Das grosse Festessen

Essen und Kochen machen nicht nur satt, sondern auch glücklich. Und an Festtagen wird beides noch viel wichtiger als sonst! Lassen Sie sich von diesen Rezepten zu besonderen Festessen inspirieren.

 

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1 — Die Appetizer
Das Essen vor dem Essen ist an Festtagen wichtig. Es bereitet sozusagen die Stimmung vor. Versuchen Sie diese einfachen, schnelle Appetizer. (Bild über: Anna Gillar)

Haselnüsse geröstet mit Honig und Salz:
Geben Sie Honig und Meersalz in eine Bratpfanne und Haselnüsse dazu. Alles zusammen einige Minuten rösten, danach die Haselnüsse zum Abkühlen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Wer will, kann auch noch Chiliflocken dazugeben.

Crostinis mit Trauben:
Bestreichen Sie Brotscheiben mit ein wenig Olivenöl und einer Knoblauchzehe. Rösten Sie sie einige Minuten lang im Ofen, bis der Knoblauch duftet und das Brot golden und knusprig ist. In der Zwischenzeit geben Sie entkernte, halbierte Traubenbeeren in eine Pfanne, ein wenig Honig und Balsamico dazugeben und alles ca. 5 Minuten kochen. Die Trauben über die Brote verteilen und gehackte Petersilie und geröstete Pinienkerne darüberstreuen. 

Sesamspiesschen mit Hummus: 
Braten sie kleine Pouletstücke mit einem Lieblingsgewürz. Stecken sie die Pouletstücke auf Holzspiesschen, bestreuen Sie sie mit gerösteten Sesamsamen und servieren Sie sie mit Hummus.

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2 — Der Drink
Servieren Sie einen klassischen Drink ein bisschen anders und kreieren Sie damit einen einfachen, persönlichen Cocktail. (Bild über: Paris Prada)
Und so gehts: Geben sie pro Drink 2 cl Crème de Mûre in ein Tumbler-Glas und füllen es mit Prosecco auf. Geben Sie Eiswürfel, gefrorene Brombeeren und einen kleinen Rosmarinzweig dazu.
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3 — Gefüllte Poulets
Festessen brauchen meist einen besonderen Braten. Da passen zum Beispiel gefüllte Poulets als Alternative zum Truthahn oder zur Gans ganz gut. (Bild über: Runnig to the kitchen)

Zutaten:

Zubereitung:

1 Poulet (oder zwei, je nach Anzahl der Gäste – entsprechend verdoppeln sich die anderen Zutaten)

einige Zweige Rosmarin

Salz und Pfeffer

der Saft und die abgeriebene Schale von 1 Orange

der Saft von 1 Granatapfel

4 Esslöffel Grand Marnier

1 Prise Zimt

Zutaten für die Füllung:

100 g gekochte Marroni

100 g Cranberries

1 Knoblauchzehe, geraffelt

1 kleines Stück Ingwer, geraffelt

Salz und Pfeffer 

1 EL Estragon, gehackt

Kochen Sie den Orangensaft, den Granatapfelsaft mit dem Grand Marnier und der Prise Zimt auf. Würzen Sie mit Salz und Pfeffer. Reiben Sie das Poulet mit der Mischung ein. Hacken Sie den Rosmarin bis auf einige Zweige und geben Sie die Kräuter unter die Haut.

Zerstossen Sie die gekochten Marroni und vermischen Sie sie mit dem Knoblauch, dem Ingwer, dem Estragon und geben Sie die Cranberries dazu. Geben Sie Füllung in das Poulet. Legen Sie das oder die Poulets in einen ausgeölten Bräter, geben Sie einige Rosmarinzweige und ganze Knoblauchzehen dazu und braten Sie das Poulet im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen ca. 1 Stunde, bis das Poulet golden und knusprig ist und beim Einstechen in die Schenkel der Saft klar herauskommt. 

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4 — Der Gratin
Der Gratin aller Gratins ist der französische Gratin Dauphinois. Kartoffeln und Rahm und die Herzen schlagen höher. Versuchen Sie den Gratin mit Morcheln und geben Sie ihm damit ein festliches Upgrading. (Bild über: alaplaceclichy)

Zutaten:

Zubereitung:

1,5 kg Kartoffeln, geschält und in feine Scheiben geschnitten

50 g Butter

5 dl Rahm 

100 g Morcheln eingeweicht in lauwarmer Milch

2 Knoblauchzehen

Muskatnuss

Salz und Pfeffer

Thymian

 

Die Gratinform ausbuttern und mit einer Knoblauchzehe einstreichen. Den Rahm und die Milch mit der zweiten Knoblauchzehe, einer Handvoll Thymianblättchen und geriebener Muskatnuss aufkochen.

