Italienische Sommerrezepte

Wie kann man Sommer, Sonne und Ferienstimmung noch toppen? Mit diesen herrlichen, einfachen italienischen Sommerrezepten.
Bruschette mit Tomaten
Es muss im Sommer nicht das Schinkenbrot sein, das den kleinen Hunger stillt oder ein Glas Wein begleitet. Machen Sie Bruschette mit frischen Tomaten – und Sie sind im Genuss-Himmel. (Bild: Simple Cuisine)
Und so gehts:
Reiben Sie Brotscheiben mit einer Knoblauchzehe ein, beträufeln Sie sie mit ein wenig Olivenöl und rösten Sie sie auf dem Grill. Halbieren oder vierteln Sie kleine Tomaten. Mischen Sie sie mit ein wenig Olivenöl, Rotweinessig, Salz und gehacktem Basilikum. Dann verteilen Sie die Tomaten grosszügig auf den Brotscheiben und geniessen sie. 
Caponata
Eine sizilianische Caponata kann man auch kalt geniessen, und sie gibt mit einem Stück Ciabatta oder auf dem Grill geröstetem Brot die perfekte Sommermahlzeit ab. (Bild: Lazy Cat Kitchen)

Zutaten:

Zubereitung:

Olivenöl

3 Auberginen

2 Schalotten, gehackt

2 Knoblauchzehen, fein gehackt 

2 Selleriestangen, in Stücke geschnitten

400 g Tomaten

1 EL Kapern, in Salz eingelegt und gewaschen

50 g Oliven

1 Handvoll Rosinen

1 Handvoll Pinienkerne

1 Handvoll Pfefferminzblätter

1 dl Rotweinessig

 

Schneiden Sie die Auberginen in Würfel und braten Sie sie in reichlich Olivenöl rundum an, etwa 15 Minuten, bis sie gekocht sind. Legen Sie sie auf ein Küchenpapier. Im verbleibenden Öl dünsten Sie nun die Schalotten an, geben Sie den Sellerie dazu und dünsten diesen auch einige Minuten an, geben Sie den Knoblauch bei, und wenn dieser duftet, geben Sie die Kapern bei, giessen den Essig darüber und lassen diesen verdampfen. Dann kommen die Tomaten dazu und die Rosinen und Oliven. Geben Sie die Auberginen dazu, würzen Sie mit Salz und Pfeffer und köcheln alles zugedeckt etwa 40 Min. Rösten Sie die Pinienkerne und servieren Sie die Caponata mit den gerösteten Pinienkernen und den Pfefferminzblättern. 

Pizza mit Prosciutto
Stellen Sie sie sich vor, Sie sitzen an einem kleinen Bistrotisch in einer Trattoria am Meer. Das klappt mit einer guten Pizza, einem Glas kühlen Wein auf dem Balkon oder bei offenem Fenster besonders gut. (Bild: What’s Gabi cooking)
Und so gehts:
Machen Sie einen Pizzateig selber oder kaufen Sie einen feinen fertigen Teig. Meinen Lieblingsteig dafür habe ich bei Manor Food entdeckt. Der Bioteig von Coop ist meine zweite, schnelle Wahl. Da ich den Teig nicht selber mache, koche ich dafür die Tomatensauce selbst. Dafür schneiden Sie Tomaten in Stücke, ich liebe die kleinen, diese haben einfach mehr Goût. Geben Sie Olivenöl, eine oder zwei zerquetschte Knoblauchzehen und einen halben halbierten Peperoncino in die Pfanne. Alles erhitzen, und wenn der Knoblauch duftet, die Tomaten beigeben. Dann kommt eine Handvoll zerrissener Basilikum dazu, Salz und eine Prise Zucker. Ich lasse die Tomatensauce etwa 20 Minuten köcheln, es ist gut, wenn sie ein bisschen einkocht, denn für die Pizza braucht es eine «trockene» Sauce. Wallen Sie den Pizzateig aus. Ich bestreiche ihn immer noch mit ein wenig Olivenöl. Dann die Sauce darüber verteilen. Ich nehme vorher Knoblauch, Peperoncino und grosse Basilikumstücke heraus. Mit Mozzarella belegen. Nun legen Sie Prosciuttotranchen darüber und einige Basilikumzweiglein, die Sie vorher noch mit Olivenöl bestreichen. Im heissen Backofen etwa 10 Minuten knusprig backen. 
Trofie al pesto genovese

