7 Rezepte für Tranquilizer

Kennen Sie die Nächte, in denen man sich dreht und wendet, die Decke von sich stösst und auf einmal an Dingen herumstudiert, die einem doch tagsüber noch völlig klar waren? Oft hat die nächtliche Unruhe damit zu tun, dass man das Falsche gegessen hat. Diese 7 Lebensmittel sind natürliche Tranquilizer, die beruhigen und auch helfen, dass Sie besser schlafen.

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1 HAFERFLOCKEN
Diese Flöckli, die man gerne zum Frühstück isst, enthalten Tryptophan, welches als stimmungsaufhellend und beruhigend beschrieben wird. Geniessen Sie Haferflocken als Bettmümpfeli in Form von feinen Guetsli. In diesem Rezept sind auch Mandeln, die ebenfalls viel Tryptophan enthalten, und Kirschen als natürliche Quelle von Melatonin: das Hormon, welches den Tag-Nacht-Rhythmus im Körper steuert. (Bild über: Heathers French Press)

Zutaten:
  • 200 g Butter, Zimmertemperatur
  • 200 g Rohzucker
  • 1 Päckli Vanillezucker
  • 300 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 KL Backpulver
  • 1 Prise Muskatnuss, gemahlen
  • 1 Prise Zimt, gemahlen
  • 2 Eier
  • 300 g Haferflocken
  • 100 g getrocknete Kirschen
  • 100 g Mandeln, grob gehackt
Zubereitung:

Backofen auf 200 Grad vorheizen, Bleche mit Backpapier belegen. Nun mischen Sie die Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker und mischen die Eier darunter. In einer anderen Schüssel vermischen Sie das Mehl, das Backpulver, das Salz, den Muskat und den Zimt. Dann geben Sie alles zusammen und die Haferflocken, die Nüsse und die getrockneten Kirschen dazu. Mit einem Löffel legen Sie kleine Teigportionen auf das Backblech und lassen dabei genügend Abstand zwischen den einzelnen Guetsli. Backen Sie jedes Blech ca. 10–12 Minuten und lassen die Guetsli komplett auskühlen, bevor Sie sie mit einem Spachtel vom Papier lösen und bis zum Genuss in einer Blechbox aufbewahren.

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2 BANANEN
Eine andere beruhigende Gutenachtgeschichte erzählt die Banane. Sie enthält Magnesium und Kalium, beides Stoffe, die Muskeln und Nerven entspannen. Mischen Sie sich einen Gutenachtdrink mit Milch, Bananen und Honig. Sie können aber auch gleich noch Haferflocken dazumischen und so ein feines Müsli geniessen. (Bild über: Pastryaffair)
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3 SCHWARZE SCHOKOLADE
Ja, Schokolade kann gesund sein! Vor allem die dunklen, schwarzen Sorten. Milchschokolade stimuliert, während schwarze Schoggi Serotonin enthält, das den Geist und den Körper entspannt. Machen Sie selber feine Truffes als beruhigende Bettmümpfeli. (Bild über: Montanasweetpea)

Zutaten:
  • 250 g dunkle Schokolade
  • 1 EL Rahm
  • 100 g Butter
  • 2 Eigelb
  • 1 Päckli Vanillezucker
  • 80 g Puderzucker
  • Kakaopulver
Zubereitung:

Zerbröckeln Sie die Schokolade, geben Sie sie mit dem Esslöffel Rahm in eine Pfanne und lassen Sie sie schmelzen. Geben Sie die Butter in kleinen Stückchen bei und verrühren Sie alles zu einer weichen, cremigen Masse, die Sie dann vom Herd nehmen und die Eigelbe einzeln einrühren. Schliesslich geben Sie den Puderzucker dazu und schlagen alles zu einer feinen Masse. Streichen Sie die Truffesmasse auf ein mit Backpapier belegtes Blech und lassen Sie sie auskühlen. In Stücke schneiden und diese in Kakaopulver wenden.

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4 KAMILLENTEE
Kräutertees haben verschiedene Wirkungen. Einige sind sehr geeignet zur Beruhigung, allen voran der Kamillentee. Kaufen Sie echten, guten Tee aus dem Reformhaus oder der Apotheke.
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5 MILCH UND HONIG
Der ultimative Gutenachtdrink ist heisse Milch mit Honig. Gerade wenn es draussen kalt und nass ist, tut ein solch warmes, gemütliches Getränk auf jeden Fall gut. (Bild über: Delta breezes)
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6 HUMMUS
Entscheiden Sie sich anstelle eines Abendessen für ein Apéromahlzeit mit Hummus und Fladenbrot. Denn diese orientalische Speise enthält viel Tryptophan, das beruhigt und glücklich macht. Kein Wunder, guter Hummus schmeckt auch einfach vorzüglich. (Bild über: Mywaytocook)

Zutaten:
  • 1 Dose Kichererbsen (400 g)
  • 4 EL frisch gepresster Zitronensaft
  • 2 EL Tahini – das ist eine Sesampaste, die Sie zum Beispiel in türkischen Geschäften bekommen
  • 1 Prise Salz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • gutes Olivenöl
Zubereitung:

Geben Sie die Kichererbsen, die Hälfte des Dosenwassers, ein wenig Olivenöl und den Zitronensaft in eine Küchenmaschine und pürieren Sie alles. Würzen Sie das Püree mit Salz und geben Sie es in ein hübsches Keramikschälchen. Giessen Sie ein wenig Olivenöl darüber und würzen Sie mit schwarzem Pfeffer aus der Mühle. Zu warmem Fladenbrot servieren.

