10 Rezepte für den Männerabend

Manchmal ist man gerne unter seinesgleichen. Das gilt für Frauen wie für Männer. Da ich kein Mann bin, kann ich mir nur vorstellen, wie ein Männerabend aussehen könnte und was man dazu gerne essen würde. Ich hoffe, es passt.

 

sweet home

Der klassische Pokerabend

Wir leben zwar in der Zeit der Political Correctness, und alle können alles. Aber ich stelle mir einen Männerabend immer als Pokerabend vor: eine hemdsärmelige Runde, offen für deftige Speisen und Whisky. Und da Traditionen unterschiedlicher Art grosse Revivals feiern, gehört ein solcher Pokerabend bestimmt dazu. (Bild über: trueclassics.net)

sweet home

1 — Poulet-Kasserolle

Gemütlichkeit ist auch Männersache, und wenn das wahrscheinlich nicht viel mit tausend Kissen auf dem Sofa oder Kerzenlicht zu tun hat, wird es doch bestimmt mit einem fein duftenden Kasserolle-Gericht assoziiert. Da passt dieses Rezept. (Bild über: Spoon west)

Zutaten: 
  • 1 Poulet, in Portionen geschnitten
  • 2 Peperoncini, grob geschnitten
  • 4 Knoblauchzehen, grob gehackt
  • 1 rote Peperoni, in Streifen geschnitten
  • 2 Rübeli, in grosse Stücke geschnitten
  • 1 Selleriestange, in Stücke geschnitten
  • 4 grosse Tomaten, in Stücke geschnitten
  • 1 Lorbeerblatt
  • wenig Thymian
  • 1 Glas Rotwein
  • 1 Glas Bouillon
  • Salz und Pfeffer
  • Mehl
  • Olivenöl
Zubereitung: 

Sie wenden die Pouletstücke in wenig Mehl, würzen sie mit Salz und Pfeffer und braten sie in Portionen rundum mit ein wenig Öl an. Zur Seite legen. Nun geben Sie Rüebli, Peperoni und Sellerie in das Öl und dünsten alles sanft während 10 Minuten. Geben Sie den Peperoncino und den Knoblauch bei, wenn diese duften, auch die Tomaten. Dann kommen die Pouletstücke zurück in die Kasserolle, dazu giessen Sie Bouillon und Wein, geben die Kräuter bei und köcheln alles sanft auf kleiner Flamme für etwa 1,5 Stunden.

sweet home

2 — Pizza mit Peperoncini

Männer mögens scharf. Diese Pizza ist ein perfekter schneller Snack. Einfach ausgewallten Pizzateig mit ein wenig Olivenöl bepinseln und mit Mozzarella und Peperoncini belegen. Raffeln Sie ein wenig Käse wie Provolone darüber, und backen Sie die Pizza im auf 250 Grad vorgeheizten Ofen für rund 10 Minuten, bis der Teig knusprig und der Käse geschmolzen ist. Servieren Sie die Pizza mit frischem Rucola und gerösteten Pinienkernen. (Bild über: myinspirecollection)

SWEET HOME

3 — Klassisches Reuben-Sandwich

Bei diesem Edelhappen ist man sich nicht sicher, ob es von Reuben Kulakowski, einem Lebensmittelhändler aus Nebraska, für seine wöchentliche Pokerrunde erfunden wurde oder im berühmten, mittlerweile geschlossenen New Yorker Reuben’s Restaurant. Auf jeden Fall ist das Sandwich mit Corned Beef über hundert Jahre alt. Da Corned Beef bei uns meist nur in Dosen erhältlich ist, kann man auf Pastrami ausweichen. Dann allerdings wird Reuben zu Rachel und das Sauerkraut durch Coleslaw ersetzt. Auf jeden Fall ist das Reuben – und seine Variationen – ein deftiges, nicht gerade sommerliches Sandwich. (Bild über: boyfriendreplacement)

Zutaten:
  • 200 Gramm Gruyère, geraffelt oder in dünne Scheiben geschnitten
  • 8 Scheiben Roggenbrot mit Kümmel
  • 50 Gramm Sauerkraut, ausgedrückt
  • 150 Gramm Corned Beef oder Pastrami, in dünne Scheiben geschnitten
  • Butter
  • Thousand Island Dressing
Zubereitung:

