Drei herbstliche Sonntagsgerichte

Verwöhnen Sie sich und Ihre Liebsten dieses Wochenende und kochen Sie ein richtig gutes Sonntagsmenü: einen feinen Braten mit Kartoffelstock oder gefüllte Ofenkartoffeln mit Ziegenkäse, Honig und Trauben. Als Dessert gibt es selbstgebackenen Mirabellenkuchen mit Schlagrahm. Sweet Home wünscht: «En Guete!»
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Gefüllter Schweinsbraten mit Äpfeln 

Ein Braten ist das typischste Sonntagsmenu. Der Sonntagsbraten drückt aus, dass Fleisch etwas Besonders ist und nur an besonderen, festlichen Anlässen und mit viel Liebe zubereitet wird. Am Montag gibt es noch feine Resten und den Rest der Woche werden einfachere und schnellere Mahlzeiten gekocht. Dieser Schweinsbraten ist gefüllt, eingewickelt und wird mit Äpfeln gebraten. Dazu passt Kartoffelstock. (Bild: Designanddishes)

Zutaten für die Füllung:
  • 200 g Champignons, geschnitten
  • 150  g Äpfel, geschält und in Würfel geschnitten
  • 400 g Wirz oder Grünkohl, Blätter
  • 2 EL Butter
  • 1 Zwiebel, gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 1 EL Thymian
  • 1 ELRosmarin
  • 2 EL Whisky
  • 400 g Schweinehackfleisch
  • Salz und Pfeffer
Zutaten für den Braten:
  • 1,5 kg Schweinsbraten
  • Salz und Pfeffer
  • 200 g Rohschinken
  • einige Rosmarinzweiglein
  • 4 Äpfel
  • 1 EL Butter
  • 1 ELOlivenöl
  • 2 dl Cider
  • 1 dl Hühnerbouillon
Zubereitung:

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Blanchieren Sie die Wirzblätter in kochendem Salzwasser, danach in kaltes Wasser legen, die harten Teile der Blätter entfernen. Zur Seite legen. In einer Bratpfanne die Butter erhitzen, die Zwiebel dünsten, dann die Pilze und die Äpfel beigeben, alles zusammen dünsten, bis sich die Geschmäcker verbinden. Den Knoblauch und die Kräuter beigeben, nochmals einige Minuten dünsten, mit Whisky ablöschen und diesen einkochen lassen. Salzen und pfeffern. Die Mischung mit dem Hackfleisch vermischen.

Lassen Sie den Schweinebraten vom Metzger aufschneiden, so dass Sie ihn rollen können. Schweinebraten aufgerollt hinlegen und beidseitig salzen und pfeffern. Danach die Wirzblätter auf den Braten legen und die Füllung darauf verteilen. Den Braten zusammenrollen und ihn mit Rohschinken einwickeln. Mit Schnürchen zusammenbinden. Eine Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Die Äpfel halbieren und das Kerngehäuse herausschneiden, in einer Bratform verteilen. Ein wenig Rosmarin darüber verteilen. Den Braten in einer Bratpfanne rundum anbraten, herausnehmen und auf die Äpfel legen. Den Cider und die Bouillon in die Bratpfanne geben und mit den Bratenresten aufkochen. Den Saft über den Braten und die Äpfel giessen und alles im Backofen ca. 1,5 – 2 Stunden braten. Den Braten vor dem Servieren 30 Minuten ruhen lassen.

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Bratkartoffeln mit Ziegenkäse, Honig und Trauben  

Diese Bratkartoffeln sind mit Süsskartoffeln zubereitet und geben ein leckeres, besonderes Sonntagessen ab. Servieren Sie sie mit Gemüse oder Salat. (Bild über: Howsweeteats)

Zutaten:
  • 4 Süsskartoffeln
  • 400 Gramm Traubenbeeren, am besten dicke, rote Trauben
  • Traubenkernöl
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Prise Muskat
  • 150 g  Ziegenkäse
  • Honig
Zubereitung:

Stechen Sie mit einer Gabel Löcher in die Süsskartoffeln und wickeln Sie sie in Aluminumfolie ein. Im auf 180 Grad vorgeheizten Backofen 40 Minuten bis 1 Stunde backen. Aus der Folie nehmen, halbieren und ein wenig abkühlen lassen. Den Backofen auf 250 Grad erhitzen.

Legen Sie die Traubenbeeren auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und geben Sie ein wenig Traubenkernöl, Salz und Pfeffer darüber, alles gut durchmischen und im auf 250 Grad erhitzten Backofen ca. 20 Minuten rösten. Herausnehmen und zur Seite legen.

