Die zehn besten Gemütlichmacher

Gemütlichkeit ist eine Entscheidung! Diese zehn Tipps helfen Ihnen bei der Umsetzung.

1 — Die Details

Bei der richtigen Gemütlichkeit geht es nicht um das grosse Statement, sondern um den kleinen Unterschied. Es liegt ein Extrakissen auf dem Sofa, und dieses ist nicht mit Pailletten bestickt. Bücher sind ein wichtiger Teil der Wohnung, aber sie sind nicht nach Farben geordnet, sondern selbstverständlich da – auch in der Küche. Kochen trägt viel zur Gemütlichkeit bei, denn was wäre Wohnen ohne hausgemachte Kost. Behaglichkeit hat auch viel mit Grosszügigkeit zu tun und mit Ungezwungenheit. Es sind nicht die drei Mangos in der Keramikschale, die «Willkommen zu Hause» aussagen, sondern Schüsseln und Schalen, die prall gefüllt sind mit Früchten, Nüssen oder Gemüse. Sie sind nicht bloss zur Dekoration da, sondern werden auch regelmässig gebraucht. Natürlich ist auch das Licht von grosser Bedeutung. Warm soll es sein, punktuell verteilt und aus hübschen Leuchten strahlen. (Möbel und Wohnaccessoires von Artiana)

2 — Die Liebe

Eine Wohnung ist erst dann richtig gemütlich, wenn man merkt, dass darin gelebt wird. Hundeleinen und Gummistiefel am Eingang, Kinderspielzeuge, die auch mal irgendwo sind und nicht nur fein säuberlich verstaut, der eine oder andere Flecken, Gebrauchsspuren, frische Blumen, Zimmerpflanzen, denen man ansieht, dass sie gedeihen: Das alles sind Zeichen der Liebe – und diese ist auch zu Hause am wichtigsten. (Bild über: A better happier St. Sebastian)

3 — Die Hingucker

Langeweile ist nie gemütlich. Brechen Sie also ruhig Regeln, mischen Sie Stile und kokettieren Sie mit Auffälligem. Eine Wohnung, die einige Überraschungen bietet, in der starke Stücke selbstverständlich sind, ist gemütlicher als ein beiges, nettes Einerlei. (Bild über: A place i’d like to call home)

4 — Das perfekte Sofa

Ein Sitzplatz, der wirklich einlädt, ist das A und O einer gemütlichen Wohnung. Wer ein Sofa besitzt, das so aussieht und sich anfühlt, als ob es aus einem Wartezimmer stammt, der entspannt sich nie richtig darauf. Ein gemütliches Sofa ist weich, kuschelig, hat die paar Extrakissen, wirkt, als ob es offene Arme hat, und ist immer freundlich. (Bild über: Libertyn)

5 — Die Sinnlichkeit

Gemütlichkeit ist eine grosse Gefühlssache. Dabei ist Sinnlichkeit ein wichtiges Element. Farbe, Materialien, Stil und die Freude am Wohnen wollen spürbar und fassbar sein. Alles, was Sie für die Wohnung auswählen, und die Art und Weise, wie Sie es arrangieren, Bettwäsche und Samtdecke, hat eine Bedeutung. Denken Sie also nicht, dass es die verfärbte olivgrüne Bettwäsche mit den fehlenden Knöpfen schon tut, bloss weil Sie die Schlafzimmertüre eh immer zu haben. Essen Sie nicht von hässlichem Geschirr, und füllen Sie Ihre Kissen nicht mit knisternder Acrylwatte. Gehen Sie immer mit der Liebe zur Schönheit und zu echten, wertigen Dingen vor. Egal ob Sie etwas Neues kaufen oder mit dem Vorhandenen Stimmung erzeugen. (Bettwäsche von H+M Home)

6 — Die Persönlichkeit

Charakter und Eigenständigkeit sind ebenfalls wichtige Attribute in einer Wohnung. Echte Gemütlichkeit kommt nur dann auf, wenn die Bewohner auch erkennbar sind. Gut, es gibt auch Menschen, denen Sitzsäcke, ein grosser Bildschirm und leere Regale reichen – aber die lieben oder brauchen eben die Gemütlichkeit nicht. (Bild über: Gravity)

