Nostalgie tut gut

Alles neu? Besser nicht! Alte Stücke tun der Wohnung gut und wecken die Fantasie.

Ich mag Altes. Nicht, dass ich früher alles besser fand oder so, aber alte Dinge erzählen Geschichten, und die tun dem Alltag gut. Der Oma-Sessel, die Hollywood-Leuchte, das romantische Regal – sie alle sind wie Bücher, Filme oder interessante Freunde, entführen in eine andere Welt und bringen ein Stück davon nach Hause. (Bild über: The Nordroom)

Galerie in der Küche

Wer gerne und oft in der Küche ist, macht sich diese persönlicher mit einigen Bildern. Hier sind es alte Stiche, Fotos und Bilder, welche dieser Küche Charme geben. Sie inspirieren vielleicht auch dazu, wieder einmal eine richtig gute Suppe zu kochen und diese in einer antiken Suppenschüssel zu servieren. (Bild über: A perfect grey)

Hollywood

Die Vergangenheit ist eine lange Zeit. Egal ob Sie nun Stücke aus dem 19., 18. oder einem früheren Jahrhundert haben, oder Dinge, die bloss wenige Dekaden alt sind – alle sind sie alt, haben eine Geschichte und vermitteln Stimmung. Dieses charmante Sammelsurium von Möbeln bringt zum Beispiel ein kleines Stückchen altes Hollywood nach Hause. Und damit Glamour, Koketterie und Drama. (Bild über: SF Girl)

Kleines Theater

Alte Stücke inspirieren auch neue. Immer mehr interessante Wohnaccessoires und Möbel kokettieren mit dem Charme und den Geheimnissen vergangener Zeiten. So zaubern diese Fransenleuchten von Beau Vamp ein Stück Vaudeville-Theater in die gute Stube. 

Versammlung

Ich habe einige Stücke aus dem Haushalt meiner Eltern. Dinge, die mich in der Kindheit begleitet haben und die meine Eltern irgendwann mit etwas Neuem ersetzt haben. Dieser handbemalte Steingutkrug ist ein solches Beispiel. Mein Vater hat darin immer Vanillecreme gemacht. Ich stelle gerne Blumen ein. Er ist angeschlagen. Schliesslich hat er schon viel erlebt. Und gerade deshalb ist er mir besonders wertvoll.

Mich ziehen aber auch fremde alte Dinge an. So bin ich ständig auf der Suche nach hübschen Gegenständen, die mich einfach durch ihre Schönheit freuen. Ich arrangiere immer alles ein bisschen anders. Dieses lebendige Arrangieren und Zusammenstellen gehört meiner Meinung nach zum Wohnen. Denn man will ja nicht immer das Gleiche sehen und alles unverrückbar und leblos platzieren. Denn so wirkt Altes wie Neues schnell wie im Museum. (Bild: MKN)

Entspannung

Immer mehr Restaurants und Hotels entdecken die emotionale Wirkung von nostalgischer Gemütlichkeit. So finden wir Omas Leuchten, Sofas, Blümchentapeten und Spitzendeckchen des Öfteren in Trendspots, Clubs oder wie hier in einer Hotel-Lounge. (Bild über: SF Girl)

Schwarzweissfilm

Etwas, das Schwarzweissfotos und -filme so faszinierend macht, ist das Fehlen der Farbe. Denn das gibt der Vorstellung mehr Platz und verleiht den Bildern etwas besonders Geheimnisvolles und Dramatisches. So ähnlich wirkt diese schwarzweisse Bilderwand mit allerlei alten Zeichnungen, Gemälden, Fotos und Stichen. (Bild über: Refurbished ideas)

Poesie

Das Stillleben dieser alten Waschkommode mit Marmoraufsatz mit dem Spitzenvorhang, den Muscheln und den leicht verwelkten Rosen lässt an einen französischen Roman denken, an ein Gedicht oder an ein altes Familienfoto. Gerade solche Assoziationen sind es, die alte Stücke von den Neuen abheben. Mit ihnen lässt sich einfacher Stimmung schaffen. (Bild über: Hvitur Lakkris)

Pop

Obschon in diesem Restaurant sowohl die Sessel wie auch die Stoffe alt sind, ist es die ungewohnte Mischung, welche für eine poppige Moderne sorgt. (Bild über: Pinterest)

