Gemütliche Gerichte

Kochen und Backen sind sinnliche, schöne Beschäftigungen. Hier finden Sie ein paar ganz unterschiedliche Rezepte, mit denen Sie die Zeit in der Küche geniessen können und die Ihnen die Zeit zu Hause ganz schön gemütlich machen – auch wenn Sie allein sind. 

SWEET HOME 

SANDWICH MIT BIER
Schneiden Sie von einem guten Brot zwei Scheiben ab, bestreichen Sie beide mit Butter und Dijonsenf. Belegen Sie die eine Scheibe mit Käse und die andere mit grob geschnittenem Schinken. Toasten Sie die Scheiben auf einem mit Backpapier belegten Blech im auf 220 Grad vorgeheizten Ofen für ca. 5 bis 8 Minuten. Nehmen Sie die getoasteten Brote aus dem Ofen, und legen Sie die Scheiben zu einem Sandwich aufeinander. Garnieren Sie das Sandwich mit Cornichons, und geniessen Sie es hübsch angerichtet auf einem Stein oder Brettchen mit einem guten Glas Bier. (Bild über: Clutter and Chaos)
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CARBONARA ALLA MANUELA
Von meiner Mailänder Freundin Manuela habe ich, als wir zusammen in unserer ersten WG wohnten, einiges gelernt. Etwa wie man eine Tomatensauce kocht oder Pasta mit Thunfisch. So schaue ich ihr auch heute noch gerne zu, wenn ich auf Besuch bin, und lerne weiter! Ihre Pasta Carbonara teile ich hiermit mit Ihnen. Geben Sie ein wenig Olivenöl in eine Bratpfanne und braten Speckstreifen knusprig. Geben Sie fein gehackten Rosmarin dazu und zwei Knoblauchzehen. Wenn diese duften, nehmen Sie sie wieder heraus. Kochen Sie eine gute Pasta al dente, und behalten Sie einige Esslöffel Pastawasser. Mischen Sie in einer Schüssel je nach Pastamenge 2 bis 6 Eigelb mit geriebenem Parmesan. Geben Sie die Pasta zu dem Speck und vermischen alles gut. Danach geben Sie die Pasta in die Schüssel zu den Eiern und vermischen alles, eventuell mit ein wenig Pastawasser nachhelfen. (Bild: Sweet Home)

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MEHR SCHÖNHEIT FÜR MEHR GEMÜTLICHKEIT
Die meisten Blogs bestehen vor allem aus «Das hätte ich gerne!». Und für einmal zieht hier Sweet Home mit, denn solch weisse Creuset-Töpfe stehen auf meiner Wunschliste. Ich besitze nur einen grossen schwarzen und koche darin all die gemütlichen Schmorgerichte und Pastasaucen. Gute Pfannen und Töpfe gehören zum Kochen. Auch hier gilt, wie beim Essen, lieber weniger, dafür gute Qualität. Was an dieser Küche auch sehr schön ist und viel Gemütlichkeit bringt, sind die rustikalen Regale, ein Gegensatz zum Hightech und mit wenig Aufwand kopierbar. (Bild über: One hour)
SWEET HOME

DOPPELKUCHEN MARIANNE
Mein Marmorkuchen wird eher zum Doppelkuchen, denn wir lieben die zwei Kuchensorten in einem Stück! 

Zutaten:

  • 250 Gramm Butter, Zimmertemperatur
  • 250 Gramm Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 5 Eier
  • 400 Gramm Mehl
  • 200 Gramm geriebene Haselnüsse
  • 2 Kaffeelöffel Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • die abgeriebene Schale von 1 Zitrone
  • 2 Esslöffel Kakaopulver
  • 2 Deziliter Rahm

Zubereitung:

Heizen Sie den Backofen auf 180 Grad vor. Legen Sie eine Springform (ca. 13/30 cm) mit Backpapier aus. Mischen Sie die Butter mit dem Zucker, dem Vanillezucker, dem Rahm und der Zitronenschale. Geben Sie die Eier nacheinander dazu. Mischen Sie in einer anderen Schüssel das Mehl mit dem Backpulver, den Haselnüssen und dem Salz, und fügen Sie nun die Mehlmischung zur Eiermischung. Geben Sie die Hälfte des Teigs in die Backform. Mischen Sie den Kakao in die zweite Hälfte des Teigs und geben den Schokoladenteig in die Backform. Ca. 40 Minuten backen. Stecken Sie einen Spiess in den Kuchen, und wenn nichts dran kleben bleibt, ist der Kuchen fertig. (Bild: Sweet Home)
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WICKELKUNST
Damit ein Kuchen länger frisch bleibt, wickle ich ihn in ein Leinentuch und befestige dieses mit einer Schleife. Das sieht hübsch aus, und man öffnet für jedes Stück ein kleines Geschenk. Noch länger frisch bleibt ein Kuchen in einer Blechdose. (Bild: Sweet Home)
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RISOTTO MIT BÄRLAUCH
Wenn ich momentan mit Miss C. durch den Wald streife, entdecke ich ganze Hänge über und über bewachsen mit duftendem Bärlauch. Am besten schmeckt er in einem Risotto, finde ich. Kochen Sie dafür Bouillon. Schneiden Sie eine Schalotte fein, braten Sie diese mit Butter in einer halbhohen Pfanne an, geben Sie den Reis bei und wenden diesen 4 Minuten in der Butter-Zwiebel-Mischung. Mit Weisswein ablöschen, Bouillon dazugiessen. Immer wenn der Reis ein wenig einkocht, giessen Sie langsam Bouillon nach, bis der Reis fertig ist. Das dauert ca. 15 Minuten, und das Risotto sollte noch cremig sein. Mischen Sie einen Bund Bärlauch mit Butter in einer Küchenmaschine – oder von Hand. Dafür schneiden Sie den Bärlauch fein und zermanschen ihn mit weicher Butter. Mischen Sie die Bärlauchbutter mit dem fertigen Risotto, würzen Sie mit ein wenig schwarzem Pfeffer aus der Mühle und mischen noch fein geriebenen Pecorino oder Parmesan unter. Garnieren Sie mit grob geschnittenem Bärlauch.

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NEUE KARTOFFELN MIT BOHNEN
Jetzt gibt es wieder kleine, neue Kartoffeln in meinem Quartierladen um die Ecke. Kochen Sie gewaschene, kleine Kartoffeln weich, kochen Sie grüne Bohnen weich und braten dann beides zusammen in Olivenöl an. Dafür schneiden Sie die Kartoffeln in Hälften und würzen mit Salz und Pfeffer. 

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VANILLEGUETSLI MIT BUNTEM ZUCKER
Guetsli backen kann man auch im Frühling. Diese Vanilleguetsli etwa schmecken fantastisch und sehen, dekoriert mit buntem Zucker aus der Backabteilung in Gourmetabteilungen, einfach wunderschön aus, fast wie Frühlingsblümchen! (Bild über: Nest pretty things)

Zutaten: 

  • 250 Gramm Butter, Zimmertemperatur
  • 120 Gramm Zucker
  • 350 Gramm Mehl
  • 1 Päckli Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Esslöffel Rahm

Zubereitung: 

Rühren Sie die Butter zu einer hellen Masse, geben Sie den Zucker und den Vanillezucker bei, geben Sie den Rahm bei, mischen Sie das Mehl und das Salz unter und formen einen Teig. Rollen Sie den Teig in eine Rolle, wickeln diese in Haushaltspapier und lassen den Teig 1 Stunde im Kühlschrank ruhen. Schneiden Sie nun die Rolle in Scheiben, verteilen die Guetsli auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und backen sie im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen ca. 10 Minuten. Auskühlen lassen. Mischen Sie 100 Gramm weiche Butter mit 100 Gramm Cream Cheese (wie Philadelphia), 100 Gramm Puderzucker und 1 Päckli Vanillezucker. Bestreichen Sie die Guetsli mit dem Frosting und dekorieren mit farbigem Zucker.

18 Kommentare zu «Gemütliche Gerichte»

  • Mags Frisch sagt:

    Sehr schöne Bilder und leckere Rezepte. Der neue Food & Literatur Blog http://www.magsfrisch.com ist nun übrigens online. Check it out!

  • Mario M. Montecarlo sagt:

    Prima Ideen!Besonders gut die Guetsli mit Frischkäse und buntem Zuckerstreusel,pardon:Cream Cheese und Frosting ,natürlich :-)

  • Lisbeth Seidl sagt:

    Vielen herzlichen Dank für die vielen feinen Kochrezepte, die ideal für knappe Zeit und grossen Hunger sind. Sie nachzukochen macht Spass und schmecken – mmhh!

