Die Droge der Frauen

Trinken gehört zu einem aktiven Solzialleben: Die Schauspielerin Lindsay Lohan 2012 an einem Dinner im Weissen Haus. Foto: Larry Downing (Reuters)

Trinken gehört zu einem aktiven Sozialleben: Die Schauspielerin Lindsay Lohan 2012 an einem Dinner im Weissen Haus. Foto: Larry Downing (Reuters)

Vor ein paar Wochen überraschte mich eine Kollegin, als ich ihr an einem Apéro ein Glas Wein einschenken wollte, mit ihrer Antwort: «Ich trinke zurzeit nicht.» Ich glaubte, mich verhört zu haben, kannte ich doch Barbara am Feierabend nur mit einem Glas Prosecco in der Hand. Auf die Frage, warum sie abstinent geworden sei, sagte sie: «Es hat mich einfach tierisch genervt, dass es für mich keinen Ausgang mehr ohne Alkohol gab.» Barbara würde sich nie selber als Alkoholikern bezeichnen. «Ich sehe schliesslich auch nicht aus wie Amy Winehouse», sagte sie lachend.

Die 37-jährige Grafikerin trank zwar nicht jeden Tag, aber regelmässig drei- bis viermal in der Woche. «Irgendwie war es völlig alltäglich geworden, nach einem strengen Tag ein paar Drinks zu kippen. Nichts entspannt mich besser», gab sie unumwunden zu.

Mit dem Glas auf der Bühne: Amy Winehouse 2008. Foto: Nacho Doce (Reuters)

Mit dem Glas auf der Bühne: Amy Winehouse, 2008. Foto: Nacho Doce (Reuters)

Barbara gehört zu einer stark wachsenden Gruppe von jungen, erfolgreichen Frauen, die gerne und ausgiebig trinken. Alkohol ist die letzte legale und geduldete Droge in der Schweiz. Kiffen und Koksen sind verboten, Rauchen verpönt. Aber Alkohol gehört fast überall dazu. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nachgewiesen, dass junge Frauen punkto Alkoholkonsum ihren männlichen Altersgenossen in nichts nachstehen. «Historisch gesehen, hatten die Frauen die informelle Aufgabe, den Alkoholkonsum der Männer zu überprüfen», sagt die britische Professorin Moira Plant. «Doch immer mehr junge Frauen haben keine Lust mehr auf diese Rolle, sondern trinken genauso viel wie die jungen Männer.»

Überraschend das Ergebnis des Londoner Institut of Alcohol Studies, das festgestellt hat, dass Frauen in höheren Positionen doppelt so viel trinken wie Frauen in niedrigeren. Der Grund? Gut ausgebildete Frauen, die später Kinder bekommen, haben ein aktiveres soziales Leben, da gehört das Trinken einfach dazu. Zudem besteht zwischen langen Arbeitszeiten und hohem Alkoholkonsum ein direkter Zusammenhang. Oft fühlen sich gerade junge Frauen in ihrer Rolle als Supermutter, Karrierefrau und Liebhaberin überfordert. Oder wie schon Herbert Grönemeyer sang: «Alkohol ist dein Sanitäter in der Not, Alkohol ist dein Fallschirm und dein Rettungsboot.»

Dank ihrer hormonellen und biologischen Faktoren spüren die Frauen die Nebenwirkungen, die der Alkohol verursacht, stärker. Alkohol geht nicht ins Fettgewebe über, sondern verteilt sich auf den geringen Flüssigkeitsgehalt. Daher werden Frauen bei gleicher Menge Alkohol schneller betrunken als Männer. Auch die Schäden bei Alkoholmissbrauch sind bei Frauen gravierender, da ihre Leber Alkohol langsamer abbaut.

Aber nicht nur die inneren Organe leiden unter dem steten Trinken, auch äusserlich schlägt es sich nieder. Alkohol ist der Hautkiller Nummer eins. Die gleichen Frauen, die für teure Anti-Aging-Produkte Unsummen ausgeben, machen sich keine Gedanken darüber, dass Alkohol ihr Aussehen ruiniert. Und: Schon moderates Trinken reduziert die Fruchtbarkeit.

