Der Wilde Westen im Kleinformat

Wer kennt nicht das «Little House on the Prairie», die idyllische Fernsehsendung der Siebzigerjahre? Diese Hütte in England, die als Foto- und Filmlocation gemietet werden kann, ist ein solch kleines Pionierparadies.

Fotos: JJ Locations

Nicht ganz so weit westlich wie der echte Wilde Westen steht dieses kleine Cowboy-Abenteuerland. Es befindet sich ganz gemütlich auf dem lauschig grünen Land in England. 

Gedacht ist es als gemütliches Rückzugsgebiet, in dem man vom Alltag abschalten kann. Und weil es so pittoresk ist, kann man es auch als Location mieten für Foto- oder Filmaufnahmen.

Das absichtlich verbogene, verwachsene Gartenhaus strahlt eine abenteuerliche Romantik aus und macht Lust zum Nachmachen. Das Gute daran ist, es braucht nicht viel Geld oder das perfekte Handwerksgeschick, sondern einfach Hingabe und die Freude an ein wenig Exzentrik.

Stellen Sie sich vor, sie sitzen auf der selbstgezimmerten Veranda und schauen heraus in die Landschaft. Die Ruhe und die Einfachheit tragen zurück in andere Zeiten, die hart und ursprünglich waren und in denen man das Beste aus dem gemacht hat, was gerade da war.

Erholung bedeutet nicht zwingend Luxus und Nichtstun. Ein bisschen herumwerkeln, mit Altem etwas Neues gestalten kann genauso gut Entspannung bringen. Vielleicht inspiriert dieses Pionierparadies für eine neue Art Gartenhäuschen im eigenen Garten oder macht Lust, einen Schrebergarten zu mieten. 

Es macht auch Lust darauf, wieder einmal mit einem Boot einen sommerlichen Ausflug auf dem Fluss zu machen. Dieses Kanu ist vielleicht mehr dekorativ als wassertauglich, bringt aber definitiv Stimmung.

Das Innere der Hütte ist eingerichtet wie man sich eine echte Pionierhütte vorstellt: einfache Eisenbetten mit Sacktüchern als Überwurf.

Drinnen und draussen fliessen harmonisch ineinander über und zeigen filmreife Pionierromantik. Wenn Sie noch ein wenig vertiefter in diese Siedlerromantik eintauchen möchten, dann schauen Sie sich wieder einmal Charlie Chaplins Goldrausch an. Die wunderschönen Bücher «My Antonia» oder «Oh Pioneers» von Willa Cather geben eine genussvolle Lektüre ab auf dem Liegestuhl unter dem Baum. Ein filmisches Glanzstück mit starken Bildern ist der Film «Days of Heaven» von Terence Malick mit Richard Gere. 

 

16 Kommentare zu «Der Wilde Westen im Kleinformat»

  • marie sagt:

    mal etwas anderes.
    oh, die hütte steht in england. also in den hinterhöfen haben engländer noch gerne alte, ausrangierte, rostige kühlschränke stehen. die können sich die entsorgung nämlich nicht leisten.
    .
    spass beiseite. hm, ja hübsch… o_O vor allem die landschaft. hat es fische im teich? falls ja, wäre immerhin ein grund dorthin zu gehen.

  • Ronnie König sagt:

    Das neue Albisgüetli nach verlorener Abstimmung für gestrige SVPler, mit kalter Dusche! Da kann man noch echt verträumt rum trumpeln und von guten alten Zeiten schwärmen. Und keiner kritisiert dann etwas, nein, eher Neid kommt auf.

  • adam gretener sagt:

    Ich kann mir ein gewisses Grinsen hier nicht verkneiffen.

  • Sabina sagt:

    Ich mag solche natürlichen Plätze sehr, aber dieser Ort ist mir doch zu ungepflegt

  • Ri Kauf sagt:

    Ich mag ja solches „G’hütt“. Aber das da ist mir echt etwas zu primitiv……

  • Rein sagt:

    Liebe Frau Kohler,
    Lang war ich Fan von ihrer Kolumne. Seit etwa 2 Jahren hält sich aber meine Begeisterung in Grenzen. Ich hoffe vom ganzen Herzen, dass dieser Beitrag ironisch gemeint ist. Mit einem freundlichen Gruss,

    • Kurt sagt:

      Mir gefällt es sehr! Vielen Dank für diesen Beitrag!
      Ich kann mit Beton nicht viel anfangen, sondern bevorzuge genau solche natürlichen Baumaterialien. Zugegeben, das ist sicher etwas gar rustikal und sicher nicht für jedermann geeignet. Allein schon das Betrachten erweitert aber den Horizont über die heute übliche, wenig organische, am Computer geplante Architektur hinaus und gibt vielleicht neue Impulse.

  • Jost Schmid sagt:

    Das ist ja wohl eine Zumutung, was Sie dem Leser als neuesten Country-chic vorstellen. Mehr als eine heruntergekommene Bruchbude kann ich hier nicht sehen und schliesse mich dem Kommentar von filosof an.

    • Joe Schweizer sagt:

      Sie müssen da ja nicht hingehen. Sie sind auch nicht mal gezwungen, sich mit diesem Stil auseinanderzusetzen noch es direkt oder indirekt mitzufinanzieren. Demnach frage ich mich ernsthaft was daran eine Zumutung sein soll.
      Sie gehören wohl auch zu der Sorte Menschen, die alles verbieten und unterbinden will, was nicht gerade ihren Interessen entspricht.

  • Sybille sagt:

    Herzig. Kann man aber in der Schweiz, wo es für jede Hundehütte und Gartenhüsli eine Baugenehmigung und in Zukunft vermutlich auch eine Energie 2050-gerechte Heizung inkl. Dämmung braucht, vergessen.

    • Markus sagt:

      Hä was? In den Alpen stehen haufenweise solcher Hütten, häufig schon für wenige zehntausend Franken zu kaufen. Solange Sie nicht offiziell Wohnsitz nehmen wollen, dürfen Sie ziemlich frei werkeln wie Sie wollen, und am Abend am Feuer sitzen ohne dass sich irgendjemand um Ihre Energiebilanz kümmert.

  • Zora sagt:

    …schön zum Schauen und ev. für 1 Nacht – da heulen und jaulen sicher noch die Kojooooten….

    • Albert Fiechter sagt:

      Wer sich hier eher negativ aeussert, scheint zu vergessen, dass das eine Drittel des Einkommens nicht fuer das Wohnen aufgewendet werden muss.

  • Kurt sagt:

    Die Ausstrahlung dieses Ortes ist wirklich toll! Allerdings hätte ich die Rinde bei den Stämmen entfernt. Wäre interessant zu wissen, ob ein solches Haus auch in der Schweiz gebaut werden könnte mit all den Bauvorschriften?!
    Fast noch besser gefallen mir jedoch Lehmhäuser. Googlen -> „Cob House“ oder „Natural Building“

  • filosof sagt:

    Mein erster Gedanke: da wimmelts ganz sicher von Ungeziefern und Mäusen. Ritzen und Schlupfwinkel hats ja genug.

    • Renate Stiefel sagt:

      Wieso auch? Mäuse sind normalerweise dort, wo es zuverlässig Futte gibt, und es wohnt ja niemand permanent in der Hütte. Und Kakerlaken finden sich, wie auch Ratten, normalerweise in den Städten. Vielleicht ein paar Asseln oder Ameisen? Und die gibt’s auch im Stadtpark.

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