  • Déjà-vu sagt:

    ‚la cocotte‘ von staub, schwarz mit messingknopf, ist auch hammermässig gut und sehr schön. da ist’s auch kein drama, wenn mal was eingebranntes beim abwaschen übersehen wird… vom gigot über arrosto di vitello, coq au vin zur bolognese usw sind mir diese töpfe die liebsten! und die halten ewig, also keine chance die sammlung irgendwann zu ersetzen, leider…

  • Creusine sagt:

    Le Creuset ist ein MUSS für jeden der gut und gerne kocht. Es ist eine Investition die sich mehr als bezahlt macht. Wir haben 2 der wundervollen Töpfe seit Weihnachten und ich frage mich bereits jetzt, wie wir jemals ohne diese ausgekommen sind. Es ist auch mit einem regelrechten Phänomen verbunden, wir finden dass alles was wir darin zubereiten viel besser schmeckt, viel schöner aussieht und vie länger warm bleibt. Diese Kochtöpfe sind der Hammer!

    • Maximilian sagt:

      Ja, da hast Du recht. Jede Generation muss das ‚Rad‘ halt wieder selber (er-)finden. Unsere Casserole – noch von VonRolle – ist etwa 40 Jahre alt – und unverzichtbar. Für Eintöpfe jeder Art, Braten, Ragouts usw. gibts kaum etwas geeigneteres. Ein anderes ebenso wunderbares Kochgerät, das vielen jungen Leuten nicht mehr bekannt ist – der Römertopf.
      Auch hier gilt: kommt Zeit, kommt Rat …

  • caro sagt:

    Liebe Frau Kohler
    Sie schaffen es immer wieder, mit Ihren Ideen für gute Stimmung zu sorgen! Die Ideen machen so oft gute Laune und machen Lust auf die schönen Seiten im Leben. Die Kommentare der Leser sind dabei ebensogut gelaunt wie Ihre Berichte, was heutzutage selten ist.
    Dafür danke ich Ihnen!

  • urs sagt:

    Sorry, neue Kartoffeln im Quartierladen im März… aus Israel???

    • Irene feldmann sagt:

      Schlimm….:)

    • Ulla Moos sagt:

      Nein, nein, es gibt bereits neue kleine Kartoffeln aus der Schweiz! Kaufe sie bereits seit zwei Wochen!

      • erika sagt:

        und woher kommen die bohnen??

        • @ Erika: …vom lieben Gott!?! Ernsthaft: Nehmen Sie sich mal einen CH-Saisonkalender unter die Lupe und Sie werden feststellen, dass es auch in der CH-Gewächshäuser gibt und nicht alles aus der Erde im Freien oder dem Ausland stammt. Eine weitere Antwort auf Ihre, für mich etwas naive Frage wäre: TK in den Lebensmittelabteilungen, private TKs sprich letzte Ernte aus dem eigenen Garten blanchiert und tiefgefroren, nahes Ausland. Sie dürfen nun auswählen! Zudem sollten Saisonfreaks sich auch mal die Frage stellen, WIE unsere Grossmütter und Urgrossmütter ihre Bohnen überwinterten, als es noch keine TKs und Gewächshäuser gab. Ja, auch die ernährten sich nicht ausschliesslich saisongerecht. Die Einmachgläser aus den Kellern lassen grüssen!

  • …und bei mir wird es der Kartoffel-Bohnen Topf sein. Für neue Kartoffeln lasse ich alles links liegen. Und dann muss natürlich auch noch der flache Creuset-Topf her. Auch ich liebe diese Töpfe über alles. Diesen Töpfen verdanke ich meine Freude am einst so verhassten und ungeliebten Kochen. Sie sind zwar teuer in der Anschaffung, dafür aber dauerhaft – sozusagen fürs Leben!

  • adam gretener sagt:

    Super Timing. Heute Nachmittag Kurzwanderung geplant. Besten Lägern-Bärlauch finden und heute Abend wird der Jahresbedarf Pesto gemacht.

    • Déjà-vu sagt:

      lieber wanderer! waren sie erfolgreich (wieder mal pfannenschwingend? ;-)) auf ihrem ausflug? hätte noch ein sonniges abhängli geragelt voll mit zartem bärlauch direkt neben dem küchenfenster zu bieten! ist aber richtung pfannenstil, womit wir – nomen est omen – wieder beim thema wären…

      • adam gretener sagt:

        Die kleine Wanderung war höchst erfolgreich, wie jedes Jahr. Bei uns findet man Bärlauchfelder, so gross wie Fussballfelder.

  • marusca sagt:

    Wieder ganz tolle Ideen! Den Kuchen backe ich gleich morgen, der sieht besonders lecker aus.

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