Bestreichen Sie die Brotscheiben auf der einen Seite mit ein wenig Butter. Drehen Sie die Brotscheiben um, und bestreichen Sie sie mit Thousand Island Dressing (siehe unten). Legen Sie auf 4 Scheiben jeweils ca. 4 Scheiben Corned Beef oder Pastrami. Verteilen Sie das Sauerkraut darauf, dann den Käse, und decken Sie das Sandwich mit den restlichen Brotscheiben mit der Butterseite nach aussen zu. Gut zusammendrücken und in einer heissen Pfanne beidseitig rösten. Pressen Sie dafür das Brot gut an.

Thousand Island Dressing

Das ist eine der klassischen amerikanischen Salatsaucen, die man in Spezialgeschäften fertig kaufen oder selber machen kann: Mischen Sie Mayonnaise, Ketchup und ganz fein gehackte Cornichons, ein wenig Weissweinessig und Zucker und Salz.

SWEET HOME

Um so richtig in Männerstimmung zu kommen, schauen Sie sich «Mad Men» an. Die Serie ist vollgepackt mit Alkohol, Zigaretten, Stil und Rollenspielen, die zeigen, wie «nicht ganz so idyllisch» die netten Fifties, Sixties und Seventies waren. (Bild über: madebyradio)

sweet home

4 — Tacos mit Steak und Chimichurri-Sauce

Braten Sie ein gutes Steak nach Wunsch. Braten Sie Zwiebeln mit ein wenig Honig, bis sie goldbraun sind. Schneiden Sie Tomaten und rote Zwiebeln in kleine Würfel, hacken Sie Koriander, Knoblauch und Peperoncini, und mischen Sie alles mit Limonensaft. Toasten Sie Tacos. Nun schneiden Sie das Steak in Stücke. Füllen Sie die Tacos mit dem Fleisch, dem Gemüse, den gerösteten Zwiebeln und der Chimichurri-Sauce. (Bild über: feastingathome)

Zutaten Chimichurri: 
  • 1 grosser Bund Petersilie, fein gehackt
  • 3 Esslöffel Rotweinessig
  • 4 grosse Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 2 Esslöffel frische Oreganoblättchen, fein gehackt
  • 2 Kaffeelöffel Peperoncino, fein gehackt
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Deziliter Olivenöl
Zubereitung:

Geben Sie die Petersilie, den Essig, den Knoblauch, den Oregano und den Peperoncino in eine Küchenmaschine, und zerhacken Sie alles fein. Würzen Sie mit Salz und Pfeffer, und giessen Sie das Olivenöl darüber, und lassen Sie die Sauce 30 Minuten ruhen.

sweet home

5 — Sticky Chicken Wings

Als ich vor über fünf Jahren auf der Newsnet-Redaktion das Bloggen lernte, erklärten mir die Jungs, die dort arbeiteten, dass sie ihre Freundin mit Leidenschaft bekochten. Dieses Pouletrezept schmeckt Ihnen bestimmt und ist perfekt für einen Gameabend, da man die klebrigen Pouletflügeli zwischendurch einhändig naschen kann. (Bild über: chefthisup)

Zutaten:
  • 150 Gramm brauner Zucker
  • 2 Esslöffel Sojasauce
  • 2 Esslöffel Limonensaft
  • 1 daumengrosses Stück Ingwer, geraffelt
  • 1 roter Peperoncino, fein gehackt
  • 1 Esslöffel Honig
  • 1 Kilogramm Pouletflügeli
Zubereitung: 

Mischen Sie die Sojasauce mit dem geraffelten Ingwer, dem Zucker, dem Limonensaft, dem Peperoncino und dem Honig. Dies am besten in einer Gratinform. Dann legen Sie die Pouletflügeli in die Sauce, gut wenden und mit Alufolie bedecken. 1 Stunde im auf 160 Grad vorgeheizten Backofen lassen, dann die Folie wegnehmen und die Flügeli weitere 40 Minuten backen. Servieren Sie Ihre Sticky Wings mit getoasteten Sesamsamen, Peperonciniringli und Koriander.