In der Zwischenzeit nehmen Sie mit einem Löffel sorgfältig das Kartoffelfleisch aus der Schale, mischen es mit 100 g Ziegenkäse, Salz, Pfeffer, Zimt, Muskat und 2 EL Honig. Geben Sie nun das Fleisch wieder in die Kartoffelschalen und geben Sie die Kartoffeln nochmals einige Minuten in den heissen Backofen. Herausnehmen, den Rest des Käses darauf verteilen, die Trauben darüber geben und Honig darüber träufeln. Mit einem knackigen Salat oder einer Gemüsebeilage servieren.

mirabellenkuchen

Fruchtiger Mirabellenkuchen 

Dieser Kuchen funktioniert eigentlich mit allen Früchen. Mit Mirabellen gibt er ein feines herbstliches Dessert ab. Servieren Sie ihn leicht warm mit ein wenig Creme fraîche oder Schlagrahm.

Zutaten:
  • 4 dl Rahm
  • 200 g Zucker
  • 1 Päckli Vanillezucker
  • abgeriebene Schale einer Zitrone
  • 5 Eier
  • 375 g Mehl
  • 1 Päckli Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1 kg Mirabellen, entsteint und halbiert
  • Zutaten für den Guss:
  • 100 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 4 EL Milch
Zubereitung:

Den Rahm mit der abgeriebenen Zitronenschale, dem Zucker und dem Vanillezucker halb steif schlagen, die Eier einzeln unterrühren, Mehl, Backpulver und die Prise Salz sieben und unterrühren. Den Teig in eine grosse, flache Backform oder tiefes Blech geben ( Form mit Backpapier auslegen). Die Mirabellen auf dem Teig verteilen und leicht eindrücken. Im heissen Backofen bei 200 Grad auf der zweiten Schiene von unten 15 Minuten backen. In der Zwischenzeit für den Guss, Butter, Zucker und Milch aufkochen. Den Kuchen herausnehmen, den Guss über dem Kuchen verteilen und dann den Kuchen weitere 15 Minuten fertig backen, diesmal auf der zweiten Schiene von oben. Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben.

Keine Kommentare zu «Drei herbstliche Sonntagsgerichte»

  • Dubois Charles sagt:

    Liebe Frau Kohler,
    Sie koennen schreiben was Sie wollen gemeckert muss sein. Schreiben Sie naechstes mal, statt MIRABELLEN, koennen sie auch Fruechte aus der BUECHSE nehmen, von Aprikosen zu Birnen etc. Auf jedenfall haben Sie es gut beschrieben, wie man etwas Leckeres machen kann.
    Ich will natuerlich niemanden beleidigen wo die MIRABELLEN nicht gefunden hat, aber es gibt so viele Fruechte wo auch dazu passen.
    Liebe Marianne machen Sie weiter so, uebrigens mein Rosmarin macht sich gut in meinem Topf.

    Viele Gruesse

    DRAGON

    P.S. An alle Koeche auch wenns mal nicht klappt, beim 10 mal sollte es jeder wissen wies geht.

  • Elena sagt:

    Der Mirabellenkuchen tönt köstlich! Wie gross soll die Backform sein?

  • Lorenz sagt:

    Der Braten war leider schon mal im Blog. Hätte mich über ein neues Bratenrezept sehr gefreut. Sieht aber trotzdem alles sehr fein aus!

  • H. Werder sagt:

    Grundsätzlich ein gelungenes Menu, aber: wo kriege ich Mitte Oktober Mirabellen her? Ist definitiv kein herbstliches Dessert. Also bitte saisongerecht dann kann es auch umgesetzt werden! LG

    • Vem sagt:

      Die Mirabellen haben Ende Juli bis September Saison… Wenn man es also ganz genau nimmt ist es jetzt schon einen halben Monat her das die Saison hatten… Fragt sich jetzt ob man bei einer Pflaumensorte die seit etwa 100 Jahren vor allem in Österreich, der Schweiz und in Frankreich verbreitet ist, nicht einem halben Monat Ausnahme machen kann…

      • H. Werder sagt:

        Ja natürlich können wir grosszügig eine Ausnahme machen, aber was nützt es uns wenn die Früchte nirgens zu Kaufen sind?

  • Philipp Rittermann sagt:

    also frau kohler – wirklich – sie schaffen es doch regelmässig einen gestandenen und abgebrühten mann in’s schwelgen zu bringen mit ihren aussergewöhnlichen rezepten!

    • Jonas Feist sagt:

      Habe ich eben auch gedacht, 9 Uhr und schon Hunger. Besonders gefällt mir das Kartoffel-Rezept, einfach und offensichtlich gut. Ich persönlich würde die Kartoffel wahrscheinlich nicht aushöhlen und anschliessend befüllen, sondern einfach schichten und dann mit dem Löffel rein.

      Auch gut, das lässt sich in rauhen Mengen schnell herstellen, Bestimmt ein Hit bei der nächsten Party oder dem nächsten Brunch.

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