Rezepte für ein traditionelles Truthahndinner

Was kochen an Weihnachten? Jede Familie hat ihre eigenen traditionellen Rezepte. Wenn Sie aber offen sind oder gerade eine neue Tradition beginnen möchten, ist der klassisch-englische Weihnachtstruthahn eine Riesenhit. Hier finden Sie die Rezepte dazu.

 

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Einen Tisch schön und festlich zu decken, gehört ganz einfach zu Weihnachten. Das geht auch ganz unkompliziert mit zusammengewürfeltem Mobiliar: Tische zusammenschieben, alle Stühle, die in der Wohnung auffindbar sind, drumherumsetzen, mit viel Liebe den Tisch decken und vor allem etwas Gutes kochen und servieren. Bild: Ikea.

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Das wichtigste am Christmas Dinner ist der Truthahn. Dazu werden geröstete Kartoffeln, Rosenkohl und Rüebli serviert. Auch Süsskartoffeln und Parsnips sind beliebte Gemüsearten. Damit der Truthahn nicht austrocknet, belegen Sie ihn vielen mit Specktranchen. Sie können auch beim Metzger eine weisse Speckschicht bestellen, diese ist neutraler im Geschmack. Der Truthahn wird gefüllt mit «Stuffing», dafür gibt es Rezepte mit Marroni, Wurst, Salbei und Früchten. Mit dem Truthahnsaft wird eine Bratensauce zubereitet, die dann über alles gegossen werden kann. Auch Preiselbeersauce schmeckt perfekt dazu.

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Truthahn mit Marroni-Füllung

Dieses Rezept ist ein Klassiker, der immer gut ankommt. Ganz viele andere Truthahnrezepte finden Sie hier: Martha Stewart

Zutaten für 4-6 Personen:
  • 1 Truthahn ca. 5-6 Kilogramm
  • ca. 750 Gramm – 1 Kilogramm Füllung ( siehe Rezept «Stuffing»)
  • 200 Gramm Butter
  • Salz und Pfeffer
Zubereitung:

Stopfen Sie den Truthahn mit der Füllung und nähen Sie die Öffnung zusammen. Streichen Sie den Truthahn grosszügig mit Butter ein und schieben Sie ihn in einer Pfanne auf einen Rost im auf 220 Grad vorgeheizten Backofen. Reduzieren Sie die Hitze auf 160 Grad. Nach den ersten 20 Minuten bestreichen Sie den Truthahn regelmässig alle 15 Minuten mit Butter, bedecken Sie ihn mit einer Alufolie. Braten Sie den Truthahn ca. 15-20 Minuten per 450 Gramm. Die letzten 30 Minuten backen Sie den Vogel ohne Alufolie.

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Mit wenig Aufwand kann ein Tisch ein weihnächtliches Gesicht bekommen. Sie brauchen keine bodenlangen Tischtücher und gepolsterte Stühle. Legen Sie einfach ein schlichtes Tischtuch über den Tisch. Auch zu kleine Tücher können hübsch aussehen. Polstern Sie Stühle mit Kissen und Decken. Einige Papiersterne, die über dem Tisch baumeln, schaffen ein festliches Ambiente. Bild: Ikea.

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«Stuffing»-Füllung mit Marroni und Wurst

Das Darin ist genauso wichtig, wie der Braten selbst!

Zutaten:
  • 500 Gramm tiefgefrorene Kastanien
  • 2 Esslöffel Butter
  • 1 Esslöffel Zitronensaft
  • 250 Gramm Stangensellerie
  • 1 Zwiebel
  • 250 Gramm Rüebli
  • 100 Gramm getrocknete Aprikosen
  • 500 Gramm Wurstfleisch von Schweinsbratwürsten oder/und  Salsiccia
  • frische Kräuter nach Geschmack wie Estragon oder Salbei und Petersilie
  • 200 Gramm Brot, aufgeweicht in Bouillon
  • 1 Ei
  • Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum Würzen
Zubereitung:

Schmelzen Sie die Butter in einer Pfanne und kochen Sie die Marroni mit der Butter und 1 Esslöffel Zitronensaft. Abkühlen lassen. Die Zwiebel, den Sellerie und die Karotten rüsten und in der Küchenmaschine grob zerhacken, die Marroni und die Aprikosen beigeben und nochmals ein wenig zerkleinern. Die Kräuter hacken und daruntermischen, das Wurstfleisch beigeben, das Brot ausdrücken und daruntermischen, am Schluss das Ei dazugeben. Würzen. Den Truthahn mit dem «Stuffing» füllen, übriges Stuffing kann separat in einer Bratform bei 180 Grad ca. 40 Minuten gebacken werden.

