Kleine Festessen für den Alltag

Ab und zu möchten wir den Alltag mit etwas Besonderem feiern – einem guten Essen zum Beispiel. Diese vier Rezepte sind supereinfach zum Nachkochen und geben alle eine gute, feine, einfache, aber festliche Mahlzeit ab.

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POULET IN SHERRY-TOMATENSAUCE Dieses Poulet wird mit einer Sauce gekocht und passt gut zu Nudeln oder Reis. Quelle: Alexandra Cooks.

Zutaten für 4 Personen

  • 8 Pouletstücke oder ein Poulet in 8 Stücke geschnitten
  • Salz und Pfeffer
  • 3 Esslöffel (EL) Mehl
  • Öl
  • Butter
  • 3 Schalotten, fein gehackt
  • 1 dl Sherry, mittelsüss
  • 1 dl Sherryessig
  • 1,5 Kaffeelöffel (KL) Rohzucker
  • 5 dl Hühnerbouillon
  • 1 kleine Dose Tomaten
  • 1 EL Dijonsenf
  • Gehackte Petersilie

Zubereitung:

Würzen Sie die Pouletstücke mit Salz und Pfeffer, und wenden Sie diese im Mehl. Erhitzen Sie 2 Esslöffel Öl, und braten Sie die Pouletstücke portionenweise rundum goldbraun an. Legen Sie sie zur Seite. Giessen Sie das Öl ab, und geben Sie ein wenig Butter bei. Braten Sie die Schalotten an, und giessen Sie den Sherry dazu – auf die Hälfte reduzieren. Nun geben Sie den Zucker und den Essig bei und lassen alles nochmals auf die Hälfte reduzieren. Geben Sie nun die Hühnerbouillon, die Tomaten und den Senf bei. Mischen Sie alles gut durch, und legen Sie die Pouletstücke hinein. Decken Sie die Pfanne zu und lassen alles 30 bis 40 Minuten schmoren. Nehmen Sie die Pouletstücke raus, legen Sie diese zur Seite. Dann kochen Sie die Sauce auf. Köcheln Sie sie 10 Minuten in einer offenen Pfanne, legen Sie anschliessend die Pouletstücke wieder dazu, und erwärmen Sie das Poulet in der Sauce – mischen Sie Petersilie darunter. Servieren Sie das Poulet zum Beispiel mit Nudeln.
Little Corner Pie 1

EIN FEINER, BÄUERLICHER RINDFLEISCH-PIE Schmorgerichte brauchen zwar ihre Zeit, sind aber einfach und unkompliziert zu kochen, gelingen immer, und wenn sie mal vor sich hinköcheln, müssen Sie nichts mehr tun. Servieren Sie ein Rindfleischragout als Pie aus dem Backofen. Dafür müssen Sie nur noch das Fleisch in Formen verteilen, mit Blätterteig zudecken und im Backofen fertig garen. Dieses Gericht eignet sich perfekt für Gäste, da es vorgekocht werden kann und dann nur noch in den Ofen muss. Bild über: Little Corner.

Zutaten für 4 Personen

  • 1 kg Rindsvoressen
  • 3 EL Öl
  • Salz und Pfeffer
  • 3 Schalotten, grob gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • Mehl
  • 1 Glas Rotwein
  • 3 dl Rindsbouillon
  • 3 EL Tomatenmark
  • 1 Bouquet garni mit Rosmarin, Thymian und Lorbeer
  • 4 Rüebli, in Stücke geschnitten
  • 2 Selleriestangen, in Stücke geschnitten
  • 3 Kartoffeln, geschält und in Würfel geschnitten
  • 1 Blätterteig, ausgewallt

Zubereitung:

Geben Sie Öl in eine Gusseisenpfanne, und erhitzen Sie es. Wenden Sie das Fleisch im Mehl, und braten Sie es portionenweise rundum an, würzen Sie es mit Salz und Pfeffer. Danach legen Sie es zur Seite. Geben Sie die grob geschnittenen Schalotten bei, braten Sie diese ebenfalls an, dann fügen Sie den Knoblauch bei. Sobald dieser duftet, das Tomatenmark dazugeben und mit Wein ablöschen. Ein wenig einköcheln lassen, die Bouillon beigeben, nochmals ein wenig einköcheln lassen, und dann das Fleisch und die Kräuter beigeben. Zugedeckt 1 Stunde köcheln lassen. Die Gemüsestücke beigeben und nochmals 30 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist. Sie können selbstverständlich das Rindvoressen auch so essen, mit Brot oder einer Beilage nach Wunsch.

