Ein Dutzend Ideen für schönere Kinderzimmer

Haben Sie Ihren Kindern zum Schulanfang ein attraktiveres Zimmer versprochen? So gelingt das mühelos.

Das allererste, kleine Wohnreich des Nachwuchses, das Kinderzimmer, ist weder Chaosbude noch Showroom. Je schöner und wohnlicher es ist, umso mehr kann es ein Kind auch für Schönheit und Wohnlichkeit sensibilisieren. Das bedeutet nicht, dass alles total durchgestylt sein muss. Aber ein wenig Veredelung kann keinem Kinderzimmer schaden.  (Bild: Castle and things)

 

Schönere Farben

Was mir oft auffällt, wenn es um Kinderzimmereinrichtungen oder Kinderspielsachen geht, sind die reinen Grundfarben. Ich verstehe das überhaupt nicht. Rot, Blau, Gelb und Grün in der reinen Grundform sind mit dem besten Willen keine idealen Wohnfarben. Sie funktionieren als Akzent, aber auch da genügt eine der reinen Farben vollkommen. Alle zusammengemischt sind unattraktiv.  Gönnen Sie Ihren Kindern schönere Farben in ihren Zimmern! Hier ist das mit dunklen, harmonischen Blautönen und einem Akzent von Goldgelb geschehen. Es wirkt harmonisch, weil die Farben nicht rein, sondern gebrochen sind. (Bild über: Husligheter)

Versteckspiel

Ein zweites, wichtiges Thema in Sachen Kinderzimmer ist die Ordnung. Ich bin alles andere als ein Minimalist, und ich finde, dass viele Gegenstände inspirierend wirken. Aber alles muss ein Zuhause haben – Boxen, Schubladen, Regale, Schränke. In diesem Kinderzimmer ist das clever gelöst mit einem kleinen, begehbaren Raum mit Schiebetüren. Auch Vorhänge sind gute «Verstecke». Ordnung wird somit zweistufig. Es wird möglich, ganz schnell alles hübsch und ordentlich aussehen zu lassen. Hinter dem Vorhang kann man kann dann in regelmässigen Abständen aufräumen. Zudem inspirieren solche gut geplanten Ordnungshüter dazu, lieber aufzuräumen. (Bild über: Planete Deco)

Der beste Schrank

Ich mag sie nicht besonders, diese grossen, meist weissen Schranksysteme der Möbelhäuser. Zudem wirken sie in einem Kinderzimmer völlig übertrieben. Entscheiden Sie sich besser für einen alten Holzschrank. Möbeln Sie ihn mit den entsprechenden Tablaren und anderem praktischem Innenleben auf, und verpassen Sie ihm einen attraktiven Anstrich. Damit schaffen Sie ein praktisches und sehr emotionales Möbel, welches Ihr Kind lange begleiten kann. (Bild über: The way we stroll)

Ein eigenes Reich

Kinder ziehen sich gerne zurück. In Hütten, Zelte und Nischen. Schaffen Sie ein attraktives Rückzugsgebiet, eigene kleine Reiche.  Zelte oder Häuser in Zeltform sind dafür die beste, attraktivste und schnellste Möglichkeit. Man kann sie fertig kaufen oder natürlich auch selber basteln. (Bild über: Mokkasin)

Zwei in einem

Oben schlafen- unten wohnen: Eine andere clevere Lösung, den Kindern eine Art Hütte im Haus zu bieten, ist ein Hochbett. (Bild über: Domino)

Schönes Nebeneinander

Nicht alle Kinder haben ein eigenes Zimmer. Bei mehreren Betten in einem Zimmer sieht es viel schöner aus, wenn diese einen optischen Bezug zueinander haben. Mischen Sie zum Beispiel die Bettwäsche unterschiedlich. Das geht ganz einfach, indem Sie von jeder Bettwäsche eine Garnitur kaufen und sie auf den verschiedenen Betten unterschiedlich einsetzen. (Bild über: Hide and sleep)

Ab ins Körbchen

Wunderschöne Kinderbetten (die übrigens auch ein prima Tagesbett abgeben können) habe ich bei AM PM bei La Redoute entdeckt. Die schlichten und erst noch günstigen Betten heben sich deutlich ab von den üblichen Kindermöbeln und bringen ein bisschen Bohocharme ins Kinderzimmer.

