Holz anfassen

Vorbei die Zeiten, als wir Dachbalken, Holzwände oder Holzmöbel weiss lackiert haben. Holz darf wieder sinnlich erlebbar sein: Wir möchten es sehen, riechen und anfassen. Egal, ob roh, rustikal, ursprünglich, alt, neu oder irgendwo gefunden, Holz macht unser Zuhause wohnlich. Es lebt, verändert sich mit der Zeit und knarrt zuweilen. Holzmöbel sind ehrlich, sie geben nicht vor, etwas anderes zu sein, und passen überall rein. Hier finden Sie 14 inspirierende Beispiele, die Lust auf Holz machen.

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1 SCHÖNE ROHLINGE:
Die neuen Holzmöbel sind ganz schön roh. Sie zeigen sich ursprünglich und wirken fast wie Fundstücke aus dem Wald. Bild über: Brown Dress with White Dots.
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2 HARMONIE INBEGRIFFEN:
Wir wollen wieder die Materialien spüren. An Holz ist nichts allzu glatt. Es gibt sich als solches zu erkennen. Es strahlt Wärme aus und bewirkt eine Harmonie zwischen den verschiedenen Möbeln. Schön ist hier die Kombination von ganz verschiedenen Materialien: Die Chaiselongue ist mit einem groben Wollstoff bezogen, der Teppich ist handgewebt, die Töpfe irden und der Vorhang aus Leinen. Der Holzschrank besticht durch seine schlichte Form, und das matte Holz erscheint in warmem, tiefem Braun. Bild über: Dwellings.
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3 EIN STÜCK NATUR IM HAUS:
Holztische sind unsere ganz besonderen Lieblinge. Sie präsentieren sich neuerdings noch gröber, sind oft aus einem Stück gefertigt und bringen dadurch ein Stück Natur ins Haus. Die Kombination mit den modernen Kunststoffstühlen ist besonders gelungen. Sie vermitteln Leichtigkeit und lassen den Tisch in seiner ganzen Pracht zur Geltung kommen. Bild über: Eclectica.
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4 WIE IM WALD:
Die rohen Baumstämme machen dieses Wohnzimmer zur Säulenhalle. Sie sind als Architekturelemente eingebaut und sorgen für Wärme und Spannung, Bild über: Inside.
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5 STARKES DETAIL:
Eine nette Idee: Als Treppengeländer wurde einfach ein langer, dünner Stamm montiert. Bild über: Woodlove.
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6 PLATZ NEHMEN BITTE:
Im Mailänder Restaurant U Barba ist ein riesengrosser Holztisch das Herzstück. Hier rückt man zusammen, um zu essen, zu geniessen und zu plaudern. Ganz wie zu Hause mit der Famiglia.
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7 SCHLICHT UND EINFACH
Hier ist alles aus Holz: der Boden, die Stühle, das Sideboard und der wunderschöne, schlichte Tisch. Die Kombination der verschiedenen Formen, Strukturen und Accessoires vermittelt trotz des rustikalen Looks sehr viel Eleganz. Bild über: Woodlove.

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8 VIEL GESCHICHTE:
Alte Holztische vermitteln Geschichte und bringen Lebendigkeit in den Wohnbereich. Am schönsten wirken sie, wenn sie nur rudimentär renoviert werden und man ihnen ihre Vergangenheit ansieht. Bild über: Woodlove.
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9 HERKUNFT ERKENNBAR:
Diese schlichten Holzstühle zeigen ganz deutlich, woher sie kommen. Charmant stehen sie sozusagen mit einem Bein noch mitten in der Natur. Stühle von Resign.
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10 DER BESTE WÄRMEMACHER
Wand und Hocker verleihen dieser schlichten, weissen Küche Wärme und Natürlichkeit. Bild über: Eclectica.
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11 DIREKT VOM SCHREINER:
Diese Möbel strahlen Modernität aus. Sie wirken unfertig, roh und selbst gezimmert. Bild über: Eclectica.
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12 EIN KLEID FÜR DIE WAND:
Holztäfelung, einst verpönt, schmückt nun wieder einzelne Wände und sorgt für Wärme und Tiefe. Bild über: My Ideal Home.
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13 GESAMMELTE FUNDSTÜCKE:
Eine schöne Idee, die sich einfach nachahmen lässt. Schwemm- und Fundholz sind hier aneinandergereiht und bilden bei diesem Bett ein starkes Kopfteil. Bild über: Inside.
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14 MIT LIEBE GEZIMMERT:
Und hier wurde mit Abfallholz, gelber Farbe und kreativer Eigenleistung ein ganz persönliches Bett geschaffen. Bild über: Woodlove.

21 Kommentare zu «Holz anfassen»

  • Worosei sagt:

    Ich finde die Maserung des Holzes strahlt viel Wärme und Gemütlichkeit aus, man sollte es auf keinen Fall zu viel behandeln. Allerdings ist mir das Holz auf manchen Bildern auch einfach zu dunkel. Ich bin wohl schon recht selektiv bei dem was ich von der Natur mag und was nicht.

  • naomi sagt:

    Wo bekommt man solche Holzverkleidungen?

