Keine Sorge

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Die Welt ist ein gestauchter Planet, meine Damen und Herren. Nicht nur physisch, auch metaphorisch: Rund 7 Milliarden Menschen, von denen 6 Milliarden Zugang zu Mobiltelefonen haben, aber nur 4,5 Milliarden Zugang zu einer funktionierenden Toilette. Intel kontrolliert 85 Prozent des globalen Marktes für PC-Mikroprozessoren. Jesus ist ein Markenzeichen. Frau Merkel ist nackt im Internet. Das ist doch alles hochgradig alarmierend! Doch: Entspannen Sie sich. Um die Stressoren auszubalancieren, habe ich eine kleine Liste für Sie aufgesetzt: Fünf Dinge, über die Sie sich diese Woche keine Sorgen zu machen brauchen. Seien Sie unbesorgt …

  1. ... darüber, dass Sie immer noch nicht wissen, was genau ein Google Hangout sein soll.

    Darum müssen Sie sich auch nächste Woche keine Sorge machen. Und eigentlich nie.

  2. ... wegen Kimye.

    Die verdienen einander.

  3. ... über eine mögliche Explosion der Vermögenssteuer im Kanton Zürich.

    Das passt gar nicht zu uns. Denn wir sind das Land der Freiheit. Deshalb einfach am 9. Juni mit Nein stimmen. Und schon haben wir eine Sorge weniger.

  4. ... mit Blick auf die Zukunft von George W. Bush.

    Falls sich hier jemand Sorgen gemacht hat: Die US-Regierung hat letztes Jahr 3,7 Millionen Dollar für den Unterhalt früherer Präsidenten ausgegeben (Pensionen, Büros, Reisen, Porto). Der teuerste Ex-Präsident war dabei George W. Bush mit 1,3 Millionen, gefolgt von Bill Clinton mit knapp unter 1 Million (exklusive Secret-Service-Kosten).

  5. ... mit Blick auf die Zukunft der Schweiz im Eurovision Song Contest.

    Jetzt atmen wir einfach mal tief durch und sagen uns: Wir hatten einen Sektenchor und einen singenden Krankenpfleger; es kann also nur besser werden. Augen nach vorn!

Im Bild oben: Kanye West und Kim Kardashian an einem Basketballspiel in Miami, 6. Dezember 2012. (Bild: Alan Diaz/Keystone)