Ein Pub in Japan

In der Präfektur Tokushima steht ein westliches Pub, in dem Spare-Ribs, Bier und Design auf nachhaltige Weise zusammenkommen.

Design: Hiroshi Nakamura Lokal: Kamikatz

Kein Abfall ist zu unscheinbar, um daraus etwas Besonderes zu gestalten. Der Kamikatz Store and Pub von Kamikatsu in der japanischen Präfektur Tokushima ist gebaut aus Material, das andere nicht mehr wollen oder brauchen. So ist eine Front des aussergewöhnlichen charmanten Gebäudes ganz aus alten Fenstern entstanden.  

Die Idee des Projekts ist es, einen Gegenpol zu Massenproduktion und -konsum zu setzen. So wird im Kamikatz Craft-Bier gebraut, das mit Schalen von Zitronen gewürzt wird, die sonst im Abfall landen würden. Abgefüllt wird es in Recycling-Flaschen. Einige davon schmücken auch einen grossen Leuchter. 

Ursprünglich wurden im Laden Frachtgüter verkauft. Nun befinden sich darin ein Gemischtwarengeschäft, eine Brauerei und ein Pub. 

Im Garten wird grilliert und geröstet. Das Kamikatz Public House hilft auf eine lebensnahe Art, die Menschen zu nachhaltigerem Verhalten zu animieren. Die ganze Stadt Kamikatsu hat sich «Zero Waste» verschrieben und ist damit auch zur Touristenattraktion geworden. 

Chips, Lammkeulen, Würste und Sandwiches sind nicht das typisch japanische Essen. Sie vermitteln aber bestimmt Fernweh wie bei uns Sushi oder Ramen-Nudeln. 

In der Nacht leuchtet das Public House auf wunderbare Weise durch die Patchwork-Fensterfront in die Landschaft hinaus.

9 Kommentare zu «Ein Pub in Japan»

  • Ronald Bräu sagt:

    Da würde ich gerne ein Bierchen trinken.

  • Heidi Arn sagt:

    Schön und sympathisch!
    Und, liebe Frau Kohler: Happy belated birthday wishes! Auf dass Sie nicht nachlassen uns mit ihren Beiträgen zu erfreuen!

  • Bufi sagt:

    Ich bin von der Fensterfront begeistert!
    @Geert: Viel Glück! Wenn es soweit ist, sieht man das Resultat hoffentlich auch in einem Sweethomeblog.

  • ri kauf sagt:

    Die Krone in Giswil war oder ist vielleicht immer noch mit ähnlichem Mobiliar ausgestattet. Der grosse Kronleuchter u.a. besteht beim näheren hinsehen aus Weingläser und Besteck…..Einige Zimmer wurden von Künstlern aus der Umgebung gestaltet. Vor ein paar Jahren hat der Besitzer gewechselt. Darum weiss ich nicht, ob es immer noch so ist.

  • filosof sagt:

    Gefällt mir ausserordentlich! Auch der grosse Leuchter. Mit weggeworfenen oder „unbrauchbaren“ Dingen kann man allerhand schöne Unikate schaffen.
    Würde ich in der Nähe wohnen, wäre ich dort Stammgast.
    Einmal war ich in einem Café in Norddeutschland. Das Mobiliar bestand aus den unterschiedlichsten Stühlen, Sofas und Tischen. Alles vom Brocki, aber noch gut erhalten. Urgemütliche Atmosphäre! Warum nur wird das nicht vermehrt so gemacht? Verstehe ich nicht.

  • geert sagt:

    Absolut genial. Aber ich sehe schon die Augenbrauen des (Bau)amtsschimmels hochziehen wenn ich versuchen würde hierzulande so etwas aufzuziehen…

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