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Bratensauce

Davon braucht es reichlich, denn sie wird über das ganze Essen gegossen und macht dieses saftig, würzig!

Zutaten:
  • Truthahnsaft
  • 3 Esslöffel Mehl
  • 5 dl Bouillon
  • Salz und Pfeffer
Zubereitung:

Giessen Sie den Saft und das Fett des Truthahns ab und kochen Sie die Flüssigkeit in einer Pfanne mit 3 Esslöffeln Mehl. Geben Sie die Bouillon bei und kochen Sie die Bratensauce ca. 10 Minuten bis sie schön cremig ist. Nach Geschmack würzen. Am besten servieren Sie die Sauce in kleinen Kännchen oder in einem klassischen Saucengeschirr.

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Preiselbeersauce

Die roten Beeren geben eine feine süssliche Beilagensauce ab.

Zutaten:
  • 250 Gramm frische Preiselbeeren
  • Rinde und Saft einer Orange
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Prise Nelkenpulver
  • 1 Esslöffel Honig
  • 1/2 Glas Portwein
Zubereitung:

Geben Sie alle Zutaten in eine Pfanne und kochen Sie diese bei kleiner Hitze und unter gelegentlichem Rühren bis die Preiselbeeren geplatzt sind und sich eine Sauce bildet ca. 15 Minuten lang. Falls die Sauce eher zu einer Konfitüre wird, geben Sie mehr Flüssigkeit dazu, mehr Orangensaft oder ein wenig Wasser. Sie können die Sauce warm oder kalt servieren.

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Und so servieren Sie den Truthahn

 Wenn Sie den Truthahn aus dem Backofen nehmen, lassen Sie ihn einige Minuten ruhen. Nehmen Sie die Füllung aus dem Truthahn und servieren Sie diese in einer Schüssel. Nun ist der Truthahn bereit zum Tranchieren. Schneiden Sie die Brust und die Beine in Scheiben, so dass jeder Gast von beiden Fleischarten etwas abbekommt.

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Rosenkohl mit Walnüssen

Die klassische Gemüsebeilage zum Truthahn ist der kleine Winterkohl. Bereiten Sie ihn luxuriös mit Nüssen zu.

Zutaten für 4-6 Personen:
  • 1 Kilogramm Rosenkohl
  • 200 Gramm Walnüsse in grobe Stücke gehackt
  • 1 Knoblauchzehe feingehackt
  • Olivenöl
Zubereitung:

Den Rosenkohl rüsten und die Röschen halbieren, die Nusskerne zerhacken. Den Backofen vorheizen auf 200 Grad, den Rosenkohl auf ein mit Backpapier belegtes Backblech verteilen, die Nüsse mit dem Knoblauch mischen und darüber verstreuen, grosszügig Olivenöl darüber giessen und ca. 20 Minuten rösten.

Tipp: Sie können den Rosenkohl vorkochen und vor dem Servieren in einer Bratpfanne erhitzen, so haben Sie den Backofen für den Truthahn und die Kartoffeln frei:

Quelle: The Parsley Thief

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Rüebli mit Orangen und Ingwer

An Weihnachten wird das einfache Alltagsgemüse besonders raffiniert zubereitet.

Zutaten für 4-6 Personen:
  • 1 Kilogramm Rüebli in Rädchen geschnitten
  • 1 Stück Ingwer geraspelt
  • 1 Esslöffel Honig
  • Saft von 2 Orangen
  • 1 dl Bouillon
  • 1 Esslöffel Butter
  • Petersilie gehackt
Zubereitung:

Die Rüebli und den Ingwer in der Butter und dem Honig andünsten, mit dem Orangensaft ablöschen, die Bouillon dazugiessen und die Rüebli ca. 10-15  Minuten abgedeckt köcheln lassen bis sie weich aber noch knackig sind.