Dies ist eines meiner Lieblingsrezepte aus Italien. Wie jedes klassische Rezept ist es verbunden mit einer einzigen Erinnerung. Das erste Mal, als ich eine echte Pesto-genovese-Pasta genossen habe, war auf dem Rückweg von einer Fotoproduktion in Südfrankreich. Mein erster Job als Moderedaktorin war in einer Familienzeitschrift und wir durften nur in Locations fotografieren, in denen die Leser auch in die Ferien gehen. So packten wir meistens den Redaktionsbus mit den Kleidern und fuhren nach Frankreich oder Italien. Und in der Nähe von Genua ass ich eine Pesto mit grünen Bohnen und Kartoffelstückchen, natürlich am Meer, in einer kleinen Trattoria, abends, müde und hungrig. Eine Offenbarung, denn bis anhin kannte ich bloss die grüne Sauce aus dem Glas, die unsere WG-Küche auffrischte. Selbstverständlich habe ich seit diesem Moment nie mehr ein Glas aufgeschraubt und koche Pesto nur noch traditionell mit Trofie. Die Italiener haben sich ja was überlegt, als sie zu jedem Pastagericht die passende Pastasorte auswählten. (Bild: Cooking Chat)

Am besten schmeckt die Pesto-Sauce natürlich, wenn sie mit viel Geduld in einem Mörser zerstossen wird, da aber für dieses Prozedere oft die Zeit fehlt, wird die Sauce schnell und unkompliziert auch in einer Küchenmaschine gut zubereitet.

Zutaten für 4 Personen:

Zubereitung:

400 g Trofie

2 Kartoffeln, geschält und in Würfel geschnitten

eine gute Handvoll feine grüne Bohnen

3 Bund frischer Basilikum

1,5 dl gutes Olivenöl

1–3 Knoblauchzehen (je nach Geschmack)

1 gute Handvoll frisch geriebenen Parmesan

1 gute Handvoll frisch geriebener Pecorino

2 EL Pinienkerne

1 Prise Meersalz

Die Pasta mit den Kartoffeln und den Bohnen in Salzwasser al dente kochen. Den Basilikum und den Knoblauch in die Küchenmaschine geben, kurz zerhacken, die Pinienkerne dazugeben, danach den Käse und am Schluss das Olivenöl reingiessen, bis die Pesto schön cremig ist. Die Pasta und das Gemüse abgiessen, eine Tasse heisses Teigwarenwasser zur Seite stellen. In einer warmen Schüssel die Pasta mit dem Pesto vermischen und so viel heisses Pastawasser dazugeben, bis die Pasta cremig ist. Sofort in vorgewärmten Tellern servieren.

Pasta pesce spada
Ich liebe Pasta mit Fisch, sie ist Ferien pur. Sehr gut eignet sich dafür der Schwertfisch, da er nicht zerfällt und herrlich schmeckt. Sie bekommen Schwertfisch in guten Fischgeschäften und in guten Fischabteilungen. (Bild: La mia camera con vista)

Zutaten für 4 Personen:

Zubereitung:

400 g Pasta wie Casarecce 

400 g Schwertfisch

250 g kleine Tomaten

1 Knoblauchzehe

1 Peperoncino

Weisswein – etwa 1 dl

Petersilie, grob gehackt

Olivenöl

Salz und Pfeffer

Schneiden Sie den Schwertfisch in Würfel. Geben Sie Olivenöl in eine Pfanne und erhitzen Sie es mit der zerquetschten Knoblauchzehe und dem halbierten Peperoncino. Nun geben Sie die Schwertfischwürfel bei und braten sie kurz rundum an. Mit dem Wein ablöschen. Dann kommen die halbierten Tomaten dazu. Alles etwa 10 Minuten köcheln, mit Salz und Pfeffer würzen. In der Zwischenzeit die Pasta al dente kochen. Die abgetropfte Pasta mit der Fischsauce und gehackter Petersilie mischen, servieren.  

Melonen und Prosciutto
Kürzlich, bei einer meiner grossen Fotoproduktionen, hatten wir einen italienischen Caterer. Die Sonne schien und wir konnten in einem fantastischen Villengarten mit Aussicht auf den See essen. Bei grossen Produktionen arbeitet man streng und lange und das Essen ist da besonders wichtig. Die kleine Pause, der Genuss von leichten und feinen Köstlichkeiten sind dann wie ein Geschenk. Italienische und mediterrane Küche eignet sich für solche Momente im Alltag. Verwöhnen Sie sich damit auch an ganz normalen Wochentagen und geniessen so den Sommer noch mehr. Ein Klassiker ist da bestimmt das Paar Melone und Schinken. (Bild: My Recipes)
Und so gehts: 
Sie denken sich nun bestimmt, dafür braucht es doch keine Anleitung. Wichtig ist bei solch einfachen Gerichten, dass die Zutaten die besten und die frischesten sind. Wer alleine und in kleiner Runde Melonen mit Rohschinken geniesst, verteilt Melonenschnitze und hauchdünn geschnittenen Schinken auf einem grossen Teller. Geben Sie zum Beispiel noch ein bisschen Burrata und Rucola dazu. Für eine Einladung oder den Grillabend machen Sie es am besten so, wie uns unserer Caterer die Köstlichkeit serviert hat. Da waren die Melonenschnitze geschält und wurden je mit einer Tranche Schinken umwickelt. 
Linguine mit gerösteten Tomaten
Für den Sommer gibt es Pastagerichte, die einfach und unkompliziert in der Zubereitung sind und die die besten Genüsse der schönsten Jahreszeit auf einem Teller einfangen. (Bild: Simply delicious food)
Und so gehts: 
Rösten Sie kleine Tomaten auf dem Grill oder im Backofen. Nehmen Sie ein wenig von der Pesto vom Rezept Pesto genovese. Kochen Sie Linguine al dente und mischen Sie sie mit ein wenig Olivenöl und ein wenig Pesto. Mischen Sie Frischkäse oder Ricotta und die gerösteten Tomaten darunter und geben noch ein wenig Pesto darüber. 
Limone con Amore
Weil ein Sommerabend lang ist und man nach einer köstlichen, einfachen Mahlzeit Lust auf ein passendes Dessert hat, verwöhnen Sie sich und Ihre Freunde, Familie oder Gäste mit dieser einfachen, superschnell zubereiteten Eisspezialität. (Bild: Zoe bakes)

So gehts superschnell: 
Servieren Sie fertig gekauftes Zitronensorbet mit Prosecco oder ein wenig Limoncello.

Und so gehts mit Amore: 
Machen Sie eine Granita al limone. Dafür kochen Sie 5 dl Wasser mit 250 g Zucker auf und lassen den Sirup abkühlen. Pressen Sie etwa 6 Amalfizitronen aus und mischen Sie den Saft mit dem Zuckersirup. Nun geben Sie das Ganze in einem Kunststoffbehälter in das Eisfach. Nach etwa 40 Minuten mischen Sie die langsam gefrorene Granita mit einer Gabel auf. Lassen Sie die Zitronengranita etwa 3–4 Stunden im Tiefkühlfach und mischen Sie alles immer wieder mit der Gabel auf, etwa 4-mal. Dann servieren und geniessen. Auch hier schmeckt ein wenig Limoncello oder Prosecco darüber fantastisch. 

