Der Bergfrühling

Der Frühsommer bringt auch einige Feiertage mit sich und deswegen bekommen Sie hier zu Pfingsten ein kleines, persönliches Ferienposting von Sweet Home. In den Bergen blüht es nun auf die allerschönste Weise. Das ist ein guter Grund, eine kleine Reise zu machen. Denn innert kurzer Zeit ist man mittendrin im Paradies, vergisst den Alltag und geniesst die Schönheit der Natur. Hier einige Inspirationen und Ideen rund um den Bergfrühling.

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HIER IST ES JETZT AM SCHÖNSTEN
Treue Sweet-Home-Blog-Leser wissen, dass ich mich in das Unterengadiner Dorf Guarda verliebt habe, dieser Schnappschuss macht dies auch verständlich. Immer wenn wir hier raufkommen, habe ich in allerhöchstens einer Stunde vollkommen abgeschaltet vom Stadtalltag und wir toben mit Miss C. durch die Natur, die hier oben einfach fantastisch ist. (Foto: Sweet Home)
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WILLKOMMEN IM BLUMENSCHLARAFFENLAND
Die Bergwiesen überborden momentan von üppigen Blumen. Viele davon schmecken nicht nur den Kühen, Ziegen und Schafen, sondern sind kleine Delikatessen, mit denen man auch einfache Gerichte kochen kann.  (Foto: Sweet Home)
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MIT BLUMEN KOCHEN
Zu den essbaren Blüten gehören zum Beispiel das Stiefmütterchen, der Löwenzahn, Borretsch, Rosen oder die Gänseblümchen. Wichtig beim Kochen mit Blüten ist, dass man sie frisch pflückt oder im Delikatessengeschäft kauft. Blumen vom Blumenladen sind meist mit Pestiziden behandelt und eignen sich nicht zum Kochen. Diese fantastischen Capuns habe ich gerade im Hotel Meisser in Guarda genossen, welches nach einer Renovationsphase die Saison eröffnet hat, mit neuen schönen Zimmern, einem neuen Küchenchef und einer neuen, leichten, regionalen Küche. (Foto: Sweet Home)
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SALAT MIT BLÜTEN
Halbieren Sie Cherrytomaten und schneiden Sie Gurken in Scheiben und mischen Sie sie mit Ruccolablättern. Mischen Sie ein Dressing mit Rapsöl, Himbeeressig und Berghonig, würzen Sie mit Salz. Nun mischen Sie den Salat mit dem Dressing und geben Borretschblüten und Blütenblätter von Löwenzahn und Gänseblümchen darüber. (Bild über: Cooking with flowers)
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THYMIAN, DAS WUNDERKRAUT
Der Bergthymian blüht gerade in wunderschönem Lila. Man kann beim Thymian, der viele unterschiedliche Speisen verfeinert, auch die Blüten essen. Und damit das Gericht auch optisch verschönern. Frischen Thymian kann man ganz am Schluss über ein Gericht geben, getrockneten Thymian hingegen zu Beginn des Kochprozesses. Thymian passt gut zu mediterranen Gerichten, zu Fisch, aber auch in karibische Currygerichte. Verfeinern Sie zum Beispiel auch mal eine Rösti mit Thymian, einen Kartoffelgratin, Spätzli oder Polenta. (Foto: Sweet Home)
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KRÄUTERBROT BACKEN
Ein selbstgebackenes Brot ist ein kleiner Luxus, der nicht nur gut schmeckt, sondern dessen Zubereitung etwas Sinnliches und Meditatives hat. (Bild über: The murmuring cottage)