Für viele Frauen ist Alkohol die bevorzugte Entspannungsdroge. Griffen unsere Mütter gerne mal zu Beruhigungstabletten wie Valium oder Seresta, scheint Hochprozentiges unkomplizierter zu sein, wenn es darum geht, die Nerven zu beruhigen. Und es gibt viele Gründe, einen zu heben: Das Leben stresst, der Chef nervt, das Lampenfieber vor der Präsentation muss beruhigt werden, der berufliche Erfolg wird gefeiert, wir haben es verdient, sind einsam/unglücklich oder glücklich oder brauchen mehr Selbstbewusstsein. Vielleicht aber auch nur ein Glas in der Hand.

Heute ist Barbara immer noch abstinent. Sie will schwanger werden. «Wenn ich ehrlich bin, so ist das der einzige Grund, warum ich nicht wieder trinke.»

Wie alkoholgefährdet sind Sie? Machen Sie einen Test!

65 Kommentare zu «Die Droge der Frauen»

  • Interessanter Weise haben neulich die Gäste meiner Jubiläumsfeier sich sehr darüber gefreut keinen Alkohol trinken zu müssen. Ich hatte ihnen frisch gepressten Apfelsaft von unserem Wochenmarkt (heiß und kalt) serviert dazu gab es Wasser. Ich bekam ungeahnt vielfach positives Feedback über den Abend frei von Spirituosen sowohl von Männern als auch von Frauen (Alter 17- 60 Jahre). Vielleicht sollten wir Gastgeber des öfteren den Alkohol einfach weg lassen, damit hat die Alkohollobby nicht mehr die Bestimmungshoheit 😉

  • Ich finde es sehr löblich, dass für einmal ein Lifestyl-Magazin die Alkoholfrage thematisiert und eine interessante Diskussion hervorruft. Normalerweise sind heute in jeder Zeitung Lifestyl-Rubriken, die meistens Alkoholwerbung betreiben. Was heute als Lifestyle daherkommt, ist nichts anderes als das offensichtliche Zeichen dafür, dass die Alkoholindustrie mit ihren Werbekomplizen ihr Ziel praktisch erreicht haben. Was in der 2. Hälfte des letzten Jahrhunderts mit „Ein Bier mit dir“ begann, kulminierte mit der Erreichung der Mädchen mit Alcopops. Wir sind fremdbestimmt durch die Alkohollobby.

  • Dionysos Bacchiatus sagt:

    Ich trinke gerne – auch zusammen mit Frauen, besonders solchen mit Esprit. Richtig Trinken ist fast eine göttliche Kunst, und gleicht dem Tanz auf dem Hoch-Seil. So philosophieren wir nächtelang – herum. Wobei mich das weibl. Element im Sinne einer Musen-Funktion auch im geistigen Sinne – sehr anregt. Aber wie sagten schon die ‚alten Römer‘ besonders die Gebildeten: „In vino – veritas“ …

  • Nobby56 sagt:

    wir haben kein Problem mit Alkohol nur ohne… 4 Jahre trocken gewesen, unglaublich wer einen alles nötigte zu trinken. Wenn heute eine Feier absäuft, verlasse ich die Veranstalltung. Bald ist Karneval Höhepunkt, Weihnachten für Brauerreien. Nun ja, ohne mich. Ein schöner Dialog ist auch folgender: Hast du noch was was du versaufen kannst? Ich nicht, ich hab ne Kinderleber und bin vorher schon blau…

  • King Kongomüller sagt:

    Man muss das pragmatisch sehen. Frauen die sich durch die Fete trinken sind in ihren Entscheidungen leichtsinniger als sonst, was uns Männern in Sachen flachlegen zugute kommt. Fragt doch die Zuger Politiker Hegglin und den Hürlimann. Die wissen Bescheid…

    • Widerspenstige sagt:

      Dieser zynische Kommentar sollte eigentlich zensuriert werden, denn ehrverletzende Aussagen zu öffentlichen Personen in laufenden Verfahren sind unter allem Niveau! KK, Sie wissen gar nichts u es läuft nun eine Petition gegen verbalen Sexismus genau wegen solchen Frechheiten u Unterstellungen im Netz von sexuellen Übergriffen unter Alkohol/Drogen gegenüber Frauen! Sehen Sie sich vor… 😡

  • Cordula sagt:

    ….danke, dass dieses polarisierende Thema (notabene in einem Schreibstil der gefällt!) angesprochen wurde.