sweet home

6 — Knusprige Snackstangen

Ja, man kann einfach eine Tüte Chips kaufen, doch echte Männer mögens besser! Damit geht es fast genauso schnell wie mit dem Aufreissen einer Tüte: Sie brauchen Blätterteig, ein wenig Olivenöl, Rosmarin und Specktranchen. Bepinseln Sie den ausgewallten Blätterteig mit ein wenig Olivenöl und streuen fein gehackten Rosmarin darauf, ein wenig andrücken. Nun schneiden Sie den Teig in Streifen und wickeln jeden Streifen mit einer Specktranche in eine Kringellocke. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im auf 180 Grad vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten knusprig braten, zwischendurch mal wenden. (Bild über: halfbakedharvest)

sweet home

7 — Polenta mit Ragout

Ein Ragout ist einfach vorzubereiten und kann auf dem Herd stundenlang allein vor sich hin köcheln. Und es gelingt immer! Zudem verströmt es einen wohlig warmen Duft und schmeckt fantastisch zu einer schnellen Polenta mit viel Butter. (Bild über pinchofyum)

Zutaten: 
  • 1 Stück Rindsbraten, ca. 1,5–2 Kilogramm
  • 2 Schalotten, grob gehackt
  • 2 Selleriestangen, grob gehackt
  • 2 Rüebli, grob gehackt
  • 2 Gläser Rotwein
  • 1 Glas starke Bouillon
  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • Basilikum
  • Salz und Pfeffer
  • Olivenöl
  • 1 kleine Dose Tomatenpüree
  • 3 Knoblauchzehen, gehackt
  • 1 Lorbeerblatt
Zubereitung:

Sie würzen den Braten und braten ihn rundum in einer Gusseisenpfanne an. Geben Sie dann Zwiebel, Rüebli, Sellerie und den Knoblauch dazu, nochmals alles gut andünsten, den Rotwein und die Bouillon darübergiessen, das Tomatenpüree untermischen, die Tomaten und die Kräuter beigeben und zugedeckt etwa 8 Stunden bei kleinem Feuer köcheln. Vor dem Servieren reissen Sie das auseinanderfallende Fleisch mit der Gabel auseinander. Servieren Sie es mit einer schnellen Polenta. Diese kochen Sie mit viel Milch, Bouillon und Butter. Mischen Sie am Schluss nach Geschmack geraffelten Parmesan unter. Streuen Sie grob gehackte Petersilie über das Fleisch.

sweet home

8 — Chili con Carne

Eintopfgerichte eignen sich für einen Abend mit Freunden besonders. Chili con Carne ist dabei eine gute Wahl, nicht zuletzt weil man es schon am Vorabend zubereiten kann. Man serviert das Chili mit ein wenig Sauerrahm, Brot und grünem Salat. (Bild über: Sainsbury)

Zutaten:
  • 800 Gramm Hackfleisch vom Rind
  • Olivenöl
  • 1 rote Peperoni, in Würfel geschnitten
  • 1 grüne Peperoni, in Würfel geschnitten
  • 2 Peperoncini, gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 3 Schalotten, gehackt
  • 2 Kaffeelöffel Paprika
  • 2 Kaffeelöffel Kakaopulver
  • 1 Kaffeelöffel brauner Zucker
  • 2 Deziliter starke Bouillon
  • 1 Deziliter Rotwein
  • 2 Dosen (à 400 Gramm) gehackte Tomaten
  • 1 kleine Dose Tomatenpüree
  • Majoran
  • Salz und Pfeffer
  • 2 Dosen (à 400 Gramm) rote Bohnen
Zubereitung: 

Dünsten Sie zuerst die Schalotten an, geben Sie die Peperoni bei, ca. 10 Minuten sanft dünsten, dann geben Sie den Knoblauch und Peperoncino bei. Wenn diese duften, das Fleisch beigeben und alles gut anbraten, das Tomatenpüree beigeben und gut vermischen, mit Wein und Bouillon ablöschen. Nun geben Sie die Tomaten bei, den Paprika, den Kakao, den Zucker und den Majoran. Alles ca. 1 Stunde köcheln. Dann geben Sie die Bohnen bei, köcheln das Chili nochmals 15 Minuten, würzen. Vor dem Servieren zugedeckt 10 Minuten ruhen lassen. Mischen Sie mit Sauerrahm, Schnittlauch, Paprika und ein wenig Salz eine Sauce, und geniessen Sie das Chili aus einer Schale mit ein wenig Sauerrahm, Brot, Tacos oder Fladenbrot. Perfekt zum Beispiel für einen Fernsehabend mit Sport, denn aus dem Schälchen essen kann man gut auch auf dem Sofa!

