Glamour und Glitzer in Berlin

In Berlin gibt es Wohnungen wie sie in Schweizer Städten leider kaum mehr zu finden sind: interessant und auch einigermassen bezahlbar. In der deutschen Hauptstadt wird auch viel mehr experimentiert, etwa bei der Inneneinrichtung. Dieses glamouröse Penthouse ist ein gutes Beispiel.

Innenarchitektur: Lecaro Limited
Fotos: Gerrit Engel
Quelle: Yatzer

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Ein Penthouse als luxuriöse Dachwohnung wird meist mit schicken Junggesellenbuden in alten Hollywoodfilmen in Verbindung gebracht. Diese Wohnung in Berlin kann da durchaus mithalten vor allem wegen den ausgefallenen Spiegelverkleidungen, die eine Art Bling-Bling-Retrofeeling ausstrahlen.
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Als Weltstadt hatte Berlin seine grosse Zeit am Anfang des 20. Jahrhunderts. Diese Stadtwohnung bedient sich gewisser Elemente dieser teilweise glamourösen Epoche. So scheinen die Spiegelverkleidungen, die farbigen Samtkissen und auch die Bilder ein wenig an Art déco zu erinnern.
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Interessant ist die Mischung von Schlichtem und Üppigem. So setzt der Parkettboden ohne Teppiche ein Gegengewicht zu den übertriebenen, mondänen Materialien und bringt diese in einen unerwarteten Kontext.
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Schwarzweisse Streifen waren stark im Trend in der Art-déco-Zeit und erlebten  in den 80er- und 90er-Jahren ein grosse Revival. Wie die Mode dieser Zeit kommen auch die Streifen wieder. In dieser Wohnung sind sie effektvoll mit rotem Samt und weissen Lackmöbeln kombiniert.
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Disco oder Küche? Wohl ein bisschen von beidem. Die Kücheninsel ist ebenfalls mit Spiegeln überzogen, die Wand hellgrau gestrichen.
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Eine hellgraue Sitzinsel ist das zentrale Möbelstück im Wohnzimmer, die gewagte Mischung von Glitzer und Schlichtheit zieht sich durch die gesamte Einrichtung.

19 Kommentare zu «Glamour und Glitzer in Berlin»

  • Oliver sagt:

    Das sieht ja wie eine Großraumdiskothek aus. Wie grauenhaft. Fürchterlich. Ohne Seele ist diese Wohnung. Zumal dies eine Fantasiewohnung von durchgeknallten Architekten sein muss. die Absolut keine Ideen haben. Für Menschen mit einem Hang zum Hässlichen und zum Nudismus ist diese Wohnung Ideal. Oder wenn man nicht gerne Putz ideal. Ein Schlauch und Wasser Marsch, die Wohnung ist im nu Sauber, allerdings auch Nass und ungemütlich. Luxus? Diese Wohnung? Dieses Möbelchen? Sorry, aber ich muss lachen. Das sind alles Massenware, die nur als Luxus verkauft werden soll. Dafür Geld ausgeben? Nun ja, es gibt ja viele die sich solchen Spaß was kosten lassen wollen. Aber wundern sich dann, dass kaum jemand Sie besuchen kommt. Viele Gästen würden sich bei solcher sterilen Wohnung wie im Krankenhaus oder einer Disco vorkommen. Nein, diese Wohnung mit dem bischen Inventar ist häßlich und hat kein Chic.

  • Barbara sagt:

    So richtig etwas für Narzisten, man begegnet sich selbst immer wieder, man kann sich beim Kaminfeuer zugucken, zugucken…
    man ist alleine mit sich selbst…! Ohne Bling Bling wäre das sogar eine tolle Wohnung!

  • Veronica sagt:

    „So setzt der Parkettboden ohne Teppiche ein Gegengewicht zu den übertriebenen, mondänen Materialien und bringt diese in einen unerwarteten Kontext.“
    Nie gedacht dass ein Parkettboden irgendein Gegengewicht sei.
    Den Spiegelwänder finde ich scheusslich, mann schaut immer in irgendwie mitbewegenden zerstörte Bilder.

  • bea Brunner sagt:

    diese spiegelwände…. grauenhaft!

  • B. obachter sagt:

    sieht aus wie ein showroom….

  • lukas sagt:

    mal was anderes, gefällt mir stellenweise ganz gut. der spiegel könnte sich meinem geschmack nach ruhig auf nur einen korpus beschränken

  • Skeleton in the cupboard sagt:

    Dear oh Dear,

    Hier in der Schweiz würde die Spiegelidee wahrscheinlich daran scheitern, dass man schwarze Menschensilhouetten draufkleben müsste. Die Stange im Raum scheint mir auch etwas gar dick geraten zu sein – da werden die Tänzerinnen ganz schön fluchen, und wo bitte ist die reflektierende Discokugel? Etwas inkonsequent das Ganze, aber wer’s mag.

