Ein komplettes Weihnachtsmenü

Nun ist es wieder so weit: Der Kühlschrank wird prall gefüllt, die Tischtücher aufgebügelt, und die schönsten Gläser werden gespült und auf Hochglanz poliert – die grosse Einladung zum Weihnachtsessen steht an. Hier finden Sie die Rezepte für ein komplettes, festliches und traditionelles Weihnachtsmenü und am Schluss noch den passenden Einkaufszettel.
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CHAMPAGNERCOCKTAILS
Champagner macht eine Einladung erst zu einem richtigen Fest. Servieren Sie dieses Jahr feinen Rosé-Champagner oder einen schicken Champagnercocktail mit einem goldenen Zuckerglasrand. Goldenen Zucker bekommen Sie in Delikatessabteilungen. (Bild über: Taste bud)

So gehts: Geben Sie einen Zuckerwürfel auf einen Löffel, beträufeln Sie den Zuckerwürfel mit Angosturabitter und legen diesen dann in das Glas Champagner.
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CRANBERRY-CROSTINIS
Kochen Sie 200 Gramm Preiselbeeren mit ein wenig Orangensaft, einer Prise Salz und 1 Esslöffel Honig. Toasten Sie dünne Brotscheiben, belegen Sie diese mit einer dünnen Scheibe Brie und geben dann ein Häufchen Preiselbeeren darauf. Beträufeln Sie alles mit ein wenig Balsamico und dekorieren mit Rucolablättern. (Bild über: How to simplify)
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GEFÜLLTER TRUTHAHN
Ein Truthahn macht ein Weihnachtsessen festlich, üppig und besonders. Traditionellerweise wird er gestopft und mit viel Bratensauce serviert. (Bild über: Eat)

Zutaten für 4–6 Personen:

  • 1 Truthahn, ca. 6 kg
  • ca. 750 Gramm bis 1 kg Füllung (siehe Rezept Füllung)
  • 200 Gramm Butter
  • die Schale von 1 Orange
  • die Schale von 1 Zitrone
  • Salbeiblätter
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Mixen Sie die Butter mit der geraffelten Schale, Salz und Pfeffer in einer Küchenmaschine. Halbieren Sie die Butter, lösen Sie die Haut mit den Fingern, und streichen Sie die Butter unter die Haut. Stecken Sie auch einige Salbeiblätter unter die Haut. Ein Viertel der Butter streichen Sie auf die Haut, den Rest geben Sie in die Füllung. Stopfen Sie den Truthahn mit der Füllung, und nähen Sie die Öffnung zusammen. Streichen Sie den Truthahn grosszügig mit Butter ein, und schieben Sie ihn in einer Pfanne auf einen Rost im auf 220 Grad vorgeheizten Backofen. Reduzieren Sie die Hitze auf 160 Grad. Nach den ersten 20 Minuten bestreichen Sie den Truthahn regelmässig alle 15 Minuten mit Butter. Bedecken Sie ihn mit einer Alufolie. Braten Sie den Truthahn ca. 15–20 Minuten per 450 Gramm. Die letzten 30 Minuten backen Sie den Vogel ohne Alufolie.

Zutaten Füllung:

  • 2 Schalotten
  • 500 Gramm Wurstfleisch von Salsiccia
  • 500 Gramm gefrorene Marroni
  • die Schale von 1 Orange und 1 Zitrone
  • das Fruchtfleisch der Orange, filetiert
  • 100 Gramm gehackte Datteln
  • frische Kräuter wie Estragon, Petersilie, Schnittlauch, Thymian
  • 50 Gramm in Bouillon aufgeweichtes Brot
  • 1 Ei
  • Salz, Pfeffer und Muskatnuss

Zubereitung der Füllung:

Schmelzen Sie die Butter in einer Pfanne, und kochen Sie die Marroni mit der Butter und 1 Esslöffel Zitronensaft. Abkühlen lassen. Die Schalotte rüsten und in der Küchenmaschine grob zerhacken, die Marroni und die Datteln beigeben und nochmals ein wenig zerkleinern. Anschliessend hacken Sie die Kräuter und mischen sie darunter, das Wurstfleisch beigeben, das Brot ausdrücken und daruntermischen. Das Ei dazugeben, würzen und am Schluss die Orangenstücke daruntermischen. Den Truthahn mit der Füllung füllen, übrige Füllung kann separat in einer Bratform bei 180 Grad ca. 40 Minuten gebacken werden.