sweet home

9 — Nachos mit Käsesauce und mehr

Dieser Snack ist nichts für schwache Gemüter! Kochen Sie eine Käsesauce. Dafür geben Sie Butter in eine Pfanne, ein wenig Mehl und dünsten dieses gut an. Rühren Sie Milch ein, und geben Sie ein wenig Bouillon bei. Dann geben Sie geraffelten Käse nach Wahl dazu wie Gruyère, Tilsiter, Manchego, Cheddar… Würzen Sie mit Paprika und Pfeffer. Nun legen Sie haufenweise Nachochips auf eine grosse Platte oder Schale und giessen die Käsesauce darüber. Belegen Sie die Chips mit in Ringe geschnittenen eingelegten Jalapenos, Avocadostücken und in Ringe geschnittenen Frühlingszwiebeln. Verteilen Sie eine Dose mexikanische Bohnen darauf und bestreuen alles tüchtig mit gehacktem Koriander. Servieren Sie die Nachos mit Sauerrahm und Limonenschnitzen. Sie können die Chips auch als Einzelportionen in kleineren Schälchen servieren. (Bild über: honestlyyum)

sweet home

10 — Und zum Dessert gibts Bier auf Eis!

Geben Sie Vanilleglace in grosse Biergläser, und giessen Sie mit Guinness auf. Caramelsauce, auch fertig gekaufte, ergibt ein hübsches Topping. (Bild über: brit.co)

 

31 Kommentare zu «10 Rezepte für den Männerabend»

  • Nadja sagt:

    Eine ganze Ente wäre noch was. Zu kaufen gibt es die bei Carmelo im Zürcher Schlachthof. Gefroren. Lediglich 23 Franken für die 2kg-Ente. Wohl kaum bio… Zum Auftauen entweder 2-3 Tag in den Kühlschrank oder 2-3 h in einem Plastiksack ohne Löcher im Eiswasser.

  • Alessandra sagt:

    ich stelle mit Genugtuung fest, dass auch die Männer nicht immer wissen, ob sie „Fisch“ oder „Vogel“ sind ;o)Die Rezepte sind toll… und werden demnächst am „GirlsAbend“ ausprobiert. Besten Dank!

  • Anita R. sagt:

    Danke für die leckeren Rezepte! Warum müssen die Pouletflügeli von Rezept Nr. 5 1 Std. und 40 Minuten in den Ofen? Wegen der Glasur? Werden sie nicht zu trocken?

  • Sarah sagt:

    Vielen Dank für diese tollen Rezepte, ich werde diese mit meinen Mädels ausprobieren!!

  • lieberlecker sagt:

    Bei meinen unregelmässig stattfindenden „Gentlemen’s Dinner“s wird nicht Poker gespielt, sondern „bloss“ gut gegessen und fein getrunken (… und natürlich die Welt verbessert) :-)
    Ob es eines der obigen Rezepte ins nächste Dinner schafft, erfahrt ihr schon bald in meinem Blog. Die Ideen sind auf jeden Fall schon mal gespeichert!
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

  • Franka Winter sagt:

    Mmmh, so wird das eine kulinarisch perfekte Ladies Night nächsten Samstag. Danke Frau Kohler!

  • Haha… die bier-glace!!!

    Chicken wings finde ich das ultimative männeressen. wenn sie sich danach noch die finger ablecken können, sind sie selig ;-) Unbedingt gerösteten Sesam darüberstreuen!

