Bauernhaus in Belgien

Ein Bauernhaus in Belgien, das eigentlich alt ist, aber neu umgebaut und den modernen Wohnansprüchen angepasst wurde.

Die Bauernhäuser sehen in jedem Land und in jeder Gegend anders aus. Sie passen sich der Landschaft und den Bedürfnissen der Bewohner an und wären eigentlich eine gute Inspiration für Neubauten. Viele der neuen Häuser passen leider überhaupt nicht in die Umgebung und schreien zum Teil zu laut heraus. Das hat wohl viel damit zu tun, dass Wohnungen Schlafstätten sind, die Bewohner mit dem Auto gleich in die Tiefgarage fahren, sich das Essen per Internet bestellen und so die Beziehung zu Land und Umgebung verlieren – aber das ist eine andere Geschichte.  Zurück zu unserem Bauernhaus, welches in Belgien steht. Es ist eigentlich alt – aber neu umgebaut und den modernen Wohnansprüchen angepasst. Ein wunderschön gelungenes Architekturprojekt vom Studio Farris.

Architektur: Studio Farris
Quelle: Homedsgn

 

SWEET HOME
Langgezogen, schlicht und mit Backsteinfassaden zeigen sich Bauernhäuser dieser Gegend in der Nähe von Antwerpen. Sie sind sehr gut geeignet, um daraus ein modernes Einfamilienhaus zu gestalten.
sweet home
Der Charakter des Hauses ist geblieben, aber die modernen Elemente wecken es aus der ländlichen Verträumtheit.
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 Mit viel Glas haben die Architekten neue Räume geschaffen, ohne die alten zu zerstören.
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Der Teich im Garten hilft eine noch stärkere Beziehung zur Natur zu pflegen. 
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Hier ist schön ersichtlich, wie mit Glas ein Innenraum – und eine interessante Verbindung zur alten Fassade entstanden ist. 

28 Kommentare zu «Bauernhaus in Belgien»

  • Jochen sagt:

    Hallo,
    gerade in Belgien fällt mir immer wieder auf, dass das Design und auch die Architektur der Häuser deutlich abwechslungsreicher ist, als es in Deutschland der Fall ist. Der individuelle Stil, der auch in diesem wunderschönen Bauernhaus deutlich wird ist typisch belgisch – hier in D gibt es sowas leider seltener …. :) schöne Fotos ! gruß Jochen

  • mango sagt:

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  • Hans sagt:

    Wow! Das ist mal eine mega schickes Haus. Da würde ich auch wohnen wollen ;) Dem Autor muss ich leider auch voll zustimmen, in der Stadt werden heutzutage viele Neubauten errichtet, die da nicht so richtig hinpassen wollen. Solche Gebäude wie dieses hier sollten wirklich als Quelle der Inspiration für Neubauprojekte und neue Immobilien dienen.

  • Fritz sagt:

    Die Schweiz ist sehr Krank in diesen sachen! wenn man im Keller genügend Licht rein lässt damit man nich immer Enrgie Strom braucht, ist es Wohnraum! Somit überschreitet man die Ausnützungsziffer……?
    Hatte wegen 2m2 zuviel Fenster im Keller 8 Monate Baustop! In 3375 Inkwil BE
    Eine Schande was man in der Schweiz erleben muss wenn man Baut………….!!!

    • Ben sagt:

      Das kenne ich. Dabei gehts oft gar nicht um die Ausnutzungsziffer, sondern ums Prinzip! Ist es per Definition Keller (und die Definitionen sind gelinde gesagt haarsträubend!) dann darf das Fenster max. xy gross sein. Was diese Regel für einen Sinn machen soll erschliesst sich mir nicht.

  • sabina m. sagt:

    ich liebe bild 2 wunderschöne raumgestaltung, klar, edel und gemütlich

  • Filo Sof sagt:

    „Der Teich im Garten hilft eine noch stärkere Beziehung zur Natur zu pflegen.“ – Ja, und dafür sind die beiden Sprungbretter auch da…

  • marusca sagt:

    Innen wie aussen ungemütlich.

    • Ernst Brönnimann sagt:

      Wir wollten unser Bauernhaus ausbauern und den modernen Wohansprüchen anpassen.
      Doch Art 24 des Raumplanungsgesetzes lassen das nicht zu. Das Haus muss nun zu einem grossen
      Teil ohne Isolationen leer bleiben Das entbehrt nicht bloss jeglicher Vernunft, sondern ist regelrecht
      bösartig. Ich habe nun mein Vermögen im Ausland investiert. Leidtragende sind die Gemeinde und
      der Kanton. Sie verlieren gut zahlende Steuerzahler.

