10 Ideen, mit denen Sie mehr aus Ihrer Wohnung herausholen

Manchmal muss man sich mit dem begnügen, was man hat. Und das ist eigentlich auch keine schlechte Ausgangslage – sie lädt zum Nachdenken ein und fördert die Kreativität. Normale Wohnungen, die entweder ein bisschen zu klein sind, nicht besonders interessant und meist das eine oder andere Wohnproblem bieten, brauchen vor allem mehr Schönheit, Liebe und Aufmerksamkeit. Mit diesen Ideen holen Sie mehr aus Ihrer Wohnung heraus und werten gleichzeitig Ihren Alltag auf.

 

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1 — Bringen Sie ein kleines Schlafzimmer ganz gross raus 

In Mietwohnungen wählen wir oft das kleinste Zimmer als Schlafzimmer. Das heisst aber nicht, dass es deswegen zum blassen Kämmerchen werden muss. Schaffen Sie mit wenig Aufwand viel Stil, und schenken Sie sich damit ein kleines Rückzugsparadies. Was Sie dafür brauchen, ist eine tolle Tapete, die Sie an der Rückwand des Bettes aufziehen. Das sorgt für eine starke Wirkung. Eine Leuchte, die was hermacht, hilft ebenfalls, ein kleines Zimmer aufzupeppen. Hier ist es eine Glasleuchte, die einen spannenden Kontrast zum inszenierten Countrystil bietet. Das Brechen von Stilen ist immer eine gute Idee, denn alles vom Gleichen wirkt schnell unpersönlich und langweilig. Schaffen Sie auch ein gemütliches Umfeld rund um das Bett. Auf diesem Bild, gefunden auf dem Blog Blissful, sind es ein Stuhl anstelle eines Nachttisches und eine Kleiderstange und ein Haken als Ablagen für den alltäglichen Kleiderwechsel. Andere Dinge, die helfen können, sind kleine Kommoden, Minisessel, eine Bank, eine Stehleuchte oder Wandregale. Vergessen Sie nicht, einige inspirierende Bilder an die Wand zu hängen und den Raum mit frischen Blumen und Lieblingsbüchern einladend zu gestalten. 

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2 —Kreieren Sie eine hübsche Sammelstelle 

Wir haben oft zu viele Dinge und zu wenig Platz. Das schafft Unordnung. Aber viele Dinge sind bei weitem nicht in jedem Fall schlecht, sondern können glücklich machen, viel Atmosphäre schaffen und inspirieren. Ich habe gerade ein wirklich tolles Buch entdeckt, das sich diesem Thema auf wunderschöne Weise widmet, und kann es allen empfehlen, die sich keinem minimalistischen Wohnstil verschrieben haben. Es heisst «A Perfectly Kept House Is the Sign of a Misspent Life», ist von Mary Randolph Carter und ist im Rizzoli-Verlag erschienen. Dennoch will niemand Unordnung und Chaos. Eine tolle Sammelstelle wie zum Beispiel eine grosse Vitrine – wie hier auf dem Bild, gefunden auf dem tollen Blog Decor8 – bietet dabei eine gute Möglichkeit, die vielen Dinge sichtbar aufzubewahren. Vitrinen sind fantastische Möbelstücke, die Mischung aus Schrank und Regal vereint von beidem das Beste. Da man alles sieht, bieten die Vitrine einen guten Zugang zu den Dingen, die man liebt. Da diese nun hinter Glas stehen, wirken sie wertvoll und hübsch. Und die Tatsache, dass man die Türe zumachen kann, verhindert nicht nur Staub, sondern auch Unordnung und Chaos. Zudem wird ein einzelnes Möbel, das prall und sichtbar gefüllt ist, zum interessanten Element in der Einrichtung. 

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3 — Schaffen Sie viel Stil mit wenig Geld 

Meist haben wir viel zu viele unterschiedliche Dinge, und das macht es nicht einfach, einen Stil zu schaffen. Hier hilft ein einfacher Stylingtrick: Fügen Sie optisch Ähnliches zusammen, oder ergänzen Sie Möbelstücke mit sogenannten Verwandten. Das ist hier auf dem Bild von Anna Gillar’s Blog besonders gut gelungen. Schwarze Rahmen sind das optische Thema, das alles stilvoll zusammenbringt. So wirkt das schlichte Metallmöbel vor einer Bilderwand sehr ruhig und stilsicher. Wenn jetzt jedes Bild einen unterschiedlichen Rahmen hätte und das Möbel einfach irgendeine Ablage wäre, wäre es viel schwieriger, stilmässig eine Aussage zu machen. 