Treffpunkt 

Verschiedene alte Möbel, neu, spontan und trotzdem stilsicher zusammengestellt, ergeben etwas Neues, Frisches und Individuelles. (Bild über: SF Girl)

Credits: 

Blogs und Magazine: SF GirlHvitur Lakkris, Refurbished ideasA perfect greyThe Nordroom
Shops und Kollektionen: Beau Vamp

13 Kommentare zu «Nostalgie tut gut»

  • Elger sagt:

    Auf den meisten der Fotos herrscht eine extreme Verdichtung von Dingen. Ich kann hier nur für mich sprechen, aber zu viele Dinge und Farben gemischt nebeneinander erdrücken mich schier. Auch wenn Sie noch so apart arrangiert sind …
    Für mich ist weniger in der Regel mehr. Da und dort ist ein Blickfang angenehm, aber nicht auf jedem Zentimeter. Aber auch hier gilt wie fast überall: Jedem das Seine!

  • Astrid v. Tomberg sagt:

    Die kulttur der erinnerung gehört zu unserem dasein. Nur so können wir uns
    fortsetzen, unseren nachkommen (kindern) ein bühnenbild unseres lebens hinterlassen, das ihnen erzählt, vor augen führt, wie wir gelebt haben. Die vase, die waschkommode oder die fransen-
    lampe, all dies knüpft ein liebenswertes band vom gestern zum heute und morgen.

  • Olivier Fuchs sagt:

    Die grösste Sünde: statt echter Gemälde und Graphiken bis Mitte des 20.Jh. und glänzende moderne Fotos und allzu Abstraktes.

  • Maike sagt:

    Mir gefällt das Bild vom Restaurant am meisten. Gibt es da eine Adress zu ? Und meine Wohnung ist voll von Nostalgie: Eine grosse Bücherwand, ein grosser Schrank voller Vinyl, ein Röhrenverstärker und ein grosser Plattenspieler. Dazu ein frisch aufgepolsterter Ohrensessel, den ich von meiner Oma geerbt habe. Dort sitze ich gerne und entspanne – wenn er denn nicht von der Katze besetzt ist….

  • Christina sagt:

    Einzelne Nostalgiestücke sind herzerwärmend, aber v.a. wenn wir zu ihren vorherigen Besitzern eine Beziehung haben. In einigen Bildern aber ist zu viel zu viel. Das sieht aus wie im Trödlerladen.

  • filosof sagt:

    6. Bild von oben: lauter Bilder auf Blümchentapete und ein mickriges Lämpchen dazu – geht garnicht! Die Blümchentapete ist wunderschön, alles andere drauf ist störend, das zeugt nicht von gutem Geschmack.
    In meiner Kindheit sah ich in diversen Wohnungen Blümchentapeten, darauf gerahmte Bilder mit röhrenden Hirschen und Segelschiffen, fand das furchtbar unpassend. Bilder mit Porträts von Oma und Opa gingen in der Blümchenwiese unter.
    Mir gefällt auch das eine oder andere alte Stück. Aber schiefgesessene, verpupste Sofas mit abgenutztem Bezug gehören auf den Müll. Am schönsten finde ich das zweitletzte Foto mit den vielen bunten Sesseln. Ganz sicher sind diese mit neuem Stoff bezogen. Wunderschön. Auch das Drumherum.

  • Belo Zibé sagt:

    Ich sehe mir diesen Blog immer wieder gerne an, muss aber feststellen, dass er sich überwiegend an Bewohner hoher Räume in Altbauwohnungen zu wenden scheint.

  • Barbara Grohé sagt:

    Also das Sofa links auf dem Bild zu „Schwarz-Weiss-Film“ gehört meines Erachtens auf den Müll – einfach gruusig.

  • ri kauf sagt:

    Der grün-gelbe Krug ist wunderschön! Denn würde ich auch behalten……

  • Clara sagt:

    Die Fransenlampen sind ja unglaublich schön!

  • Marusca sagt:

    Toller Blog, herrliche Bilder. Mehr braucht man nicht zu sagen. Danke.

  • Bufi sagt:

    Und wieder mal ein Beitrag welcher einem bei diesem Wetter das Herz wärmt! Danke liebe Frau Kohler!

Kommentar

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