Neue Ideen für einfache Abendessen

Die meisten von uns stellen sich jeden Abend die Frage: Was kochen? Und greifen dann auf das persönliche Repertoire zurück. Versuchen Sie heute etwas anderes: Die folgenden fünf Rezeptideen sind einfach zum Nachkochen und schmecken fantastisch.

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1 FRANZÖSISCHE ZWIEBELSUPPE
Nahrhafte Suppen geben perfekte Wintermalzeiten ab. So auch diese typisch französische Zwiebelsuppe. (Bild über: Gobo)

Zutaten:

  • 5 EL Butter
  • 4 Zwiebeln, in Streifen geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 Handvoll Thymian
  • 1 EL Petersilie, fein gehackt
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 gestrichener EL Mehl
  • 1 Glas Rotwein
  • 1,2 Liter Bouillon
  • Salz und Pfeffer.
  • 4 Stück Baguette
  • 200 g Emmentalerkäse, geraffelt

Zubereitung: 

Lassen Sie 3 Esslöffel Butter in eine grosse Pfanne schmelzen, geben Sie die Zwiebeln bei und karamelisieren Sie sie unter ständigem Rühren. Dünsten Sie die Zwiebeln mit dem Thymian, der Petersilie und dem Lorbeerblatt einige Minuten weiter, geben Sie den Knoblauch dazu und dünsten Sie alles zusammen nochmals einige Minuten, bevor Sie das Mehl und den Wein beigeben. Ein wenig einköcheln lassen und dann die Bouillon dazugiessen, aufkochen, dann zudecken 30 Minuten köcheln lassen, abdecken und nochmals 10 Minuten köcheln lassen. Rösten Sie die Baguettescheiben in der restlichen Butter beidseitig. Verteilen Sie die Suppe in vier feuerfeste Suppenschüsseln, legen Sie die Baguettescheiben auf die Suppe und verteilen Sie den Käse darauf. Im auf 220 Grad Oberhitze vorgeheizten Backofen überbacken, bis der Käse geschmolzen und golden ist.
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2 KLEINE FRITTATAS

Eine Frittata ist eine Art grosse Gemüseomelette, die man auch im Miniformat backen kann, nämlich – ganz einfach, schnell und unkompliziert – in einer Muffinform. (Quelle: A touch of zest)

Zutaten: 

  • 8 Eier
  • 2 dl Crème fraîche
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Schalotte, gehackt
  • 1 Peperoni, in Würfelchen geschnitten
  • 1 kleiner Lauchstängel, in Ringe geschnitten
  • 2 Tomaten, entkernt und in Würfel geschnitten
  • 1 Peperoncino, fein geschnitten
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1 EL Basilikum, grob gehackt
  • 1 EL Schnittlauchringli
  • 1 Handvoll Petersilie, grob gehackt
  • 1 EL Olivenöl

Zubereitung: 

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Eier verquirlen, die Crème fraîche untermischen, würzen und Kräuter dazugeben. In einer Bratpfanne das Olivenöl erhitzen und die Schalotte andünsten, Knoblauch und Peperoncino dazugeben, Peperoni und Lauch dazugeben, einige Minuten sanft dünsten. Eine Muffinform ausbuttern, das Gemüse in die Förmchen verteilen, die Eiermischung darübergiessen, die Tomaten auf die Eiermischung legen. Etwa 25 Minuten golden backen, aus der Form nehmen und servieren, am besten mit einem knackigen Salat.
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3 POULET MIT LINSEN
Auf dieses einfache Gericht werden Sie fliegen. Das Poulet müssen Sie im Voraus mit Gewürzen einreiben, am besten am Vorabend oder morgens, bevor Sie zur Arbeit gehen. (Quelle: Blue Kitchen)

Zutaten:

  • 1 EL Meersalz
  • 15 Wachholderbeeren, gehackt
  • 1 Prise Nelkenpulver
  • 1 EL getrockneter Thymian
  • 1 KL gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 8 Pouletstücke, am besten vom Schenkel
  • 200 g Linsen (Le Pui)
  • 1 Liter Wasser
  • 3 Schalotten, grob geschnitten
  • 8 Rüebli, in Stücke geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 3 dl Bouillon
  • 1 dl Weisswein

Zubereitung: 

Mischen Sie das Salz, die Wacholderbeeren, ein Drittel des Thymians, das Nelkenpulver und die Hälfte des Pfeffers und reiben Sie die Pouletstücke damit ein, im Kühlschrank für ca. 6 Stunden lagern. Den Backofen auf 220 Grad vorheizen. Die Linsen im ungesalzenen Wasser 20 Minuten kochen, dann in eine Backform geben und regelmässig verteilen. Geben Sie die Schalotten und die Rüebli darüber. Vermischen Sie den Knoblauch mit dem zweiten Drittel des Thymians und dem restlichen Pfeffer und streuen Sie die Mischung über die Linsen und das Gemüse. Legen Sie nun die Pouletstücke darauf und giessen den Wein und die Bouillon darüber, bestreuen Sie die Pouletstücke mit dem restlichen Thymian. Backen Sie das Poulet im heissen Backofen ca. 1 Stunde.
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4 GEBACKENER REIS MIT KRÄUTERN