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7 TRUTHAHN
Ein Sandwich und ein Glas Milch geben eine gute, schnelle und einfache Mahlzeit für den Abend ab. Wählen Sie als Füllung Truthahn, der Tryptophan enthält, das wiederum als Vorläufer für Serotonin und Melatonin dient – die Hormone, die dafür verantwortlich sind, dass wir einschlafen. Ein feines Sandwich entsteht mit zwei Scheiben weichem Vollkornbrot. Bestreichen Sie diese mit Butter und ein wenig Mayonnaise. Belegen Sie eine Brotscheibe mit geräucherten Truthahnbrusttranchen und legen Sie nach Wunsch Salatblätter, Tomatenscheiben und Avocadoschnitze darauf.
 
DIESE LEBENSMITTEL KÖNNEN IHNEN SCHLAFLOSE NÄCHTE BRINGEN
Alkohol: Er schafft es zwar, dass Sie einschlafen, verhindert aber den tiefen, gesunden Schlaf.
Reifer Käse: Er schmeckt zwar fantastisch, hält aber durch seinen hohen Gehalt an Aminosäuren und Tyramin wach.
Scharfes Essen: Geniessen Sie das eher früher am Tag. Es sorgt oft für Sodbrennen.

45 Kommentare zu «7 Rezepte für Tranquilizer»

  • Annema sagt:

    Wow, als wen man diesen tollen Tipps nicht zum Murmeltier wird, ja dann weiss ich auch nicht.

  • R. E. Knupfer sagt:

    Kleine Anmerkung zum Rezept für Hummus:
    Knoblauch ist unerlässlich! Im Libanon ist Hummus ohne Knoblauch schlicht kein Hummus!
    Ausserdem: Hummus mit schwarzem Pfeffer ist ein „no go“ in Beirut! Scharfer Paprika ist obligatorisch!

  • Elisa sagt:

    Liebe Frau Kohler. Hmm, jetzt bin ich aber echt beeindruckt (kein Witz!), dass Sie in einem Lifestyle Blog über Tryptophan schreiben und dies sogar in feine Rezepte integrieren….. und dass Sie die beruhigende Wirkung von Magnesium kennen. Im Ernst! Super Ideen, vor allem auch schöne Rezepte für die Kleinen, die doch allzu oft am Abend etwas überdreht sind oder nach einem nervigen Schultag von etwas „stimmungsaufhellendem“ profitieren :-) Vielleicht haben Sie auch mal Ideen zu Omega 3 (Lachs!?) und Cashew Nüssen (ebenfalls gute „brain and mood foods“) oder Kurkuma (enthalten u.a. im in der CH so beliebten Riz Casimir. Kurkuma hilft nachweislich so gut gegen Depressionen wie Prozac. (es existieren Studien :-)

    Weiter so!

  • maja sagt:

    Tahini kann man gut selber machen. Den Sesam in einer Pfanne ohne Öl anrösten, bis er leicht bräunt und anfängt zu duften. oft rühren, damit die Sesamsamen nicht anbrennen, abkühlen lassen.

    Mit dem Mixers oder mit dem Zauberstab so lange mixen, bis eine homogene Paste entstanden ist. Mit einem Teel. Öl geht es schneller.

  • Lissberg Hanna sagt:

    Hallo und guten Tag Frau Kohler

    Gestern habe ich „ihre“ Haferflockenplätzchen nachgebacken: Sind sie ganz sicher, dass keine andere Flüssigkeit ausser den 2 Eier dazukommt?????? Es kann nicht sein! Bitte versuchen sie’s selbst einmal – mit diesen Angaben.

    Ich habe noch ein wenig Milch dazugegeben und dann ging es besser.

    Herzlichst H.L.

  • chet sagt:

    Leuten mit Schlafschwierigkeiten sollte auch gesagt werden, dass dunkle Schokolade Kaffein und das Stimulans Theobromin enthält, dass das mit der Nahrung aufgenommene Serotonin die Blut-Hirn Schranke nicht passiert und deshalb im Gehirn keine Wirkung haben kann, und dass mit der Nahrung aufgenommene Tryptophan (als Vorläufer von Serotonin) laut mehrerer Studien zu keiner Erhöhung des Tryptophangehalts im Gehirn führt.

  • Jürg sagt:

    Zum Ausdrucken

  • Heinz Müller sagt:

    Bei der Zubereitung von Hummus ist es wichtig, zuerst nur Tahin, Zitronensaft und etwas Öl gut zu verrühren. So bildet sich leichter eine Emulsion wodurch der Hummus richtig schön cremig wird.

