Kochen mit nur drei Zutaten

Heute konzentrieren wir uns auf das Wesentliche: Rezepte, die nicht viel brauchen.
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Spaghetti Cacio e Pepe
Der italienische Klassiker Spaghetti Cacio e Pepe (mit Käse und Pfeffer) erscheint auf keinem Menüplan, denn das Gericht ist ein typisches «Zuhausegericht». Man kocht es, wenn man nach dem Kinobesuch hungrig heimkehrt oder wenn man etwas aus dem Nichts zaubern möchte. Alles, was es dazu braucht, sind Spaghetti, Pecorino romano und schwarzer Pfeffer. (Bild: The Little Epicurean)
Und so gehts:
Kochen Sie 400 g Spaghetti al dente. Geben Sie nicht zu viel Salz ins Pastawasser, denn der Schafskäse ist salzig genug. Von diesem Pecorino romano reiben Sie 180 g auf einen Teller. Geben Sie einen grossen Löffel heisses Pastawasser in eine aufgewärmte Bratpfanne und etwas vom Käse dazu, und rühren Sie diesen ein. Dann geben Sie nach und nach mehr Pecorino und Wasser dazu, bis die Sauce eine cremige Konsistenz angenommen hat. Zum Schluss verrühren Sie die Spaghetti mit der Sauce und würzen mit reichlich, d. h. wirklich ziemlich viel schwarzem Pfeffer aus der Mühle. Sofort geniessen.
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Schinken-Käse-Rolle
Dieses Rezept ist eine Art warmes Sandwich und gibt, zum Beispiel von einem Salat begleitet, ein herrliches, schnelles Nachtessen ab. (Bild: The Comfort of Cooking)
Und so gehts:
Belegen Sie einen fertigen, ausgewallten Pizzateig mit dünn geschnittenen Schinkentranchen. Darüber raffeln Sie Käse, den Sie gerade im Kühlschrank finden, etwa Gruyère oder Tilsiter. Rollen Sie den Teig ein, und backen Sie die Rolle im auf 220 Grad vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten, bis sie knusprig ist. Wer die 3-Zutaten-Regel brechen will, serviert dazu Senf und Salat.
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Rigatoni mit Zwiebeln und Gorgonzola
Viele Pastagerichte können mit drei Zutaten zubereitet werden. Dieses hier ist eher deftig und eignet sich damit zum Beispiel als Heimkehrhappen nach einer langen Nacht im Ausgang. (Bild über: A Cup of Jo)
Und so gehts:
Kochen Sie Rigatoni al dente. Geben Sie 2 EL Butter in eine Bratpfanne, und braten Sie darin Zwiebelringe an. Giessen Sie die fertigen Rigatoni ab und behalten ein wenig heisses Pastawasser zurück. Mischen Sie die Pasta mit der Zwiebelbutter, geben Sie ein wenig Pastawasser bei, und bröseln Sie reichlich Gorgonzola darüber. Alles gut mischen und geniessen.
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Pizza Margherita
Die italienische Küche ist voller einfacher Rezeptideen, für die es wenige Zutaten braucht. Die berühmteste ist bestimmt die Pizza Margherita. (Bild über: A Beautiful Plate)

Und so gehts: 
Streichen Sie selbst gemachte Tomatensauce (siehe unten) auf einen ausgewallten Fertigteig, und legen Sie Mozzarellascheiben darüber. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und im auf 250 Grad vorgeheizten Backofen auf die unterste Rille schieben. Nach ca. 12 Minuten ist die Pizza fertig.

Schnelle Tomatensauce:
Geben Sie Olivenöl und 1 zerdrückte Knoblauchzehe in eine Bratpfanne. Beides zusammen heiss werden lassen, wenn der Knoblauch duftet, 500 g halbierte Cherrytomaten beigeben und diese während des Dünstens mit einer Gabel zerdrücken. Salz und ein wenig Zucker sowie einige zerrissene Basilikumblätter beigeben, und alles ca 20. Minuten köcheln lassen.

