5 Sachen, die ich hasse

BM_Rivers

In Kürze wird die grosse amerikanische Kulturkritikerin Joan Rivers 81 Jahre alt, meine Damen und Herren. Ich habe unlängst mit Freude und Aufmerksamkeit ihr jüngstes Buch «I Hate Everyone … Starting with Me» studiert, und möchte, inspiriert von Geist und Tenor dieses Werkes, den bevorstehenden Jubeltag zum Anlass nehmen, hier ein paar Sachen aufzulisten, die ich hasse. Folgen Sie mir:

  1. Beim Essen

    Ich hasse es, wenn in Restaurants die Tische zu dicht zusammenstehen, so dass man unwillkürlich zu viel vom Nebentisch mitkriegt (und vice versa). Das ist indiskret. Ich will nicht wissen, wann der Herr nebenan seine letzte Amöbenkolitis hatte, vielen Dank. Und, da wir davon sprechen: Ich hasse Leute, die mit offenem Mund kauen. So wie Ben Stiller in «Walter Mitty».

  2. Beim Kaffeeholen

    Ich hasse Leute, die vor mir in einer endlos langen Schlange bei Starbucks stehen und dann, wenn sie endlich an die Reihe kommen, sich nicht entscheiden können, was sie nun bestellen sollen. Hallo? Du standst eben geschlagene 15 Minuten lang vor der Vitrine und der grossen Tafel mit der gesamten Auswahl. Und hattest absolut nichts zu tun.

  3. In der Öffentlichkeit

    Ich hasse Leute, die immer eine Flasche Wasser mit sich rumtragen. Das ist so Olsen-Zwillinge-Nullerjahre-mässig. Fehlen nur noch die Birkenstocks von Givenchy. Wasser wird sowieso überschätzt. Wie die Olsens.

  4. In Gesellschaft

    Ich hasse es, wenn Leute sagen: «Ich freue mich so für dich.» Das ist alarmierend. Und meistens gelogen. Womit ich nicht sagen will, dass es auch Leute gibt, die sich aufrichtig für andere freuen. Vielleicht so ungefähr 13 bis 17, weltweit. Und gut achtzig Prozent davon dürften irgendeiner Sekte angehören.

  5. Am Telefon

    Ich hasse Sprechstundenhilfen mit Allüren. Die alles kompliziert und schwierig machen. Auch wenn Sie sich «Medizinische Praxisassistentin» nennen – Sie arbeiten für einen Augenarzt, nicht für George Clooney. Ja, wenn ich «dringend» sage, meine ich «dringend». Genauso wie ich «Sprechstundenhilfe» sage, wenn ich «Medizinische Praxisassistentin» meine.

Im Bild oben: Die Entertainerin Joan Rivers bei den Heller Awards in Kalifornien (19. September 2013). (AFP/Angela Weiss)