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Geröstete Kartoffeln

Golden, knusprig, köstlich – Kartoffeln aus dem Backofen sind die Edelsteine des Truthahn-Dinners

Zutaten für 4-6 Personen:
  • 2 Kilogramm Kartoffeln
  • 100 Gramm Butter
Zubereitung:

Die Kartoffeln schälen und in gleichgrosse Stücke schneiden. Im Salzwasser weich kochen. Abtropfen und danach auf einem mit Backpapier belegten Backblech verteilen. Die Butter in einer Pfanne schmelzen und darübergiessen, so dass alle Kartoffeln Butter aufgesogen haben. Im heissen Backofen so lange rösten, bis sie goldbraun und knusprig sind. Die Kartoffeln ab und zu drehen, so dass alle Seiten schön braun werden.

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Kreieren Sie eine romantische Weihnachtstafel: Decken Sie den Tisch weiss, stellen Sie viele Kerzen auf den Tisch und auf die Anrichte. Lassen Sie Weihnachtskugeln an Bändern über dem Tisch baumeln und stellen Sie Blumen und Beeren in Vasen und  Krüge. Bild: Ikea.

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Weihnachtskuchen

Er gehört in England ganz einfach in diese festliche Zeit und wird weissem Guss oder Frosting wie mit Schnee dekoriert.

Zutaten:
  • 250 Gramm Butter
  • 200 Gramm Rohzucker
  • 4 Eier
  • 300 Gramm Mehl
  • 1 Päkchen Backpulver
  • 3 Esslöffel Kakaopulver
  • 2 Kaffeelöffel gemischte Gewürze wie Ingwer, Zimt, Nelkenpulver, Kardamom
  • 300 Gramm Sultaninen
  • 150 Gramm getrocknete Preiselbeeren
  • 150 Gramm getrocknete Aprikosen in Stücke geschnitten
  • 150 Gramm getrocknete Pflaumen in Stücke geschnitten
  • 150 Gramm Datteln in Stücke geschnitten
  • Rinde von 1 Orange
  • Rinde von 1 Zitrone
  • 185 ml Brandy
Zubereitung:

Mischen Sie alle getrockneten Früchte in einer Schüssel und giessen Sie den Brandy darüber. Mit Folie bedecken und über Nacht oder länger einlegen. Den Backofen auf 150 Grad vorheizen. Die Butter bei Zimmertemperatur weich werden lassen, mit dem Zucker schaumig rühren, die Eier beigeben. Buttermischung und Früchtemischung mischen, Mehl, Backpulver, Kakao und Gewürze mischen und dazugeben. Gut verrühren. Eine runde Backform mit ca. 22 cm Durchmesser ausbuttern und mit Backpapier auslegen. Den Teig hineingiessen und ausebnen. Mit Folie bedecken und ca. 3 Stunden backen. Den heissen Kuchen mit mehr Brandy beträufeln, abkühlen lassen und dann aus der Form nehmen. Einen Guss aus Philadelphia Cream Cheese, Puderzucker und Orangensaft machen und den Kuchen grosszügig damit bestreichen

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11 Kommentare zu «Rezepte für ein traditionelles Truthahndinner»

  • Messi sagt:

    Fragt euch einmal woher das ganze Gemüse kommt. Aus riesigen Treibhäusern und Lagerhallen, die beheizt, bzw. gekühlt werden müssen, damit das Gemüse wächst und nach enorm weiten Transportwegen länger frisch bleibt.
    Alternativen: Gemüse direkt vom Landwirt kaufen, Truthahn von einer schweizer „Truthahn-Farm“ (kleinere Betriebe, wo man die Vögel noch „persönlich“ kennt) beziehen.
    Guten Appetit und frohe Weihnachten!

    • memyselfandi sagt:

      Und weil Gemüse gekühlt werden muss, müssen Truthähne weniger für dein Weihnachtsessen leiden, oder was willst du uns hier weismachen?

      Und eine schöne Utopie malst du da: Truthan von der keinen herzigen schweizer Truthahnfarm, wo die Tiere einen Namen haben. Träume weiter. Soetwas exisitert schonmal gar nicht (mehr). Falls 1000 Tiere trotzdem so „produziert“ (welch zynisches Wort) werden, kann du diese nicht kaufen: sie sind schon verkauft: Und so viel wie die kosten, möchtest du bestimmt nicht bezahlen.