Alt und schön

Ebenso schön sind alte Stücke. Durchstöbern Sie Brockenhäuser und Antikshops nach alten Betten. Man benutzte früher oft Einzelbetten, die heute nicht mehr so gefragt sind. Das macht sie perfekt für Kinderzimmer. Sie brauchen allerdings meist einen Neuanstrich und ein bisschen Liebe. Vorhänge sind da immer eine gute Idee, denn Sie grenzen auch das Schlafreich ab. (Bild über: Keltainen talo rannala)

 

 

Musterhafte Lösung

Ein guter Trick, um Unordnung oder Durcheinander optisch zu verstecken, sind gemusterte Tapeten. Diese Idee funktioniert nach dem Prinzip «Nachdoppeln». Wenn der Hintergrund auch ein bisschen wild ist, muss das Davor nicht durchgestylt und gepützelt sein. Das muss es meiner Meinung nach grundsätzlich sowieso nie. Wohnungen und Räume, die zu  gestylt sind, fehlt meist die Seele, und sie inspirieren nicht. (Bild über: The effortless chic)

Ein Platz für Hausaufgaben

Ein wichtiger Pfeiler im Leben eines Schulkindes sind die Hausaufgaben. Dafür braucht es einen geeigneten Ort. Schaffen Sie einen Platz im Kinderzimmer oder an einem anderen Ort in der Wohnung, wo Ihr Kind ungestört und gerne arbeitet. Das kann auch ein mobiler Platz sein. Dabei hilft zum Beispiel ein Trolley, auf dem immer die wichtigsten Dinge liegen, die das Kind für die Hausaufgaben braucht. (Bild über: Design improvised)

Platz zum Lesen

Genauso wichtig ist auch ein Ort, der zum Lesen inspiriert. Sorgen Sie unbedingt dafür, dass Ihr Kind Bücher, Zeit und einen Platz zum Lesen hat. Denn die Erfahrung, dank guten Büchern in eine andere Welt abzutauchen, beginnt zu Hause. (Bild über: Young house love)

 

Credits: 

Blogs und Magazine: Young house loveDesign improvised, The effortless chic, Keltainen talo rannala, Hide and sleepDominoMoccasin, The way we stroll,: Planete Deco, Husligheter
Shops und Kollektionen: La RedouteCastle and things

7 Kommentare zu «Ein Dutzend Ideen für schönere Kinderzimmer»

  • KR sagt:

    Ich werde den Eindruck nicht los, dass diese Zimmer vor allem den Erwachsenen gefallen, die meinen zu wissen, was Kindern gefalle…

  • Ursula sagt:

    Als Anregung: wunderschöne Naturfarben von kt.color Uster

  • Adriano Maranta sagt:

    Verschiedenfarbige Duvets in einem Mehrbettzimmer führen nur zu Zoff. Da wollen in den allermeisten Fällen diese Terroristen nämlich die und nur genau die Duvetfarbe, welche das andere Kind gerade hat. Staubfangende Vorhänge? Die sind mir echt zu doof zum Putzen. Lieber allenthalben eine Zelthütte mit Betttüchern und Wäscheklüppli spannen. Warum soll man ein Kinderzimmer in einer durchgehenden Grundfarbe gestalten, wenn alle drei Monate die Lieblingsfarbe ändert? Und was soll diese riesige Beige mit vertikal aufgeschichteten Büchern? Spielt da jemand World Trade Center? Ich denke, wir müssen aufpassen, dass wir nicht „zum Wohl des Kindes“ deren Zimmer so designen, dass sie vor allem zu unserem Wohl geraten.

  • Bufi sagt:

    Bei so tollen Kinderzimmern möchte man gerne wieder Kind sein.

  • Caroline sagt:

    Warum Grundfarben? Weil sie den Kindern gefallen. Weil differenziertes Farbensehen erst im Lauf der Jahre erlernt wird. Und weil Kinderzimmer in erster Linie den Kindern gefallen sollen.

  • Agathe sagt:

    Ein wunderbarer Beitrag! Ich hatte schon das Gefühl, alle Kinderzimmer seien neuestens grau mit schwarz-weiss-graphischen Elementen und einem obligatorischen String-Wandregal mit wenigen, exklusiven Ausstellungsstücken drauf, die farblich perfekt zum Rest der Einrichtung passen. Für Kinder nicht gerade gemütlich und inspirierend, wie ich finde.
    Ihre Ideen und Überlegungen gefallen mir rundum und haben mich darin bestätigt, Räume für meine Kinder zu schaffen, die in erster Linie voller Atmosphäre sind.

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