Zutaten:
  • 500 g Mehl
  • 2,5 dl lauwarmes Wasser
  • die Hälfte von 1 frischen Hefewürfel (20 Gramm)
  • 4 EL Olivenöl
  • 4 EL gehackte, frische Kräuter wie Thymian, Rosmarin und Salbei
  • ein wenig Salz
Zubereitung:
Mischen Sie die Hefe mit ein wenig lauwarmem Wasser. Geben Sie alle Zutaten in eine Schüssel, vermischen Sie alles mit einer Kelle und formen Sie den Teig danach zu einer Kugel. Legen Sie ein feuchtes Tuch über die Schüssel und stellen Sie sie auf die unterste Schiene in einem auf 40 Grad vorgeheizten Backofen. Ungefähr 1,5 Stunden aufgehen lassen. Danach ist der Teig zur Verarbeitung bereit. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Nun formen Sie ein Brot mit dem Teig, und lassen dieses nochmals 1 Stunde ruhen, mit ein wenig Olivenöl bestreichen und mit frischen Kräutern bestreuen. Im heissen Backofen ca. 30 Minuten goldbraun und knusprig backen. 
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A ROOM WITH A VIEW
Das Hotel Meisser, das zu meinen Lieblingshotels gehört, hat alle Zimmer neu renoviert und in einem schlichten, reduzierten, aber sehr wohnlichen Stil gestaltet. Dabei wurden Materialien aus der Gegend verarbeitet: duftendes, massives Arvenholz für die Möbel, Eiche für die Böden und Stein in den Badezimmern. Die schlichte Moderne passt gut zum Haus und der Gegend und es ist eine Wohltat, auf den edlen, warmen Holzböden zu gehen. Ausserordentlich und dramatisch schön ist die Aussicht, die die Hauptrolle in jedem Zimmer spielt und um die herum die Räume gestaltet und eingerichtet wurden. (Foto: Sweet Home)
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SPANNENDE SPAZIERGÄNGE 
Miss C. geniesst es, im Gras zu robben und mit den vielen Tieren im Dorf Freundschaften zu schliessen – oder zumindest so was Ähnliches… (Foto: Sweet Home)
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UND TÄGLICH GRÜSST DAS MURMELTIER
Schafherden mit vielen Lämmchen weiden noch in Dorfnähe, gehen aber langsam immer weiter auf die Alp hinauf. Rechts ein neuer Freund auf dem täglichen Spaziergang, wir haben ihn Freddie getauft, er ist ein Murmeltier, das man natürlich nur bei genauem Hinschauen entdeckt. Das Frühlingserwachen im Engadin ist eine andere Welt, die nach einer nur etwa zweieinhalbstündigen Zugfahrt von Zürich zu bewundern ist.  (Foto: Sweet Home)
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SWEET HOME MITTEN AUF DER ALP
Miss C. hat sich mit Sophie angefreundet, einem kleinen Chihuahua-Welpen, und so haben wir Lydia kennengelernt. Sie arbeitet den ganzen Sommer als Schafhirtin und bewohnt ein kleines hübsches Haus mitten auf der Alp. Bei einer Tasse selbstgemachtem Bergblütentee erzählt Sie uns, wie traumhaft schön das Leben mit den Tieren und der Natur ist, aber auch von der Begegnung mit dem Bären, der durch die Alpen wandert. Auf brutale Weise habe er die Schafe gerissen und die Herde zerstreut. Dabei seien viele Lämmer entflohen und daher erfroren.
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GEMÜTLICHKEIT AUF KLEINSTEM RAUM
Lydias Alphütte ist auch ein kleiner Wohntraum, praktisch und gemütlich eingerichtet, eine Zuflucht vor Wind und Wetter. 
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BLÜHENDE SCHÖNHEITEN
Und überall die Blumenwiesen, sozusagen als Bühne vor der Kulisse der dramatisch schönen Berglandschaft. (Foto: Sweet Home)
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KRÄUTERBAD SELBSTGEMACHT
Die unterschiedliche Wirkung von Kräutern und Blumen kann man zum Beispiel in einem Bad geniessen, dessen Zusatz man einfach selber machen kann. Wählen Sie die Kräuter Ihrer Wahl und geben Sie für ein Vollbad etwa 250 Gramm davon in ein Stoffsäckli, welches Sie ins Bad geben, während sich die Wanne mit heissem Wasser füllt. 
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BADEFREUDEN
Von der Wanne aus das Alpenpanorama geniessen – ein Traum, der in einigen der stilvollen neuen Badezimmern im Hotel Meisser möglich ist. (Foto: Sweet Home)
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DIE SCHÖNHEIT DER NATUR GENIESSEN
In Guarda ist jeder Spaziergang auch eine visuelle Freude, denn jeder Blick ist ein Bild von starker Schönheit. (Foto: Sweet Home)
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BERGROMANTIK FÜR ZU HAUSE
Nehmen Sie ein wenig vom ursprünglichen Lebensgefühl in der Bergwelt mit nach Hause. Zum Bespiel den Vorsatz, so oft wie möglich, auch bei schlechtem Wetter, Spaziergänge zu unternehmen, selbstgepflückte Blumen und Zweige in alte Milchkesseli zu stellen, typische, einfache Schweizer Gerichte zu kochen wie Polenta und Rösti, Gemüse und Salat mit Blüten zu verfeinern, Honigbrote und Käse zum Frühstück zu geniessen, Milchkaffee aus Schälchen zu trinken, endlich die rotkarierte Baumwollbettwäsche zu kaufen, die schon so lange auf der Wunschliste steht, oder Wandersocken mit Zopfmuster zu stricken. (Bild über: The murmuring cottage)

 

 

7 Kommentare zu «Der Bergfrühling»

  • Thank you for including my recipe with flowers. And the link :-)

    Ciao
    Alessandra

  • Irene feldmann sagt:

    Schön kann das Leben sein…..toller Bericht, erfrischende Bilder und geniales essen….

  • déjà-vu sagt:

    sehr schöner beitrag! ja guarda, lang ist’s her… mit den blühenden kräutern aus dem garten kann auch eine wunderbare sommererlich leichte vorspeise gemacht werden mit ziegenfrischkäse (halbieren als rondellen) etwas rucola, ein paar tropfen akazienhonig, olivenöl, fleur de sel, pfeffer grob gemahlen, ein paar grob gehackte haselnüsse und den blüten von schnittlauch, thymian, rosmarin, lavendel und was noch alles wächs im garten. mmh…

  • Hermann Klöti sagt:

    Was die manchmal noch naturnahen Blumenwiesen, die Dramatik der Landschaft und die Abgeschiedenheit betrifft: So sieht es derzeit in grossen Teilen Graubündens aus. Hinreisen, Füsse und Augen auspacken. Blasen und Muskelkater verschwinden nach ein paar Tagen, die guten Bilder im Kopf und in der Kamera werden bleiben – und nur schon die Lust auf gute Capuns wird nach einer Wiederholung und Erweiterung der alpinen Erlebnisse rufen!

  • lieberlecker sagt:

    Da bekommt man grosse Lust auf die Berge, denn hier unten wird es bald ein bisschen „warm“ ;-)
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

  • maurena salzmann sagt:

    Wunderbare Fotos Frau Kohler, vielen Dank!

    Wir verbringen den ersten Sommer mit unserer französischen Bulldogge und freuen uns auf die Ausflüge in die Berge wenn das Mittelland sich in einen Backofen verwandelt.

  • monalisa sagt:

    Schöner Bericht! Bei uns im Bündnerland ist es halt am Schönsten! Vor allem da es jetzt auch endlich warm wird…

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