Zeit für mehr Wohnlichkeit

Wir haben Glück: Der November hat sein dunkles, graues Kleid noch nicht ganz angezogen, die Sonne scheint oft, die Wälder sind noch golden. Trotzdem verbringen wir immer mehr Zeit zu Hause, nicht zuletzt wegen der kurzen Tage und weil gemütliches Zu-Hause-Sein ganz einfach zum Jahresende gehört. Geniessen wir also diese intensivere Wohnzeit und kümmern uns ein wenig um die Einrichtung. Diese 10 Wohnideen inspirieren, besser, praktischer und schöner zu wohnen – und vielleicht auch wieder einmal ein besonderes Stück zu kaufen, um damit Bestehendes zu ergänzen oder ein altes Möbelstück zu ersetzen.

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1 MEHR PLATZ IM ESSZIMMER
Haben Sie eigentlich genügend Platz am Tisch? In dieser Zeit lädt man gerne Familie und Freunde zu feinen selbst gekochten Mahlzeiten und gemütlichem Beisammensein ein. Da braucht es einen grossen Tisch mit schönen Stühlen drumherum, das ist nicht nur praktisch, sondern strahlt sehr viel «Willkommen zu Hause»-Gefühl aus. Dieser schlichte Tisch zeigt eine warme, lebendig wirkende Holzplatte und ein einfaches, raffiniertes Röhrengestell, und er passt eigentlich zu allen Wohnstilen. Hier wird er kombiniert mit wunderschönen weissen Thonet-Stühlen, alles von Walter.

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2 MEHR STIMMUNG IM SCHLAFZIMMER
Wenn ich Zeit habe, bleibe ich momentan gerne lange im Bett und blogge von da aus. Mein Schlafzimmer ist gemütlich und strahlt viel Wohnlichkeit aus, obwohl der Raum klein ist. Wohnlichkeit auf die Schnelle schaffen Sie mit Farbe an der Wand, diese hat nämlich dieselbe Funktion wie ein Kleid – sie zieht den Raum an. Dann geht es an die Wäsche, genauer an die Bettwäsche. Leider wird diese in vielen Schweizer Haushalten vernachlässigt. Meist liegen da nämlich einfach eine Decke und zwei Kissen auf dem Bett (welches, wenn man Glück hat, mit weisser Satinwäsche bezogen ist, und wenn nicht, dann oft mit üblen Mustern verziert). Nordisch schlafen mag ja praktisch sein, aber in seiner Reduktion strahlt es kaum Wohnlichkeit aus. Daher: Schauen wir uns besser im angelsächsischen Raum um. Dort weiss man, wie ein Bett zum kuschligen, wohnlichen Nest wird. Wählen Sie am besten edle Leinenwäsche, vielleicht auch solche in verschiedenen Farbtönen. Dann braucht es mehrere Kissen – nämlich grosse Kissen, die man aufstellen kann, damit Lesen, Frühstücken oder Arbeiten im Bett auch geht, kleine zum Schlafen und hübsche Zierkissen für mehr Komfort und Stil. Meiner Meinung nach gehört auch eine Überdecke über die Bettwäsche; das kann ein Überwurf sein, eine Wolldecke oder ein Quilt. Tagsüber verdeckt diese Decke das Duvet, nicht aber die Kissen, denn diese schauen am besten einladend hervor. Auch der Platz neben dem Bett verdient mehr Beachtung. Ob Sie nun ein Nachttischchen wählen oder einfach einen Hocker oder einen Beistelltisch danebenstellen: Es braucht einen Platz für eine Leuchte, persönliche Dinge, das Buch und wenn möglich auch einen schönen Blumenstrauss, Bilder oder sonst Dinge, die Sie glücklich machen. Auf diesem Bild sind alte Hutschachteln und Koffer als Nachttisch eingesetzt – eine schöne, persönliche Lösung. (Bild über: Inspirationlane)

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3 MEHR AUSSICHT AM ARBEITSPLATZ
Auch zu Hause wird viel gearbeitet, dank Homeoffice sogar immer öfter. Damit Arbeiten Freude macht, ist es wichtig, den Arbeitsplatz an einem Ort einzurichten, an dem man auch gerne ist. Und das ist nicht neben dem Bügelbrett, der Fitnessmaschine oder dem Gästebett. Suchen Sie sich einen schönen Ort im Haus, am besten an einem Fenster. Denn Aussicht auf die Umgebung inspiriert und macht glücklich. Es braucht auch nicht viel, um sich ein kleines Büro zu Hause einzurichten: Ein schmaler Tisch genügt, eine gute Leuchte und ein hübscher, bequemer Stuhl. Ein Büro zu Hause ist anders als eines im Geschäft, es zeichnet sich durch Wohnlichkeit und Persönlichkeit aus. Nach der Arbeit wird aufgeräumt – denn wer will schon mit herumliegenden Papieren und Bürokram wohnen? (Bild über: Hipsterapartments)