In der Zwischenzeit den Backofen auf 200 Grad vorheizen, 4 kleine Gratinformen vorbereiten, das Fleisch darin verteilen und für jede Form den passenden Blätterteigdeckel ausschneiden, auf die Form drücken und mit einem Eigelb bestreichen. Schmücken Sie die Pie-Deckel mit einem Salbeiblatt, und bestreichen Sie dieses mit ein wenig Olivenöl. Backen Sie die Pies so lange, bis die Blätterteigkruste goldbraun und knusprig ist. Servieren.
Little Corner Blumenkohlsuppe

CREMIGE BLUMENKOHLSUPPE Auch eine Suppe gibt einen feinen Znacht ab. Vervollkommnen Sie diese cremige Blumenkohlsuppe mit ein wenig Trüffelöl, und verwöhnen Sie sich und Ihre Liebsten mit diesem kleinen Luxus. Bild über: Little Corner.

Zutaten für 4 Personen:

  • 1 grosser Blumenkohl, in Stücke geschnitten
  • 30 g Butter
  • 1 Schalotte, fein gehackt
  • Salz, weisser Pfeffer, Muskatnuss
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 5 dl Gemüsebouillon
  • 5 dl Halbrahm
  • ein wenig Thymian
  • Trüffelöl, nach Geschmack

Zubereitung:

Geben Sie 1 Esslöffel Butter in eine grosse Pfanne, und erhitzen Sie diese. Geben Sie die fein gehackte Schalotte bei, und dünsten Sie sie einige Minuten sanft an. Dann geben Sie den Knoblauch bei. Sobald dieser zu duften beginnt, geben Sie den Blumenkohl bei, umrühren und die Bouillon darübergiessen. Ungefähr 10 Minuten köcheln lassen, bis der Blumenkohl weich, aber noch bissfest ist. Mit einem Stabmixer pürieren oder in eine Küchenmaschine geben und darin pürieren. Nun würzen Sie die Suppe mit Salz, weissem Pfeffer und Muskatnuss, geben den Rahm bei und erhitzen alles. Servieren Sie die Suppe mit ein wenig Thymian und je nach Geschmack mit Trüffelöl oder ein wenig Butter.

Servieren Sie dazu feine Croûtons. Schneiden Sie gutes Brot in Würfel, und rösten Sie diese in Butter und ein wenig Salz knusprig.
Chicken and Pea Fettucini Alfredo

POULETBRÜSTCHEN UND NUDELN MIT RAHM UND ERBSEN Diese cremigen Nudeln mit Erbsen sind auch für sich allein ein feines Mahl, aber mit einem knusprig gebratenen Pouletbrüstchen werden sie zum Festessen, auch für Gäste. Bild über: How to simplify. Zutaten für 4 Personen:

  • 4 Pouletbrüstchen
  • Öl
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 2,5 dl Rahm
  • 60 g Butter
  • 200 g Parmesan
  • 200 g gefrorene Erbsen, aufgetaut
  • 1 EL Schnittlauchringli
  • abgeriebene Schale von 1 Zitrone
  • 400 g Fettuccine-Nudeln
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Zubereitung:

Braten Sie die Pouletbrüstchen in ein wenig Öl beidseitig an, würzen Sie sie mit Salz und Pfeffer und ein wenig geriebener Zitronenschale. Geben Sie die Pouletbrüstchen in den auf 180 Grad vorgeheizten Backofen. Ca. 20 Minuten fertig garen. In der Zwischenzeit kochen Sie die Nudeln al dente. Geben Sie die Butter in eine Bratpfanne und den Knoblauch bei und erhitzen das Ganze. Sobald der Knoblauch duftet, geben Sie den Rahm und die Erbsen dazu. Wenn der Rahm heiss ist, rühren Sie den Parmesan ein. Würzen Sie mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und ein wenig abgeriebener Zitronenschale. Geben Sie die gekochten Nudeln bei, und vermischen Sie sie mit der Sauce. Falls es zu trocken ist, ein wenig Pastawasser zugeben. Fügen Sie die Schnittlauchringli hinzu, und vermischen Sie alles. Verteilen Sie die Nudeln auf vier vorgewärmte Teller, schneiden Sie die Pouletbrüstchen in Scheiben, und richten Sie diese auf den Nudeln an. Servieren.

Keine Kommentare zu «Kleine Festessen für den Alltag»

  • Martin Brändle sagt:

    Hallo liebe Meisterköche

    Bin hin und weg, hab das mit Rotweinessig und Whiskey versucht, da kein Sherry da war > War mega lecker und sehr speziell.

