Wohnen wie ein DJ

Das brasilianische Designstudio Guilherme Torres richtet coole Wohnungen ein. Anders als bei klassischen Interiordesignern geht es bei den Brasilianern nicht darum, einen möglichst perfekten Look zu kreieren, der oft eher an ein Hotel denken lässt als an eine echte Wohnung. Bei Torres entstehen stylishe Buden, die persönlich, modern, jung und eklektisch wirken. Ein tolles Beispiel ist die Wohnung des DJs Phil Marques in São Paulo. Farben, Muster, Retromöbel und eine Unmenge von witzigen Sammelstücken zeigen, dass Männer oft gerne wie Jungs wohnen.

Interiordesign: Studio Guilherme Torres
Quelle: Yatzer

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So wohnen Jungs, wenn sie erwachsen sind. Ein Wohnzimmer in leuchtendem Azurblau, ein weisser Shaggy-Teppich, eine riesige bequeme Sitzlandschaft, zwei Sessel im Leopardenlook, Retromöbel und Figuren der Rockband Kiss und ein Comic als Bild an der Wand. Ein sehr gemütliches Wohnzimmer, in dem bestimmt nie Langeweile aufkommt.
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Der DJ Phil Marques hat sich seine Wohnung stylish und sehr persönlich einrichten lassen. Natürlich hat es Platz für seine umfangreiche Plattensammlung, und ein DJ-Pult darf auch nicht fehlen. Es wirkt fast nebensächlich, wie ein Arbeitstisch, und ist Pistaziengrün lackiert. Davor ist für drei violette Hocker, auf denen Bücher und gesammelte Spielsachen stehen, Platz.
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Das azurblaue Wohnzimmer öffnet sich zu einer rosa Küche. Die südlich inspirierten Farben vertragen sich perfekt mit der Wohnung im 40er-Jahre-Look. Überall sind interessante Einzelstücke eingesetzt, wie das weisse Sideboard mit schwarzen Linien oder die Vintagevitrine, welche eine Spielzeugsammlung zeigt.
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Auch in der Küche sind Spielsachen und gesammelte Figuren ausgestellt. Die rosa Farbe wird kombiniert mit Schwarz und Weiss. Als Komplementärkontrast hängen zwei pistaziengrüne Industrieleuchten über dem grossen Esstisch im Stil der 40er-Jahre.
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Liebevolle Details in der Küche: Pinguine, Raben und rosarote Flamingos gesellen sich zum Geschirrstapel und beleuchten die mit Sammelgut ausstaffierten Vitrinen.
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Passend zum Stil der 40er- und 50er-Jahre sind die raffiniert eingesetzten Farbkombinationen. Hier im Schlafzimmer herrscht ein zartes Himmelblau vor. Dieses wird mit sattem Goldgelb, Weiss und Schwarz relativiert.
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Das Schöne an der Wohnung ist, dass sie superstylish, aber nicht abgehoben wirkt. Es wurde hier mit Liebe und Können eingerichtet. Die Wohnung ist sehr persönlich, fröhlich und charmant. Hier machen die Details den Look aus. Ob Bauchrednerpuppen auf dem Plattenregal oder ein Duschvorhang mit Copacabana-Motiv, die Wohnung inspiriert und motiviert zum Nachahmen.

30 Kommentare zu «Wohnen wie ein DJ»

  • Daniela sagt:

    Also mir gefällts! Der Stil ist eigenwillig, beweist Charakter und vermittelt den Eindruck, der Mann weiss was er will. Farbe ist Schwingung, Schwingung ist Musik, Bewegung, Leben! Toll!

  • Veronica sagt:

    Er hat Ikeas Mammut Kinderhocker im Badezimmer. Wollte er nicht lieber auch das beruhigenden Mammut-Juniorenbett statt diesem eleganten Grossen-Menchenbett?

  • stylewatch sagt:

    Na ja, über Geschmack lässt sich bekanntlich (nicht) streiten. Aber dies finde ich einfach ziemlich scheusslich und unmännlich.

  • B. obachter sagt:

    Die Bauchrednerpuppen möcht ich nicht mal im Keller haben…..

  • Nicht ganz mein Geschmack. Schon anzusehen allerdings. „Alles, nur nicht langweilig“ ist auch ein Motto. Besser als ein 08/15 Standardwohnung hier in der Schweiz ist es allemal. Holzimitat-Wohnwand, anyone? Brrrr….

  • stella sagt:

    hei leute, die wohnung ist in brasilien – nichts für 0815 bünzlis….

    • Marianne Kohler sagt:

      Ja, ich bin auch überrascht von dieser Aufregung. Leere und Ordnung und Farblosigkeit scheint für viele sehr wichtig für das ultimative Wohngefühl!