Den Boden der Gratinform mit einer Schicht Kartoffelscheiben belegen. Salzen, pfeffern. Einen Drittel des Rahms dazugiessen (die Knoblauchzehe vorher herausnehmen) die Hälfte der Morcheln darüber verteilen, die zweite Schicht Kartoffeln und das zweite Drittel des Rahms und die zweite Hälfte der Morcheln darüber. Dann nochmals Kartoffeln, den Rest des Rahms, einige Butterflocken darüber und den Gratin in den auf 180 Grad vorgeheizten Ofen schieben, ca. 35–40 Minuten backen.

 

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5 — Der Rosenkohl
Die kleinen, grünen Rosen sind nicht bei allen beliebt. Das kommt davon, dass wir sie oft matschig gekocht mit einer weissen Sauce serviert bekommen. Bereiten Sie den Rosenkohl einmal anders zu und das Gemüse bekommt einen neuen Platz in Ihrem Kochrepertoire. (Bild über: morselandmusings)

Zutaten:

Zubereitung:

500 g Rosenkohl

150 g Rippli in Würfeli geschnitten

1 Apfel, entkernt und in Würfel geschnitten

2 EL Olivenöl

Den Rosenkohl rüsten und die Röschen halbieren, den Speck in Streifen schneiden, das Gemüse, die Apfelstücke und die Rippliwürfeli in einer Gratinform oder auf einem Backblech verteilen, das Olivenöl darübergeben und alles gut durchmischen, salzen, pfeffern und im heissen Ofen ca. 20 Minuten rösten, herausnehmen, alles nochmals gut durchmischen und nochmals ca. 15 Minuten weiterrösten, bis das Gemüse karamellisiert und gekocht ist. 

 

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6 — Der Truthahn

Ein Truthahn mit noch mehr Weihnachtsgeschmack braucht ein wenig mehr Früchte und Gewürze. (Bild über: Designmom)

Zutaten für 4–6 Personen

Zubereitung:

1 Truthahn, ca. 6 kg

ca. 750 Gramm–1 kg Füllung (siehe Rezept Füllung)

200 Gramm Butter

die Schale von 1 Orange

die Schale von 1 Mandarine

100 g gehackte, gedörrte Cranberries

Thymian

Zimt, Salz und Pfeffer

Mixen Sie die Butter mit der geraffelten Schale, den Preiselbeeren, dem Thymian, Salz, Pfeffer und Zimt in einer Küchenmaschine. Halbieren Sie die Butter, lösen Sie die Haut mit den Fingern und streichen Sie die Butter unter die Haut. Ein Viertel der Butter streichen Sie auf die Haut, den Rest stecken Sie in die Füllung. Stopfen Sie den Truthahn mit der Füllung und nähen Sie die Öffnung zusammen. Streichen Sie den Truthahn grosszügig mit Butter ein und schieben Sie ihn in einer Pfanne auf einen Rost im auf 220 Grad vorgeheizten Backofen. Reduzieren Sie die Hitze auf 160 Grad. Nach den ersten 20 Minuten bestreichen Sie den Truthahn regelmässig alle 15 Minuten mit Butter. Bedecken Sie ihn mit einer Alufolie. Braten Sie den Truthahn ca. 15–20 Minuten per 450 Gramm. Die letzten 30 Minuten backen Sie den Vogel ohne Alufolie.

Zutaten Füllung:

Zubereitung der Füllung:

2 Schalotten

500 g Wurstfleisch von Bratwürsten oder Salsiccia

500 g Marroni, gefroren

die Schale von 1 Orange und
1 Mandarine

das Fruchtfleisch der Orange und Mandarine, filetiert

100 Gramm Granatapfelkerne

frische Kräuter wie Estragon, Petersilie, Schnittlauch, Thymian

50 Gramm, in Bouillon aufgeweichtes Brot

1 Ei

Salz, Pfeffer und Zimt

Schmelzen Sie die Butter in einer Pfanne und kochen Sie die Marroni mit der Butter und 1 Esslöffel Zitronensaft. Abkühlen lassen. Die Schalotte rüsten und in der Küchenmaschine grob zerhacken, die Marroni und die Granatapfelkerne beigeben und nochmals ein wenig zerkleinern. Die Kräuter hacken und daruntermischen, das Wurstfleisch beigeben, das Brot ausdrücken und daruntermischen, das Ei dazugeben, würzen und am Schluss die Orangen- und Mandarinenstücke daruntermischen. Den Truthahn mit der Füllung füllen, die übrige Füllung kann separat in einer Bratform bei 180 Grad ca. 40 Minuten gebacken werden.