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4 — Richten Sie sich eine gemütliche Küche ein – trotz kleine Budget

Gemütlichkeit ist so was Ähnliches wie die Liebe – sie braucht kein Geld, sondern ist eine Herzensangelegenheit. Wer also mehr Gemütlichkeit in eine Küche bringen möchte, muss dafür nicht das grosse Portemonnaie hervorholen und nach exklusivem Design Ausschau halten. Vielmehr sollte man hierfür mal genauer in der Wohnung, auf dem Estrich oder gegebenenfalls auf Flohmärkten Umschau halten. Denn zusammengewürfeltes Mobiliar und Ideen, die sich mit Stoff und Nähmaschine umsetzen lassen, tun auch einer Einbauküche gut. Zugegeben, auf diesem Bild von Planete Deco fehlen die typisch schweizerischen Wand-Chuchichäschtli, aber gewisse Dinge lassen sich auch bei uns umsetzen. Nehmen Sie zum Beispiel Schranktürchen im unteren Bereich heraus und geben dafür (oder zusätzlich) den Kästchen hübsche Vorhänge! Stellen Sie einen kleinen Tisch in die Küche mit einigen Stühlen darum herum, darunter eine Matte oder einen Teppich – allerdings in passender Grösse, die Tisch und Stühle umfängt. Sonst nehmen Sie zwei kleinere und schaffen mit denen eine Wohninsel. Nähen Sie für die Stühle auch hübsche Kissen, und bestücken Sie die Küche mit einigen hübschen Accessoires und frischen Blumen und Küchenkräutern. Hängen Sie an die Kästchenfronten, die in vielen Mietwohnungsküchen dominant den Stil bestimmen, Bilder, Spiegel und gerahmte Fotos. Das geht zum Beispiel supereinfach mit den abnehmbaren Command-Streifen von 3M, welche ich erst für einen Stylingjob gesucht und im Jumbo gefunden habe.

Tipp: Diese Einrichtungsideen funktionieren selbstverständlich auch in anderen Stilen. Mit Leinenstoffen und Holzmöbeln zieht ein eher reduzierter Landhausstil ein, oder alles in Schwarz und Weiss mutet ein wenig nordisch an.

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5 — Verwandeln Sie die Kleiderstange zum Schrank 

Ich bin ehrlich gesagt kein Freund von Kleiderstangen – oder nur bedingt. Aber diese Idee von Ikea überzeugt mich, weil sie so einfach ist, dass man sich fragt, weshalb man nicht selbst darauf gekommen ist. Was übrigens für viele der besten Ideen zutrifft. Dieses einfache System hilft, dass man ganz schnell und günstig zu einem tollen kleinen und flexiblen Schrank kommt. Ideal auch für Kinder- und Teenagerzimmer, die erste Wohnung, die Studentenbude oder das WG-Zimmer. Das Möbel heisst Turbo und besteht aus verschiedenen Elementen.

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6 — Stocken Sie einfach auf

Ein Regal am Ende der Badewanne klappt vielleicht nicht in jedem Bad, ist aber definitiv eine Überlegung wert, besonders in kleinen Bädern mit wenig Stauraum. Das Bild von Indulgy ist natürlich aus einem englischen Bad und zeigt den dort typischen klassischen Stil mit Holztäferung. Trotzdem, ein schmales, in passender Farbe lackiertes Regal kann auch in unseren gekachelten Bädern gut an der Rückenseite vieler Einbaubadewannen eingesetzt werden anstelle der sich dort oft befindenden Tücherstange. Die Dübellöcher dafür bohren Sie am besten in die Kachelzwischenräume.   

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7 — Machen Sie aus Decken stilvolle Vorhänge 

Vorhänge sind so eine Sache. Viele mögen sie nicht, was ich persönlich sehr schade finde, denn ich finde, ohne sie ist keine Wohnung wirklich wohnlich und wirkt immer ein bisschen, wie wenn man gerade eingezogen wäre. Eine schnelle, hübsche und sommerlich unkomplizierte Lösung ist hier auf dem Bild vom Sacramentostreet-Blog zu sehen. Denn es sind einfache Baumwolltücher, die hier als Vorhang dienen, um einen gewissen Bereich der Wohnung abzugrenzen. Die Idee lässt sich weiterentwickeln und kann durchaus, je nach Stil und Situation, mit Quilts, Wolldecken oder Tischdecken umgesetzt werden. 

