Tausendundein Wohnmärchen

Wie wärs mit einem Ausflug in die Sahara, einem Besuch bei Scheherazade oder einer Übernachtung im Palast von Jaipur? Diese sommerlichen Wohnideen weisen Ihnen den Weg.

1 — Wüstencharme im Garten

Es müssen nicht immer Liegestühle sein! Wählen Sie exotische Möbel und verzaubern Sie damit den Garten oder die Terrasse. Die Zutaten dafür: marokkanische Poufs, indische Liegen, Teppiche, Beistelltischchen und Laternen. Alles wird angereichert mit Nomadenkissen und verspielten Sonnenschirmen. So wird das Leben unter freiem Himmel stilvoll entspannt. (Bild: Spell Designs

2 — Szenenwechsel

Manchmal genügt ein einzelnes Stück, und die Anmutung eines Zimmers wird komplett anders. Das ist hier mit einem orientalischen Paravent geschehen. Dieser wurde kurzerhand als Kopfende eines Bettes eingesetzt und entführt das Schlafzimmer somit in eine andere Welt. (Bild über: Tina)

3 — Nomadenzelt im Wohnzimmer

Kommen Sie diesen Sommer auf den Boden. Dort lebt es sich nämlich kühl und cool. Matratzenkissen, Kelimtepppiche und Tücher an der Wand ersetzen steife Sofas und schaffen eine entspannte Stimmung. (Bild über: A place I’d like to call home)

4 — Indian Summer

Ende der Neunzigerjahre hatte ich eine grosse Sariphase. Damals war eine neue Art von Hippiechic überall zu sehen. Vor allem im damaligen angesagtesten Viertel Londons, in Nottinghill, trugen die schicken, reichen Mütter knielange Kleider aus Saristoffen oder Jupes mit golddurchwirkten Bordüren, T-Shirts und Flipflops. Die Wohnmagazine waren voll von leuchtend pinkfarbenen Seidenkissen und Sarivorhängen und ich – die damals viel für Schweizer Kreativmagazine arbeitete, die es alle nicht mehr gibt – verwandelte indische Armreifen in Teelichterhalter und fädelte Nelken und Tagetes zu Blumengirlanden. Der Charme der damaligen Zeit hat durchaus wieder Platz in der Wohnung. Versuchen Sie es mit einigen Kissenbezügen aus Saristoffen und Sarivorhängen. Im Zürcher Kreis 4 finden Sie Geschäfte, die Saris verkaufen – und übrigens auch herrliche Foodshops mit Spezialitäten aus Indien, Thailand und andern fernen Ländern. (Bild über: Celebrations Decor)

5 — Wie in der Datscha

Die russischen Sommerhäuser heissen Datscha und sind, oder waren zumindest einmal, eingerichtet in einem entspannten russischen Folklorestil. Zu Hause könnte das so aussehen wie auf diesem charmanten Bild, entdeckt im Blog Lobster and Swan. Sie brauchen dafür viele bunte Decken und gemusterte Kissen auf Sofa, Betten und Sesseln, hübsche kleine, farbig gestrichene Holzmöbel, Blumen und liebevoll ausgewählte Souvenirs und Accessoires. 

6 — Kleinster Paradiesgarten

Manchmal braucht es wenig und ein Stück vom Paradies zieht ein. Versuchen Sie es wie hier mit einem hübschen orientalischen Teekrug, einigen Nelken und Büchern, die inspirieren. (Bild über: Celebrations Decor)

7 — Schlafen wie ein Maharadscha

Klar, den Palast kann man nicht einfach kopieren. Das Himmelbett aber schon. Bauen Sie ein Gestell um das Bett und zaubern Sie mit Saris fantastische Vorhänge drumherum. Ein leuchtend roter Samtstoff dient hier als Bettüberwurf, angereichert mit einem golddurchwirkten Sari. (Bild über: Classy Miss Molassy)

8 — Orientalischer Einbau

Bei dieser Umsetzung, die ich über das «Milk Magazine» entdeckt habe, finde ich nicht alles gelungen. Aber die Idee ist einfach und genial. Mit Regalen, Holz, das ornamentale Transparenz zeigt, und Lackfarbe wurde eine orientalisch anmutende Nische geschaffen. Eine Idee, die einem langweiligen Zimmer auf die Sprünge helfen kann. 

9 — Palast zum Entspannen

Der Modedesigner Matthew Williamson, der schon seit längerem auch Stoffe, Tapeten und Interiors kreiert, war einer der ersten, die die leuchtenden Stoffe und Farben Indiens in den 90er-Jahren auf den Laufsteg brachten. Er richtete zugleich seine Wohnung in London entsprechend ein. Hier hat er der Bar Nama auf Mallorca ein orientalisches Ambiente verpasst.

10 — Arabische Nächte

Am Schluss noch ein Selbermachprojekt. Wer weiss, vielleicht haben Sie ja in den kommenden Sommerferien Zeit, um Ihr Zuhause ein bisschen aufzufrischen. Ein Spitzenmuster an der Wand ist da eine wundervolle Idee. Ein solches, wie hier auf dem Bild, das ich über den Blog Useful DIY Projects gefunden habe, kann man mit Goldfarbe und Schablonen an die Wand zaubern. 

Credits: 

Blogs und Magazine: Useful DIY ProjectsMilk MagazineClassy Miss Molassy, Celebrations Decor, Lobster and SwanA place I’d like to call homeTina
Interiordesign: Matthew Williamson
Shops und KollektionenSpell Designs 

 

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