  • Evelyne sagt:

    Als Städterin fand ich die Ideen zunächst sehr anmächelig – als ich sie meinem Freund zeigte, der Nidwaldner Schreiner ist, konnte er nur den Kopf schütteln. Ich hielt ihn für endlos zurückgeblieben und konservativ, weil er etwas „Richtiges“ bevorzugte – bis ich zu ihm in die Schreinerei ging zum ersten Mal echte Schreinerqualität erlebt habe. Dieses Treppengelände schmerzt mich jetzt richtig, wenn ich erlebt habe, was der Mensch mit seiner Handwerkskunst erschaffen kann. Dennoch liegt mir ein Urteil fern – diese rohe und qualitativ mittelmässige Verarbeitungsweise drückt vermutlich ein tiefes Bedürfnis nach Authentizität aus, deren Mangel in der Grossstadt man mit Urban Farming und Shabby Chic beheben möchte.

    • Felix sagt:

      JA!!!
      Als Spross einer Dynastie von Schreinermeistern kann ich diesem Statement 120%ig zustimmen!

      Zudem ist der Trend nicht neu; schon vor ca. 10 Jahren tauchten in Lifestyle-Magazinen allenthalben die krud aus Altholz zusammengeschusterten Objekte auf.

      Wirklich alte primitive Stücke haben da ganz andere Qualitäten. So liebe ich über alles mein vor mehr als 20 Jahren in der französischen Provinz billig erstandenes Kirchenbänkchen (ca. 14./15. Jh.) aus dicken, handgesägten und gehobelten Eichenbohlen, vom Alter ganz dunkel geworden und teilweise mit Oberflächen, die durch den langen Gebrauch wie glattpoliert sind.

      Wer mit trendunabhängigem Auge durch unsere Brockenhäuser geht, kann etwa gestalterisch und handwerklich wunderbare Massivholzmöbel aus den 40er-Jahren finden, die fast nichts kosten, weil sie eben nicht ‚angesagt‘ sind und alle nach dem danebenstehenden, weil ‚angesagt‘ ums Vielfache teureren verrosteten Industrie-Blechgarderobeschrank lechzen…

  • Ede sagt:

    Die Holzmöbel sind der Wahnsinn. Solche Tische will ich auch!

  • manuel sagt:

    was sind das für stühle auf dem 3. bild?

  • Florian sagt:

    Sehr schöne Beispiele. Aber auch ich meine, dass es z.B. hier in Zürich sehr kreative Manufakturen gibt. Wir selbst produzieren individuelle Unikate aus Holz und Stahl. Beim Produzenten vor Ort, können mit dem Kunden individuelle Unikate nach seinen Vorstellungen realisiert werden. Was bei den Beispielen nicht möglich ist.

    • Cornelia sagt:

      Tönt interessant! Aber wo kann ich mir mein individuelles Unikat realisieren lassen, hier in der Schweiz? Ich hätte gerne so ein Objekt aus Altholz in meiner Wohnung. Muss ja nicht gleich ein 10meter Tisch sein, ein Bücherturm würde für den Anfang reichen.

      • Evelyne sagt:

        Liebe Cornelia, jede Schreinerei bietet solche Sachen an, die kennen auch die Händler, die genau solche Hölzer zur Weiterverarbeitung anbieten (Schiffsholz ect).

  • linka sagt:

    Wunderschöne Beispiele. Vielen Dank Frau Kohler

  • Merie sagt:

    Holz ist und bleibt ein wunderbares Material., vielseitig verwendbar…… es schmeichelt dem Auge und verwöhnt den Tastsinn zudem ist es nachhaltig, elegant und zeitlos.

  • Wie wärs mit Beispielen von Schweizer Desiger und Schreiner? Solche gibt es zur Genüge und diese Möbel gibt es dann sogar direkt und ohne Umweg frisch ab Schreinerei.

  • Bernhard Eigenmann sagt:

    Zu (3): Viel Spass beim Zügeln.

    • Tobi Vogler sagt:

      Ich denke wer sich einen solchen Tisch leisten kann, lässt die Zügelarbeit von Anderen erledigen…

  • waldmeier sagt:

    Unbrauchbar als Handlauf. Und die 3 Bäume im Zimmer ein definitionsgemässer Kitsch, d.h. ein nicht sachgemäss gebrauchter, verlogener Gegenstand.

    • alessandro portmann sagt:

      GENAU! Handlauf unbrauchbar, ein Architektenfurz, die 3Bäume ebenso. Ich bleib dabei: Holz isch heimelig. Ich will aber nicht „heimelig“ wohnen à la „Landi 1939-Kitsch“ sondern in heutiger Zeit. Holz kann eine gute Ergänzung sein, siehe 1.Bild mir der Hollzbank.

  • Petra sagt:

    Eigentlich eine Schande Holz mit der Farbe Weiss (*würg*) zu streichen.

  • sanja sagt:

    Holz ist was schönes – aber auf der Frontseite steht, dass Holz ein Comeback macht – und ein Comeback macht man nicht, sondern man hat ein solches.

  • Daniela sagt:

    Das Treppengeländer ist ja der Hammer!!! Also eigentlich sieht alles toll aus.

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