  • Bischi sagt:

    auch für den 2.Blog sei gratuliert und danke dass Du wieder mal alle „Killer“ schön skizziert hast… auch junge Frauen sehen nämlich sch…. aus punkto Haut nach zuviel Alkohol… und wir schon beim dran denken!

  • The it sagt:

    Es gibt auch ein gesundes Mittelmaß, und zwar so das man alle Drogen genießen kann. Wer dies kann ist wirklich privilegiert.

  • Adrian Wehrli sagt:

    Nun ja, Frauen die nichts trinken, sind wahrlich „trocken“ …

  • Stefan sagt:

    Ich (m., 31) trinke seit Jahren gerne und viel; zwischenzeitlich klar zu viel. (Konsum an regelmässig 6 Tagen und bis zu 10l Bieräquivalenten pro Woche; fast die Hälfte der Kalorienaufnahme durch alkoholische Getränke.)

    Seit ein paar Jahren habe ich jedoch angefangen etwa ein Mal im Jahr etwa einen Monat „Ramadan“ zu halten (nur Alkoholverzicht). Die Reaktionen sind eigentlich durchwegs positiv; Freunde die mich länger kennen meinen mittlerweile nur noch: „Ist es wieder so weit?“
    Einziger Nachteil: nüchtern können Betrunkene ziemlich anstrengend sein…

    Ps: Droge Nr. 1 ist ganz klar Kaffee!

  • Hattori Hanzo sagt:

    Die Abstinenzler wieder mal im Vormarsch. Da muss ich doch eine Lanze für den Alkohol brechen. Alkohol ist Teil unserer Gesellschaft und Kultur. Ich sehe nicht eine (Alkohol)abstinente Kultur, die in irgendeiner Weise, gesünder und friedlicher ist als die unsere.
    Alkohol mache aggressiv sagt A.T – das ist sehr einseitig negativ. Alkohol macht auch offen, leutselig, baut Barrieren ab etc. Ich kenne sehr wenige abstinente Leute, mit denen man auch mal „ein Pferd stehlen“ kann und wer nie bereit ist, die Totalkontrolle abzugeben bleibt meist in seiner distanzierten Schutzzone.

    • Hattori Hanzo sagt:

      Natürlich ist Alkohol eine Herausforderung – dass man mit ihm massvoll umgehen kann.
      Zwei Gruppen von Menschen können das nicht: die Alkoholiker und die Abstinenzler.
      Für die Abstinenzler ist denn auch jeder Gebrauch von Alkohol bereits ein Missbrauch.

      • arnold gasser sagt:

        Was für ein Schwachsinn, fast köstlich, aber nur fast.
        Sie haben die dritte Gruppe vergessen, die mit dem Alkohol auch nicht massvoll umgehen kann. Diese Gruppe dürfte die grösste sein. Nämlich all jene, die weder Abstinenzler, noch Alkoholiker sind und trotzdem fast jedes Wochenende voll sind. Es sei denn, sie bezeichnen einen recht grossen Teil der Bevölkerung als latente Alkoholiker.
        Die ‚kulturellen Benefits‘ des Alkohols sind für die Gesellschaft essenziell, wie das Nachtleben regelmässig bestätigt.

      • Franz Vontobel sagt:

        Don’t mess with Mr Booze! – https://www.youtube.com/watch?v=wQ_Hxbd6NKM

      • Hattori Hanzo sagt:

        natürlich Herr Gasser – es gibt einen Haufen Dummköpfe. Dafür ist aber der Alkohol nicht verantwortlich. Wenn diese Leute nicht sinnlos saufen, machen sie andere sinnlose Sachen. Nehmen andere Drogen – veranstalten illegale Rennen, Prügelkriege an einem abgesprochenen Platz. Irgendwas.
        Sie aber sind überhaupt nicht auf meine Argumente eingegangen. Nennen sie mir eine alkoholabstinente Gesellschaft, die friedlicher und gesünder ist, als die unsere. Wenn man von einer Sache nur die Schattenseite hervorhebt, ist das weder seriös, noch objektiv.

