ziel verfehlt.

    • Lichtblau sagt:

      In ein paar Zeilen das Wesen einer Pariserin erfasst – chapeau. Filmreif.

    • Alain Burky sagt:

      Formidable; vachement! „Comme une vache qui pisse“. Und stellen Sie sich vor. In der Bretagne ‚pisst‘ es noch mehr, und auch die Kühe sind zahlreicher als in Paris. Aber die jungen Mädchen aus der Bretagne – die nach Paris gehen mussten – nennt man dort „Bécassine“ …

      .

      • adam gretener sagt:

        Aber in der Bretagne regnet es anders. Horizontal.

        Bin zwar kein Frankreich-Experte, aber die Ausstrahlung vieler Französinnen kommt auch aus der starken Position in der Gesellschaft. Mir ist noch nie zu Ohren gekommen, wie ein französischer Ehemann abschätzig über seine Frau gesprochen hätte.

        Danielle Mitterrand war so ein Beispiel.

      • Alain Burky sagt:

        @Adam Gretener: In der Bretagne sagt man auch: „Il pleut – que les cons“. Oder, es gibt kein schlechtes Wetter – nur ungeeignete Kleidung. Der Fall Mitterrand ist eine Sache -für sich. Aber zur Position der Frau in F – in der Gesellschaft. Sie bilden den Kitt – der alles zusammenhält. In welcher Position – auch immer.

  • Jacques sagt:

    Es stimmt schon. Die meisten Pariserinnen stammen gar nicht aus Paris, aber doch mehrheitlich aus Frankreich. (Paris ist ’nur‘ die Metropole). Anita Ekberg war auch keine Italienerin …

  • ticki-tacka sagt:

    Romy Schneider war Österreicherin…und: Sie war von so natürlicher Schönheit & Anmut, wie es sie heute nicht mehr gibt.
    Sie rauchte und trank bis sie umkippte. Aber von all dem abgesehen, war sie eine überaus begabte Darstellerin, die nie eine Schauspielschule von innen gesehen hatte. Ruhe in Frieden liebe Romy!

    • Silvia Aeschbach sagt:

      Ich muss Sie leider korrigieren, Romy Schneider wurde zwar in Österreich geboren, ist aber Deutsche. Später nahm sie die französische Staatsbürgerschaft an und gilt heute als Deutsch-Französin.

      • ticki-tacka sagt:

        Romy wurde von den Nazis 1938 „zwangs-eingebürgert“ – sie fühlte sich ihr Leben lang als Österreicherin bzw. als Französin, aber bestimmt nie als Deutsche.

  • Luise sagt:

    Die lässig natürliche Schönheit hat weniger mit der Nationalität zu tun als mit Bildung. Diese bewirkt – nicht in jedem Fall – gesündere Ernährung, vorteilhafte Kleidung und diskretes Make-Up.

    • Jacques sagt:

      Sie meinen – wie bei Edith Piaf oder Jeanne Moreau…

    • Lichtblau sagt:

      @Jacques: In „Jules et Jim“ war die junge Jeanne Moreau ausgesprochen sexy. Auch in späteren Filmen (z.B. in Fassbinders „Querelle“) ist sie immer noch sehr attraktiv – was die grossartige Piaf nie wirklich war. Vielleicht denken Sie eher an die einst schöne Simone Signoret, die sich mit zunehmendem Alter um ihre äussere Wirkung foutierte?

      • Jacques sagt:

        @Lichtblau: Merci, ich denke dabei natürlich auch an die Simone Signoret – und die orange-rote Régine. Ja, sexy auch? – Aber das war sogar ich – inmeiner Jugend 😉

  • Urs sagt:

    Zufällig lief gerade der Klassiker „A bout de souffle“ mit genannter Jean Seberg und Jean Paul Belmondo. Ich glaube der Mythos der Französin hat wenig mit reiner Äusserlichkeit zu tun, findet man doch in allen europäischen Städten sehr attraktive Frauen. Für mich persönlich gründet der Mythos vielmehr auf der Haltung der Französinnen, dem für die französische Mentalität typische lockerere Umgang mit dem Kokettieren. Ein Lächeln hier, ein Zwinkern da und alle fühlen sich besser; völlig unverbindlich. Hierzulande scheinen halt nur potenzielle Partner eines Blickes würdig, c’est la différence.

  • edith schmidt sagt:

    alles was mit frankreich zusammenhängt beginnt bei mir mit edith piaf und je ne regette rien. dann kommt meine ikone der mode nämlich ines de la fressange.. von ihr gibts auch ein lustig/ witziges büchlein ( pariser chic ) mit interessanten tips für ihre so berühmte ,, unbekümmerte elegance,, mit einem sportlichen touch! für mich sind französische frische brötchen mit butter, eine aussicht auf die seine und ein museum voll von picasso das gefühl der leichtigkeit des seins… interessante frauen aber gibt es tatsächlich überall! auf der welt! edith

    • Urs sagt:

      Sorrry Frau Schmidt, Paris war schon das Zentrum der westlichen Welt als Edith Piaf geboren wurde. All die Schriftsteller die Paris beschrieben (und damit selbstverständlich auch die Französinnen) haben den Mythos geschaffen. Wissen sie, Kleider sind auch bloss Kleider.

