Heisse Männerräume

Männer wohnen anders. Sie mögen nicht wirklich Kissen auf dem Sofa oder Bett, das Sofa muss ganz eindeutig zum Fernseher passen und das Wort Rüschen kennen sie nicht. Wie sieht aber ein schöner Männerraum aus? Hier sind 7 Beispiele, wie Männer wohnlich leben können – oder könnten...
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 Das Sofa ist der Hauptdarsteller einer Männerwohnung 

Es ist so etwas wie ein Auto, es muss was hermachen und allen Ansprüchen entsprechen. Das Modell Supadupa-Sofa
 von Alexander Loterszain scheint genau das zu sein, und glänzen tut es auch! Damit wird jeder Mann zum Homeboy oder zumindest zum Homebody. Es ist aus verschiedenen Elementen zusammensetzbar und kann so mitwachsen, wenn Mann von der WG in eine eigene Wohnung umzieht. Die Sitzelemente sind grosszügig mit weichem,schwarzem Leder bezogen. 

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 So funktioniert Arbeiten und Wohnen stilvoll

Viele Männer «wohnen» im Büro. Bringen Sie doch einfach das Büro nach Hause oder kreieren Sie sich eine Art Arbeitswohnung. Das scheint hier besonders gut gelungen zu sein. Der Bürosessel ist fast so gross wie ein Sofa, man kann also darin arbeiten und spielen. Vor dem Tisch ist eine schlichte Recamiere platziert, weil liegen manchmal besser ist als sitzen! Der Couchtisch davor und einige Sessel im Retrolook machen den Raum auch zum Wohnzimmer. Das Bücherregal ist versteckt hinter der Leinwand, die sich natürlich hinaufziehen lässt und man so in Filmwelten tauchen oder ein neues Arbeitsprojekt präsentieren kann. Geschickt ist auch die Lösung mit der Bar. So nehmen Küche und Essplatz wenig Platz ein. (Bild über: Cush Design Studio
)

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 Mann kann auch wohnen wie in einem Filmset

Nicht nur Nüchternes und Reduziertes lässt Männerherzen höher schlagen. Wenn Männer was mögen, dann kann das schon mal einen grossen Teil des Lebens bestimmen, denn Hobbies sind Leidenschaften, die Männer oft grenzenlos ausleben. So kann die Liebe zum Film, zu einem speziellen Film oder einem anderen Thema auch zu Hause einziehen. In dieser Wohnung ist die besondere Beziehung, die der Bewohner zu den 60er- und 70er-Jahren und deren Filme hat, besonders schön umgesetzt. Eine Wand ist mit einem alten Familienbild tapeziert, die Möbel zeigen Stilsicherheit, gekonnt ist Retrofeeling mit Modernität gemischt, und die Farbigkeit bringt eindeutig die Erinnerung an die Seventies. (Bild über: Decordemon
)

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 Gemütlichkeit kann durchaus männlich sein 

Männerwohnungen sind oft eine Art Kinderzimmer für grosse Jungs. Es muss genug Platz da sein zum Spielen und mit anderen Jungs runzuhängen. Also sind Sitzplätze wichtig und Couchtischchen in Reichweite für Drinks und Snacks. Hier ist eine grosse Korbschaukel montiert, der Sessel mit poppigem Stoff bezogen, der Teppich so grün wie ein Fussballfeld und alle Spielsachen als Bilder an der Wand ausgestellt. (Bild über: Decordemon)

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 In dieser Wohnung ist immer aufgeräumt 

Denn hier geben ganz klar Ordnung und Organisation den Ton an. Die Farbigkeit ist reduziert wie in einem Schwarz-Weiss Film. Grau ist eingesetzt als Ruhepunkt und  es gibt Tiefe in den Raum. Das Wichtigste hier ist aber die Auswahl und strenge Anordnung  der einzelnen Möbel.  Sie haben alle eine Funktion. Das Sideboard bietet Stauraum und ist eine Art Bühne für den Fernseher. Die Lautsprecher sind in die Wand hineinmontiert. Das Sofa ist eine Liege mit passendem Besitelltischchen und grosse Boxen, wie sie sonst von Foto-und Filmequippen genutzt werden, verhindern, dass Dinge herumliegen. Raffiniert ist die Lösung, Besucherstühle an die Wand zu hängen, so nehmen sie nicht unnötig Platz weg und dürfen sich trotzdem sehen lassen. (Bild über: Apartmenttherapy)

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 Wer sagt denn, dass ein Himmelbett weiblich sein muss? 

