Lust auf spanische Küche?

Gazpacho oder Paella: Mit diesen fünf einfachen Rezepten aus Spanien servieren Sie Ferienlaune.

1 — Paella

Eine Meeresfrüchte-Paella ist ein herrliches Festmahl, dessen Zubereitung gar nicht schwierig ist. Einfach versuchen! Kaufen Sie die Fische und Meeresfrüchte von einem Fischhändler, dem Sie vertrauen und der auf nahhaltige Fischerei sowie superfrische Produkte setzt. Für mich sind das die Fischabteilungen im Manor Food. Leider gibt es keine in Zürich, aber ich fahre dafür schon mal mit der S-Bahn nach Baden, das dauert bloss eine Viertelstunde ab Stadelhofen. (Bild über: Mad food house)

Zutaten:

Zubereitung:

300 g spanischer Reis wie Bomba

7 dl Fischbouillon

1 dl spanischer Weisswein, trocken

einige Safranfäden

Olivenöl

2 Knoblauchzehen, fein gehackt

1 Schalotte, fein gehackt

1 Peperoncino, fein gehackt

300 g Tomaten, in kleine Stücke geschnitten

6 Riesencrevetten

200 g Seeteufel 

200 g Tintenfisch

200 g Miesmuscheln 

1 TL spanischer Paprika, geräuchert

2 Zitronen in Schnitze geschnitten

1 gute Hand voll grob gehackte Petersilie

 

Zerstossen Sie die Safranfäden mit einem Mörser und geben Sie ein wenig warmes Wasser dazu. Putzen Sie die Muscheln, schneiden Sie den Seeteufel in grosse Stücke und den Tintenfisch in Ringe. Schälen Sie die Crevetten und legen Sie die Köpfe und Schalen zur Seite.

Geben Sie Olivenöl und 1 gehackte Knoblauchzehe in eine Pfanne, andünsten und wenn es duftet, geben Sie die Crevettenschalen und -köpfe bei. Einige Minuten mitdünsten und dann die Fischbouillon beigeben. Aufkochen und zugedeckt etwa eine halbe Stunde auf tiefer Garstufe köcheln lassen. Die Bouillon mithilfe eines Siebs abgiessen und warm stellen.

Nun nehmen Sie eine Paella-Pfanne, geben Olivenöl bei und erhitzen es. Die gehackte Schalotte beigeben und andünsten. Nach einigen Minuten den restlichen Knoblauch und den Peperoncino beigeben. Wenn diese duften, kommt das Paprika rein. Alles gut mischen und ein wenig weiterdünsten. Die Tomaten beigeben und nochmals einige Minuten weiterdünsten.

Nun kommt der Reis in die Pfanne. Einige Minuten weiterdünsten und dabei gut mit den Schalotten, dem Knoblauch und den Tomaten vermischen. Weisswein dazugiessen und einköcheln lassen. Geben Sie zwei Drittel der noch warmen Bouillon und den Safran dazu, umrühren und etwa 10 Minuten unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen. 

Nun kommt das letzte Drittel der Bouillon dazu. Umrühren. Anschliessend legen Sie den Tintenfisch, die Crevetten, den Seeteufel und die Muscheln auf den Reis. Decken Sie die Pfanne zu und lassen alles etwa 5 Minuten köcheln – oder so lange, bis die Fische und Crevetten gar sind und die Muscheln offen. Sie dürfen nun den Reis nicht mehr rühren. 

Mit der Petersilie und Zitronenschnitzen garnieren, servieren. 

 

2 — Patatas Bravas

Die spanische Küche ist eine einfache, geschmacksstarke Alltagsküche, in der Leidenschaft steckt. Damit die einfachen Gerichte auch wirklich fein werden, sind – wie eigentlich immer – die guten Zutaten wichtig. Besonders bei Kartoffeln gibt es grosse Unterschiede. Ich kaufe meine Kartoffeln nicht im Supermarkt, sondern entweder in meiner kleinen lokalen Metzgerei, die eine grosse gute Gemüseabteilung hat, bei Huber am Hottingerplatz oder auf dem Oerliker Markt bei Toni Rosetti. Wer Auto fährt, findet bestimmt auch gute Hofläden. (Bild über: Lauren Caris Cooks)

Zutaten:

Zubereitung:

1 kg festkochende Kartoffeln

frischer Rosmarin

Olivenöl

Salz

2 Schalotten, gehackt

1 Knoblauchzehe, fein gehackt

1 Peperoncini, fein gehackt

1 EL scharfes, geräuchertes Paprikapulver

1 grosse Dose gehackte Tomaten (800g)

Sherry-Essig

Schälen Sie, wenn nötig, die Kartoffeln und schneiden Sie sie in Würfel. Mit etwas Wasser aufkochen und etwa 10 Minuten köcheln lassen. Anschliessend abgiessen und zur Seite stellen. Geben Sie Olivenöl in eine Bratpfanne und braten Sie die Kartoffeln rundum golden und knusprig an. Geben Sie etwas Meersalz, wie Maldon Seas Salt oder Fleur de Sel, und gehackten Rosmarin dazu. In der Zwischenzeit geben Sie Olivenöl in eine andere Pfanne und dünsten die gehackte Schalotte an. Geben Sie den Knoblauch, den Peperoncino und das Paprika bei. Wenn diese duften, geben Sie die Tomaten und etwas Sherry-Essig bei. Salzen. Aufkochen und dann auf kleinerem Feuer ohne Deckel etwa 20 Minuten köcheln lassen. Am Schluss pürieren. Nun servieren Sie die Papas Bravas mit der Tomatensauce darüber und Aioli, einer Knoblauchmayonnaise. Diese können Sie gut selber machen. 

 

Und so geht Aioli: 
Zerdrücken Sie 4 Knoblauchzehen und pürieren Sie sie im Mörser mit etwas flockigem Meersalz zu einer Paste. Vermischen Sie den cremigen Knoblauch mit etwas Cayennepfeffer und 4 Eigelb. Rühren Sie nun, am besten mithilfe eines Mixers nach und nach 2 dl gutes Olivenöl dazu. 

3 — Gazpacho Andaluz

Die frische spanische Sommersuppe gibt immer eine feine kleine Mahlzeit oder eine herrliche Vorspeise ab. (Foto: Eric Schmid, Styling: Marianne Kohler Nizamuddin)

Zutaten:

Zubereitung:

700 g reife, schmackhafte Tomaten

1 rote oder grüne Peperoni

1 kleine rote Zwiebel

1/2 Gurke

1 Knoblauchzehe

50 g gutes Weissbrot ohne Rinde

2 EL Sherry-Essig

4 EL gutes Olivenöl

2 dl lauwarme Bouillon

Salz und Pfeffer

einige Basilikumblätter

Das Weissbrot in der Bouillon einweichen, die Tomaten, die Peperoni, die Zwiebel und die Gurke in Würfel schneiden, den Knoblauch fein schneiden. Das Brot gut ausdrücken, alle Zutaten mit der Bouillon in einer Küchenmaschine pürieren. Knoblauch, Essig und Olivenöl dazugeben, würzen und nochmals gut mixen. Kühlstellen. Wenn Sie das Gazpacho feiner möchten, können Sie es durch ein Küchensieb pürieren. Einige Basilikumblätter darüberstreuen. Servieren Sie dazu einige klein gewürfelte Gurken, Peperoni, Tomaten und Zwiebeln sowie in Olivenöl und Knoblauch geröstete Brotwürfeli, die Sie in Schälchen dazustellen. 

4 — Pan con Tomate

Als Moderedakteurin produzierte ich oft Modeshootings in und um Barcelona. Die Models, meist Spanierinnen, haben mich in die lokale Küche eingeweiht, kannten die besten Restaurants und empfahlen mir alle Spezialitäten. So lernte ich nicht nur Barcelona, sondern auch die spanische Küche kennen und lieben. Wenn wir jeweils auf das Essen warteten, gab es immer Pan con Tomate, oder wie es richtig heisst: Pa amb tomàquet. Man kann es einfach selber machen und braucht dafür vor allem gutes Brot, reife, schmackhafte Tomaten –    und weil es spanisch ist – Knoblauch! (Bild über: Pies and Fries)
Und so gehts: 
Toasten Sie Scheiben von einem guten, rustikalen, mediterranen Brot. Dann reiben Sie es in noch warmem Zustand mit einer Knoblauchzehe ein. Danach halbieren Sie eine grosse, fleischige und schmackhafte Tomate und reiben damit das Brot ein. Etwas Salz darüber streuen und mit Olivenöl beträufeln. 
sweet home