Zutaten für die Bratensauce:

  • Truthahnsaft
  • 3 Esslöffel Mehl
  • 5 dl Bouillon
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung der Bratensauce:

Giessen Sie den Saft des Truthahns ab, entfernen Sie überschüssiges Fett, und kochen Sie die Flüssigkeit in einer Pfanne mit 3 Esslöffeln Mehl. Geben Sie die Bouillon bei, und kochen Sie die Bratensauce ca. 10 Minuten, bis sie schön cremig ist. Nach Geschmack würzen. Am besten servieren Sie die Sauce in kleinen Kännchen und verteilen diese auf dem Tisch.
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ROSENKOHL MIT NÜSSEN
Halbieren Sie Rosenkohlröschen, und braten Sie sie in Butter und Ahornsirup mit Salz und Pfeffer, bis sie weich, aber bissfest sind. Rösten Sie in einer sauberen Bratpfanne Haselnüsse und Mandeln, und verteilen Sie diese grosszügig über den Rosenkohl. (Bild über: Culinarycory)
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KARTOFFELPÜREE
Rüsten Sie Kartoffeln, und schneiden Sie sie in Würfel. Kochen Sie die Kartoffeln in einer Bouillon weich. Giessen Sie die Bouillon ab, und zerstampfen Sie die Kartoffeln zu einem feinen Brei. Kochen Sie Rahm und Butter auf, würzen mit Pfeffer und Muskat und mischen dann alles unter die Kartoffeln. Mit Extrabutter und schwarzem Pfeffer aus der Mühle servieren. (Bild über: Eat)
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SPONGE PUDDING
Englische Puddings sind üppig, warm und passen als Dessert zu einem festlichen Weihnachtsdinner. (Bild über: Cakes in the City)

Zutaten: 

  • 175 Gramm Mehl
  • 2 gestrichene Kaffeelöffel Backpulver
  • 175 Gramm Butter, Zimmertemperatur
  • 175 Gramm Rohzucker
  • 4 Esslöffel Golden Sirup (den bekommen Sie in Delikatessabteilungen) plus mehr zum Servieren
  • 3 Eier

Zubereitung: 

Bestreichen Sie eine grosse Puddingform mit Butter und geben 3 Esslöffel Golden Sirup rein. In einer Teigschüssel verrühren Sie die Butter mit den Eiern, geben den Zucker, 1 Esslöffel Golden Sirup und dann das abgesiebte Mehl mit dem Backpulver bei und verrühren alles zu einem feinen Teig. Geben Sie den Teig in die vorbereitete Puddingform und bedecken diese gut mit Backpapier und Alufolie

Nun dämpfen Sie den Pudding 2 Stunden. (Wie das geht, sehen Sie in diesem Video)

Servieren Sie den warmen Pudding mit mehr Golden Sirup und je nach Geschmack mit Crème fraîche oder Vanilleglace.
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WHITE-RUSSIAN-COCKTAIL
Und weil Weihnachten nach dem Essen ja erst beginnt, verwöhnen Sie die Gäste am Abend mit White-Russian-Cocktails. (Bild über: Burnt toast)

Und so gehts: Verrühren Sie in einem Cocktailmixglas 4 cl Wodka mit 2 cl Kahlúa mit Eis, und sieben Sie alles in Cocktailschalen ab. Verteilen Sie sanft geschlagenen Rahm darüber. Sie können auch den Rahm zuerst in das Glas geben und dann sorgfältig den Alkohol reingiessen, sodass er unter den Rahm sinkt.
Sweet Home Einkaufsliste xmasdinner

 

Ziehen Sie das Foto aus dem Blog und drucken es aus, oder lesen Sie die Einkaufsliste auf Ihrem Handy. Gewürze wie Salz, Pfeffer, Muskatnuss haben Sie bestimmt zu Hause, so auch eine Schnur zum Binden des Puddings. Bon Appetit und Merry Christmas.

