Best of: Die 10 Gebote der Kochkunst

Gut einkaufen, viel Übung und Zeit: So werden Ihre Gerichte besser und spannender.

Es sind Sommerferien, auch für unsere Autorin. Deshalb publizieren wir einige Beiträge, die besonders viel zu reden gaben. Dieser Beitrag erschien erstmals am 17. September 2017.

1 — Kaufen Sie die besten Zutaten

Nur mit guten, frischen Zutaten entsteht ein gutes Gericht. Dabei müssen es nicht Delikatessen sein. Das beste Beispiel dafür ist die einfache italienische Küche: schmackhafte Tomaten, duftender Basilikum, edles Olivenöl und schon entstehen herrliche Gerichte wie Spaghetti, Pizza oder Salat. (Bild über: Forever wondering)

2 — Kochen Sie so oft es geht

Auch in der Küche gilt der Vorsatz «Übung macht den Meister». Kochen Sie also so oft es geht. Bereiten Sie, auch wenn Sie müde oder alleine sind, immer eine kleine, schnelle Mahlzeit mit Liebe und Geduld zu. Das können so einfache Gerichte sein wie Pasta mit Knoblauch und Peperoncino, eine schnelle Polenta mit frischem Gemüse oder ein Rührei mit Kräutern und Feta. Etwas Gutes zu kochen ist auch eine meditative, entspannende und erfüllende Tätigkeit. (Bild über: Bread and olives)

Entdecken Sie hier ein herrliches Rezept für Spaghetti Carbonara.

3 — Kochen Sie das, was Sie lieben

Um ein besserer Koch oder eine bessere Köchin zu werden, müssen Sie sich nicht gleich in ein angesagtes Kochbuch vertiefen und ein Gericht nachkochen, das hübsch aussieht auf dem Foto. Kochen Sie das, was Sie kennen und lieben. Und perfektionieren Sie diese Gerichte. Erst dann sollten Sie sich langsam in andere Sphären vorwagen. (Bild: Ma fourchette)

Entdecken Sie hier: Die 10 besten Rezepte für Bratkartoffeln.

4 — Kopieren Sie

Schauen Sie, wann immer Sie die Gelegenheit haben, Freunden und Familie beim Kochen zu. Auch von Kochsendungen und Kochvideos kann man viel lernen. Werden Sie auch mutiger. Wenn Sie guten Köchen zuschauen, sehen Sie, dass diese oft mehr salzen als Sie, die Pfanne ein wenig mehr raucht als die Ihre oder die Butter wirklich braun wird. Profis kennen natürlich die Grenzen genau und wissen, was es braucht, damit ein Gericht einzigartig und gut schmeckt. Nur: Wer es nie versucht, der findet es auch nie heraus. (Bild über: EZ Home Cooking)

Entdecken Sie die Küche von Jamie Oliver.

5 — Geben Sie Ihrem Essen Zeit

Lassen Sie dem Stück Fleisch, der Tomate oder den Bratkartoffeln Zeit in der Pfanne. Das ständige Wenden und Rühren tut ihnen nicht gut. Erst wenn etwas eine Weile Kontakt mit der Pfanne hatte, wird es perfekt gebraten und schmeckt besser.

Fleisch, Fisch oder Eier brauchen eine Weile Ruhezeit, nachdem man sie aus dem Kühlschrank genommen hat. Ein Steak, das eiskalt in die heisse Pfanne kommt, gelingt nie besonders gut. Tupfen Sie Fleisch und Fisch immer gut ab, bevor Sie damit kochen. Zudem braucht ein gebratenes Stück Fleisch oder Fisch auch noch einige Minuten Ruhezeit, bevor es aufgeschnitten und serviert wird. (Bild über: The wicked noodle)

Entdecken Sie hier gemütliche, feine Schmortopfgerichte

 

6 — Riechen und probieren Sie

Klar helfen die Ablaufdaten auf Ihren Lebensmitteln. Aber der beste Frischedetektor sind immer noch Sie selbst. Wenn etwas nicht so riecht, dass es Lust macht, es zu probieren, ist das ein Zeichen dafür, dass es mit grösster Sicherheit nicht mehr frisch ist. Probieren Sie, bevor Sie damit kochen! Rahm, der nach der Melone schmeckt, die schon eine Weile im Kühlschrank liegt, macht bestimmt nicht die Creme-Sauce, die Sie sich wünschen. (Bild über: Clutter and Chaos)