Es kommt immer auf die Inszenierung an. In diesem Schlafzimmer sind Farben und Formen so reduziert eingesetzt, dass sie maskulin wirken und trotzdem Wohnlichkeit ausstrahlen. Das weisse  Himmelbett kommt vor der schwarzen Wand stark zur Geltung. Die dunkle Bettwäsche, und die Strenge der Anordnung zeigen, dass da ein Mann zu Hause ist. (Bild über: Desire to inspire)

elle decor

 Sinnlich und trotzdem schlicht und einfach 

Ja, das geht, lassen Sie sich am besten von schönen Hotelzimmern inspirieren, da gerade Stadthotels vorwiegend männliche Businessgäste heben. So sind selten weibliche Boudoirs in Hotels zu finden, sondern meist  strenge Räume. Was wir daraus lernen können, ist die Bequemlichkeit und wie die wichtigsten Möbel auf kleinen Raum platziert sind. Diese Regeln sind hier gekonnt angewandt: Ein Bett im Zentrum, die Bettwäsche streng angeordnet, anstelle von zwei Nachttischchen ist ein schlichtes, schwarzes Lackregal an die Wand montiert. Zusätzliche Möbel sind ein bequemer Sessel, der auch als Kleiderablage dient, und ein kleines Beistelltischchen fürs Frühstück. Für Dramatik im Raum sorgt die dunkelgraue Wand, die zugleich Bühnenbild für die dominante, schwarze Wandleuchte ist. Wer nach solchen eleganten, einfach umsetzbaren Wohnideen sucht, findet diese in der amerikanischen Zeitschrift Elle Decor

style at home

 So bekommen Sie eine Einrichtung auf die Reihe

und Möbel einkaufen geht auch ganz schnell – einfach von allem, was man schön und praktisch findet, viel kaufen, alles schön in die Reihe stellen und schon entsteht eine coole, stylishe und individuelle Einrichtung. Anstelle von einem Sideboard sind hier nämlich gleich soviele hinplatziert, dass sie die Wand von einer Seite bis zur anderen füllen. So entsteht viel praktischer Stauraum und der Fernseher wirkt diskreter neben den hübschen Holzvasen, Schalen und Kunstobjekten. Unterstützt wird das Reihensystem mit den Bilderreihen, die die selbe Wand schmücken. Ein bequemes, langes Sofa und Retromöbel vervollkommnen den Industrial Look der Wohnung und machen sie wohnlich und individuell. (Bild über: style at home)

Die Links zur „Männerraum“-Geschichte:
Supadupa-Sofa
Cush Design Studio
Decordemon
Apartmenttherapy
Desire to inspire
Elle Decor
Style at Home

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8 Kommentare zu «Heisse Männerräume»

  • dejan sagt:

    Das Sideboard in Vorschlag 8 sieht wirklich gut aus. Was ist das für ne Marke und von wo bekomm ich das?

  • Jürg Müller sagt:

    „So bekommen Sie eine Einrichtung auf die Reihe“ – Vorschlag 8 – hat mich sehr überzeugt und zur Nachahmung inspiriert. Die Umsetzung ist total gelungen. Es zeigt einmal mehr, dass schöner Wohnen keine Frage des Budgets, sondern der guten Ideen ist…

  • gec sagt:

    meine freundin meint: das schwarze sofa sieht aus wie eine müllhalde. hm. hat was. bleibt trotzdem mein traum.

  • Hans Bolliger sagt:

    Das Sofa auf dem ersten Bild gefällt mir tatsächlich sehr gut. Schade bloss, dass der Shop auf der Webseite des Designers nicht funktioniert.

    Die anderen Wohnungen..naja. Ich muss mich hier teilweise meinem Vorredner anschliessen. Auch die Idee mit den hängenden Stühlen klingt auf den ersten Blick gut, hat aber ein entscheidendes Manko: An der Wand dürfen sehr schnell, sehr hässliche Flecken entstehen. Sei es, weil ein Stuhl zu schwungvoll aufgehängt wird, oder sich ein unachtsamer Besucher daran stösst.

  • Markus Schneider sagt:

    Der ganze gezeigte Firlefanz mag ja gut sein, um ihn zu verlinken und anzupreisen. Aber ausser einigen verhaltengestört „metrosexuellen“ und homosexuellen „Männern“ hat dafür wohl niemand etwas übrig. Ein richtiger Mann gestaltet seine Wohnung wesentlich individueller – was keineswegs heisst, dass sie aufgeräumt und „herzeigbar“ sein muss.

    Jedenfalls bewohnt sieht keines der gezeigten Zimmer aus. Ohnehin ist im ganz oben gezeigten Bild natürlich nicht das glänzende Sofa der „Hauptdarsteller“, sondern die nackte Frau. Die ruft wohl grad ein Taxi um hier rauszukommen.

  • Richi sagt:

    Das sind wohl eher Träume metrosexueller Männer zu sein (ausgenommen vielleicht das erste Bild, aber ohne den Kerzen!!!). Sorry, aber ein Väschen hier, ein Blümchen dort, und gelegentlich einige nette Accessoires…ehrlich! Diese Vorschläge scheinen mir eher die Vorstellung eines weiblichen Interior-Designers zu sein, die sich vorstellt, wie Männer gerne leben würden! Wieviele männliche Männer mixen sich denn Appletinis (Bild 4)? Wir trinken wenn schon Bier, Whisky oder Rotwein!

    PS: Stühle und übergrosse Buchstaben an der Wand und scheinen dieser Tage ja arg in Mode zu sein! Muss auch nicht sein.

  • Alain Carl sagt:

    Die Vorschläge 1 und 2 sind gut. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass ein „normaler“ Mann auf die
    absurden oder banalen respektive ennuyanten Vorschläge 3-7 kommen würde.
    Naja ist ja auch nicht von einem Mann geschrieben….War ein Versuch wert, Frau Kohler

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