7 — Der Duft

Wenn man eine Wohnung betritt und es müffelt nach abgestandener Luft, dem Braten von vorgestern oder dem angebrannten Toast vom Frühstück, möchte man am liebsten gleich wieder kehrtmachen. Aber auch aufdringliches Raumparfüm kann ziemlich ungemütlich wirken. Das Wichtigste ist die Durchlüftung. Machen Sie ab und zu die Fenster richtig auf, auch wenn es draussen kalt ist. Gute Gerüche entstehen zum Beispiel mit dem Aufkochen von Gewürzen, Kräutern und Agrumen, wie Zitronen oder Orangen. Es gibt auch gute Raumdüfte, die natürlich sind und unaufdringlich. Ich habe eben erst das Raumparfüm von Aesop entdeckt. Meine Lieblingsduftkerzen sind von Diptique, und in der Toilette schwöre ich auf die Post Poo Drops von Aesop. (Bild über: Britta Nickel)

8 — Der Mut

Angst lässt keine Wohnlichkeit entstehen. Wenn man sie jedem Möbelstück und der Art, wie es arrangiert ist, ansieht, wirkt eine Wohnung schnell wie ein Showroom. Haben Sie Mut! Mut zur Farbe, zur Exzentrik, zu seltsamen Dingen, zu der gewagteren Version, zur Abwechslung und vor allem Mut, so zu wohnen, wie es Ihnen wohl ist. Denken Sie nicht an die anderen, die Nachbarn oder die Freunde – die leben nämlich nicht in Ihrer Wohnung. (Bild über: My Domaine)

9 — Die Farbe

Farben gehören für mich dazu. Klar, auch eine weisse oder anderweitig monochrome Wohnung kann Gemütlichkeit vermitteln – aber irgendwie wirken farblose Wohnungen halt farblos. Es braucht auch hier nicht das grosse Statement, wie etwa alle Wände in Farbe zu kleiden. Ein farbiger Teppich, Vorhänge, Kissen, ein Möbelstück und Wohnaccessoires, die Farbe zeigen, machen auch schon viel aus. (Bild über: Gravity)

10 — Die Wärme

Der letzte der zehn besten Gemütlichmacher ist die Wärme: Je kälter es draussen ist, umso wichtiger wird die Wärme im Haus. Damit man sie vollumfänglich spürt, genügt aber blosses Heizungsaufdrehen nicht. Legen Sie Teppiche auf die Böden, spielen Sie mit Fellen und Decken. Auch Farben und Licht helfen, Wärme zu vermitteln und natürlich die Stimmung – eine warme, willkommene Atmosphäre im Haus macht dieses ganz automatisch heimelig. (Bild über: Libertyn)

Credits: 

Blogs und Magazine: Libertyn, GravityMy Domaine, Britta NickelA better happier St. SebastianA place i’d like to call home
Shops und Kollektionen: H+M HomeArtiana

 

12 Kommentare zu «Die zehn besten Gemütlichmacher»

  • Doris sagt:

    wow, der pink farbene Schrank ist genial!

  • Esthėe sagt:

    Auf der anderen Seite des Zimmers lodert sicher das Kaminfeuer.

  • Monica Rosier sagt:

    Im Bild Nummer 10 liegen etwa 8 tote Tiere am Boden. Das nenne ich nicht gemütlich sondern grotesk.

  • Sara Juni sagt:

    Immer noch und immer wieder spürt man die Leidenschaft zwischen den Zeilen. Schöne Fotos, leichtflüssiger Text, gute Ideen… Bravo Frau Kohler, ihr Blog ist einzigartig, das muss einfach auch mal gesagt werden, einzigartig besonders auch für die Schweiz. Ich bin froh gibt es sie. Eins der ersten Dinge die ich tue wenn ich aus den Ferien zurückkehre, ist, ihren Blog zu lesen ;-).

  • Zora sagt:

    Wunderschöne Farbgebung in Bild Nr. 6.
    Aber sagen Sie mal – was hängt da für ein bild rechts an der Wand?

    Liebe Grüsse aus Bern, Zora

  • Christine sagt:

    Einfach bitte keine Geweihe (erstes Bild), sonst sind wir gesinnungssmässig dann bald bei den Jagdtrophäen von Trump…….

    • bohrerin sagt:

      aber so ein geweih (nicht zu verwechseln mit gehörn) wird doch jedes jahr vom hirsch abgestossen, mit etwas glück, findet man so etwas im wald und warum soll ich das nicht mitnehmen, nur weil so ein wesen mit nem explodierten handfeger auf dem kopf ein nicht eben sympathischer präsident ist?

  • Bufi sagt:

    Beim letzten Bild musste ich herzhaft lachen! Gerade dieses Bild mit dem Titel „Die Wärme“ lässt mir vor Kälte das Blut in den Adern gefrieren. Da nützen auch die schicken Felle am Boden nichts. Aber anonsten ein toller Beitrag.

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