  • Meiname sagt:

    Bauernhaus? In Belgien sehen alle Häuser so aus, alles Steinfassaden.

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Also zumindest and den wenigen Fotos kann ich jetzt nicht unbedingt sehen, dass der Charakter des Hauses erhalten bleibt, obwohl es mir gefällt. Neue Fenster in Etagenhöhe gehören wohl kaum zum Charakter dieses Bauernhauses.

  • Urs sagt:

    Die Lukarnen stoeren das Gesamtbild fuer mich. Die grosse Glassfront wuerde ich unterteilen, sieht irgendwie nach Schaufenster aus. Passt auch nicht zur Backsteinfassade.

  • Erhard sagt:

    Behutsam sieht definitiv anders aus – aber die alte Bausubstanz zumindest als Grundstruktur zu erhalten, ist sicher nicht ganz falsch. Wobei das Teil mMn komplett entkernt wurde und massiv in die Statik eingegriffen wurde, um die grossen Fensterflächen zu schaffen. Der Aufwand ist in der Schweiz nicht bezahlbar, da kommt ein Neubau wahrscheinlich günstiger.
    Die Diskussion um die Reformierung Schweizer Baugenehmigungen ist meiner Meinung nach verfehlt – da hilft nur noch die Radikalvariante: Gesetz ändern mit der Massgabe, was nicht verboten ist, ist erlaubt. Ein Blick nach Norden könnte helfen.
    PS: Sind Sie sicher, dass es sich beim Teich nicht um die Pflanzenkläranlage handelt?

  • Andreas sagt:

    schlicht und mit Backsteinfassaden – das sind fast alle Häuser in den Benelux, vor allem im Norden Frankreichs, Belgien und im Süden der Niederlande.

    • Thomas Maurer sagt:

      … sowie in Norddeutschland und Dänemark. Backsteinbauten sehen fast immer „gewachsen“ aus, auch wenn sie neu sind. Ausserdem haben sie einen enormen Vorteil: Man muss nie einen schäbig gewordenen Verputz erneuern, weil es gar keinen gibt. – Und zu Belgien: Die zeitgenössische Architektur dort ist der schweizerischen meilenweit voraus. Man merkt, dort sind in der Regel Architekten am Werk, die sich nicht wie hierzulande durch irgendwelche grotesken Chi-Chi-Bauten selbst verwirklichen wollen, sondern die Interessen von Bauherr UND Umgebung unter einen Hut bringen wollen. Auch das, was gerade in Antwerpen gebaut wird bzw. wurde (z.B. die neue Hafenbehörde oder der Gerichtshof), ist 1A.

      • Alex Kramer sagt:

        @ Maurer: Die ungeschützten, reinen Klinkerfassaden haben dafür einen anderen, weiter reichenden Nachteil: Sie erodieren in grosser Kälte, wenn sie zuvor nass geworden sind. Die negativen Effekte sieht man gewissen Bauten deutlich an, der Zerfall wird wortwörtlich sichtbar.
        Dazu muss eine Fassade nicht einmal direkt beregnet werden, Luftfeuchtigkeit reicht vollkommen dazu aus. Und diese ist in Belgien wegen der Meeresnähe / Nebel relativ hoch an Wintertagen.
        Weitgehend vermeiden könnte man den Zerfall mit lang vorspringenden Vordächern, welche jedoch in den von Ihnen beschriebenen Gegenden schlicht keine Verbreitung haben.
        Schade eigentlich.

    • Veronica sagt:

      Frankreich ist nicht in im Benelux (Belgien, Niederlande und Luxemburg).
      Im Süden der Niederlanden sah ich Häuser renoviert mit alten Backsteinen. Das macht man auch in Belgien.

      In Belgien konnte man lange bauen wie es einem gefiel.

      Ein Teil der Mittelälterlichen Wohnungen ist schräg gebaut worden. Nicht so weit wie Vordächer, aber es hilft den Giebel zu schützen gegen den ewigen Regen.

  • Irene feldmann sagt:

    Interessant, nur die Garten Anlage lässt zu wünschen übrig…..