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4 MEHR INDIVIDUELLE EINRICHTUNGSIDEEN
Diese Truhe neben dem Bett ist nicht nur eine schöne individuelle Wohnlösung, sie bietet auch Platz für persönliche Dinge oder für die Bettwäsche. (Bild über: Interiorsporn)

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5 MEHR MÖGLICHKEITEN, SICH AUSZULEBEN
Zu Hause zu sein, bedeutet auch, dass man sich Dingen widmen kann, die man liebt. Ob das nun Nähen ist, Bloggen, Schreiben oder Malen: Schaffen Sie einen Platz dafür. Dieser Arbeitsplatz ist zum Beispiel nicht nur praktisch, sondern auch stilvoll eingerichtet. Mit Vintage-Möbeln, die Wohnlichkeit mit Nützlichkeit gekonnt verbinden, und einem schlichten Tisch auf Holzböcken wirkt er ateliermässig und passt sich dabei unterschiedlichen Wohnstilen an. (Bild über: My Little Things)

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6 MEHR FLEXIBILITÄT 
Industrielle Möbel sind gute Vermittler, sie passen in die unterschiedlichsten Einrichtungsstile und zeigen uns, wie man praktisch und flexibler wohnen kann. Denn die Möbel wurden einst für den Arbeitsbereich konzipiert, sind oft auf Rollen und immer sehr stabil. Dieses tolle Regal von Walter ist ein schönes Beispiel. Man kann es sozusagen immer dorthin mitnehmen, wo man es gerade braucht. So kann es abwechslungsweise Bücherregal, Arbeitsregal, Anrichte oder Wäscheschrank sein. Natürlich kann es auch an einem Ort bleiben, denn die Rollen kann man selbstverständlich arretieren. 

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7 MEHR ABWECHSLUNG AM TISCH
Sie lieben eine gut gemischte Tischrunde? Das geht auch optisch: Unterschiedliche Stühle um einen Tisch herum wirken stilvoll und sehr persönlich. Sie nehmen einem Esstisch auch das Formelle und lassen ihn so in keinem Fall wie einen Sitzungstisch wirken. Eine solche Wohnlösung bietet auch die Möglichkeit für Ergänzungen, und man hat nicht die Qual der Wahl beim Aussuchen der Stuhlart. Tisch und Stühle von Ikea.

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8 MEHR SCHÖNE DINGE IM ALLTAG
Früher hatte man Sonntagsgeschirr und solches für den Alltag. Heute möchten wir jeden Tag Schönes um uns haben, und das alltäglich Schlichte hat einen besonderen Wert bekommen. Wir lieben wieder Emailgeschirr, handgemachte Keramik, Leinenwäsche, Bistrogläser, Kerzen aus Bienenwachs oder Pfannen aus Kupfer. (Bild über: Life Is Simple)

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9 MEHR FREUDE AN DER NATUR
Jetzt kommt sie bald wieder, die Zeit der Dekorationen, des Glitters und des Glamours. Wem das zu viel ist, der bringt einfach mehr Natur ins Haus, denn das bringt Freude, ist in seiner Schlichtheit aber immer stilvoll und macht das Haus freundlich und festlich. Die Kombination von schlichten Zweigen und handgemachter Keramik ist besonders sinnlich und sorgt für Wärme und Schönheit. (Bild über: The Little Corner)

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10 MEHR MÖBEL, DIE WIR LIEBEN
Manchmal möchte man sich etwas Gutes tun und geht dann beispielsweise einen neuen Pulli kaufen, ein schickes Hemd oder eine tolle Creme für die Schönheit. Dabei wäre ein neues Möbelstück ein nachhaltiger Glücklichmacher. Denn es ist unglaublich, was ein einzelnes, neues Möbelstück bewirken kann: Es verändert die Wohnung, inspiriert zum Umstellen, Einrichten, schafft endlich mehr Ordnung oder lässt ganz einfach alles viel attraktiver wirken. Viele Einrichtungsgeschäfte liefern die Möbel zu einem kleinen Aufpreis nach Hause. Wer Auto fährt, kann auch einiges selbst nach Hause bringen. Für Menschen wie mich, die nicht fahren und auch nicht schleppen mögen, sind Kurierdienste perfekt. (Bild über: Interiorsporn)

19 Kommentare zu «Zeit für mehr Wohnlichkeit»

  • Benz sagt:

    zu Punkt 7
    ich kann den braunen Stuhl mit der „leuchterartigen“ Rückenlehne bei IKEA nicht finden. wo gibt es ihn zu kaufen?

  • ri kauf sagt:

    Nummer 2 ist soooooo schööööön! Ja, ich finde Betten mit Überwurf und vielen Kissen auch angenehm. Auf meinem Nachttisch steht ein schlafender Buddha der so schön Ruhe ausstrahlt, Bücher stapeln sich am Boden neben dem Bett. Es braucht tatsächlich nicht viel, um eine Raum schön aussehen zu lassen. – Und ich finde auch, dass viele Schlafzimmer nicht sehr kuschelig wirken, wenn ich irgendwo auf Besuch bin……

  • Vem sagt:

    Gefällt mir alles super. Vor allem das Schlafzimmer und Bettwäsche in den Grautönen – möchte selber auch so eine Kombi mit noch einigen warmen Erdtönen für die Winterzeit bei mir einrichten. Liebe Frau Kohler – ich muss es mal wieder schreiben – ich liebe ihren SweetHome Blog! Bin seit Jahren eine begeisterte Leserin und freue mich immer über neue Beiträge.

