Paris auf dem Teller

Etwas vom Schönsten in Paris ist, dass das Essen etwas ganz Persönliches, Privates und Kokettes hat. Anfangen tut man den Tag als Besucher meist mit einem Frühstück im Bett. Später kommen die kleinen, feinen Mahlzeiten in den Bistros und Cafés. Sie werden mit Liebe serviert, man geniesst sie mit einem Glas Champagner oder Wein, bestellt danach ein Dessert und beobachtet das interessante Treiben rundum. Die chicen Models und modischen Girls, die meist nur einen Salat bestellen, die aufgeputzten amerikanischen Mütter, die ihren Töchtern Paris zeigen, die verliebten Paare, die gegenseitig von allem probieren oder die italienischen Moderedakteurinnen, die sich gerade mit einem von irgendeinem transatlantischen Flug kommenden Freund treffen, sie alle geniessen die volle Aufmerksamkeit und je nach Schönheit noch eine kokette Portion Pariser Flirtkunst, die die Kellner  genauso beherrschen wie das perfekte Servieren und die Kenntnis von allen ess- und trinkbaren Köstlichkeiten, die es überhaupt gibt – in Frankreich! Die Auswahl der Mahlzeiten ist so vielfältig und die Menüs eignen sich perfekt zum Nachkochen zu Hause. Hier finden Sie einige einfache Pariser Lunch-Rezepte und Desserts.

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CAFE AU LAIT AU LIT
Dazu braucht es kein Rezept, nur die Zeit und jemanden, der frische Croissants holt! Wenn Sie ein romantisches, französisches Frühstück im Bett selber machen möchten, kaufen Sie am besten kleine Brötchen und Croissants zum Aufbacken. Servieren Sie einfach Butter und Erdbeerkonfitüre dazu, ein Oeuf à la Coque (ein weiches Ei) und ein frisch gepresster Orangensaft sind auch mit von der Partie. Kochen Sie einen französischen Milchkaffee, das bedeutet starken Kaffee, serviert im Kännchen, und viel heisse Milch in einem anderen Kännchen. Silbertablett und Spitzendeckchen und eine Rose in einer Minivase vervollkommnen den festlichen Start in den Tag. (Alle Fotos von Sweet Home)
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LES ENDIVES AU JAMBON
Zugegeben, die köstliche, einfache Mahlzeit kommt ein wenig zugedeckt daher im Traditions-Café de Flore. Ich würde sie leichter und transparenter kochen, so, dass man die Endivien auch sieht. 

Zutaten für 2 Personen: 

  • 4 Chicorées
  • 4 Tranchen gekochten Schinken
  • 50 Gramm Butter
  • 1 Esslöffel Crème fraîche
  • 50 Gramm Mehl
  • 125 Gramm Gruyère, geraffelt
  • 0,75 Deziliter Milch
  • 3 Esslöffel Bouillon
  • Salz, Pfeffer und Muskatnuss

Zubereitung: 