  • christine Seiler sagt:

    Das Raumplanungsgesetz der Schweiz wird gerade überarbeitet. Energiesparend, sinnvoll und kulturlandsparend wäre es, wenn die Bauernhäuser auch hier so ausgebaut werden dürften. Wer will schon in einem Bauernhaus wohnen, wo in der Dachwohnung pro Seite höchstens drei Dachfenster eingefügt werden dürfen, das halbe Haus leer stehen muss und erst noch nicht isoliert werden darf. Es ist höchste Zeit für ein Umdenken!

    • Joerg Hanspeter sagt:

      Bauernhäuser, die nicht mehr als Bauernhaus genutzt werden, sind zonenfremde Bauten. Dass der ursprünglich Wohnraum nicht beliebig erweitert werden kann, entspricht nicht primär dem Schutzgedanken des Gebäudes, sondern dem Schutzgedanken des Grundstückes in der Landwirtschaftszone. Oft baut der Bauer ein neues Haus, weil das alte einen unzureichenden Komfort aufweist. Konsequenterweise müsste nun das alte abgebrochen werden. Bauen in der Landwirtschaftszone ist ein Sonderrecht und wird nicht beliebig vergeben.

      • Christian sagt:

        @Joerg. Viele Bauernhöfe stehen heute inmitten von Ortschaften. Man kann halt die Leute nicht zwingen wie Bauern vor 300 Jahren zu wohnen nur weil der Heimatschutz das schön findet und deshalb ein absurdes gesellschaftliches Interesse daraus ableitet.

  • Ueli sagt:

    In der Schweiz mit ihren Bauvorschriften und der Heimatschutz Fanatiker leider unmöglich. Da müsste der Stall, Stall bleiiben und als Abstellplatz genutztwerden! Beim Dach nur mit Mühe und Not werden Dachfenster möglich, eine Begründung war, kann Flugzeuge blenden, kein Witz. Gut im Dorf 1 Km weiter spielt das dann wieder keine Rolle, da durfte man sogar Häuser bauen, die einer verglasten Seilbahnstation glichen.Kenne eine Familie die ein Bauernhaus Umbauen wollten für mehr Wohnraum, unmöglich! So viel Leerraum kann sich auch nur die grosser Reiche Schweiz Leisten.Wenn ich noch einmal ein Haus kaufe, dann sicher nicht in der Schweiz.

    • Josef Kurath sagt:

      Sehe ich auch so…ich wurde in Österreich fündig.

    • Martin sagt:

      Dank Bauvorschriften und Heimatschutz blieben in der Schweiz bis heute vielerorts schöne Ortsbilder erhalten. Es müssen hierindividuelle gegen gesellschaftliche Interessen austariert werden.
      Natürlich möchte ich als Hausbesitzer möglichst ohne Einschränkungen alles machen können, was mir gefällt, anderseits hat aber auch die Gesellschaft einen legitimen Anspruch auf ein ansprechendes Gesamtbild und ein schönes Ortsbild. Weiter gibt es mit dem Tourismus auch handfeste wirtschaftliche Interessen welche dies begründen.

      • Christian sagt:

        Wer weiss schon was die gesellschaftlichen Interessen sind. Der Heimatschutz nimmt für sich in Anspruch diese zu kennen. In Wirklichkeit ist er einfach ein grosses Hindernis und Ärgernis. Wenn der Heimtaschutz schon vor zur Zeit der Pfahlbauer existiert hätte müsste man heute noch dieselben Hütten pflegen obwohl schon seit 1000 Jahren niemand mehr drinwohnen würde und dies weder wirtschaftlich noch ästhetisch sinvoll wäre. Hier werden Dinge geschützt deren Zeit einfach abgelaufen ist. Unsere Autos haben schliesslich auch keine Kutschenräder mehr.

      • Fritz sagt:

        ha haa Martin dan komme nach 4543 Deitngen schauen was da mitten in Dorf Gebaut wurde ( Geneinde) ein Horror!

    • tom sagt:

      Hallo Ueli
      Ich weiss nicht genau was Sie da mit Bauernhausumbauen erlebt haben. Wir (Arch-Büro) haben mit Behörden und Denkmalpflege weitestgehend gute Erfahrungen gemacht. Gerade auch was Stallumnutzungen angeht, meistens findet man pragmatische, funktionale und architektonisch gute Lösungen. Aber einfach alles und irgendwie machen kann/soll man natürlich schon nicht – siehe auch Kommentar „Martin“.

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