Nicht nur Pasta oder Kartoffeln schmecken gut, wenn Sie aus dem Backofen kommen, sondern auch Reis. Kochen Sie den Reis vor – gut schmeckt Risottoreis, aber nicht als Risotto, sondern ganz einfach in Salzwasser gekocht. Vegetarier können die Wurst auch weglassen. (Bild über: Mostly savoury)

Zutaten:

  • 40 g Butter
  • 3 Frühlingszwiebeln, gehackt
  • 15 Salbeiblätter, fein gehackt
  • 100 g Chorizo, fein gehackt
  • 800 g gekochter Reis
  • 2 dl Crème fraîche
  • 150 g Parmesan, geraffelt
  • 150 g Gruyère, geraffelt
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung: 

Heizen Sie den Backofen auf 220 Grad vor. Mischen Sie den Käse, mischen Sie den Reis mit 200 Gramm Käse. Erhitzen Sie die Butter, geben Sie die Chorizo rein, nach 5 Minuten die Frühlingszwiebeln, dann den Salbei, schliesslich die Crème fraîche und würzen Sie mit Salz und Pfeffer. Geben Sie die Reismischung in eine grosse Gratinform und giessen Sie die Sauce darüber, mischen. Den restlichen Käse über dem Reis verteilen. Den Reis ca. 20 Minuten backen, bis der Käse geschmolzen, goldbraun und knusprig ist.
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5 PANCAKES MIT GRANATAPFELKERNEN
Auch Süsses gibt einen guten Znacht ab. Kochen Sie für einmal Pfannkuchen, ein typisch amerikanisches Frühstücksrezept, am Abend. (Bild über: Neeka is weird)

Zutaten für ca. 12 kleine Pfannkuchen:

  • 150 g Weissmehl
  • 1 EL Zucker
  • 1 Packung Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1 dl Milch
  • 150 g Ricotta
  • 2 Eier
  • 1 EL zerlassene Butter
  • Butter zum Braten
  • die Kerne von 1 Granatapfel
  • 3 dl Ahornsirup

Zubereitung:

Mehl, Backpulver, Zucker und Salz mischen. In einer anderen Schüssel Milch, Ricotta, Butter und Eier verrühren, zum Mehl geben und alles gut mischen. In einer Bratpfanne mit ein wenig Öl die Pfannkuchen beidseitig goldbraun braten. Pro Pfannkuchen jeweils 3 Esslöffel Teig nehmen. Im Backofen warm stellen. In einer anderen Pfanne erhitzen Sie den Ahornsirup und geben die Granatapfelkerne dazu. Die Pfannkuchen servieren und die Kern-Sirupmischung darüber verteilen. 

28 Kommentare zu «Neue Ideen für einfache Abendessen»

  • Therese sagt:

    Ich habe heute Abend die Frittatas gemacht, etwas abgewandelt, mit Spinat und Rauchlachs. Leider klebten sie im Muffinsblech fest, obwohl ich die Vertiefungen mit Olivenöl eingestrichen hatte. Hätte Butter den Unterschied gemacht? Naja, macht nichts, die Frittatas kamen super an, auch bei Baby und Kleinkind! Danke fürs Rezept!

  • adam gretener sagt:

    Ich habe mal eine technische Frage, weil ich gerade fast einen Liter Zwiebelsuppe gegessen habe. Superfein.

    Es heisst ja immer, in Streifen schneiden. Das verträgt sich allerdings nicht mit dem Löffel, da lampet alles über den Löffelrand raus und ich sehe anschliessend aus, wie ein Kleinkind nach dem Spaghetti essen.

    Wie haltet ihr das?

    • WildeHenne sagt:

      Adam, ich halbiere die Zwiebeln, schneide sie längs nochmals durch und dann quer in … naja, jetzt nur noch Viertel-Ringe. So passen die Zwiebeln auch auf den Löffel.
      Andere Variante: Sie wickeln die Zwiebelringe wie Spaghetti auf eine Gabel auf und löffeln die Suppe separat ;-)

  • WildeHenne sagt:

    Ich habe auch noch eine Idee für ein einfaches Abendessen – bei uns war es diese Woche allerdings ein Mittagessen.
    Kleine Champgingnons-Tartelettes
    http://wildespoulet.blogspot.ch/2013/11/champignons-tartelettes-fur.html

  • Gabriella Laura sagt:

    Ich freue mich jedes Mal, wie ein kleines Kind auf Weihnachten, auf Ihre Rezepte! Es hat immer mindestens etwas dabei, was ich nachkoche und noch nie „in die Hosen“ ging. Danke Frau Kohler!

  • Irene feldmann sagt:

    Namiiii…..