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Lachs und Kartoffeln
Auch in der Alufolie lässt sich schnell und einfach etwas zubereiten. (Bild über: Delish)
Und so gehts:
Legen Sie eine Tranche Parmaschinken auf eine Folie, darüber ein Stück Lachs ohne Haut, würzen Sie mit Salz und Pfeffer, und legen Sie darüber einige kleine Kartoffelwürfel. Folie zumachen und auf einem Backblech in den auf 220 Grad vorgeheizten Backofen schieben. Etwa 13 bis 18 Minuten backen und in der Folie servieren.
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Crevetten und Pak Choi
Auch die asiatische Küche besteht aus vielen schnellen und einfachen Gerichten. (Bild: Rasamalaysia)
Und so gehts: 
Dämpfen Sie Pak Choi einige Minuten so, dass er noch ganz knackig ist. Braten Sie Crevetten in ein wenig Öl an, und raffeln Sie eine Knoblauchzehe sowie ein wenig Ingwer darüber. Geben Sie den Kohl dazu, und schmecken Sie das Ganze mit etwas Sojasauce ab.
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Gnocchi Burro e Salvia
Gemütlich, fein und immer eine gute Idee sind Gnocchi mit Salbeibutter. (Bild: Pinterest)
Und so gehts:
Kaufen Sie beim Traiteur feine Gnocchi. Lassen Sie Butter in einer Bratpfanne ein wenig braun werden, geben Sie Salbeiblätter dazu, und braten Sie diese ein wenig an. Dann die Gnocchi beigeben und gut mischen. Ein wenig Muskatnuss darüberraffeln und mit geriebenem Parmesan servieren.
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Spargelkuchen
Achten Sie darauf, dass Sie immer einen Fertigteig im Kühlschrank haben. Mit diesem können Sie viele Gerichte sozusagen aus dem Nichts zaubern. (Bild: The Pioneer Woman)
Und so gehts: 
Bestreichen Sie einen Flammkuchenteig mit Crème fraîche, und raffeln Sie viel Gruyère darüber. Legen Sie dünne grüne Spargeln darauf, und schieben Sie den Kuchen auf einem mit Backpapier belegten Backblech in den auf 200 Grad vorgeheizten Backofen. 15 Minuten backen und mit einem guten Glas Weisswein geniessen.

 

27 Kommentare zu «Kochen mit nur drei Zutaten»

  • René Edward Knupfer-Müller sagt:

    … oder die zwei Spaghetti-Banalklassiker – nur drei Zutaten, echt primitiv und echt köstlich ::
    1) Spaghetti aglio e olio
    Zutaten : Spaghetti, Knoblauch, Olivenöl extra vergine –
    Knoblauch mit Olivenöl anbraten und unter die Spaghetti mischen, fertig
    (kann noch mit einem feingehackten Peperoncino verfeinert werden);
    2) Spaghetti al gorgonzola
    Zutaten : Spaghetti, Gorgonzola, braune Butter –
    Spaghetti und Gorgonzola in Schichten in eine vorgewärmte Gratinform einbringen und mit brauner Butter übergiessen, fertig
    (kann noch mit Rahm und frischem Salbei verfeinert werden).
    – frisch gemahlenen Pfeffer darüber (schwarz zu Spaghetti aglio e olio, weiss zu Spaghetti al gorgonzola); Reibkäse erübrigt sich; … ein Glas vino rosso dazu hingegen nicht.

  • SHAREAT.ch sagt:

    SOULFOOD AHOI! :)

  • Abi sagt:

    Backofen einschalten für Singlehaushalt ist Energie-verschwendung: Lachspaket in Backpapier (Gemüse fein geschnitten als Bett, Lachs darauf, etwas Butter/Öl, würzen). Dämpfen über Pfanne mit Kartoffeln. Ganze Mahlzeit in ca. 20 Minuten.

  • Erich Christen sagt:

    also die Spaghetti sind was für mich, der Käse ist ja, wenn man ihn den beim Grosverteiler bekommt, etwas was in jeden Kühlschrank gehört wie Milch und Butter.
    Die Italiener habens einfach drauf wenn es schnell und lecker sein soll.
    Ich habe da auch noch eins: Olivenoel und viel gepressten Knoblauch anziehen, mit reichlich Weisswein ablöschen, geschälte und gewürfelte Tomaten dazugeben, etwas weichsimmern und wers mag mit viel Peterli und die in Salz eingelegten Kapern verfeinern, abschmecken mit etwas geriebenen Zitronenschale und dan die weichgekochten Spaghetti dazu :-)

  • Pascal Joris sagt:

    Beispiel „Rigatoni mit Zwiebeln und Gorgonzola“: Die „drei“ Zutaten sind: Rigatoni, Wasser, Salz, Butter, Zwiebeln, Gorgonzola.

  • Hassan Lahned El Latif sagt:

    Liebe Andrea,

    man kann Pizzateig sehr gut selber machen, portionieren (kugeln) dann einfrieren und bei Gebrauch aus dem Gefrierfach rausnehmen. Sonst kann ich den Fertigpizzateig von Coop empfehlen.

  • Reto Gasser sagt:

    Bin am umziehen und habe in der Küche nur noch gefrorene Gorgonzola, Zwiebeln und einen Haufen Teigwaren. Was koch ich da?

