Zehn 15-Minuten-Rezepte

Avocado mit Rührei oder Tortellini mit Ricotta: Diese feinen Gerichte gehen schneller als eine Fertigpizza.

1 — Tortellini mit Ricotta

Es gibt köstliche Tortellini oder Ravioli, die man fertig kaufen kann. Jeder hat seine Lieblingssorte. Es lohnt sich aber immer, bei einem italienischen Traiteur oder im kleinen Laden nach hausgemachten Spezialitäten zu suchen. (Bild: Food 52)
Und so gehts: 
Tortellini in Bouillon kochen. Jede Portion mit einem Löffel feinem Ricotta, schwarzem Pfeffer und geriebenem Parmesan servieren.

2 — Beans on Toast

Dosenfutter ist nicht immer schlecht. Auch hier hat jeder seinen geheimen Helden. Meiner sind die Baked Beans von Heinz. Diese gehören einfach in einen Haushalt, wo Engländer wohnen! Denn Beans on Toast ist wahrscheinlich das meistgegessene Gericht Grossbritanniens. Man kann es auch ein bisschen aufpeppen, damit es nicht gar so nach Fertiggericht aussieht und schmeckt. (Bild: The First Mess)
Und so gehts: 
Specktranchen in Streifen schneiden und diese in ein wenig Butter oder Olivenöl langsam knusprig rösten. Thymian dazugeben. Die Bohnen kochen und dann den Speck mit dem Thymian (ohne Fett) unter die Bohnen mischen. Mit Pfeffer würzen. Sie können statt Speck auch Pilze oder Zwiebeln nehmen. Dann mit der Butter oder Olivenöl und dem Thymian unter die Bohnen mischen. Dann servieren Sie die Baked Beans über einem Stück gerösteter Ciabatta.

3 — Avocadosandwich

Sandwichs brauchen keinen Schinken oder Salami, um zu schmecken. Avocado und Ei geben zusammen eine feine Füllung ab. Zusammen machen sie ein Brötchen zu einem kleinen, aber feinen Gericht. (Bild: The Awesome Green)
Und so gehts: Schneiden Sie ein frisches Vollkornbrötchen in zwei Hälften. Mischen Sie Sprossen wie Rettich oder Kresse mit gehackter Petersilie, Schnittlauchringli, Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer. Belegen Sie das Brötchen mit Avocadoscheiben. Geben Sie etwas vom Sprossensalat dazu. Dann legen Sie ein Spiegelei darauf und bedecken dieses mit einer zweiten Portion Sprossensalat. Zudecken und geniessen!

4 — Zerquetschte Kartoffeln

Gut, so ganz als 15-Minuten-Gericht gilt dieses nicht. Sie brauchen nämlich dafür fertig gekochte, kleine Gschwellti. Wenn Sie diese haben, geht es im Nu! (Bild: The Minimalist Baker)
Und so gehts:
Zerdrücken Sie fertig gekochte, kleine Kartoffeln mit der Gabel. Träufeln Sie Olivenöl darüber, und rösten Sie alles im 220 Grad heissen Backofen 10-15 Minuten. Servieren Sie die Kartoffeln mit einer Pestosauce und Zitrone. Für die Pestosauce mischen Sie einen Bund Basilikumblätter mit einer Handvoll Petersilienblättern, einer Handvoll Pinienkernen, 2 EL Ricotta, 1 EL Ziegenfrischkäse, 2 EL Olivenöl, 1 EL Zitrone, Salz und Pfeffer.