  • adlerauge sagt:

    wieso „die der frau“? ich kann die meisten genannten gründe für’s trinken auch als mann (beruflich stark gefordert, familiär überdurchschnittlich (für männer) engagiert… das ist wohl der vielzitierte spagat) unterschreiben.

    • susa sagt:

      erstens ist saufen bei Männern kein neues Phänomen, wie auch explizit erwähnt wird, zweitens heisst überdurchschnittliches Engangement in der Familie ja wohl nur, dass er die Kids einmal pro Woche ins Bett bringt. Wir Frauen aber müssen Kinder parat machen, zum KiGa/Krippe bringen, arbeiten, Kinder abholen, kochen, ins Bett bringen, alle wichtigen Termine vereinbaren, und im Büro müssen wir doppelt so viel leisten für die gleiche Anerkennung. Also Männer, bitte aufhören mit dem Gejammer.

      • Michu sagt:

        Werfen Sie bitte nicht alle Männer resp. Frauen in eine Schublade, nur weil Sie Probleme mit Ihrer Rollenverteilung haben.

      • adlerauge sagt:

        susa, Ihre Aussage betreffend männliches Familienengagement spricht Bände… Das muss man fast so stehen lassen als Illustration wahlweise dafür, dass einige Frauen heute noch nicht delegieren können oder sich weiterhin in einer selbstgewählten Opferrolle gefallen. Take your pick…

  • Carola sagt:

    Jede(r) sollte das ohne grosse Erklärungen abzugeben, so halten wie es für ihn richtig ist. Dieses Infragestellen weil man etwas nicht will, ist dermassen unsensibel.

  • …verliebt in Flaschen.. Gewalt & Horrordroge Alkohol…

  • diva sagt:

    ich muss oft nach mitternacht meine tochter mit dem auto von der arbeit holen. jedes mal (besonders krass im dezember!) begegnen mir sturzbetrunkene junge frauen auf der strasse und zwar so besoffen, dass sie schon mal aus einem taxi-fenster kotzen oder sich vom fahrer beim reihern halten lassen müssen. ich frage mich, WOHER haben diese frauen das geld, sich so voll-laufen lassen zu können? und was soll daran überhaupt noch für einen mann anturnend sein? bin echt froh, über 60 zu sein, nicht mehr in ausgang zu«müssen»… ist nur noch eklig!

    • marielle sagt:

      Stellen Sie sich vor, es soll noch Frauen geben, die sich nicht nur darüber definieren, ob sie für Männer anturnend sind. Der Artikel ist unterste Schublade. Für die Autorin ist es offenbar ein Problem, wenn Frauen genauso viel trinken wie Männer. Gesundheitliche Auswirkungen hat Alkohol auf beide Geschlechter gleichermassen, also was soll dieses Geschreibsel. Wir leben nicht mehr in den 50ern, auch wenn die Autorin sich offenbar zurück wünscht in die Zeit, „als Frauen den Alkoholkonsum der Männer überwachten.“

      • Martin Frey sagt:

        „Stellen Sie sich vor, es soll noch Frauen geben, die sich nicht nur darüber definieren, ob sie für Männer anturnend sind.“ Definieren Sie sich stattdessen darüber, wie lange es geht bis Sie unter dem Tisch liegen? Es ist nebenbei in der Tat ein gesundheitliches Problem, wenn junge Frauen meinen, sie seien ach so emanzipiert wenn sie saufen und rauchen wie Männer. Männer wie Frauen sind von solchen versifften Frauen nur noch angewidert. Stil ist was anderes, den kann man nicht kaufen, Marielle. Und ja, in den 50er Jahren gab es das noch nicht. Es war aber nicht alles falsch in den 50er Jahren.

      • Aeschbach sagt:

        Liebe Marielle

        Ich habe keine Ahnung wie Sie darauf kommen, dass ich mir die 1950-er Jahre zurückwünsche. (Obwohl mir die Mode zu dieser Zeit durchaus gefallen hat). Ich zitiere aus einer Studie und weise darauf hin, dass sich der Umgang mit Alkohol zwischen den Geschlchtern über die Jahre verändert hat. Also keine Wertung meinerseits.