      Glaubst du, was du in der Migros für 14.-/kg kaufen kannst, kommt aus der Schweiz? Glaubst du, das ist Bio? Glaubst du, in der schönen sauberen Schweiz gibt es keine Mastbetriebe mit 5’000 Tieren in einer Halle? Dann hast du dich noch nie ernsthaft mit dem Thema auseinandergesetzt. Warum redest du dann mit?

      • Nicole sagt:

        Oha, da hat jemand aber eine Ahnung von Schweizer Landwirtschaft! Weihnachten – Zeit der Sektiererei, wie schön!

        Wer das Gefühl hat, er erhält in der Migros einen Truthahn für 14.-/kilo, der in der Schweiz „aufgezogen“ (ist das besser?) worden ist, dem ist eh nicht mehr zu helfen. Sonst lohnt es sich, etwas tiefer in die Tasche zu greifen und sich einen glücklichen Truthahn in den Ofen zu schieben, etwa von hier:

        http://www.frifag.ch/

        Zur Truthahnhaltung ist auf der Homepage zu finden: „Bei der Auslaufhaltung «RAUS» wachsen die Truten in einem artgerechten Umfeld auf. Sie können sich tagsüber auf einer grossen Naturwiese frei bewegen und ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben. Als Weide im Freien steht ihnen die doppelte Stallfläche zur Verfügung. Am Abend und in der Nacht sind die Tiere in Ställen untergebracht. Die Bewirtschaftung der Bauernhöfe, auf denen die Truten leben, erfolgt nach ÖLN-Richtlinien.“

        Wer setzt sich da ernsthaft mit einem Thema auseinander?

      • Messi sagt:

        Uii, da bin ich wohl am Fest der Liebe jemandem auf den Schwanz getreten, anders kann ich mir deine gehässige Antwort nicht erklären. Obwohl du mir unterstellst, ich hätte mich nicht mit dem Thema befasst und ich nicht mitreden solle, melde ich mich nocheinmal zu Wort.
        Ich wollte nur sagen, dass die Natur durch das weither eingeflogene und herumkarrte Gemüse auch leidet, nur eben mittel- und langfristig.
        Ob du es glaubst oder nicht, ich habe meinen Truthahn beim Bio-Bauern selbst abgeholt, wurde dabei spontan zum Kaffee und einer Betriebsbesichtigung eingeladen und habe die Stallungen und den Auslauf gesehen. Es leben dort 20 Tiere. Massenhaltung? In deinen Augen wahrscheinlich schon. Wenn du nun am 24. Dezember 5 Minuten vor Ladenschluss in die Migros rennst, erhälst du einen Truthahn für Fr. 11.90/kg aus Frankreich, wenn du dir aber etwas Zeit nehmen würdest, bereit wärst etwas mehr zu bezahlen-ja, dann steht dem Genuss nichts mehr im Wege.
        In diesem Sinne wünsche ich dir ein fröhliches Sylvester-Gemüse-Dippen und Prosit Neujahr!

    • Michel Müller sagt:

      @Messi: +1 Karma von mir ;-)

  • memyselfandi sagt:

    Fragt euch mal woher auf einmal die ganzen Truthähne kommen. Aus riesigen Massenzuchten. Die Viecher sind vollgepumpt mit Antibiotika, um die Krankheiten in Schach zu halten, die sich in diesen Megafarmen schnell ausbreiten. Gehalten werden sie auf engstem Raum. Sonnenlicht sehen sie niemals während ihres kurzen Lebens. Gemästet werden sie mit ungesundem Futter, dass ihrer Verdauung nicht guttut — sie sollen ja nur möglichst schnell gross und fett werden. Für die Truthähne ist das kein Leben, sondern eine grauenhafte Tortur. Frohe Weihnachten. Ich esse Gemüse.

  • Christopher Vohdin sagt:

    Gute Rezepte! Wie wärs, wenn diese als PDF-Download angeboten würden. Danke.

    • Angela B. Nussbaumer sagt:

      PDF wäre gut!

      Und:

      Um das Austrocknen zu verhindern: Truthahn nicht nur mit Specktranchen belegen und mit Butter einreiben, sondern (siehe Gordon Ramsay!) die gewürzte Butter unter die Haut des Truthahns verteilen.

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