Tomatensaison

Jetzt ist die Zeit, in der Tomaten wirklich nach Tomaten schmecken. Ein guter Grund, sie so oft es geht zu geniessen.

Mit dem kühleren Wetter habe ich wieder grosse Lust zu kochen und natürlich auch auf gemütliche Einkaufstouren. Tomaten stehen dabei ganz oben auf der Liste. Ich liebe sie in allen Grössen und Farben. 

Erntefrische Tomatensauce

Ich koche gerade nur noch Tomatensauce, und zwar so viel und so oft, dass sie Basis für viele einfache Gerichte wird. Sie ist sozusagen meine Art von Conveniance-Food.

Und so mache ich meine Tomatensauce:
Ich schneide alle gekauften Tomaten in Stücke. Dann giesse ich Olivenöl in meine grosse Gusseisenpfanne, so, dass der Boden gut bedeckt ist. Bei Olivenöl darf man nie sparen, wenn man eine gute Sauce möchte. Auch braucht es Geduld und Musse. Ich zerdrücke zwei, drei Knoblauchzehen und schneide einen Peperoncino entzwei. Dann hacke ich zwei Schalotten, ein Rüebli und eine Selleriestange grob. Ich erhitze das Öl und gebe dann Schalotte, Rüebli und Sellerie bei. Diese werden etwa 10 Minuten lang auf nicht allzu heissem Feuer gedünstet. Dann kommen die Knoblauchzehen und der Peperoncino dazu. Da ich eine grosse Schwäche für Sardellen habe, gebe ich nun auch noch einige gehackte Sardellen bei. Ich lasse alles dünsten, bis die Sardellen zerfallen sind und der Knoblauch duftet. 

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, alle Tomaten beizugeben. Ich erhöhe die Hitze ein bisschen und zerdrücke die Tomaten ein wenig mit der Gabel. Ich zerreisse einige Basilikumzweige und lasse sie mitköcheln. Die Sauce muss etwa eine halbe Stunde lang köcheln. Dann fische ich den Knoblauch, den Peperoncino und die Basilikumzweige heraus. Ich zerreisse nochmals einige Blätter Basilikum, gebe sie bei und püriere alles. Die Sauce schmeckt nicht nur gut mit praktisch jeder Pastasorte, sondern ist auch fein zu getoastetem Brot, über Polenta oder zu gebratenen Kartoffeln.

Pasta mit Thunfisch

Dieselbe Sauce bietet mir die Basis für eine superschnelle Thunfischpasta.

Und so gehts:
Ich koche Pasta wie Penne al dente. In der Zwischenzeit erhitze ich einige Löffel Tomatensauce. Ich gebe eine Dose Thunfisch bei und zerdrücke den Fisch ein wenig mit der Gabel. Danach mit Salz und Pfeffer würzen, etwas Zitronensaft beigeben und mit der al dente gekochten Pasta mischen. Nach Lust mit etwas feingehackter Petersilie servieren.

Pizza napoletana

Ich koche lieber Tomatensauce, als dass ich Teig selber mache. So gibt es bei uns nur selbst gemachte Pizza, wenn ich feinen Pizzateig gekauft habe.  

Und so gehts:
Pizzateig mit etwas Mehl auswallen und auseinanderziehen. Ein wenig von der Tomatensauce auf den Teig streichen. Mozzarellascheiben darauf verteilen und mit Sardellenfilets und Kapern garnieren. Im 250 Grad heissen Backofen etwa 10–15 Minuten golden und knusprig backen. 

Seeteufel mit Tomatensauce

Meine Tomatensauce passt auch zu Reis und Fisch.

Und so gehts: 
Reis wie Basmatireis oder Parfümreis gemäss Packungsangaben kochen. Seeteufelfilets in Stücke schneiden, salzen und pfeffern. Butter und Olivenöl in eine Bratpfanne geben. Die Seeteufelstücke so lange anbraten, bis die untere Seite golden ist. Umkehren und die andere Seite golden braten. Etwas Zitronensaft dazugeben. In der Zwischenzeit etwas von der Tomatensauce erhitzen. Servieren Sie nun den Reis auf warmen Tellern, geben Sie etwas Tomatensauce darauf und servieren Sie die Fischstücke auf der Sauce.

