Höflichkeit zählt

Verbesserungen für den öffentlichen Verkehr.

Kampf den rücksichtslosen Passagieren: Ein MTA-Kondukteur in New York. (Foto: Keystone/Ray Abrams)

Die Verkehrsbehörde der Stadt New York (fachsprachlich: New York Metropolitan Transportation Authority, kurz: MTA) hat eine Kampagne unter dem Titel «Courtesy Counts» (also: «Höflichkeit zählt») lanciert, um zuvorkommendes Verhalten unter den Passagieren in der U-Bahn zu fördern.

Zu dieser Kampagne gehört unter anderem ein Anstecker, der online bestellt werden kann und den Aufdruck trägt «Bitte bieten Sie mir einen Platz an», zu tragen von Schwangeren oder älteren Fahrgästen oder Menschen mit Behinderung. Nach dem Vorbild eines ähnlichen Projekts in London, im Rahmen dessen die Herzogin von Cambridge einen ebensolchen Anstecker populär gemacht hatte, den sie 2013 bei einem Besuch der Baker Street Underground Station trug, als sie mit Prinz George schwanger war.

Das finden wir super, meine Damen und Herren. Also die Kampagne, Höflichkeit überhaupt, die Herzogin von Cambridge, Prinz George, einfach alles. Und wir haben hier in ebendiesem Geiste auch gleich noch ein paar Ideen für weitere Anstecker mit Beschriftungen, die für uns alle die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel so viel angenehmer gestalten:

  1. «Mein Husten hört sich zwar grauenvoll an, ist aber nicht ansteckend. Ich habe gestern bloss ein bisschen zu viel geraucht.»

  2. «Bitte verzeihen Sie, dass Sie meine Telefongespräche mitanhören müssen. Das ist meine einzige Form des sozialen Kontakts.»

  3. «Bitte verzeihen Sie, dass mein fünfjähriges Kind Sie die ganze Fahrt über anstarrt.»

  4. «Bitte verraten sie mir den Namen des beatlastigen Musikstücks, das ich trotz Ihrer Kopfhörer ausgezeichnet mitverfolgen kann. Es versüsst mir das morgendliche Pendeln zur Arbeit.»

  5. «Danke, dass Sie sich ans Fenster setzen, sodass ich neben Ihnen Platz nehmen kann.»