  • Anna sagt:

    Habe die Pancakes sofort nachgekocht, aber anscheinend mit den Mengenangaben etwas falsch gemacht: es wurde keine Pancakes eher Rührei. Aber geschmacklich sehr gut.

    • WildeHenne sagt:

      An dem Rezept stimmt die Zubereitungsart nicht. Bei den Pancakes werden Zucker und Eigelb schaumig gerührt, Mehl mit Backpulver und Salz gemischt und abwechselnd mit der Milch unter die Ei-Masse gerührt. Dann die flüssige Butter unterziehen. Eigelb mit wenig Zucker zu Schnee schlagen und unter den Teig ziehen. So gibt es Pancakes und kein Rührei.

  • Sebastian Bussinger sagt:

    Zwiebelsuppe: Karamelisieren der Zwiebeln ohne Zucker??? Ansonsten schöne Auswahl auch für Vegetarier, vor allem die Frittatas sehen zum Reinbeisen aus.

  • Iris Heim sagt:

    Zwiebelsuppe essen heisst bei offenem Fenster schlafen. Es wird langsam etwas kalt…

  • Paul sagt:

    Sieht lecker aus, aber für mich heisst einfach immer auch schnell, und gerade die Zwiebelsuppe dauert alles in allem locker eine Stunde, das ist mir dann zu lang…

  • lieberlecker sagt:

    Mir gefällt vor allem das Poulet mit Linsen . da bekomme ich schon vor dem Frühstück Appetit ;-).
    Auch schnell gemacht sind diese kleinen Quiches:
    http://lieberlecker.wordpress.com/2013/11/14/alpkase-quiche-mit-lauch-und-speck/
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

    • Adam Gretener sagt:

      Guten Morgen Andy. Linsen liebe ich auch über alles. Aber mir hat es die Zwiebelsuppe angetan. So richtig.

      Ich persönlich würde allerdings eher Weiss- als Rotwein verwenden und vorallem den Emmentaler ersetzen. Diese Gummimasse kann doch nicht als Käse durchgehen.

      Vielen Dank für ihre Mühe Frau Kohler. Die Essensbeiträge mag ich am liebsten, da könnte mehr davon kommen :-)

      • Leo sagt:

        Emmentaler gibt es auch als hervorragenden Käse, nichts von Gummimasse. Aber er darf natürlich nicht ein Billigimport sein, sondern muss ein halt etwas teurer Qualitätskäse aus der Schweiz sein. Lieber etwas weniger Menge für das Geld, dafür massiv höhere Qualität zahlt sich beim Einkauf immer wieder bestens aus. hmhmhmmmmmmmmmmm Und etwas weniger essen entspricht bei vielen auch etwas weniger Übergewicht, mehr Wohlsein, weniger Krankheiten (Knie, Hüften…).

        • Hitschko sagt:

          Wie recht du hast Leo.
          Reifer Emmentaler AOC ist für das Gericht sehr geeignet und seinen Preis wert.

        • Adam Gretener sagt:

          Leo: Ich liebe Käse in allen Variationen. Aber Emmentaler? Nein Danke. Das Problem ist nicht der Import, sondern dass die Schweizer Produzenten den besten Käse exportieren. Und möchte Sie mir unterstellen, ich sei Dick ;-)

      • marusca sagt:

        Und ich würde schauen, dass das Ganze etwas ästhetischer rüberkommt, d.h., die Suppentasse nicht so verschmiert aussieht. Alle Rezepte sind aber bestimmt sehr lecker.

        • Marianne Kohler sagt:

          Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters

          • beau kuse sagt:

            ha, ha..im ersten Augenblick fiel es mir nicht auf..auf den zweiten Blick, sieht es tatsächlich etwas „versaut“ aus – appetitlich ist es dennoch. ..Hmm mit einem Weissen oder Roten? Merci für den Tipp – werde die Suppe probieren

      • Hotel Papa sagt:

        Die Zwiebelsuppe hat auch gleich hunger gemacht. Als „Einfache Küche“ würde ich das jetzt zwar nicht bezeichnen. Einfache Zutaten, sicher nicht schwierig zu machen, kulinarisch keine Überfodrderung, aber man steht doch eine rechte Weile am Herd dafür.

      • Mario Monaro sagt:

        Wir teilen uns Liebe für Linsen! Leider mag sie meine Frau nicht besonders und so komme ich immer ein wenig zu kurz… Nur wenn unsere Tochter (Vegetarierin) zu Besuch kommt, darf ich mich freuen – und natürlich im Hiltl. Ansonsten finde ich werden Linsen sehr stiefmütterlich behandelt. Schade. Mein Leibgericht ist Pasta e lenticchie, also der italienische Nudel-/Linseneintopf. Mmmmmh.

        • Adam Gretener sagt:

          Lieber Herr Monaro, und ihre Tochter glaubt immer noch, Sie würden sich über ihren Besuch freuen. Dabei sind es die Linsen ;-)

          Diese Pasta e lenticchie werde ich gleich morgen mal versuchen. Ich persönlich könnte ja jeden Tag Berge von Kichererbsen verputzen.

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