Heizen Sie den Backofen auf 240 Grad vor. Rüsten und waschen Sie den weissen Chicorée. Kochen Sie ihn in siedendem Wasser ca. 8-10 Minuten. Nehmen Sie das Gemüse raus und trocknen Sie es mit einem Tuch oder Küchenpapier. Lassen Sie die Butter in einer Pfanne schmelzen und geben Sie das Mehl bei. Unter Rühren zu einer leicht hellbraunen Masse werden lassen, vom Herd nehmen und unter Rühren langsam die Milch beigeben. Zurück auf der Herdplatte unter ständigem Rühren erhitzen, die Bouillon beigeben und eine cremige Sauce kochen. Geben Sie die Crème fraîche bei und würzen Sie mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss. Rollen Sie die Chicoréestangen je in eine Tranche Schinken, buttern Sie eine passende Gratinform leicht ein und legen Sie den Chicorée rein, übergiesse Sie ihn mit der Béchamelsauce und verteilen Sie den geriebenen Käse darüber. Ca. 20 Minuten backen und dann servieren.
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SAUCISSON, PUREE ET SALADE
Einfacher gehts nicht, aber es sind gerade die einfachen Mah.lzeiten, die kleine Alltagsfeste sind. Wichtig sind aber gute, frische Zutaten und eine sorgfältige, liebevolle Zubereitung. Für diese Mahlzeit rüsten Sie Kartoffeln, schneiden sie in Stücke und kochen sie in Salzwasser oder Bouillon weich. Abgiessen und die Kartoffeln zerstampfen. Ein wenig Milch oder Rahm mit Butter aufkochen und unter die Kartoffeln mischen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. In einer Bratpfanne mit ein wenig Öl oder Butter eine feine Bratwurst sanft und rundum anbraten. Geben Sie gegen Schluss einen Esslöffel frische, gehackte Kräuter bei wie Rosmarin und Thymian. Servieren Sie das Purée und die Wurst mit einem Salat. Dazu mischen Sie frische, gemischte Salatblätter mit einer Sauce aus 4 Esslöffeln Olivenöl, 1 Esslöffel Dijonsenf, 1 Esslöffel Honig, 1 Esslöffel Estragonessig und Salz und Pfeffer. 
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SALADE DES FRUITS FRAIS
Für einen feinen, frischen Fruchtsalat hat man nach jedem Essen Platz. Mischen Sie Fruchtstücke aus verschieden farbigen Früchten wie Ananas, Kiwi, Äpfel, Birnen und Mango. Geben Sie Traubenbeeren dazu und filettierte Grapefruitschnitze. Mit ein wenig Zitronensaft und Honig vermischen und in einem kleinen Schüsselchen servieren.
MOUSSE AU CHOCOLAT
MOUSSE AU CHOCOLAT
Wer liebt nicht dieses klassische Dessert, das einem vormacht, es wäre leicht, und das köstlich cremig auf der Zunge schmilzt. Sie brauchen dafür 200 Gramm dunkle Schokolade, vier Eier und ein kleine Prise Salz. Bröckeln Sie die Schokolade in Stücke, geben Sie sie in eine Schüssel und schmelzen Sie sie sorgfältig über heissem Wasser. Teilen Sie die Eier. Schlagen Sie das Eiweiss mit einer Prise Salz steif. Mischen Sie das Eigelb sorgfältig in die Schokoladenmasse, falten Sie das Eiweiss darunter und lassen Sie das Mousse au Chocolat zwei Stunden im Kühlschrank ruhen.
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CREME BRULEE
Und wer nicht das Mousse au Chocolat wählt, entscheidet sich bestimmt für Crème brûlée! Dafür schlagen Sie fünf Eigelb mit 100 Gramm Zucker zu einer hellen, cremigen Masse. Backofen auf 110 Grad vorheizen. Schneiden Sie die Vanilleschote längs auf und kratzen Sie die Samen heraus, geben Sie die Samen und die Schote in 5 Deziliter Rahm und kochen beides zusammen sanft auf, absieben. Nun vermischen Sie den Rahm sorgfältig mit der Eigelbmasse. Verteilen Sie die Crème in kleine Ramequins und setzen Sie sie in ein Bain Marie. Eine Stunde und 15 Minuten im Ofen backen, herausnehmen, aus dem Bain Marie nehmen und mit braunem Zucker bestreuen. Unter dem heissen Grill den Zucker karamellisieren lassen und servieren.

18 Kommentare zu «Paris auf dem Teller»

  • hans spahni sagt:

    Mein Gott, was für ein gewöhnlicher Kommentar: Strotzt nur so von Nettigkeiten und Plakativem. Und dann erst die Fotos…

  • Avi8or sagt:

    Paris auf dem Teller? Ich weiss nicht, woher die Leute diese Mär haben, Paris sei kulinarisch in irgend einer Form aufregend. Von allen bedeutenden Metropololen so ziemlich die schlechteste Küche überhaupt, gepaart mit der unnachahmlichen Pariser Arroganz im Service. Logisch gibt es es auch dort gute Etablissements, aber die Regel ist eine andere, wenn man ehrlich ist.

