Wohnen wie in einer Raumstation

Der italienische Architekt Simone Micheli hat für sich und seine Familie ein Haus in Florenz gebaut das aussieht wie eine moderne, poppige Raumstation. Er beweist, dass Rosa durchaus cool sein kann, es bringt, zusammen mit leuchtendem Zitronengelb, Farbe in die überwiegend weissen Räume. Die Architektur ist grosszügig, die Einrichtung überrascht und wirkt erfrischend neu.

 

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Das Haus von Simone Micheli, welches er zusammen mit seiner Frau Roberta und seinem Sohn Cesar bewohnt, ist eigentlich aus dem 19. Jahrhundert. Er hat es für sich und seine Familie umgebaut, neu erfunden und daraus neuen, zeitgemässen Wohnraum geschaffen. Gerade das Gegensätzliche, nämlich die alte Substanz und die neue Interpretation geben Gehalt, machen Sinn und wirken einzigartig.

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Für den italienischen Architekturstar ist es wichtig, dass die Formen von Architektur und Design auf den Körper abgestimmt sind. So sind denn auch viele Möbel abgerundet, geformt, wirken weich und trotz ihrer Ultramodernität menschlich und alltagsstauglich. Transparenz ist ein anderes, wichtiges Gestaltungselement. Verschiedene Esstische, die  als Verlängerung zur eingebauten, diskreten Küche, platziert sind, wirken leicht durch die Glasplatten und lassen so den Blick frei auf die Stühle und die farbigen Beine.

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Wie ein frisches, feines italiensiches «Gelato» wirkt die poppige Einrichtung der Micheli-Residenz. Die Aromen: Himbeere und Zitrone! Die weichgepolsterte Sitzgruppe scheint zu schweben, denn Beine und Verbindungen sind so installiert, dass sie nicht sichtbar sind. So scheinen auch die Polsterungen in der Luft zu hängen, sie bekommen einen futuristischen Look und lassen das Design clean und unkompliziert wirken. Ecken und Kanten sind eliminiert. Auch das leuchtendgelbe Regal, das hier im Vordergrund zu sehen ist, hat abgerundetete Kanten. Glanz und Lack reflektieren und geben den Räumen noch mehr Frische und Leichtigkeit.

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Der spielerische Umgang mit Farben, Formen und Stil passt natürlich auch gut ins Kinderzimmer. So sieht die Kinderkabine in Simone Michelis «Raumstation» aus. Futuristisch, verspielt, praktisch und farbenfroh. Die Tupfen an der Wand und auf dem Boden haben die Anmutung von Seifenblasen, von kleinen Planeten, Sternen und noch zu entdeckenden neuen Welten.

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Eine andere Art, mit Transparenz umzugehen, ist dieser Raumtrenner der eine Art Spinnennetz oder Traumfänger ist. Das Schnurnetz lässt den Blick offen auf den grossen Wohn-Essraum und unterteilt ihn in eine Art Puzzle. Neue Blickwinkel, Ausschnitte, Sichtweisen entstehen. Die Schnur wirkt sommerlich, unkompliziert und bringt ein Stück Natur und Struktur ins Haus

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Das Badezimmer bekommt mit Lichtspielen immer wieder ein anderes Aussehen. Die gelben Wörter in der Glaswand sind Lichter und verändern sich nach Wunsch.

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Die Traumstation im Raumschiff  «Zuhause» zeigt ein Bett, das wie ein Wolkenschiff wirkt und eine Wandleuchte, die wie ein Mond das Schlafzimmer in einen sanften,  blauen Lichtdunst hüllt.

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Der Innenarchitekt, Designer und  Architekt Simone Micheli hat seine Firma 1990 gegründet und ihr 2003 den Namen «Simone Micheli Architectural Hero» gegeben. Er lehrt als Professor an der Universität und im Politechnikum in Mailand und arbeitet in Florez und Mailand, siehe Link

Der Link zur «Simone Micheli»-Geschichte:
Simone Micheli

Keine Kommentare zu «Wohnen wie in einer Raumstation»

  • re sagt:

    Da muss aber immer schön aufgeräumt werden. Das wäre mir zu anstrengend!

  • Joey sagt:

    Wirkt sehr kalt und ungemütlich.
    Wohnen will ich da nicht. – Da wird man ja depressiv.

  • Kipkoech sagt:

    Nein, so kann man nicht Leben – kein Pflänzchen, kein Stückchen Natur, kein Tierlein, kein Aquarium – solche Wohnungen sind steril und leblos – nicht für Lebewesen….

  • Fritz Nussbaumer sagt:

    Alle Einrichtungen sind so ausgelegt, dass kein Robo-Staubsauger eingesetzt werden kann.
    Der Spiegel im Schlafzimmer steht falsch ;-)
    Im Badezimmer wird das Gesicht vor dem Spiegel nicht ausgeleuchtet.
    PS. Diesem Hero wären vier bis fünf Kinder zu wünschen, es sei denn…..