  • Markus Kaufmann sagt:

    Mit Tomatensauce, Pizzateig und Mozzarella ist die Pizza Margherita aber noch nicht fertig! Da gehört frischer Basilikum drauf. Erst dann hat sie die 3 Farben der italienischen Flagge

  • Remo sagt:

    @Andrea Haldimann: Wenn Fertigteig, dann nehm ich immer den Buitoni Pizzateig Fina eckig ausgewallt 25x38cm 350g (hoffe das ist nicht zu viel Werbung?) und walle ihn dann zusätzlich noch weiter aus bis er quadratisch ist.

    Eine weitere Pastavariante, welche sehr lecker und simpel ist: Pasta, Zitrone, Parmesan und ganz wenig Olivenöl. Super für den Sommer!

  • maurena salzmann sagt:

    Ich habe den Spargelkuchen ein einziges Mal ohne vorgekochte Spargeln gemacht. Leider war er ungeniessbar. Auch die dünnen Spargel sollten vorgekocht werden, schmecken sonst wie zähes Heu ;-)

  • Adriano Granello sagt:

    Gekaufte Gnocchi – nein danke! Die muss man selber machen, und das braucht Zeit, viel Zeit. Also nichts für „schnell nach dem Kino“…
    .
    Gefallen hat mir der folgende Satz zu den Faden-Teigis:
    „Zum Schluss verrühren Sie die Spaghetti mit der Sauce und würzen mit reichlich, d. h. wirklich ziemlich viel schwarzem Pfeffer aus der Mühle.“ Wirklich ziemlich viel ist also reichlich – da habe ich echt was gelernt!

  • Andrea Haldimann sagt:

    Liebe Frau Kohler, oder liebe LeserIn: kann mir jemand einen richtig guten Fertigpizzateig empfehlen? Es geht ja nichts übers selber machen, aber nicht immer bleibt die Zeit und bis jetzt habe ich noch keinen wirklich überzeugenden Fertigteig gefunden. Danke.

    • Adriano Granello sagt:

      Gehen Sie zur Pizzeria um die Ecke und verlangen dort einfach ein Stück selbst gemachten Pizza-Teig ;-)
      .
      Oder: nehmen Sie sich Zeit, machen Sie den guten Pizza-Teig selber, Teig portioieren, einfrieren, und immer wenn es Sie nach Pizza gelüstet, auftauen und weiterverarbeiten…

    • maurena salzmann sagt:

      Der von der Migros überzeugt Sie auch nicht?

    • Caro sagt:

      Es gibt diverse Bäckereien, Comestibles usw., die hausgemachten Pizzateig verkaufen: Der Beste hat Miglio in Dübendorf!
      Oder auch ok ist der Pizzateig im Beutel im Kühlregal Migros. Fast wie selbstgemacht.

    • tina sagt:

      ich verschmähe bettybossizeugs, aber ich muss zugeben, der nicht-ausgewallte pizzateig (coop) ist wirklich sehr fein

    • Heidi Lüscher sagt:

      Der ausgewallte Coop Bio-Pizzateig ist tiptop.

    • Martin Moser sagt:

      Wir kaufen unseren Pizzateig jeweils im Volg – sensationell!

    • Rahel Wächter sagt:

      Liebe Frau Haldimann
      Ich habe auch schon nach so einem solchen Teig gesucht. Vergeblich, den gibt es leider nicht.
      Am besten den Pizzateig auf Vorrat zubereiten und anschliessend einfrieren.

    • Erich Christen sagt:

      fragen sie den Beck ihres Vertrauen, er wird sich darüber freuen. Ist übrigens jedem Vertigteig vorzuziehen, warum, probieren sie es aus, sie werden überrascht sein über den Unterschied.

    • Bert sagt:

      Einfach nicht Buitoni kaufen. Hab erst zuhause gemerkt, dass das von Nestlé ist.

  • Franz Marke sagt:

    Alles sehr nett, nur vom Zubereiten von Speisen in Alufolie ist abzuraten, da sich hierbei unweigerlich etwas vom Aluminium auflösen wird und in gelöster Form über das Gericht aufgenommen werden wird. V.a. wenn es um salzige oder saure Speisen geht. Die Aluminium-Alzheimer-Hysterie ist zwar unbegründet, trotzdem ist das bestimmt nicht gesundheitsförderlich.

    • Marcus Ballmer sagt:

      Sorry, das ist Unsinn, Franz Marke: Aluminium schmilzt erst bei über 600 Grad, vorher löst sich gar nichts auf. Aluminiumsalze sind zudem von Natur aus in vielen Lebensmitteln und auch im Trinkwasser enthalten. Bedenklich ist eher das Aluminium, das in Kosmetikprodukten und Antacida enthalten ist.

    • Caro sagt:

      Finde ich auch. Aber fast alles lässt sich in weissem Backpapier genau gleich zubereiten. Ist sowieso noch hübscher.

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