5 — Italienischer Antipastoteller

In meiner Kindheit gab es zum Znacht meistens kalte Gerichte und Schwarztee. Natürlich mochte ich das nicht besonders, aber heute empfinde ich es als sehr chic. Meine Eltern servierten dazu meist verschiedene Joghurts, Bündnerfleisch, Salami, Landjäger, Oliven, verschiedene Käse und Schwarzbrot. Es gab auch Tomaten und Salat, Trauben und Apfelstücke. (Bild: B comme bon)
Und so gehts: 
Zu einer typischen italienischen Platte gehört italienische Charcuterie wie Rohschinken, Salami, Mortadella, Bresaola. Auch Käse wie Provolone, Parmesan, Pecorino und Gorgonzola darf nicht fehlen. Servieren Sie dazu Oliven und rohes Gemüse wie Fenchel, Tomaten, Rüebli oder Sellerie mit Olivenöl und Zitrone. Rösten Sie Brot, und stellen Sie auch einige Crostinisaucen dazu. Am besten eine fertig gekaufte.

6 — Pasta mit Blumenkohl

Seit ich entdeckt habe, wie schnell das Blumenkohlrösten geht und wie herrlich er schmeckt, ist er zu meinem Lieblingsgemüse geworden. Auch Pasta kann man damit machen. (Bild über: Pure Wow)
Und so gehts: 
Wenn es wirklich schnell gehen muss, dann machen Sie eine schnelle Pasta wie Taglierini. Schneiden Sie Blumenkohl in ganz kleine Röschen, und legen Sie sie auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Träufeln Sie Olivenöl darüber, und geben Sie Salz dazu. Im 220 Grad heissen Backofen ca. 10 Minuten rösten, in der Halbzeit wenden. In der Zwischenzeit kochen Sie die Taglierini al dente. Mischen Sie den Blumenkohl unter die Pasta, geben Sie gehackte Walnüsse und gehackte Petersilie dazu, und mischen Sie zum Schluss ein wenig Ricotta oder Ziegenfrischkäse darunter.

7 — Salat mit Sardinen

Für eine Fotoproduktion musste ich ganz viele hübsche Dosen mit Fisch kaufen. Die sahen einfach toll aus auf dem Küchenregal. Ich habe sie im Team verteilt und einige in meinem Schrank gestapelt. Darunter waren auch Sardinen. Die kaufe ich sonst nicht, aber mein Mann liebt sie erstaunlicherweise. In England esse man ziemlich oft Sardinen auf Brot, wie er mir erklärte! Sie sind wirklich sehr schmackhaft und salzig, zaubern für mich aber eher ein mediterranes Sommergefühl auf den Tisch als englische Teatime-Gemütlichkeit. (Bild: Eating Well)
Und so gehts: 
Mischen Sie Gurkenstücke, Tomatenstücke, Oliven, Kichererbsen und Feta. Geben Sie Zitronensaft darüber, Olivenöl und getrockneten Oregano. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit Sardinen darüber servieren. 

8 — Avocado mit Rührei

Avocados sind gesund und nahrhaft. Und man kann schnell etwas Köstliches zaubern damit. (Bild: Very Breakfast)
Und so gehts: 
Belegen Sie eine Schwarzbrotscheibe mit Avocado, und servieren Sie ein Rührei darüber. Streuen Sie Kressesprossen und Frühlingszwiebelringli darüber, und würzen Sie mit Salz und Pfeffer.

9 — Mini-Küchlein

In einer Muffinform lassen sich auch ganz andere Dinge backen als Muffins. (Bild: Eatwell 101)
Und so gehts: 
Schneiden Sie einen fertigen, ausgewallten Blätterteig in passende Quadrate. Drücken Sie diese Teilquadrate in die ausgeölten Muffinformen. Geben Sie auf jedes Teigbödeli einen Löffel Tomatensauce, dazu nach Belieben eine Extrazutat wie eine Salami- oder Chorizoscheibe, ein Pilzchen, eine eingelegte Artischocke oder eine Sardelle. Geben Sie ein Stückchen Mozzarella dazu, und backen Sie alles im 220 Grad heissen Backofen 15 Minuten.