32 Kommentare zu «Ein komplettes Weihnachtsmenü»

  • Claudia sagt:

    Wenn man die Videos z.B. zum Steamen des Puddings anschauen will, wird mir der Zugriff verwehrt es sei denn ich melde mich irgendwo an. Das ist doch schwachsinnig. Entweder man kann das ganze Rezept anschauen, oder Ihr lasst es ganz bleiben.

  • Manfred Grieshaber sagt:

    Wieso nennt man die Vorspeise Cranberry-Crostinis wenn weiter unten im Rezept über Preiselbeeren geschrieben wird? Echte Cranberries schmecken herb und sauer also ganz anders wie Preiselbeeren. Und wo bleibt die weihnachtliche Dekadenz, zum Beispiel als Vorspeise überbackene Austern?

  • Lovasimedve sagt:

    Als frankophon angehauchter Hobbykoch ist dieses Menu für mich grauenhaft. Nicht originell, nur anglophon, diese Neigung von Frau Kohler ist ja bekannt.
    Mein Menu:
    Vorspeise: Entenleber (nicht gestopft!) mit Brioche (dazu elsässer Gewürztraminer)
    1. Gang: Forelle blau mit brauner Butter und Kartoffelschiffchen (dazu Chablis)
    Hauptgang: Gefüllter Kapaun (Chapon = kastriertes Hähnchen, in der naturnahen Geflügelhaltung werden Güggeli nicht gehäckselt, sondern schmerzfrei kastriert und liebevoll bis Weihnachten mit Getreide gefüttert) Füllung Leber & Maronni, dazu Rotkohl mit glasierten Maronni (dazu ein schöner Burgunder)
    Käsegang: Käseplatte und Birnen in obigem Burgunder (dazu derselbe Burgunder)
    Dessert: Mousse au chocolat oder Buche du Noel (dazu Champagner)
    Espresso & Friandises
    Als Wasser ein Badoit, der passt am besten zum Wein.
    und nun bon appetit und fröhliches Brutzeln!

  • michael sagt:

    mein hit sind die crostinis ! und wie man den rahm perfekt in den russen bekommt, lernt man am besten in nordfriesland bei jeder tasse tee !!

  • Daniel Münger sagt:

    Truthahn? Never of my life. Hört endlich damit auf, FastFoodAmerika zu kopieren. Als hätten wir Europäer nicht 1000x mehr feinste Kochrezepte…

    • Simona sagt:

      Truthahn zu Weihnachten ist keine Ami-Kopie (Thanksgiving!) sondern eine Englische/Britische, dort isst man Truthahn tradtitionellerweise an Weihnachten. Und schon mal einen gefüllten Turkey gehabt? SEHR lecker – und es gibt die unterschiedlichsten Rezepte….

    • adam sagt:

      Nicht mal beim Essen kann der Münger seinen Nationalismus beiseite legen. Traurig.

  • Michael Heim sagt:

    Die Videos sind leider „privat“ und können (von mir) nicht angeschaut werden. Jetzt werde ich wohl nie lernen, wie man ein Pudding einpackt oder dampft…

  • Dani sagt:

    Für das Kartoffelpüree nehme ich Süsskartoffeln und tue Butter und Crême Fraiche rein. Aber auf keinen Fall in Bouillon. Etwas Salz und Pfeffer und wirklich genügend Muskatnuss.

  • lieberlecker sagt:

    … und vor der Truthahnbestellung bitte noch den Ofen ausmessen – sonst kann es eine böse Überraschung geben, denn ich bin nicht sicher, ob der 6 kg Truthahn in jeden Backofen passt ;-)
    Liebe Grüsse und frohe Weihnachten,
    Andy

  • Manuela Vargas sagt:

    Hervoragende menu Marianne!

  • Claudia sagt:

    Wenn Truthahn,dann bitte nur aus artgerechter Haltung .Truten aus vielen deutschen Mastbetrieben leiden,sie können sich kaum bewegen, Schnäbel werden coupiert damit sie nicht auf einander loshacken und hochgemässt bis zum Umfallen.