Zutaten für die Bratensauce:

Zubereitung der Bratensauce:

Truthahnsaft

3 EL Mehl

5 dl Bouillon

Salz und Pfeffer

Giessen Sie den Saft des Truthahns ab, entfernen sie überschüssiges Fett und kochen Sie die Flüssigkeit in einer Pfanne mit 3 Esslöffeln Mehl. Geben Sie die Bouillon bei und kochen Sie die Bratensauce ca. 10 Minuten, bis sie schön cremig ist. Nach Geschmack würzen. Am besten servieren Sie die Sauce in kleinen Kännchen und verteilen diese auf dem Tisch.

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7 — Die Rüebli

Die leuchtend orange, warme Farbe der Rüebli, die knackige Textur und der süsse Geschmack vervollkommnen jedes Festgericht. (Bild über: lacuisinedenathalie)

Zutaten für 4-6 Personen:

Zubereitung:

800 Gramm zarte Rüebli

3 Esslöffel Olivenöl

1 Esslöffel Honig

Thymian

Salz und Pfeffer

Sonnenblumenkerne

Pistazien

Schneiden Sie die zarten Rüebli der Länge nach in zwei Hälften. Sind die Rüebli nicht so zart und dicker, schälen Sie sie und schneiden Sie sie in 3–4 Längsstreifen. Platzieren Sie die Rüebli auf einem Backblech. Mischen Sie das Olivenöl mit dem Honig und übergiessen Sie die Rüebli damit. Salzen und pfeffern Sie sie und geben Sie Thymianblättchen, die Kerne und die Pistazien darüber, alles gut durchmischen und im heissen Ofen bei 200 Grad ca. 30 Minuten rösten

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8 — Der Christmas Pudding

Ich finde, wenn man schon ein grosses Festessen gekocht hat, dann darf das Dessert gekauft sein! Das ist im Fall des traditionellen englischen Weihnachtspuddings sowieso besser – er wird sonst eh lange im Voraus gemacht. Gemischt aus tausend Zutaten wie Dörrfrüchten und Nüssen und stetig langsam mit Alkohol wie Brandy oder Whisky getränkt. Weihnachtspuddings wurden früher unter dem Bett oder im Schrank gelagert und immer wieder neu getränkt. Jelmoli, Globus und die englische Buchhandlung von Orell Füssli bieten zum Beispiel gute Christmas-Puddings an. Man kocht sie langsam im Wasserbad. Im Pudding sind kleine Symbole versteckt, die dann demjenigen, der sie im Kuchen stecken hat, Glück, Geld oder Liebe bringen.

Liebe Leserinnen und Leser, auch unsere Kommentarfreischalter machen mal Pause – und zwar am 25. und 26. Dezember sowie am 1. und 2. Januar. Bitte haben Sie Verständnis, dass Ihre Blog-Kommentare möglicherweise erst verspätet erscheinen. 

4 Kommentare zu «Das grosse Festessen»

  • Simone sagt:

    Schöner Cocktail! Wie heisst er?

  • Lotti sagt:

    Der englische Weihnachtspudding ist ein Schreck! Allgemein ungeniessbar, und jetzt soll er noch vom Laden gekauft auf dem Weihnachtstisch erscheinen. Liebe Frau Kohler, da haben Sie sich was eingebrockt.

  • Heidi Arn sagt:

    Schön, dass man das ausdrucken kann.
    Frohe Weihnacht!

  • Waldi Noellmer sagt:

    Leckere Essensempfehlungen,
    die rechtzeitig kommen für die Weihnachtsfesttage im nächsten Jahr. Denn wo will man so wenige Stunden vor Geschäftsschluss die benötigten Zutaten noch ohne Einkaufsstress für die diesjährigen Festtage besorgen?

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