      • marielle sagt:

        Herr Frey, stellen Sie sich vor, Frauen sind von derart versifften Männern ebenfalls angewidert. Nur kommt das weder in Ihrem noch in dem Blogbeitrag zur Sprache. Und da frage ich mich, weshalb das so ist. Ich weiss auch nicht, wie Sie darauf kommen, dass ich viel trinken für stilvoll halte, aber Ihr Verweis auf die 50er Jahre zeigt mir, dass wir wohl was unser Frauen- und Mänenrbild angeht, grundsätzlich anderer Meinung sind. Mir ging es nicht daum, Komasaufen zu rechtfertigen, sondern infrage zu stellen, dass sich eine Frau ausschliesslich in Bezug zur Männerwelt definieren soll.

      • marielle sagt:

        @A. Wenn es um eine Studie geht, weshalb beleuchten Sie dann nicht, dass Alkohol vermehrt von Menschen konsumiert wird, die sich in stressigen Arbeitssituationen befinden und nicht primär mit Haushalt und Kindererziehung beschäftigt sind, unabhängig vom Geschlecht? Weshalb der Hinweis auf die Schwangerschaft am Ende? Wieso dieser Titel? Alkohol ist nicht die Droge der Frauen, Alkohol ist DIE Droge der westlichen Gesellschaften. Und seine Auswirkungen auf das Hautbild sind wohl zu vernachlässigen, wenn man sich anschaut, wie oft es zu gewalttätigen Aussschreitungen u. Alkoholeinfluss kommt.

      • Martin Frey sagt:

        Versiffte und sturzbetrunkene Männer sind genauso hochnotpeinlich, Marielle, nur war das schon immer so. Deshalb habe ich das nicht erwähnt. Männer haben gerade durch ihren Alkoholismus (und davon reden wir hier) genug Elend über die Menschheit gebracht.
        Frauen haben früher einfach deutlich gesünder gelebt als heute. Denn es ist schlicht nicht gesund, einen derartig ausschweifenden Lebensstil wie Männer zu führen.
        Es wäre schön, wenn sich Frauen weder über Männer noch irgendwelche it-girls definieren würden, dh. wenn sie genug gesundes Selbstvertrauen hätten um das nicht mehr nötig zu haben.

    • Cybot sagt:

      Alkohol ist billig, so einfach ist das. Aber nein, du kannst dir sicher sein, einen vernünftigen Mann turnt das nicht an. Höchstens Männer, welche die Frauen möglichst leicht ins Bett kriegen wollen.

      • Anastasia sagt:

        @Martin Frey: Es ist aber genau gleich widerlich wenn Männer sturzbetrunken sind. Ich glaub da gibt es keinen Unterschied zwischen Männlein und Weiblein!

      • marusca sagt:

        @marielle: Ja klar, jeder kann hier seine Meinung sagen, aber Ihr Kommentar war ein besonders dümmlicher, sorry!. Und – was glauben Sie, weshalb sich diese „emanzipiertten“ Frauen oft auftakeln wie Nutten, wenn ihr ganzes Sinnen und Trachten nicht darin läge, Männer „anzuturnen“? In den 50-ern war übrigens nicht alles schlecht und es gäbe aus dieser Zeit das eine oder andere Beispiele, das man sich durchaus auch heute noch nehmen könnte.

      • marielle sagt:

        @marusca Ich denke, eine Antwort erübrigt sich, wenn jemand Frauen als Nutten beschimpft. Schön, dass sowas frei geschaltet wird. Ich nehme an, besonders toll fanden Sie an dern 50ern, dass die Frau noch Ihren Platz kannte, in der besten Demokratie der Welt kein Wahlrecht hatte, nicht entscheiden durfte, ob sie arbeiten will und dem Herrn des Hauses die Bierflasche zum Sofa gebracht hat, anstatt selbst anzusetzen.