  • Peter sagt:

    Yes, we are the seventies and fantastic in plastic. Das sieht etwa so aus, wie man sich früher Wohnen in der Zukunft vorstellte. Wäre zum ausprobieren sicher interessant, aber langfristig mag ich’s doch etwas gemütlicher und wärmer.

  • Gabi sagt:

    Mich würde es die ganze Zeit frieren in dieser Wohnung.

  • Roland Strauss sagt:

    Sieht ja schon interessant aus, aber so weit weg von jeglichen natürlichen Farben und Formen kann nicht gut gehen. Ich bin sogar überzeugt, dass man auf die Dauer in so einer Wohnung krankt wird.

  • Olivier sagt:

    Das sieht jetzt wirklich toll aus, ich hasse sonst weisse und karg eingerichtete Wohnungen aber das hier….wow!

  • Issey sagt:

    Sieht spannend aus und teilweise auch gut aus dem Industriedesign des 20. Jh. zitiert. Vorallem die Farbgestaltung finde ich mutig, ausgewoden und prägnant. Sehr hübsch, die Farbe in weiss zu stellen. ich könnte jedoch nie und nimmer darin wohnen.. bin da eher der Chaos Typ. Mir würde das Interieur der Raumstationen ISS oder MIR besser zusagen ;-)

  • François sagt:

    … und alle laufen sie in einem weissen Overall umher mit Kapuze und weissen, unförmigen Überziehern über den Schuhen inkl. Mundschutz…. ;-)

  • Astronaut sagt:

    Richtig Raumstation wäre für mich, wenn alles weiss wäre. Es sieht mehr nach Star Trek als nach Star Wars aus. Die Lampen sehen nach Energiesparlampen aus, die Quecksilber enthalten. Das würd ich ändern. Ein paar zusätzliche Bullaugen-fenster tätens auch.

  • Ano Nym sagt:

    schön? naja, mal kurz alles weiss anmalen und die apple store kopieren ist noch lange nicht schön.
    und seit wann kann eine raumstation poppig sein?

  • Alice sagt:

    Wirklich schön.. ich vermisse aber die Fenster in den Schlafzimmern. Das Kinderzimmer sieht wirklich toll aus aber es wirkt auf mich nicht sehr kinderfreundlich.

  • Leandro Oswald sagt:

    Das ist echt cool, vor allem das Wohnzimmer. Aber so fast ohne Fenster könnte ich nicht wohnen…

  • Shuppi sagt:

    Ich mag solchen Minimalismus und bin auch neidisch auf all den verfügbaren Raum und manche Einrichtungsgegenstände, allerdings ist es mir zu sauber. Wobei es möglicherweise auch nur fürs Fotoshooting so ist. Beim Schnurnetz nehme ich an, dass sich bald richtige Spinnweben dort drin finden.

    • Helena sagt:

      Die können sich sicher eine Putzfrau leisten.

      Ansonsten find ich die Wohnung irgendwie genial, wenn auch eher mehr fürs Shooting als denn zum Wohnen. Alles so sauber, steril… Die Betten, haben die einen Lattenrost oder liegen die Matratzen direkt auf diesen Plastikgestellen?

      Mir haben die Zimmer in Star Trek – the next generation besser gefallen!

  • Christian Dürig sagt:

    Wunderbar und grossartig. Durchdacht bis ins letzte Detail. Ich selber möchte noch weniger Möbel, dafür noch mehr Licht, noch mehr Blick nach draussen. Alles was rum steht stört mich. Alles um mich muss leben. Kurz: Freiraum zum Atmen. Danke für die Präsentation.

  • J. Weber sagt:

    «Simone Micheli Architectural Hero» – wow, wie bescheiden der Mann ist….

  • Jonas sagt:

    Hmmmm….. „Design auf den Körper abgestimmt…“ was für einen Körper hat den der Designer? Ein plastifizierter? Ansonsten sieht es ja ganz schön coooooool. Richtig CSI Miami mässig. Aber ob man auch darin leben kann?

  • Armando sagt:

    Diese Einrichtung ist ein Traum. So spielerisch, leicht und frisch. In diesem Haus würde ich mich sehr wohl fühlen.

  • Heinz sagt:

    Irgendwie erinnert mich das an den Film ‚American Psycho’… Schön aber absolut unpersönlich und unwohnlich…

  • lizamazo sagt:

    absolut grässlich!

  • Papi sagt:

    Da wird einem ja schon ganz ohne Alkohol schlecht….

  • Jener sagt:

    …und so kinderfreundlich, das Ganze! Ob der kleine Racker wohl dekontaminiert wird, wenn er vom Schutten draussen kommt?

  • der dort sagt:

    Stimme die da zu, finde diese Gestaltung auch total überzeugend und gelungen. Dennoch: wie man darin „leben“ kann, weiss ich nicht, vor lauter Weiss hätte ich ständig Angst, Flecken zu machen.

  • die da sagt:

    WOW! So viel weiss und so wenig Dekogegenstände sind sonst überhaupt nicht mein Ding, aber dieses Beispiel gefällt mir sehr gut. Bin schon ein bisschen neidisch…

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