10 — Polenta mit Champignons

Dank der schnellen Polenta kann man mit praktisch null Aufwand subito ein herbstliches Wohlfühlgericht auf den Tisch zaubern. (Bild: My Fitness Pal)
Und so gehts:
Machen Sie eine schnelle Polenta gemäss Packungsangaben. Dabei geben Sie lieber mehr Milch rein als Wasser und auch ein wenig gute Bouillon. Bereits mit der Milch gebe ich auch viel Butter rein. In der Zwischenzeit schneiden Sie Champignons in Stücke und braten diese mit ein wenig fein gehacktem Knoblauch, gehacktem Rosmarin und Thymian in Olivenöl an. Giessen Sie ein wenig Weisswein dazu, und geben Sie ein Stückchen Butter in die Sauce. Dann die Polenta mit den Champignons und nach Belieben mit ein wenig geriebenem Käse dazu servieren. 

Credits: 

Foodblogs und Magazine: The Minimalist Baker, My Fitness Pal, Eatwell 101Very Breakfast, Eating Well, Pure Wow, B comme bon, The Awesome GreenThe First MessFood 52

11 Kommentare zu «Zehn 15-Minuten-Rezepte»

  • Peter sagt:

    Beans on toast – das ist nur etwas für Hartgesottene. An einem Toast liebe ich, das es halt kross und eben getoastet ist. Sobald man aber diese Beans drüber kippt, verwandelt sich das alles in ein labberiges etwas – zumindest bei mir.

  • Sandra sagt:

    Das klingt alles sehr lecker, vielen Dank für die Inspiration! Drei davon gibt’s ganz bestimmt im Laufe der nächsten Woche.

  • Philip sagt:

    Liebe Frau Kohler, mit ihren Kochvorschlägen kann ich mich jeweils um Lichtjahre besser anfreunden als mit ihren Dekorationsideen. An mir kann das nicht liegen :).

  • Walter König sagt:

    Ich vermisse eine Funktion, um das eine oder andere Rezept auszudrucken! Wie geht’s?

    • Georg sagt:

      Markieren und Kopieren sie das gewünschte Rezept und fügen es in eine Textdatei ein. Danach speichern oder ausdrucken. Auf halbfestem Papier gedruckt (A5) und laminiert, ergibt ein handliches, brauchbares Rezept in der Küche. Nach dem Kochen sauberwischen und ich lege ich es wieder in eine Schachtel.

    • Engler sagt:

      Das Rezept kopieren und in einem Word Dokument einsetzen, speichern und drucken. En Guete

    • Lieber Herr König, ich habe vergessen diesen Beitrag zu formatieren, habe das aber nun gemacht und Sie können ganz einfach, wie bei allen andern Rezepten, den Print-Button drücken ;-) En Guete!

  • Stibe sagt:

    Kürzlich habe ich frische Ravioli mit Tomaten Mozzarella Füllung gegessen und auf die heissen Ravioli habe ich etwas Zigerbutter getan. Der herbe Zieger mit den Ravioli schmeckte lecker. Weitere lustige Kreationen finden Sie immer wieder auf meinem Amateurblog: http://www.lustvollkochen.wordpress.com

  • filosof sagt:

    Sehr schnell und sehr lecker mache ich oft: Teigwaren aufsetzen. In der Zeit bis sie weich sind, eine Dose Thunfisch in eine kleine Pfanne, zerdrücken. Currypulver, 1 Teel. Gemüsebrühe von Morga, etwas Rahm mit Maizena anrühren, alles vermengen, kurz aufkochen, fertig.

  • Andrea sagt:

    Schöne Rezepte, aber weshalb immer wieder diese Pasta? Wie wärs mit einem tollen Asiatischen Reisgericht? Ich mache oft Backofen-Rezepte wenn die Zeit fehlt, das hat den Vorteil, dass sich diese von selbst zubereiten. Gebackenes Gemüse, Eier, Fisch, Aufläufe, etc. geht alles ganz schnell. Der ganze Tagi als auch der Blog von Herr Tingler ist übrigens smartphone-friendly. Wann passen sich die die restlichen Blogs endlich an? So schwierig kann es ja nicht sein.

Kommentar

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