Andere Gerichte, die mit feinen, schmackhaften Tomaten harmonieren: 

Tomaten-Tarte

Mit Filoteig oder Flamkuchenteig kann man schnell und einfach eine leichte frische Tomatentarte backen. (Bild über: Girl versus dough)

Und so gehts:
Flammkuchenteig mit Ziegenweichkäse oder Ricotta bestreichen. Unterschiedliche Tomaten in Scheiben schneiden. Die Tomatenscheiben auf dem Käse verteilen. Mit Fleur de Sel und etwas Pfeffer aus der Mühle würzen. Gehackte Kräuter wie Basilikum, Estragon oder Rosmarin darauf verteilen. Olivenöl darüber träufeln und im 200 Grad heissen Backofen etwa 15 Minuten knusprig backen. Sie können auch Filoteig benutzen. Dieser ist aber schwieriger erhältlich und muss vor dem Backen mit Öl oder flüssiger Butter Blatt für Blatt bestrichen werden. 

Tomaten mit Burrata

Statt mit klassischem Mozzarella kann man Tomatensalat auch mit Burrata servieren. Burrata ist eine feinere Form von Mozzarella und wird nur mit Kuhmilch gemacht. Aussen ist Burrata ein bisschen fester und innen buttrig weich. Das cremige Herz ist eine Mischung aus Mozzarellafäden und Rahm. (Bild über: Half baked harvest)

Und so gehts:
Schneiden Sie die Tomaten in Stücke und vermischen Sie sie mit Olivenöl, Salz und gehacktem Basilikum. Sie können auch Früchte wie Pfirsiche oder Feigen dazumischen. Servieren Sie den Tomatensalat mit Burrata obenauf und mit getoastetem Bauernbrot oder Ciabatta.

Achtung: Tomaten nie im Kühlschrank lagern, sie schmecken nur bei Zimmertemperatur. Ein Tomatensalat aus dem Kühlschrank ist ein absolutes No-go!

Geröstete Tomaten

Tomaten kann man einfach im Backofen rösten und sie danach als Beilage geniessen oder unter eine Pasta mischen. (Bild über: Rasa Malaysia)

Und so gehts:
Tomaten halbieren und auf einem Backblech verteilen. In einem Mixbecher feingehackte Kräuter wie Basilikum, Petersilie und Oregano mit feingehacktem Knoblauch Salz und Olivenöl mischen. Die Mischung über die Tomaten verteilen. Die Tomaten im 200 Grad heissen Ofen etwa 40 Minuten lang rösten.  

Credits: 

Bilder von Foodblogs: Rasa Malaysia, Half baked harvestGirl versus dough
Meine Einkaufsliste: Tomaten kaufe ich vom Markt in Oerlikon bei Toni Rosetti, nachhaltig gefischte Fische und Pizzateig bei Manor Food.

 

2 Kommentare zu «Tomatensaison»

  • Maike sagt:

    Tomaten sind für mich das leckerste Gemüse schlechthin. Da ich das Glück habe, in einer Wohnung mit Garten zu wohnen, züchte ich mir jedes Jahr 10 Tomatensträucher. Unglaublich was es da für eine Vielfalt gibt. Grosse, ganz grosse, normale und kleine Tomaten. Gelbe, rote, grüne, gestreifte bis hin zu ganz dunklen. Und alle schmecken richtig lecker. Einige kommen auf’s Brot, andere werden zu Sugo verarbeitet.
    Die Aufzucht ist recht problemlos, man muss wenn sie klein sind, sie nur vor diesen braunen Schnecken bewahren. Und wenn sie grösser sind, dürfen sie nicht austrocknen. Mittlerweilen gibt es in jedem besseren Baumarkt Setzlinge. Und im Internet kann man auch ganz viele Samen der unterschiedlichsten Sorten bestellen.

    • christopher robert sagt:

      Geht mir auch so: Auch auf einer Dachterrasse kann man Tomaten pflanzen, bei mir sind es „nur“ 4 Sträucher. Nach einigen Fehlschlägen habe ich gelernt, dass man mit den Samen einer Tomate im nächsten Frühling wieder starten kann, ohne wieder nach geeigneten Sorten suchen zu müssen.
      Überreife, ganz frische Tomaten sind ein Genuss und kaum mit beim Grossverteiler gekaufter Ware vergleichbar.

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