    • Mäse sagt:

      Hab ich mir eben auch gedacht…wenn man ehrlich ist. Sind aber die Wenigsten. Ich habe überall in Frankreich besser gegessen als in Paris. Aber Paris ist eben Paris und bleibt eben auch Paris, im Guten wie im Schlechten. Ist auch gut so

  • Brulée sagt:

    Crème brûlée muss nach dem Backofen mindestens einen halben Tag im Kühlschrank gekühlt werden. Die Crème muss beim Essen kalt sein, nur der oberste karamellierte Zuckerteil darf warm sein!

  • Schanny Gix sagt:

    ad Chicoré. Ich persönlich reibe die Form noch mit Knoblauch aus, ausserdem gebe ich noch gekochte Kartoffelwürfeli dazu…..hmmmm köstlich!

  • malibe sagt:

    Also das Paris von Sweethome ist sicher nicht MEIN Paris, wo ich 12 Jahre lang gelebt habe. Die Endives au jambon lasse ich mal gelten, die Mousse auch (wobei die von der Kronenhalle nicht zu übertreffen ist), auch die crème brûléé, die eigentlich eine Crema catalana ist. Aber was soll am frischen Fruchtsalat typisch pariserisch sein? Soweit ich mich erinnern kann, habe ich in meinen 12 Jahren keinen einzigen gegessen. Die Bistrot-Küche hat da doch Anderes auf Lager: soupe à l’oignon, boeuf en daube etc. Oder gehen Sie auf die Hoepage des besten Bistrots in Paris, le Vagenende: http://www.vagenende.com. DAS ist französische Bistrotküche vom Feinsten!

  • Christian sagt:

    Ich geniesse nur Audrey Tautou (Le Fabuleux Destin D’Amélie Poulain) auf dem Poster (Zweckentfremdet als Tischabdeckung !)
    Mit so groben Besteck wollen Sie die abgebildeten Delikatessen geniessen ? Ich meine: Hier herrschen weder Schönheit noch Geschmack, dafür viel Kitsch ! Ich kenne Paris sehr gut und kann nichts Konstruktives an diesem Artikel finden. Il n’y a pas d’accordéon. Pas de Musette…., pas de Paris, pas de Piaf, mais beaucoup pour l’estomac. Quelle tristesse.

  • Kathrin sagt:

    wo bleibt die überbackene Zwiebelsuppe???

  • Susanna sagt:

    Bitte bitte bitte – kaufen Sie sich doch mal eine anständige Kamera! Diese Bilder sind kaum auszuhalten, selbst im Polaroid-Style. Schade!

    • Déjà-vu sagt:

      @ susanna, andy, christian et malibe
      mon dieu sie sind alle riesengrosse snobs! wir sind in einem tollen, erfrischenden blog und haben gottlob keine werbebroschüre vor uns sondern spontane notizen! lassen sie sich lieber vom beitrag zu ihren eigenen souvenirs verführen und buchen sie ganz schnell ein tgv ticket… et voilà, bienvenue à paris… und dann gucken oder fotografieren sie bitte profimässig! in freudiger erwartung!

      • lieberlecker sagt:

        Snob? Aber nicht doch! Ich liebe diesen Blog doch auch und normalerweise findet M.K. auch immer sehr schöne Fotos auf anderen Blogs und darf diese auch verwenden (meine auch ;-)). Profi Fotos werden nicht verlangt, aber wir lassen uns alle gerne von schönen Rezepten und passenden Fotos verführen.

  • lieberlecker sagt:

    Paris reimt sich nicht umsonst auf Paradies, denn wer gerne isst, kann sich dort wirklich extremst verwöhnen lassen. Die Rezepte sind ok, aber mit den Bildern, liebe Frau Kohler, da habe ich heute das Problem, dass sie mich nicht zum Nachkochen reizen. Schade.
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

  • Remond Fischer sagt:

    Für mich bitte den Chicoré

  • Bruno sagt:

    Mousse AUF chocolat

  • Irene feldmann sagt:

    Creme Brulee….ohne Worte….:) das leichte: Crack wenn der Löffel durchbricht; und dann bricht der Himmel durch….ein geliebtes Dessert vergnügen…..

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