7 — Servieren Sie mit Stil und Können

Schieben Sie nicht einfach etwas von der Pfanne in den Teller. Benützen Sie immer einen Löffel oder andere Schöpfinstrumente dazu. Gönnen Sie sich und Ihren Gästen auch bei einfachen Gerichten schöne Teller und Stoffservietten – das ehrt das Gericht und macht mehr Freude am Genuss. (Bild über: Bread and olives)

8 — Organisieren Sie Ihren Kühlschrank besser

Wickeln Sie Käse immer in frische Folie, nur so ist er wirklich versiegelt. Platzieren Sie Fisch, Fleisch und Mariniertes im unteren Teil des Kühlschrankes, damit nichts auf andere Speisen tropft. Wickeln Sie auch Kräuter in Folie, befeuchten Sie sie davor ein wenig, so bleiben sie länger frisch. (Bild über: Apartment 34)

9 — Achten Sie auf die Sauberkeit

Reinigen Sie während des Kochens fortwährend. So bleibt die Küche übersichtlich und sauber. So macht es auch mehr Freude zu kochen. Wenn Sie eine Küchenmotte im Schrank entdecken, dann müssen Sie sich von allen Lebensmitteln trennen. Putzen Sie auch regelmässig Decken und Dampfabzüge und achten Sie darauf, dass Sie immer genügend saubere und gebügelte Küchentücher haben. Reiben Sie Ihre Holzsachen regelmässig mit Zitrone aus. (Bild über: Planete Deco)

10 — Sorgen Sie für dieses kleine bisschen mehr Geschmack

Auch wenn ein Gericht richtig und sorgfältig zubereitet ist, kann es trotzdem langweilig schmecken. Sorgen Sie für dieses kleine bisschen mehr Geschmack. Die besten Helfer dafür sind: Zitronen, Salz, feines Olivenöl, frische Kräuter, geröstete Nüsse, frischer Pfeffer aus der Mühle oder ein wenig Honig. (Bild: Alexandra Cooks)

 

Credits und Links: 

Blogs, Foodblogs und Magazine: Forever wonderingBread and olivesMa fourchetteEZ Home CookingThe wicked noodleClutter and ChaosApartment 34Alexandra Cooks, Planete Deco
TV-Köche und ihre Welt: Jamie Oliver, James Martin, Delia SmithRick Stein, Nigel Slater 

Sweet-Home-Food-Geschichten: Gemütliche, feine SchmortopfgerichteDie 10 besten Rezepte für BratkartoffelnZeit für eine echte italienische Pasta

 

6 Kommentare zu «Best of: Die 10 Gebote der Kochkunst»

  • Maike sagt:

    Wenn man das Handwerk einigermassen beherrscht, käme für mich noch der Punkt – Experimentieren Sie – hinzu. So wie in dem Link zu den Bratkartoffeln zu lesen: Karamelisierte Bratkratoffeln. Kennt man so vielleicht nur in Friesland – mit Grünkohl, Kohlwurst und einer Scheibe Bauchspeck.
    Wobei mir hier die Bemerkung fehlt, das man die besten Bratkartoffeln immer noch mit Kartoffeln macht, die am Vortag gekocht wurden und anständig ausgekühlt sind.

  • Karl-Heinz sagt:

    Danke, absolute Zustimmung. Und die Bilder machen Hunger.
    Den Satz mit Jamie Oliver hätte man weglassen können.

  • Karl sagt:

    Deine Finger lecken

  • Susanne Nussbaumer sagt:

    Das hat mir gutgetan….
    Punkt 7 und 9 , habe oft das Gefühl einer aussterbenden Gattung anzugehören,weil bei uns alle Küchentücher gebügelt sind und wir immer Stoffservietten benutzen.
    Es lebe die Freude am Schönen !!

  • Christoph Bögli sagt:

    Im Sinne von 10 könnte man noch anfügen: nicht geizen mit manchen Zutaten und sich nicht Kalorien vom Mund absparen wollen. Oder anders gesagt, grosszügig sein mit Butter, Olivenöl und Co. Nichts geht so auf Kosten des Geschmackes wie bei den Geschmacksträgern unnötig zu knausern.

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