  • Andrea sagt:

    Wiedereinmal schöne Rezepte, tolle Bilder!
    Leider fehlt es den meisten Gerichten etwas an rustikaler Schlichtheit wenn schon zum Thema Männerabend….
    Ja ich höre den Aufschrei schon, Männer sind keine Neandertaler.. Der Meinung bin ich absolut auch!
    Vieles hier ist zwar hübsch angerichtet, sieht aber aus wie von der Nonna serviert, passt irgendwie nicht für mich. Glaube kaum dass man(n) Lust hat, Stunden in der Küche zu verbringen anstatt….(was auch immer). Mehr Reuben-Sandwich bitte! Einfach spitze!
    Und die Pizza hier ist definitiv auch oder sogar mehr „Frauenpizza“ (zuviel Schnickschnack, und dann noch „stylisches“ Grünzeugs wie’s halt so „inn“ ist).! Salami, Schinken, Tonno… Hätte ich angebrachter gefunden.

  • Zora sagt:

    Es gibt heute immer mehr gesundheitsbewusstere Männer, die gern was mögen, das über fett, fleischig und mastig hinausgeht. Was essen die, wenn sie sich zum Männerabend treffen? Danke für Hinweise von Insidern!

    • Ted sagt:

      Männerabend ohne Fleisch und mastig? Das wäre dann wohl kein Männerabend sondern eher eine Hipster-Selbsthilfegruppe.

    • Richard Marti sagt:

      Tofu-Würstchen?

      • Marcus Ballmer sagt:

        Bei richtigen Männerabenden werden grosse, saftige Fleischstücke auf den Grill geschmissen, nichts anderes. Nachos, Snackstangen, Chickenwings usw. sind typische Ladies-Night-Gerichte. „Gesundheitsbewusste Männer“… – sorry, aber das sind keine Männer. Zumindest keine richtigen.

        • Onkel Arnold sagt:

          Wissen sie, was noch weniger echte Männer sind? Solche, die aus Rücksicht gegenüber den Rechten nichtmenschlicher Tiere deren Ausbeutungsprodukte ablehnen und vegan leben. Die haben Sie vermutlich mitgemeint. Ich kann im Übrigen Definitionen, was jetzt ein „echter Mann“ sein soll, leider nie nachvollziehen, sobald sie über den Besitz eines XY-Chromosomensatzes hinausgehen. Schubladen wie „Frauen“ und „Männer“ werden doch im gesellschaftlichen Diskurs sowieso viel zu stark überbewertet.

        • adam gretener sagt:

          „Richtige“ Männer scheinen auch so richtige Trotzköpfe zu sein ;-)

          Sorry, aber bei uns in der Eishockey-Mannschaft – alles Kerle zwischen 90 und 110 Kg – braucht keiner ein halbes Kilo halbrohes Fleisch.

          Die Zeiten ändern sich, lieber Herr Ballmer.

          • Marcus Ballmer sagt:

            „Richtige Männer“ sind aber auch nicht solche, die sich an einem Herrenabend derart volllaufen lassen, dass sie anderntags nicht mal mehr wissen, was Sie gegessen haben, wie Ihrem Kommentar weiter oben zu entnehmen ist. Die Lampe bis zum Anschlag füllen ist nicht mehr zeitgemäss, lieber Herr Gretener. Köstlichkeiten auf dem Grill zuzubereiten hingegen schon. Und mit 37 Jahren aktivem Eishockey auf dem Buckel glaube ich Ihnen weder die ausschliesslichen 90 bis 110 kg, noch dass Ihre Eishockeykollegen weder Steaks noch sonstige Fleischstücke vom Grill mögen. Oder gehört Ihre Beschreibung in die Kategorie der – berufsbedingten – werblichen Übertreibung…?

          • Ted sagt:

            Merkwürdig, in UNSEREM Hockeyteam würde sich NIE ein Spieler mit vegetarischer oder gar veganer Nahrung zufrieden geben. Und ein halbes Kilo Fleisch bei einem BBQ zu verputzen ist für nicht wenige von uns keine Seltenheit. Möchte ja mal wissen wo Sie, Gretener, Hockey spielen…

          • Ivo Gloor sagt:

            Herr Gretener, wo genau spielen Sie Eishockey? Plüschliga? Ich spiele hie und da in Plauschmannschaften. Alles Kerle (und sogar Ladies) zwischen 50 und 160 kg. Das Grösste an diesen Plauschturnieren ist jeweils der anschliessende Grill. Wir rechnen mit einem halben Kilo Fleisch PRO PERSON!

