Der allerschönste Fussballclub

Le Sportsman Club taucht seit 1993 an jeder grossen Fussballmeisterschaft in Zürich auf. Und dies mit ausserordentlich viel Stil, starkem Einrichtungskonzept und einem Grafikdesign, das einen Weltmeistertitel verdient.
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Die schönsten Dinge sind diejenigen, die vorübergehen. So glänzt, verführt und lädt die Fussballbar Le Sportsman Club nur an grossen Meisterschaften ein. Dies geschieht jedes Mal an einer anderen Location und natürlich mit neuem Gesicht und neuem Erscheinungsbild.

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Jetzt, an dieser EM, hat sie am Zürcher Kreuzplatz, am Ottenweg 35, ein Zuhause gefunden. In einem Abbruchhaus, in dem zuvor ein Geschäft war, strahlt sie französisch chic und «naturellement en bleu» !

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 Klar haben mich gleich all die liebevollen Details angezogen. 

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Coolness und Eleganz paaren sich im Sportsman Club auf charmanteste Weise. Und dieses Mal kommt der besondere, französische Chic dazu, der immer wie zufällig wirkt. Da sind Pfingstrosen im Champagnerkübel und im Hintergrund baumelt eine Louis-Vuitton-Fussball-Version.

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Ueli Hinder ist einer der Gründer des Sportsman Club und kreiert jeweils auch die ausserordentlich starke Grafik. 

Ueli Hinder, wann und wie ist der erste Sportsman Club entstanden?

Bei den WM-Spielen 1990 entdeckten ein paar Freunde und ich in der Roten Fabrik ein Public Viewing. Dieses hat uns inspiriert, auch so was zu machen. Wir begannen 1993, bei den Qualifikationsspielen für die WM im Ladenlokal, das unter unserer WG leer stand. Als wir die Flyer verteilten, haben uns damals alle ein bisschen komisch angeschaut. In der Kunstgewerbeschule, in der ich damals zur Schule ging, lachte man uns gar aus. Und heute sind die Public-Viewing-Orte nicht mehr von den Fussballmeisterschaften wegzudenken.

Ist es eigentlich ein Geschäft, eine Fussballbar zu machen?

Wir haben es geschafft, den Sportsman Club 20 Jahre mit viel Leidenschaft zu betreiben, ohne damit Geld zu verlieren. Angefangen haben wir mit ein paar Franken und danach begannen wir, unsere Gewinne in den Club zu investieren. Wir kauften Möbel, Fernseher, Technik, aber wir stecken auch viel Geld in Dekoration, die Grafik und alle Dinge rundherum.

Das Design ist ja wirklich bemerkenswert

Ja, auf das sind wir stolz, 1998 kaufte uns eine Zürcher Galerie den Spielplan für 5000 Franken ab. Und 1999 gewannen wir gar den eidgenössischen Preis für Gestaltung für die Flyers.

Wie seid ihr auf das Konzept zu dieser EM gekommen?

Die Ideen entstehen jeweils mit dem Raum. In diesem ehemaligen Ladenlokal ist alles kleinteilig und auf verschiedenen Stockwerken. So hat es sich angeboten, in der oberen Etage eine Bar mit dunklem Entree zu gestalten. Unten haben wir unsere Vorstellung von einem kleinen Hinterhofclub in Marseille umgesetzt. Gebaut und umgesetzt werden unsere Vorstellungen jeweils vom Innenarchitekten Pascal Glarner.

Welches wäre das Lieblingsprojekt für die Zukunft?

Am liebsten würde ich ein ganzes Haus bauen, etwas Einfaches, weil ich damit auch den Raum und die Architektur bestimmen könnte, das wäre eine neue Herausforderung.  

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Natürlich gibt es im Sportsman Club auch Essen und Getränke. Ein Liebling dieser Saison ist ein Sandwich mit Merguez, das sind scharfe Würstchen aus dem Magreb, und Brot von John Baker.

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Über dem aktuellen Sportsman Club wachsen Gras, Schnittlauch und Blumen und unterstützen den diskreten Charme der schicken, coolen Pop-up-Bar.

2014 fand die Weltmeisterschaft in Brasilien statt und der Sportsman Club war in einem Hinterhof, an der Rämistrasse installiert.

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Dazu gehörte eine Untergrundbar, deren Wände mit starker Schrift geschmückt und die mit vielen Bildschirmen und gemütlichen Holzmöbeln eingerichtet wurde.

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Die letzte EM 2012 wurde in Polen und der Ukraine ausgetragen und der Sportsman Club zeigte sich in einem schlichten Holzkleid.

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Auch ein gemütliches Gartenrestaurant auf der Kaufleutenterrasse gehörte zum Club der EM 2012.

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Die Reise zurück in der Geschichte des Sportsman Club und der Fussballmeisterschaften führt ins Jahr 2010 und nach Südafrika. Dafür bekam gar das Lieferauto einen Safarilook.

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Die Fussballbar jener Weltmeisterschaften entführte in die südafrikanische Strassenkultur – und das an der Gartenhofstrasse.

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Die EM 2008 war ein Gemeinschaftsanlass der Schweiz und Österreich und zeigte sich im Sportsman Club chic in Grün und Rosa an der Manessestrasse.

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Natürlich stimmt alles immer bis ins Detail: passende Grafik und passende Kulinarik.

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Deutschland war der Gastgeber der WM 2006 und der Sportsman Club lud ins EWZ-Unterwerk in Zürich-Selnau.

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Gross und grossartig: Die Porträtgalerie der Spieler, welche Braschler und Fischer fotografierten.

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Die Bierdeckel des Sportsman Club haben Sammlerwert und gehören wohl zu den schönsten Untersetzern ihrer Gattung. Jede Mannschaft bekam ihren eigenen Bierdeckel.

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«Clube do Sportsman» nannte sich der Club im Jahre 2004 für die EM in Portugal und installierte sich in Form einer grossen Kantine mit Holzverschlag in der alten Saalsporthalle an der Grubenstrasse.

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Die Weltmeisterschaft in Korea und Japan war ein kleiner Designtraum in Pink.

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So zeigte sich der Sportsman Club im Jahre 2002. Sehen Sie dazu die passenden T-Shirts, Zuckerbriefchen und Membercards auf der Website des Grafikstudios HinderSchlatterFeuz.

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Zum Schluss noch ein Bild aus den Anfängen: Die WM 1994 in den USA wurde vom Sportsman Club mit Spannung in der Ottikerstrasse verfolgt. 

 

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