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    für die welche es gerne opulent mögen. truthahn mit wachteln füllen, die wachteln mit marroni füllen. dann die truthähne in die vorbereiteten giraffenhälse packen und in das kamel einfüllen. grube ausheben, mit gewürzen und wein auffüllen und das kamel reinlegen. mit tonerde zuschütten und das darüber aufgeschichtete zedernholz entzünden. backzeit rund 24h und dann ist das kamel aussen schön knusprig und innen noch leicht rosa – wie es sein muss.

  • Frau Mirach sagt:

    Alles fein ausser: Für Kartoffelpüree würde ich die Kartoffeln niemals, never ever in Bouillon kochen (auch Vieles andere nicht). Das gibt einfach einen suppigen Geschmack. Lieber nur Salz, ganz wenig Pfeffer, dafür fühlbar mit Muskat würzen. Wichtig ist hier eher die Kartoffelsorte. Je schmackhafter die Kartoffel, desto besser das Püree: Agatha, Victoria, auch Laura und Désirée gehen perfekt.

    • marusca sagt:

      Üppige Angelegenheit und nichts für Feiglinge. Da wird es mir ja beinahe schon vom Lesen übel ob all dieser schweren Speisen.

  • Josef Kurath sagt:

    Lecker! Aber warum CRANBERRY-CROSTINIS wenn Sie dann Preisselbeeren vorschlagen? Cranbarrys (Moosbeeren) und Preiselbeeren sind biologisch weiter entfernt als Äpfel und Birnen – und schmecken auch völlig unterschiedlich. Die Preiselbeere eher süss und die Moosbeere herb und sehr sauer. Vermutlich klingt Cranberry eleganter als die schnöde Preiselbeere…

  • Susanne Nick sagt:

    Crranberries sind keine Preiselbeeren, sondern Kranbeeren.

    • Mario M. Montecarlo sagt:

      Richtig und auch wieder nicht.Cranberries sind in der Tat keine Preiselbeeren,sondern genau ins Deutsche übersetzt,Kranichbeeren.Aber im deutschen Sprachraum macht man sich ja nicht mehr die „Mühe“ einer Übersetzung,sondern nimmt gleich den englischen Begriff.Da kann man wenigstens weltmännisches Verhalten radebrechen,obwohl es nur reine Bequemlichkeit ist.

  • Irene feldmann sagt:

    Amazing!!!! Ich kann nur Lob aussprechen und vielen Dank!!

  • Adam Gretener sagt:

    Endlich wieder Essen! Der Truthahn ist zwar versalzen, aber egal. Da kommt der Dude in mir hoch.

    Den Röseliköhl mit Nüssen muss ich unbedingt mal probieren. Mein persönlicher Tipp: Kartoffelstock mit etwas Trüffelbutter und einem pochiertem Ei. Ein wahnsinniges, schnelles Abendessen.

    Guten Morgen allerseits.

    • Adam Gretener sagt:

      Mir ist gerade aufgefallen, die Nüsse auf dem Bild sind ja gar nicht geröstet. Bei mir sieht das jedenfalls anders aus.

      • Philipp Rittermann sagt:

        geröstete nüsse sind schädlich, herr gretener….! :)

      • HomeImprovementQueen sagt:

        Sehr viel mehr Farbe, gell, und wenn man draufbeisst, zerbröseln sie förmlich. Und dann der unvergessliche Geschmack nach verbrannt, der dann auch den Rest des Essens, mindestens bis über den White Russian hinaus, übertönt.

    • Adam Gretener sagt:

      Mein letzter Post heute, versprochen. Den White-Russian kriegt man am besten hin, wenn man den Rahm über einen, mit der Rundung nach oben, Teelöffel in das Glas fliessen lässt. Je langsamer, desto besser die Trennung.

    • KULI sagt:

      Also mit dem Butterverbrauch habe ich mühe!
      Anhand der Einkaufsliste fehlen mir Dann beim Kochen
      an Weihnachten 100 Gramm.

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