      • Adrian Wehrli sagt:

        Ja Marielle, das waren noch Zeiten. Aber glauben Sie mir, die Damen haben schon damals gesoffen, einfach heimlich. Nichts neues im Westen …

  • Marcel Hunziker sagt:

    Die Statistiken sind klar; es gibt gleichviel Säufer wie Säuferinnen. 7% der Bevölkerung sind schwerstabhängig und 15% haben übermässigen Alkoholkonsum. Diese Statistik gilt für sämtliche Bevölkerungsschichten und jedes Alter, vom Working Poor bis zum Bonzen, ob alt oder jung, hier sind alle gleich. Die Problematik liegt darin, dass man Alkohol trinken kann, weil es gut schmeckt und man sich nicht betrinken muss. Alle anderen Drogen nimmt man zu sich, damit sie einfahren. Keiner raucht einen Joint, weil es gut schmeckt.

    • Ed sagt:

      „7% der Bevölkerung sind schwerstabhängig“

      Jaja, a la „die Dunkelziffer ist ja bekannt“.

    • Stefan sagt:

      Es gibt sehr wohl Hanfprodukte die gut schmecken. Die kann man auch geniessen. Kosten halt mehr. Suchen sie sich einen anständigen Dealer.

  • Anh Toan sagt:

    Alkohol ist eine der schädlichsten Drogen dieser Welt. Sportmediziner sagen, das Bier nach dem Sport verdopple die Zeit, welche die Muskeln zur Regeneration brauchen. Nicht nur für den Konsumenten ist Alkohol Gift, sondern auch für dessen Umgebung, für die Gesellschaft, denn Alkohol macht aggressiv. Andrerseits gehören Drogen zum Leben, schon immer und überall. Wir sind pervers, wenn wir THC verbieten aber Alkohol bewerben. THC ist nicht harmlos, verglichen aber mit Alkohol relativ aber schon, sowohl für den Konsumenten als auch für dessen Umgebung und die Gesellschaft.

    • Anh Toan sagt:

      Gerade weil Alkohol aggressiv macht, ist er gesellschaftlich akzeptiert, wer gewinnen will, muss angreifen. Und gerade weil THC das Gegenteil bewirkt, Antriebslosigkeit, Schwierigkeiten „in Gang zu kommen“ statt sich noch ne Tüte rein zu ziehen, ist THC das Teufelszeugs in einer Leistungsgesellschaft. Wäre die Welt soviel schlechter, wenn wir ein bisschen weniger Antrieb hätten?

      • arnold gasser sagt:

        Auf die THC-induzierte Antriebslosigkeit können wir glaub ich alle verzichten.

      • Anh Toan sagt:

        Wir hätten weniger Herzinfarkte, vielleicht weniger High Tech Waffen, so biochemischnukleares Zeugs, vielleicht einfachere Finanzderivate, könnte doch sein. Was aber nicht sin sollte, ist von sich auf alle zu schliessen, aber Sie glauben ja auch nur.

  • Peter Hugg sagt:

    Die Bevölkerung sollte lieber weniger Essen als Trinken, die Schweiz wird immer dicker und ungesünder. Alkohol ist hierbei ein kleines Stück des Kuchens.

    • Klee sagt:

      Wieso das Eine gegen das Andere ausspielen. Weniger Alkohol trinken schadet nicht. Wenn die Bevölkerung noch dazu in den Worten Herrn Huggs „weniger isst“ (wichtiger wäre wohl „besser, ausgewogener isst) und sich dazu noch ein klein wenig bewegt, könnten wir wohl Millionen von Franken an Gesundheits- und Sozialkosten sparen und das Leben würde erst noch noch mehr Spass machen!

    • ka sagt:

      Alkohol mach doch auch dick, oder?

    • Tömu sagt:

      Ein Gramm Alkohol hat fast doppelt soviele Kalorien wie ein Gramm Zucker. Wenn die Schweizer Bevölkerung gleich viel essen würde, aber keinen Alkohol tränke, wäre sie nicht dick. Alles im Schnitt, versteht sich. Und am Rande: Leichtes sogenanntes Übergewicht schneidet gesundheitlich (Sterblichkeit) am besten ab. Unser Problem ist weniger das Übergewicht, das im Vergleich zu Sport zu minimsten Gesundheitskosten führt, als vielmehr die anorektischen Ernährungsdiktatörchen, die das bisschen Mehr auf den Hüften schlechter reden als es tatsächlich ist.