      • Luise sagt:

        @Urs. Sie beziehen sich auf die „nackte Wahrheit“? Und auch Piaf – Stimme und Erscheinung in Ehren – ist nicht gerade das herausragende Beispiel für die französische Natürlichkeit

  • Karin sagt:

    ich bin Schweizerin, seit 25 Jahre lebe ich in Franreich: klar das “ je ne sais quoi“ gilt besonders für Leute welche kaum französisch verstehen.:)) Es gibt auch tatsächlich hübsche Frauen, wie überall anders auch!!!!!! Aber vermutlich findet man immer noch das Gras auf der anderen Seite des Hags besser. Die erwähnten Schauspielerinnen sind sind tatsächlich hübsch, aber es ist eine Handvoll, denn …………auch hier gibt’s leider viele „Dicke“ und hauptsächliech viele,viele welche sich sehr schlecht ernähren….von wegen “ cuisine française“, das ist für die teuren Restaurants.

  • marie sagt:

    genau! auch ich rauche wie ein schlot, benutze antifaltencrèmes und bin keine französin 😉
    (aber ganz klar, nichts gegen frankreich; nur nicht paris, kann mit dieser stadt nichts anfangen, aber toulouse und lyon vermögen mich durchaus zu begeistern.)

    • plop sagt:

      Mit der Antifaltencrème müsste ich nun wohl endlich mal beginnen, sonst nützt mir das viele Paffen dann auch nichts! Salutations, chère marie!

      • marie sagt:

        plop!!! wie geht es? ich hoffe gut und ihren kleinen auch. schön mal wieder etwas von ihnen zu lesen. antifalten crème ist eher für das „psychische“… so richtig nützt es nicht 😉 aber ich gebe es zu: ich verwende sie wie parfüm und wimperntusche – ich finde mich danach einfach gepflegter und attraktiver, was zu meiner zufriedenheit beiträgt. …aber es könnte durchaus auch etwas anderes sein.
        bis hoffentlich demnächst.

      • plop sagt:

        Gut gut, liebe marie! Schön, sind Sie wieder mal zu lesen! Geht gut, alles mehr oder weniger ok im ploppschen Daheim, vielleicht manchmal ein bitz fad? Aber das scheint mir ein Teil des Familiendings zu sein und es gibt ja genügend gute Mittel dagegen – bei Ihnen auch alles gut? Grüsse von B nach B

    • Alain Burky sagt:

      Ich rauche auch wie ein Schlot – aber der Rotwein erweitert die Blutgefässe wieder. Man nennt das auch ‚french-paradox‘.
      Jedenfalls sieht meine Haut noch aus – wie früher auch schon; also nur manchmal Stirnfalten …

      • marie sagt:

        ich trinke nur rotwein und ab und zu pastis oder bier.
        übrigens: ihnen, monsieur jacques und herrn gretener ein sehr grosses kompliment. bei herren wie ihnen, ist es als frau leicht und ein grosses vergnügen charmant und nonchalant zu sein – und das natürlich, selbstverständlich, ohne sich zu verstellen. ich würde mir wünschen, mehr solchen monsieurs zu begegnen. …gott sei dank gehe ich bald ganz bestimmt nach lyon, mailand und, wenn es das budget erlaubt, das finis-terre besuchen. hier in bern gibt es das kaum.
        danke den herren für diese heiteren momente. das muss auch einmal gesagt sein.

      • adam gretener sagt:

        Ich bin erst 38 und ganz bestimmt kein Monsieur, eher ein Rüpel. Nur wenn Frau Feldmann in der Gegend ist, muss ich so sein, sonst wäscht sie mir wieder den Kopf, die Kappe und den Hut gleich mit.

        Normalerweise laufe ich mit abgeschnittenen Trainerhosen rum, Adiletten und einem weissen Unterhemd.

      • marie sagt:

        an den adiletten kann gearbeitet werden und götz george (schimanski) ist (sind) auch (ein) rüpel… ich finde sie (ihn) umwerfend (sei es götz, sei es schimanski). 🙂
        und den monsieur ziehe ich bei ihnen in dem fall zurück, junge (oder kerl. …da sie sich ja als rüpel bezeichnen) 😉

      • adam gretener sagt:

        Nach diesen Komplimenten kannst Du mir also Du sagen, Du.

      • adam gretener sagt:

        A propos Götz George. Hast Du den Film „Der Totmacher“ gesehen?

      • marie sagt:

        aber ja! unheimlich-faszinierend 😉 der mann ist gut.
        freut mich, marie 🙂

    • Eduardo sagt:

      Ohne das Rauchen, eines der allerbesten Mittel zur innerlichen und äusserlichen Beschleunigung des Alterns, könnten Sie sich die Antifaltencrèmes noch eine Zeitlang sparen und kämen vielleicht auch um die dritten Zähne herum. Weniger essen und Bewegung hält auf wesentlich intelligentere Weise schlank.

      • adam gretener sagt:

        Ist ja gut, Eduardo.Rauchen ist böse, jedermann weiss das. Mützen machen Glatzen. Glatteis macht Rücken und schlechte Friseure machen schlechte Frisuren. Sie dürfen ankreuzen, was Ihnen besser gefällt.

        [ ] Mit seiner Liebsten im tief verschneiten Puschlav im hüfthohen Schnee stehen, die zweite Flasche Wein aufmachen, einen Joint zusammen rauchen und dem Sylvester-Feuerwerk zugucken.

        [ ] Den Primuss nach dem ersten Glas zuschrauben, könnte ja Restalkohol drin sein. Die Kleidung für den nächsten Tag bereit legen und dann um 9 ins Bett, weil man muss ja morgen irgendwas unwichtiges erledigen.

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