Mittelalter wird Moderne

Die italienischen Architekten Giardini Gibertini haben in Urbino aus alten Ruinen moderne Wohnhäuser gebaut.

Architektur: Giardini Gibertini Architects

Modern und doch uralt stehen die Häuser der Architekten Giardini Gilbertini stolz auf den höchsten Hügeln im italienischen Urbino.

Das Betörende an den Häusern von Urbino ist ihre konsequente Schlichtheit. Keine überflüssigen Rinnsteine oder sichtbaren Abflussleitungen stören die Formstärke der Architektur.

So wirken sie auf modernste Art wie auf historischen Abbildungen. Die unterschiedlichen Häuserkomplexe formen eine Art Weiler und korrespondieren wunderschön mit der Landschaft. Damit auch das Parkieren nicht stattfinden kann, führt der Hauptzugang direkt in eine unterirdische Garage. 

Im Innern ist nichts mehr von historischer Stimmung zu spüren. Hier bestimmen moderne Materialien und Raumaufteilungen den Innenausbau. 

Alle Möbel des Hauses wurden vom Architekturbüro Giardini Gibertini entworfen. In der oberen Etage befinden sich die Schlafräume, welche mit edlen Holzpaneelen ausgestattet sind. 

Zur Villa gehört ein Swimmingpool, der hier den leuchtend blauen Nachthimmel reflektiert.

Credits: 

Architekten: Alice Gardini und Nicola Gibertini 
Fotos: Enzio Manciucca

 

12 Kommentare zu «Mittelalter wird Moderne»

  • Rein sagt:

    Ja, ja, genau so. In besten grammatikalischen Deutsch, genau das meine ich mit Nihilismus, Sachlichkeit, klare Linien. Bravo, mehr davon.

  • JoeCH sagt:

    Da habe ich aber schon bessere Beispiele gesehen, wie alte Gebäude mit modernen Elementen kombiniert wurden. Besonders innen innen sind die Gebäude kahl, kalt und ungemütlich. Aussen wurde zwar die Form und die Fassade konserviert. Die Holzelement finde ich aber weder sehr innovativ noch irgendwie besonders schön.

  • Lila Flieder sagt:

    Ich habe ein faible für solche Steinfassaden und obwohl ich kein eingefleischter Gegner von Betonarchitektur bin, wurden m.E. die Innenräume damit überproportional gestaltet – eine teilweise Miteinbeziehung des Aussenmaterials könnte die ‚Härte‘ deutlich abmildern….

  • Markus Weilenmann sagt:

    Endlich kommt da jemand und räumt mit der sterilen modernen „Klötzli-Architektur“ auf, welche unsere Quartiere, Dörfer und Städte verwüsten und zeigt, was wir von der architektonischen Zeitgeschichte lernen können. Die Kombination von Mittelalter und Moderne erinnert mich etwas an den (Festungs-)Stil von Botta. Der Innenausbau entspricht natürlich den heutigen gehobenen Ansprüchen, denn ein solcher Bau ist ja gewiss nicht günstig, die Idee dazu aber bestechend. Elegante Sonnenschirme dazu lassen sich bestimmt noch finden!

  • Zora sagt:

    Wo ist das Leben geblieben? Draussen? Drinnen? Ich finde es nicht auf diesen Bildern. So geht das Herz nicht auf.
    Auch eine starke Formsprache sollte sich nicht über die Lebendigkeit hinwegsetzen. Sonst ist das ganze – meiner Meinung nach – der Lebensfreude nicht dienlich.

  • maike sagt:

    Also innen finde ich das schon historisch – nicht so mit dem modernen Nippes überladen sondern eher spärlich mobliert. Beschränkung auf das Wesentliche. Und ein abendliches Bad unter freiem Sternenhimmel stelle ich mir gigantisch vor !

  • Beni Schwarzenbach sagt:

    Hammer.
    Ich glaube es ist das erste Objekt in diesem Forum, bei dem wirklich das Gebäude selber beeindruckt und nicht nur die Umgebung drum herum.

  • Beat Kempf sagt:

    Auf den ersten Blick eine tolle, karge Architektur, doch kann man hier Wohnen? Ich denke an den Aussenraum, wo ich keinen überdachten Sitzplatz sehe. Wie wohnt es sich im Sommer ohne Schattenplatz? Hier fehlt doch etwas. Der Gebäudekomplex ist eine Selbstverwirklichung der Architekten, deshalb auch keine Möbel vor dem Haus, sie würden die Architektur stören.

  • R. A. Green sagt:

    Aussen interessant, ich habe eine Schwäche für solche Fassaden; zwar fehlt mir etwas einheimisches Grün auf den wunderbaren Anschlussflächen. Innen, oh ja, da habe ich etwas Mühe: ich werde zu deutlich an eine militärische Festung erinnert, mit Sichtbeton kann ich mich in Innenbereichen einfach nicht anfreunden. Es friert mich irgendwie.

  • Georg sagt:

    Kurz gesagt: aussen fix, innen nix. Schade.

  • werner boss sagt:

    Und wie ist das wohl so mit der Akustik in diesen hohen Betonbunkern? Da kann sich sicher auch Einer alleine unterhalten, als wären 5 im Raum.

Kommentar

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