      • Adrian Wehrli sagt:

        Ein Gramm Alkohol hat denselben Brennwert im Körper wie Zucker, mal nicht übertreiben. Am Effizientesten sind also Kirschstängeli!

    • soso sagt:

      Gerade von Alkohol wird man dick (siehe „Bierbauch“)

  • Gerhard sagt:

    „Trinken gehört zu einem aktiven Sozialleben.“ Hmm…ich bin seit Geburt abstinent. Also müsste ich ja eigentlich ein völlig vereinsamter, sozial isolierter Mensch sein. Seltsamerweise ist aber das Gegenteil der Fall. Ach ja, noch etwas. Leute die nicht akzeptieren können, dass man keinen Alkohol trinkt, sollte man ganz schnell von der Freundesliste streichen…

    • Leo Schmidli sagt:

      Genau so hat der Autor das geschrieben und gemeint…

    • Nina sagt:

      Ich bin Anfang 30, gut ausgebildet und mache gerade erste „Karriereschritte“. Ich muss mich jedes Mal rechtfertigen warum ich keinen Alkohol trinke. Meine Begründung, dass Alkohol mir genau so wenig schmeckt wie bspw. anderen Oliven gilt für meine Mitmenschen nicht als ein Argument. „Ach, macht ja nichts. Kannst ja trotzdem trinken“ kommt dann oft als Antwort.

      Eine Kollegin mit Herzproblemen und dadurch ungewollte Abstinenzlerin sagt jeweils, dass sie nicht trinke weil sie früher Alkoholprobleme hatte. Das ist akzeptierter als eine Krankheit!

      • Cybot sagt:

        Hör am besten auf, dein Nicht-Trinken überhaupt zu begründen. Sich zu rechtfertigen ist der erste Schritt zum Nachgeben. Du kannst genau so gut sagen, „Ich hab heute keine Lust“ oder „Warum sollte ich?“. Aber eigentlich brauchst du überhaupt keinen Grund und kannst solche Fragen auch einfach mal ignorieren. Sieh es als Training für dein Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen.

      • Adrian Wehrli sagt:

        Viel Glück bei der Karriere, so nüchtern betrachtet …

    • Cybot sagt:

      Das Problem ist nicht, dass Trinken zu einem aktiven Sozialleben gehört. Das Problem ist, dass viele Leute denken, Trinken würde zu einem aktiven Sozialleben gehören. Aber natürlich ist das nicht wirklich so.

      • Sparkle sagt:

        Wahrscheinlich gibt es (gerade in unseren Breitengraden) auch viele Leute, für die Trinken zum Sozialleben gehört, weil sie ohne derart gehemmt sind, dass sie sich nicht mit anderen unterhalten und sozialiseren können.

      • Adrian Wehrli sagt:

        Oder die, die die nüchternen trockenknäckebrötchen-mitmenschen nur mit einem Glas ertragen.

    • netztreiber sagt:

      Das Grundproblem beim Rausch und dem Alkohol liegt darin, dass eine Party ein Fest oder was auch immer sonst, dies ein ganz anderes Erlebnis ist als nüchtern wie in einem Schulzimmer auf Lustig machen zu wollen. Dies ist meiner Meinung nach nicht von der Hand zu weisen. Ich denke dies gut beurteilen zu können, da ich auch lange Zeit nichts getrunken habe und somit den Unterschied sehr gut kenne. Ich meine damit auch nicht die Problemtrinker oder Leute welche dabei ausser Rand und Band geraten und sich nicht mehr kontrollieren können und nur noch peinlich oder aggressiv werden.

      • soso sagt:

        Ich finde nicht, das Alkohol die stimmung hebt Ich finde, er entwürdigt… Ich hebe die Stimmung lieber durch Kerzenschimmer, schöne Musik, interesssante Gespräche…

    • Adrian Wehrli sagt:

      Hab die Nichttrinker auch schon von meiner Liste gestrichen, wobei da waren sowieso nicht viele Brauchbare dabei …

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