    Heute gibt es nochmals eine Variante mit Kaninchen,.. Danke für die schöne Seite bin ein Fan.

  • Heloise Ripley sagt:

    Marianne Kohler, Kompliment für Ihren farbigen, fantasievollen und abwechslungsreichen Blog. Und Respekt für Ihre Engelsgeduld. Zum Beispiel mit den Natalies („Sex wird massiv überbewertet, denken Sie mal drüber nach“, O-Ton heute im Mamablog), den Zigarette-auf-dem-Balkon-Verbietern und den Hardcore-Vegetariern dieser Welt, die sich ausgerechnet hier zu tummeln scheinen …

  • Salome sagt:

    Die Rezeptideen machen Lust auf mehr, aber es wäre toll, wenn unter den nächsten Rezepten mehr vegetarische dabei wären!

  • Anita sagt:

    wieder einmal ganz gute rezepte. die pouletbrust sieht wunderbar aus. aber 20min in den ofen, ist das nicht zu lang? trotzdem sehr gelungen. ich werde auf jeden fall den schmortopf probieren. en guete!

    • Kandis sagt:

      die pouletbrust wird trocken! hab das rezept gerade ausprobiert und die brüstchen nach dem anbraten in alufolie gewickelt in den ofen gelegt. die sauce schmeckte aber sehr gut! vielleicht nächstes mal noch ein bisschen minze rein…

  • Filo Sof sagt:

    Apropos Fettleibigkeit: ich bin überzeugt, dass diese aus denaturierter- und Fabrikkost resultiert. Zu meiner Zeit, als es noch nicht soviele Fertigsuppen- und Gerichte gab und Mutter alles selber kochte, sah ich kaum je fettleibige Leute. Heute treffe ich sehr viele Frauen an, die nicht richtig kochen können und lieber ein Fertiggericht in den Ofen schieben. Niemand weiss so richtig genau, was drin steckt, trotz Angaben auf der Packung. Etikettenschwindel ist sehr weit verbreitet. Ich glaube einfach nicht, dass gut zubereitetes Gemüse und Fleisch ohne Fertigirgendetwas dazu fettleibig machen. Allerdings – masshalten in allen Dingen, so auch hier.

    • danny sagt:

      @ Filo Sof: ganz meine meinung !

      von meiner grossmutter hat meine mutter gelernt: „selber kochen und ich weiss was drin ist und was ich esse !“ dieser grundsatz wird in meiner ganzen familie (auch von den männlichen mitgliedern !) angewandt und gewichtsprobleme sind uns gänzlich unbekannt.

      wir haben schon verschiedene rezepte aus diesem blog nachgekocht und es war jedesmal schlicht lecker …

  • Natalie Kuster sagt:

    Liebe Frau Kohler, ist es wirklich gut – jetzt wo sogar der Bundesrat endlich reagiert – in Zeiten der Fettleibigkeit solche Rezepte zu propagieren?

    • Marianne Kohler sagt:

      Fettleibigkeit geht nicht mit gut kochen, essen und geniessen einher. Zuviele Computerstunden, keine Bewegung und ungesundes Essverhalten sind da wohl eher die Ursachen…

      • Dorina Berger sagt:

        Liebe Frau Kuster, ist es wirklich gut – hier bei jedem erstklassigen Menuvorschlag – in Zeiten der permanenten Bevormundung die Leute noch mehr zu bevormunden? Oder haben Sie einfach nichts Besseres zu tun?

        @Kohler
        Bitte diese permanenten Stänkerer nicht beachten, Ihre Rezeptvorschläge sind hervorragend.

  • mmm, für feine Rezepte bin ich immer dankbar!

  • yvonne sagt:

    very british! broccoli and stilton soup wäre auch eine idee.

  • mia sagt:

    Sehr gute Ideen. Nur: weshalb sehen die feinen Gerichte hier eigentlich immer so aus, als wären sie in einer Obddachlosenunterkunft fotografiert worden? Ausgefranste Tischsets (oder Geschirrtücher?) etc. Es ist mir übrigens auch schon aufgefallen, dass zum Beispiel Tischtücher und andere Heimtextilien, die man hier ab und zu sieht, meistens zerknittert sind. Ist das etwa der neuesteTrend, der offenbar an mir vorübergegangen zu sein scheint?

  • Daniel sagt:

    Super Ideen. Ich musste die Seite gerade unter Favoriten speichern!

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