    Bei uns ist schon die Advents & Weihnachtsdeko in arbeit wegen Zeitnot in den nächsten 2 Wochen. Wir haben uns dieses Jahr mal am Farbkonzept Weiss, Silber, Tannengrün und Rentier-Fell Farbtöne versucht. Es erscheint mir noch etwas kühl – darum müssen nun viele Kerzen her für warmes gemütliches Licht. Haben Sie da evtl. Ideen dazu? Würde mich über ein «Kerzenlicht im Winter» Beitrag sehr freuen :) …

  • Wow, super Bilder und schöne Tipps. Und ja, mehr schöne Dinge im Alltag für ein schönes Zuhause lohnt sich immer.
    Ein richtiger Volltreffer-Beitrag der Spass macht :-)
    Herzlichen Dank dafür.

    Liebe Grüsse

  • Ein sehr schöner Beitrag mit vielen tollen Tipps. Insbesondere diejenigen zum wohnlichen Schlafzimmer. Es braucht nämlich an sich gar nicht viel.
    Liebe Grüsse

  • marusca sagt:

    Was haben die ständig un- oder schlechtgemachten Betten und diese zerknitterten Tischtüche, die uns hier mit schöner Regelmässigkeit vorgeführt werden denn bitteschön mit Wohnlichkeit zu tun?

    • Anuschka sagt:

      Meine Güte, manche Leute haben auch an allem was zu meckern!!! Wenn’s dir nicht gefällt, einfach weiterscrollen!!!

    • dissi elena sagt:

      Das frag ich mich auch oft: Wohnlichkeit gleich ganz viel angehäuft. Für mich ist das nicht der einzig gültige Ansatz, hier scheint das aber oft so dargestellt; daher @Anuschka soll man sich zu solchen Pauschalformulierungen schon äussern dürfen.

    • Ellen sagt:

      Das sind gemachte Betten. Wie sieht denn Ihres aus? Mit gebügeltem Leintuch? Meines sieht immer so aus wie auf den Bildern hier.

      Die Tischdecke muss auch nicht immer gebügelt sein. Mit gewissen Stoffen haben Knitter viel Charme.

      • Carlotta sagt:

        Ellen, ungebügelte Tischdecken sind ein no-go 1. Klasse. Gemütlichkeit, Wohnlichkeit, ist Empfindungssache. Bild 1 lässt mich frösteln, z. B.

      • marusca sagt:

        @Ellen: Traurig genug! Auf den Charme von zerknittertenTischdecken und zerwühlten Betten auf Fotos kann ich allemal gerne verzichten.

        • Irene feldmann sagt:

          Liebe marusca, dann tun sie das doch BITTE auch! Niemand liest gerne Kommentare in welchen ein Rottweiler heult!!! Frau Kohlers Blog ist für ALLE zugänglich, und wenn sie diese Respektlosigkeit verstanden haben, sehen wir sie hier alle gerne wieder, goodbye

          • marusca sagt:

            @if: Weshalb muss ich denn Frau Kohlers Respektlosigkeit verstehen? Die Gute , so schlimm ist sie ja auch wieder nicht.. Oder meinten sie vielleicht etwas anderes und haben’s einfach nur falsch formuliert? Wie auch immer, in einem haben Sie natürlich recht. Niemand liest gerne Kommentare, in welchen ein Rottweiler heult. Aber: Seien Sie unbesorgt, als solchen habe ich Sie auch gar nie gesehen.

          • Irene feldmann sagt:

            Da muss ich meine meinung ändern und Frau gross recht geben. Ihr 10 Punkte programm über weshalb Frauen nie führen werden im clack.ch beschreibt genau ihre Systematik. Sehr schade!!

    • adam gretener sagt:

      Man sollte die Betten sowieso nicht machen, marucsa. Die Weinflasche voll Schweiss, welche Du nächtlich ausschwitzt, sollte wieder verdampfen können. Darum haben viele Futons unten so kleine schwarze Sprenkelflecken. Das ist Schimmel.

      • marusca sagt:

        Ich glaube eher, lieber Herr Gretener, es schimmelt in Ihrem Hirn, Sorry, aber es ist nicht das erstemal, dass mir bei gewissen Kommentaren von Ihnen dieser Gedanke kommt.

      • Ellen sagt:

        Liebe Marusca, bitte lächeln Sie doch einfach mal. Das hilft meistens in Fällen von Miesepetrigkeit. Nicht immer alles so ernst nehmen. ;)

    • Nicobello sagt:

      Schicken Sie doch mal ein Bild von ihrem gemachten Bett an Frau Kohler, ich kann mir das echt nicht vorstellen, wie denn das noch „gemachter“ aussehen sollte ;))

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