      • lukas sagt:

        das hat doch nix mit büenzlis zu tun. die hütte scheint ja wirklich nur der farbe nach eingeramscht mit einem gewissen gammel-touch – zwar „gekonnt“, im sinn von einer einrichtungstechnischen konstanz. übrigens, der herr hat extreeem ordnung

  • Ella Müller sagt:

    Dem Bericht zu entnehmen hat er die Wohnung nicht selber eingerichtet, sondern einrichten lassen, nach welchen Vorgaben? Sicher staubt er alles selber ab! ;) Ich würde in dieser (vollgestopften) Wohnung keinen Mann vermuten, aber eine Frau eigentlich auch nicht. Was denn nun? Neu einrichten!

  • Lily Keller sagt:

    „….die Wohnung inspiriert und motiviert zum Nachahmen.“ Auweia.

  • jenny callaghan sagt:

    JA EBEN JEDEM DAS SEINE WHO CARES ANYWAY ???

  • lukas sagt:

    hat ein bisschen was von: brockenhaus ausräumen und den farben nach sortieren

  • alex sagt:

    Wow sehrrrr männlich! vor allem die flamingos, bambis, häschen etc.
    Der zauberer von oz meets alice im wunderland oder so ähnlich….iiik

  • Manuel Schaub sagt:

    Grauenhaft! Sieht aus wie die bizarre Version eines Kinderzimmers. Einzig die Stühle im Esszimmer haben ästehtischen wert, der ganze Rest schaut nach einem postpubertärem Fehlgriff aus von jemandem, der mit dem Cliché Schwul=Stil etwas provozieren will. Völlig überladen mit Flamingo-Imitaten (auf der Zunge vergehen lassen!), Porzelnhasen und irgendwelchem pseudo-retro-Plunder, den normalerweise 16-jährige Mädchen aufhängen, z.B. der entsetzliche violette Badezimmerspiegel. abgesehen von erwähnten Stühlen und allenfalls dem Tisch schauts einfach nach einer normalen Wohnung aus, die mit billiger Farbe gestrichen und mit Krempel vollgestopft wurde. Das Tüpfchen auf dem i ist dann noch die Katze auf dem Sofa in Kombination mit diesem Dreckfänger-Teppich.
    Anstelle von all dem Ramsch hätte er sich lieber einen Dampfabzug reinmontiert und dafür gesorgt, dass der (Linoleum-?) Boden in der Küche mit was schönem ersetzt wird.

  • Zimt_gorilla sagt:

    P.S. Ich steh auf die Kiss-Figuren!

  • Zimt_gorilla sagt:

    Der Typ mag’s halt funky und verspielt. Finde den Duschvorhang übrigens sehr sexy. Maskuline Einrichtung ist doch nicht automatisch gleichzusetzen mit Beton/ Chromstahl/ Leder und viriler HiFI-Anlage. Macht euch locker, Jungs! Wir Frauen mögen Selbstbewusstsein, Ironie und Eigensinn. (Obwohl mir das viele Spielzeug, insbesondere im Schlafzimmer, irgendwie gruselig vorkommt.) Gruss

  • Ina Müller sagt:

    Er hat sich seine Wohnung sehr „stylish und PERSÖNLICH einrichten LASSEN“, hahahahaaaaaa!

    • Rima sagt:

      …..ja. das sieht man. einrichten LASSEN! die einrichtung ist nicht natürlich gewachsen, das merkt man. ob er wohl diese plüschtierspielzeugsammlung wirklich mag? (das auge hat keinen cm um sich auszuruhen…..)

  • sanja sagt:

    Hm, also mir wär’s viel zu voll – und als männlich empfinde ich das auch nicht. :-)

  • Alexander sagt:

    wieder mal ein fall von „so stellt frau sich vor dass mann wohnt“…iiik…

  • steffu sagt:

    diese wohnung ist wohl sinnbildlich als gegenpart zu den weiblichen schönheiten an der copa zu verstehen. find’s einfach nur gräuslich…..

  • Rima sagt:

    Huch! Bin zwar nicht DJ und muss glücklicherweise nicht s o wohnen! Da ist man ja nur vom gucken erschlagen.

  • Sam Pirelli sagt:

    Rosarot, tatsächlich? Und so viele Nippes? Läck. Ich bin auch Mann – und DJ. Wusste gar nicht, dass mein Geschmack derart offensichtlich nicht den gender- und berufsmässigen Anforderungen entspricht! Selten so viel Widerlichkeit in so wenigen Bildern vereinigt gesehen.

    • Helen sagt:

      Na ja, widerlich ist es nicht. Dennoch seh ich nicht, was grässlich knallbonbonfarbene Wände, Asia-Chic Nippes und Plastikpuppen mit dem so genannten Stil eines Mannes und DJs zu tun haben. Sollte man diesen Stil nicht eher als ‚Stil eines grossen Mannes mit bubenhaftem Spielzimmer-Stil‘ umschreiben :)?

    • Remo Frei sagt:

      +1

      • steffu sagt:

        …und habt ihr die muskelmänner auf dem duschvorhang gesehen???? bei mir würde sowas nicht rumhängen….brrrrrr

    • markus sagt:

      Na ja, sie wissen ja nicht, in welchem Clubs der DJ spielt. Ich finde die Wohnung recht schön so zum Anschauen, aber ein Männer-Traumwohnung?

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