          • adam gretener sagt:

            LIeber Herr Ballmer, Sie müssten meinen Humor doch langsam kennen. Es ist ja nicht so, dass wir feiern wie Brad Pitt im Film Snatch, nachdem seine Mutter tot war.

            Aber unser Spielertrainer hat erst kürzlich während eines Festes eine witzige, ergreifende Rede gehalten, nachdem viele Leute angefangen haben, vermehrt ganze Forellen oder Poulets mitzubringen. Einzelne wollten sogar Risotto auf dem Grill machen, was gehörig in die Hose ging.

            Aber beim Halbkilo-Steak winken mittlerweile viele Kollegen mittlerweile ab.

          • adam gretener sagt:

            Liebe Herren Gloor und Ted, ich bin derjenige, welcher Ihnen wieder aufhilft, sobald die Sternchen verflogen sind. Aber Spass beiseite.

            Bei uns hat sich das Essverhalten an den Festen tatsächlich verändert.

        • Esti sagt:

          Herr Ballmer, top, genau so ein Kerl wünsch ich mir. Wäre halt dann beim Essen während dem Essen gerne dabei, wohlgesättigt würde ich euch dann den Abend gönnen und selbst ein Festchen starten. Und danach, ach, nicht jugendfrei.

      • Yves sagt:

        Vegan-Cordon-Bleu, Quorn-Hamburger, Tofu-Plätzli oder sonst noch so feine Vegisachen….ich esse auch gesundheitsbewusst, aber zu einem Männerabend am Pokertisch gehört etwas deftiges auf den Tisch. „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift ist“

    • Stevens sagt:

      Genau dann essen solche Männer etwas, was fett, fleischig und mastig ist.
      Weil mal eine Auszeit von diesem ganzen Gesundheitsbewusstsein so gut tut und auch mal sein darf.
      Gesund essen macht man gerne mit der Ehefrau oder den Schwiegereltern. Aber nicht beim Männerabend.

  • adam gretener sagt:

    Frau Kohler, Sie sind eine unverbesserliche Romantikerin.

    Nur so viel. Wer nach einem Herrenabend überhaupt noch weiss, was am Abend zuvor gegessen wurde, wenn überhaupt, der war gar nicht dabei.

  • Wolfgang Imhof sagt:

    Hinweis zum Chili con Carne: richtigerweise wird dieses mit klein geschnittenem Rindfleisch und nicht mit Hackfleisch zubereitet!

    • Richard Marti sagt:

      Beim Kochen gibt es nicht wirklich richtig und falsch, sondern „schmeckt mir“ oder „schmeckt mir nicht so“. Gralshüter und Orginal-Rezept-Fetischisten haben nicht begriffen, dass gerade das Variieren, Ausprobieren, Neuhinzufügen, Weglassen,… das Wesen des Kochens mit einer eigenen Handschrift ist.
      Grad beim Chili, dass es in x-Varianten gibt und je nach Region ziemlich variiert, „richtigerweise“ definieren zu wollen – ist wohl gar ein wenig sinnlos.

    • Yves sagt:

      Es gibt kein „richtiges“ Chili con Carne. Je nachdem ob man nun in Texas, Arizona oder New Mexico ist, wird es anders zubereitet. Die einte Version besteht eben aus Hackfleisch und die andere aus Fleischwürfel. Aber das spielt eigentlich gar keine Rolle. Es muss schmecken. Das ist das wichtigste!

      • Kathy sagt:

        Ich mache für mein Chili immer Halbe-Halbe, also Hackfleisch und klein geschnittenes Rindfleisch. So schmeckt es mir am besten.

      • Veronica sagt:

        Es gibt das Original-Rezept oder die Regional-Rezepte und dass übernimmt man genau oder wie es sich passt.
        Hackfleisch oder Fleischwürfsel spielt sicher eine Rolle, sowohl beim Kochen als beim Essen.

    • Heinz Buehler sagt:

      Es gibt, wie die meisten hier schon erwähnt haben, beide Varianten.
      Auch gut kommt, wenn an Stelle des Fleisches im Sinne des Rezepts marinierter Tofu in kleinen Würfeln verwendet wird.
      Mir schmecken alle drei Varianten gut, und ich mag die Abwechslung.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.