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8 — Malen Sie mit Farbe ein hübsches Kopfende 

Bettkopfteile lassen jedes Bett königlich und stilvoll aussehen. Man kann sie mit Stoff, Polster oder Holz selber machen, fertig kaufen oder aber einfach wie hier bei Louise des Rosiers mit Farbe aufmalen. 

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9 — Nutzen Sie auch die kleinste Ecke 

In normalen Wohnungen ist meist optimale Platzausnutzung angesagt, und dafür sind diese Kleinstregale von Ikea perfekt. Ideal zum Beispiel neben einem Bett als erweitertes Nachttischchen, auf dem Bücher und persönliche hübsche Dinge einen Platz bekommen.

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10 — Setzen Sie auf eine gemischte Tischrunde 

Vor vielen Jahren, als ich noch oft in Paris arbeitete, hatte ich eine japanische Freundin, die dort, und auf der ganzen Welt, als Make-up-Artist arbeitete. Ich bewunderte sie und ihren Stil, und als ich ihre kleine Wohnung im Marais sah, war ich hin und weg. Auf allerkleinstem Raum gelang es ihr, Stimmung, Stil und Platz zu schaffen. Das wichtigste Element war ein runder Tisch von Habitat, der damals gleich auf meine Wunschliste gesetzt wurde (aber leider auch dort blieb). Er war schwarz und hatte eine Art Deko-Anmutung, das gehörte in den 80er-Jahren zum schicken Wohnstil. Aber die Wahl eines runden Tisches erlaubt auch in kleinen Räumen Platz für mehrere Gäste. Meine Freundin hatte dafür hübsche schwarze Klappstühle mit weissen Spitzenkissen gewählt. Hier auf dem Bild von The poetry of material things sind es unterschiedliche Stühle, die dazu- oder wegstellt werden können. Eine gemischte Tischrunde ist in Sachen Möbel und Gäste auf jeden Fall spannend!

 

 

12 Kommentare zu «10 Ideen, mit denen Sie mehr aus Ihrer Wohnung herausholen»

  • Fred sagt:

    „Die Dübellöcher dafür bohren Sie am besten in die Kachelzwischenräume“ – genau das Gegenteil ist der Fall – denn wenn man auszieht, muss man eventuell zwei (oder sogar vier, wenn es die Kreuzung war) Fliesen ersetzen statt nur einer…
    Es sei denn man hat so breite Fugen, dass der Dübel komplett in der Fuge verschwindet, aber das ist sehr unwahrscheinlich.
    Am besten, man bohrt erst gar nicht im Fliesenbereich wenn irgend möglich.

  • Marcus Ballmer sagt:

    „Gemütliche Küche – trotz kleinem Budget“ – allein der SMEG-Kühlschrank kostet 2700 Franken. Unter „kleinem Budget“ verstehe ich was anderes…

    • Heidi Arn sagt:

      Es sind schon Anregungen für ein kleines Budget dabei. Habe wegen der Abbildung gerade überlegt, ob ich meinen Kühlschrank irgendwie verändern soll.

      • Marcus Ballmer sagt:

        Ihr Hinweis stimmt natürlich. Ich versäumte es, auf Bild 4 hinzuweisen. Falls Sie in Sachen Kühlschrank günstig was verändern möchten: in Ricardo gibt es verschiedene Angebote von knallroten Retro-Kühlschränken für ein paar hundert Franken.

    • ABCDEFG sagt:

      Es geht glücklicherweise mehr um Tisch und Stühle als um den „Fridge“.

  • Matthias Stadler sagt:

    Das Kleinstregal von Ikea (Nummer 9): Haben Sie einen Link dazu, ich finde es online leider nicht?

  • henri sagt:

    Wissen Sie den Hersteller der Deckenlampe mit den verschiedenen
    Glaskugeln im ersten Bild? Die ist toll.

    • florence sagt:

      das dürfte die deckenleuchte diy sein von house doctor..

    • Ich denke dies ist eine Eigenentwurf. Eine kleine Glühbirne in eine Glaskugel eingefügt, und weitere Glaskugeln am Elektrokabel befestigt. Eventuell erhalten sie solche Kugeln in der Glasi Hergiswil, oder sie warten bis zu Weihnachten und suchen dann nach solchen Glaskugeln.

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