    Tahin gibts übrigens auch in vielen Bio-Läden und Reformhäusern.

  • Heidi Arn sagt:

    Ayurveda, weiss nicht allzuviel darüber, aber: Mit der Honigmilch Gewürze warm machen. Ich nehme Safran und Muskat. Kardamom auch gut.
    Betr. Alkohol: „Russische Schoggi“ hilft mir im Fall (warm, süss und eben…). Heisse Schokolade, am besten mit richtiger dunkler Schokolade gemacht, 1 Schuss Rum hinein, Schlagsahne darauf und Schoggi drüberraspeln.
    In meinem alten Büchlein „Aechti Schwizer Chuchi“ (als Rückwanderin wollte ich eben mal eine „richtige Schweizerin“ werden, na ja) steht, manche Bergler würden Kräuterschnaps in die Honigmilch tun.

  • Christian Weber sagt:

    Kleiner Denkanstoss… Zu regelmässig und zu viel „manuell“ zugefügtes Serotonin (Tryptophan wird im Magen zu Serotonin umgewandelt) halte ich für keine gute Idee. Denn die körpereigene Produktion der – aus gutem Grund – Glückshormon genannten Substanz wird so möglicherweise zurückgefahren. Serotoninentzugserscheinung = Depression. Die Alternative: Sport regt die Produktion auf natürliche(re) Weise an.

  • Onkel Arnold sagt:

    Tahin gibt es in grösseren Migros-Filialen bei der Asien/Mexiko/Nahost-Abteilung und neuerdings auch im Alnatura-Regal.

  • Vera sagt:

    Liebe Frau Kohler, nachdem ich letzte Nacht wie oben beschrieben wälzend und nachdenkend verbracht habe, kommen Ihre Bettmümpfeli wie gerufen. Herzlichen Dank für die schönen Rezepte! Eine Honigmilch hat immer auch etwas Tröstliches. Und so einen feinen Apéroznacht mit Humus hatte ich grad vorgestern, kann ich nur empfehlen.

  • Das sind wieder super Ideen.
    Das Rezept mit der dunklen Schokolade probiere ich gerne aus. Sie ist unser absoluter Favorit :-)
    Dunkle Schokolade mmmmhhhhh, deshalb gerne noch mehr Rezepte, weil sie sonst eher schwierig zu finden sind.
    Wer weiss noch mehr Rezepte dazu? Ich bin dankbar um feine Ideen.

    Liebe Grüsse

  • Och ich liebe Humus…
    Weiss jemand ob es die Tahini Paste irgendwo in der Zentralschweiz gibt? (Habn wir irgendwo einen türkischen Laden?! :)

  • Gut zu wissen. Und die Rezepte sehen zudem noch sehr, sehr lecker aus!
    Liebe Grüsse
    Corinne

  • Zora sagt:

    schöne Rezepte!
    Hummus wird noch feiner mit getrockneten, ein paar Stunden eingeweichten und z.B. mit einigen Lorbeerblättern, ev. auch nelkengespickter halben Zwiebel, selbst gekochten Kichererbsen. (Ein Zuviel kann problemlos im Kühlschrank für Kichererbsensalat aufbewahrt werden.) Lecker sind Kräuter im Hummus, z.B. glatte Petersilie. Tahini gibts inzwischen in der Migros.

    • weber felix sagt:

      Zora, Danke für den Hinweis: Hummus wird feiner mit selbst gekochten Kichererbsen! Dem kann man nur beistimmen. Kichererbsen aus der Dose sind dieses wunderbaren Orientalischen Gerichtes nicht würdig.

    • Susanne sagt:

      ja, unbedingt die Kichererbsen selber kochen – Dosenware hat einen eigenartigen Geschmack, ich mag ihn gar nicht! Und Kreuzkümmel + Peterli muss auch rein ins Hummus – ich lass dann immer einen Teil Kichererbsen ganz und mische sie unter, dann hat man etwas zu beissen und es ich nicht gar so breiig

  • Fritz Müller sagt:

    Warme/Heisse Milch mit Honig, der Klassiker.
    Gibt es eine vegane Alternative dazu?

  • Schnee sagt:

    Danke – Wunderbare Ideen! Gerne mehr davon (Stärkendes Frühstück….)
    Ergänzung Kamillentee: nur drei getrocknete Blüten ins teesieb geben und diese nur kurz (maximal eine halbe minute) ziehen lassen, so wirkt Kamille nicht zu stark und auch noch gleich gegen Blähungen….
    Die echte Kamille gedeiht übrigens unter minimalsten bedingungen in mageren Gärtchen jedes jahr von selber:-)

  • filosof sagt:

    Feine Rezepte! In Israel wird der Hummus mit fein gemahlenem Kreuzkümmel gewürzt. Das rundet ihn erst ab. Probieren!

  • lieberlecker sagt:

    Aha, interessant. Einiges hätte ich vermutet, anderes überrascht.
    Nach meinem gestrigen Sandwich (nach Daniel Humm) habe ich auf alle Fälle tiptop geschlafen. :-)
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

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