Die Tochter-Mutter-WG

Helve Leal ist eine der begehrtesten Schweizer Make-up-Artistinnen. Da sie wegen ihrer Arbeit viel reisen muss, schätzt sie die Zeit zu Hause besonders. Ihre Wohnung im Zürcher Enge-Quartier teilt sie mit ihrer Mutter Rosi Leal

. Fotos: Rita Palanikumar

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Die Familie hat eine Geschichte zwischen zwei Kontinenten. Die Grosseltern sind Anfang des 20. Jahrhunderts aus der Schweiz nach Argentinien ausgewandert und die Eltern kamen mit den beiden kleinen Töchtern in den 80er-Jahren wieder zurück. Dadurch sind die Leals mit beiden Ländern verbunden. In der Wohnung sind diese zwei Welten auch stark zu spüren. Als die Eltern sich entschlossen, später wieder nach Argentinien zurückzugehen, sind die Töchter in der Schweiz geblieben. Helve übernahm die Wohnung und teilte sie mit einer Freundin. Nach dem Tod des Vaters, der Möbel baute, ist die Mutter mit vielen Designermöbeln, Erinnerungsstücken und der Hündin Lilou zurückgekehrt.

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Make-up-Artisten machen nicht nur Models und Stars schön, sie kreieren Looks, die Mode machen, setzen sich mit Trends und Farben auseinander und sind immer ganz vorne mit dabei, wenn Neues entsteht. Helve Leal arbeitet mit Starfotografen für Zeitschriften wie «Annabelle», «Grazia» und «Novembre» und hat bereits Bundesräte, die deutsche Nationalfussballmannschaft oder Stars wie Lara Stone oder Cecilia Bartoli für Fotoshootings geschminkt und frisiert. Durch ihre Arbeit als Make-up-Artistin hat Helve trendmässig die Nase ganz vorne. Sie wirkt stark mit, wenn der Look eines Mode- oder Werbebildes entsteht. Ihr Interesse am Entstehen von Bildern lebt sie in ihrer Leidenschaft zur Fotografie aus. Kreativität ist Familiensache, so hatte der Vater ein Möbelatelier und die Schwester arbeitet als Interiordesignerin. Die schöne Wohnung aber hat Mutter Rosi über ihre Arbeit bei einer Schweizer Versicherung gefunden. Die Wohnung ist grossräumig, sonnig und strahlt gleichzeitig Ruhe und Fröhlichkeit aus. «Sie ist eher gewachsen, als bewusst eingerichtet», meinen die beiden Frauen, «und das ist es, was sie so wohnlich macht.»«Eigentlich haben wir viel zu viele Möbel, aber sie sind schön und meine Mutter hat die meisten von Argentinien zurückgezügelt», meint Helve. Durch die neutralen Töne der Möbel und die hellen, weissen Räumen entsteht trotzdem Leichtigkeit und Frische. Im Wohnzimmer stehen Sofas und Sessel als Sitzgruppe zusammen. Ein grosser, weisser Teppich macht den Raum noch heller.

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Zwei Skulpturen, modelliert von den beiden Töchtern, stehen auf dem grossen Couchtisch aus Glas. Im Hintergrund ist ein weisser Corbusier-Sessel zu sehen.

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Schönes Wetter, offene Fenster und leichte, weisse Vorhänge vermitteln südliches Lebensgefühl mitten in Zürich. Die Wohnung wirkt weiblich, hell und freundlich. Wohnaccessoires stehen scheinbar zufällig herum. Das gibt der Wohnung etwas Liebevolles. Hier steht eine dekorative Suppenschüssel und eine mit Muscheln gefüllte Schale neben weissen Kissen auf dem breiten Fenstersims.

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Eine Ecke des Wohnzimmer nutzt Helve als Arbeitsplatz. Der Tisch aus den Fünfzigerjahren ist ein Geschenk ihrer Schwester Aleli. Helve hat einen rosaroten Arne-Jacobsen-Stuhl dazugestellt.

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Der Wohnraum ist durch Glastüren mit dem Esszimmer verbunden, wo ein grosser Tisch mit Korbstühlen steht. Daneben sind eine Liege und runde, säulenartige Schränke aus Karton. Die meisten Möbel sind einige Male auf dem Ozean zwischen Südamerika und Europa hin- und hergereist.

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In der ganzen Wohnung sind die Vorhänge weiss und ungefüttert. Sie tragen viel zur Leichtigkeit bei. Hier sind spielerisch Keramik-Accessoires und eine kleine Discokugel am Fenster zu finden.

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Ein Blick vom Entrée in das Esszimmer zeigt, dass Bilder und Leuchten gekonnt eingesetzt sind und durch ihre perfekte Platzierung für Harmonie und Ordnung sorgen.

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Im Entrée kreieren die zwei Corbusier-Stühle mit den zwei Siebzigerjahre-Wandleuchten eine schöne Symmetrie. Gegenüber stehen ein grosses Sideboard und ein Wandregal. Beide bieten viel Stauraum und Ablagefläche. «Die vielen Teppiche sind für die Hündin Lilou. Sie ist alt und kann nicht mehr gut gehen», erklärt Helve.

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Auf dem Sideboard sammelt Helve ihre Lieblingszeitschrift «Novembre». In vielen sind auch ihre Make-up- und Frisurenkreationen zu sehen.

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In der Küche steht ein gemütlicher Holztisch mit klassischen Stühlen von Arne Jacobsen. Die Fruchtschalen sind üppig gefüllt und wirken einladend. Die Hündin Lilou, eine argentinische Dogge, geniesst eine Siesta auf den grossen rosa Kissen.

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Rosi Leals Zimmer ist voller Erinnerungsstücke, Familienfotos, Kinderzeichnungen, Fundstücke und südlich anmutenden Wohnaccesoires. Das Kinderbett in der Ecke steht bereit für die vielen Besuche von Rosis Enkel.

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Auch in Rosis Zimmer bietet viel Weiss eine Bühne für Bilder, Fotos und Wohnaccessoires.

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Ein Blick ins Regal, das auch als Raumtrenner dient: Hier teilen sich Bücher und Erinnerungstücke den Platz.

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In Helves Zimmer steht ein Butterfly Chair mit Kuhfellbezug als Lesesessel und Kleiderablage. Die beiden Schränke mit den pastellfarbenen, metallisch lackierten Türen hat Helve für wenig Geld im Brockenhaus erstanden.

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Ein Sideboard aus den Fünfzigerjahren ist das Herzstück in Helves Zimmer. Es bietet Ablage- und Stauraum und dient als Ausstellungsfläche für ihre Lieblingssachen.