Credits: 

Foodblogs und Magazine: Simple CuisineLazy Cat KitchenWhat’s Gabi cookingZoe bakesLa mia camera con vistaSimply delicious foodMy RecipesCooking Chat

 

Drei italienische Blogs, in die zu tauchen ein Stück Ferien ist: 

Der Vielfältige: La mia camera con vista

Die Journalistin Paola Baronio schreibt auf ihrem Blog La mia camera con vista über Ferien, die Mode, das Shopping und alles, was sie lesenswert findet. Die herrlichen Rezepte steuert ihr Mann Gigi bei. 

Der Poetische: Campi di fragole per sempre

Zauberhaft, verspielt und sehr poetisch kreiert Ilaria Guidi ihren Blog Campi di fragole per sempre. Wunderschöne Bilder und gute Rezepte laden ein mitzukochen. Bei den Rezepten hat es viel Süsses dabei.

Der Elegante: From my dining table

Skye McAlpine lebt in Venedig und lädt mit ihrem fantastischen Blog From my dining table alle ein, zu geniessen oder zumindest so gut und so stilvoll zu kochen wie sie. 

9 Kommentare zu «Italienische Sommerrezepte»

  • Michael sagt:

    Pasta mit Schwertfisch und ein leichter Weisswein, gut gekühlt ! Das Leben kann so herrlich sein.

  • Annina sagt:

    Vielen Dank für die tollen Rezepte. Gestern Abend das Trofie Rezept gekocht (zum 1. Mail Trofie gegessen). Ein Gaumenschmaus!

  • The Frenchie Kitchen Club sagt:

    beim pizza backen, sollte man sich wirklich die zeit nehmen und den teig selber machen. alles andere macht in meinen augen keinen sinn.

  • Mark sagt:

    Das Granita al Limone rezept ist der hammer. Hab’s gestern gemacht. Dauerte etwas länger als angegeben, doch das ergebiss ist’s wert. Danke!

  • Mark sagt:

    Lucas hat recht. Und als ergänzung hier noch die mengen:
    500 gr Mehl
    1 1/2 TL Salz
    3 DL Wasser
    24gr Hefe
    2 EL Olivenöl
    Das bisschen aufwand, den teig selbst zu machen lohnt sich alleweil.

  • Marius Zingg sagt:

    Eine Person, die über Essen Bloggt und den Pizzateig nicht selber zubereitet, kann ich nicht ernst nehmen.
    Probieren Sie’s aus, es lohnt sich!

    • Michael sagt:

      Ich kann der Autorin nur wärmstens beipflichten ! Es gibt durchaus Pizzateige zu kaufen, die lecker schmecken und die an einen selbstgemachten Teig locker rankommen. Ich habe beides ausprobiert. Machen Sie denn auch die Nudeln selber ??

  • Lucas Cannolari sagt:

    Zum Thema Zeit sparen beim Pizza machen: entscheidend an einer guten Pizza ist der Teig. Und der ist 5-10 Minuten selbst gemacht (Mehl, Wasser, Olivenöl und Hefe, Salz). Allerdings ist es wichtig, dass er noch eine Stunde an der Wärme aufgehen kann. Dann kann er gut auch 1-2 im Kühlschrank ruhen. Kann also gut am Vortag oder so gemacht werden. Zur Sauce: hier kann man viel Zeit sparen. Einfach passierte Tomaten, Tomatenmark, Salz/Pfeffer, etwas Kräuter und ein wenig Olivenöl mischen und damit direkt den Teig bestreichen. Vorheriges Kochen absolut unnötig.

  • Heinz Buehler sagt:

    Wow, das gefällt, alles. Simple aber feine Gerichte für einen schönen Sommerabend. Danke!

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