5 – Crevetten auf die spanische Art

Scharf, würzig, ein wenig klebrig – spanische Crevetten mit Knoblauch sind Leidenschaft pur! (Bild über: The Gourmet Gourmand)

Zutaten:

Zubereitung:

6 Knoblauchzehen, in feine Scheiben geschnitten

2 Knoblauchzehen,
fein gehackt

2 TL spanischen Paprika
(wer geräucherten Paprika mag, kann diesen nehmen, ich persönlich mag den nicht besonders, da der Geschmack sehr stark ist)

500 g Crevetten

1 dl spanisches Olivenöl

1 Peperoncino, fein gehackt

1 EL Sherry-Essig

1 EL süsser Sherry

1 Hand voll gehackte Petersilie

Salz

Entfernen Sie die schwarzen Venen der Crevetten, waschen Sie sie und trocknen Sie sie gut mit Küchenpapier. Mischen Sie die Crevetten in einer Schale mit dem gehackten Knoblauch, 1 TL Paprika und der Hälfte des Peperoncinos. Lassen Sie die Crevetten etwa 20 Minuten so ruhen. 

Geben Sie den restlichen Knoblauch, den restlichen Paprika und den restlichen Peperoncino mit dem Olivenöl in eine Pfanne und erhitzen Sie alles, bis es duftet. Dann geben Sie portionenweise die Crevetten bei und braten diese so lange, bis sie rot werden und sich ein bisschen kringeln. Geben Sie die Crevetten in ein passendes Terracottaschälchen, salzen Sie sie und stellen Sie sie warm. Giessen Sie den Sherry und den Sherry-Essig zum Bratöl und lassen Sie alles zur Hälfte einkochen. Nun giessen Sie die Sauce über die Crevetten und mischen die Petersilie dazu. Mit getoastetem Weissbrot servieren. 

 

Credits: 

Bilder über Foodblogs: The Gourmet Gourmand, Pies and FriesLauren Caris Cooks, Mad food house

9 Kommentare zu «Lust auf spanische Küche?»

  • Dominique Kim sagt:

    Tolle Speisen, Version 2.0. an den schweizer Gaumen angepasst, denn hier in Spanien würde man keine Kräuter drantun.

  • Bruno Froehlich Pego Costa Blanca sagt:

    Gaspacho schmeckt auch kalt ausgezeichnet. Wohne in Spanien und geniesse die „Suppe“ wwie raffiniert gewuerzten Tomatensaft. Mit dem Ausdruck Crevetten kann kein Spanier etwas anfangen. Wir kaufen Gambas, Langostinos, Cigalas roh, gekocht oder gefroren. Zubereitung der rohen Koestlichkeiten einfach. In siedendes Wasser, leuchten sie rot alles gar. Ich lasse sie noch zwei, drei Minuten im leicht gesalzenen Wasser ruhen. Dann nach Lust und Laune weiter verarbeiten, die kleinen Cigalas schmecken ausgezeichnet an scharf gewuerzter Tomatensauce, Serviert wie „Bolognese“ an Spaghetti. In E laesst sich guenstig schlemmen, gerade auch mit allem aus dem Meer, das alles jeden Tag frisch in den Supermaerkten im Angebot.

  • Meier L. sagt:

    Das Gazpacho????
    Es ist eine Suppe. Suppen sind feminin. Es heißt auf gut Deutsch die
    Gazpacho. Und auch nicht „der“, auch wenn es auf spanisch maskulin ist.

  • J sagt:

    Als Spanier überrascht: Gazpacho mit Basilikum? Zwiebeln? Bouillon? Pfeffer? Mit diesem 4 Zutaten weg wird das eigentlich zu einem echten Gazpacho. (Brot ohne Rinde? Nicht essbar? ??? )

  • Martin Keller sagt:

    Ja, das sind die Därme die man hier entfernt, nicht die Venen. Wer das nicht erträgt sollte nicht kochen.

  • Renata Rubina Rolischo sagt:

    Garnelen haben keine Venen, die man entfernen müsste. Auch wenn sie im Englischen „deveined“ heissen, hat das nichts mit Blutgefässen zu tun…

  • Karl-Heinz sagt:

    Die Rezepte sind toll. Aber das Wort „nahhaltig“ ist für den Appetit wie telefonieren in einem Konzert.

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