  • Seppl R sagt:

    Da gefallen mir meine Spitzendeckchen und Biedermeierstühle und der Gartenzwerg aber viel besser

  • Also wohnlich finde ich das nicht. Auch die Disziplin, allen Kleinkram (Zeitungen, Bücher, Kaffeetassen) immer schon ordentlich zu versorgen hätte ich nicht.

    Stauraum muss wohl in anderen Zimmern verfügbar sein (welche nicht auf dem Bild sind). Am schlimmsten finde ich die grossen Fenster; da würde ich mich sehr beobachtet fühlen. Vielleicht ein Ausdruck meines Spiessbürgertums, wer weiss…

    • lukas sagt:

      warum muss für wohnlichkeit alles mögliche rum liegen? … finde riesenfenster ohne vorhänge absolut geil und zahle gerne einiges mehr dafür, möglicherweise jedoch hab ich einen exhibitionistischen charakterzug=)

      • Brigitte sagt:

        Je grösser die Fenster, je mehr Licht, je mehr welt… jedenfalls für mich. Und ja genau: ich brauche auch keinen Grümpel, der überall rumliegt um mich gemütlich zu fühlen. Ich finde es eine wunderschöne wohnung – nicht mein Geschmack mit den Spiegeln, aber witzig…

  • Tom sagt:

    Einfach nur grässlich und hässlich. Mehr gibt es zu dieser Wohnung aus meiner Sicht nicht zu sagen. Doch halt, vielleicht noch eine Bemerkung: Schade ums viele Geld!

  • gaby weis sagt:

    @ diva
    Diese Whg ist wie so vieles Geschmackssache und vermutlich wird man das eine oder andere wieder bald ändern, da es eine sehr intensive Wirkung hat. Die Ideen von Sweethome sehe ich mir immer sehr gerne an. Gratulation Frau M. Kohler N.

    Zu Ihren Aussagen in Deutschland: Sie haben noch nie in D Eigentum vermietet und erkennen müssen, dass Sie als Vermieter kaum Rechte haben. Ja, Sie ahnen nicht, wie es Vermietern in D ergehen kann. Und Sie wissen anscheinend nicht, dass bei einem Umzug die jeweilige Küche nie mehr passt und gut darum auch kaum mehr gut aussieht. Ich lobe daher das CH-System ausdrücklich. Ausserdem können Sie in CH auch die Wände bemalen wie Sie wollen; Sie müssen sie lediglich bei Auszug wieder in den Ursprungs-Zustand bringen. In der CH gibt es m.e. die bessere Wohn-Qualität und es herrscht mehr Ordnung. Ich habe in beiden Ländern Erfahrung, daher erlaube ich mir diese Aussagen zu machen.

    • sven sagt:

      wie Gaby auch beides gemacht und stimme Ihr zu 100% zu.

      • Andre-Marie Ruf sagt:

        Ichnauch – und stimme 110% zu! Ausserdem ist die Wohnungsübergabe in der Schweiz zumindest klar geregelt und m.E. Auch richtig so. In D iat man mit grosser wahrscheinlichkeit Diskussionen ausgesetzt, da es keine einheitliche Regeln gibt.

  • diva sagt:

    naja, warum wird wohl in deutschland – nicht nur in luxuswohnungen übrigens – viel mehr experimentiert? warum haben auch deutsche normal-bürgerwohnungen meist farbige wände und vieles individuelle mehr?
    ganz einfach, weil sich dort die vermieter nicht wie götter benehmen und einem am liebsten noch die persönliche wohnungseinrichtung vorschreiben wollen. weil es dort den terror mit der wohnungsabgabe, wie wir es kennen, nicht gibt. ok. sauber muss die wohnung dann auch sein, aber ob der vormieter die wände gelb, rot oder grün gestrichen hat, gar verspiegelt ist egal. weil der folgemieter die dinge auch wieder so anpasst, wie er selber es gerne hätte. dasselbe gilt übrigens auch für die küchen. die kauft man selbst und so haben selbst in einem block mit 100 wohnungen nicht zwei die gleiche küche.
    bei uns ist ja alles bis ins kleinste detail reglementiert, dass man sich mit der zeit gar nicht mehr traut, was zu machen. also ist dieses beispiel in sich selbst wieder einmal sehr schön, aber nicht CH-alltagstauglich und wie so oft bei Home sweet home, für normalbürger nicht anwendbar.

    • tobe or not tobe sagt:

      Schön gesagt Diva. Die spielen sich hier def. wie Halbgötter auf….

      Und zudem, wird die Schweizerische Landschaft, durch hässliche Bauten zerstört, ohne jeden Sinn für Kreativität oder Anpassung an das gegebene..

      Man lässt hier Fabrikhallen lieber 20 Jahre leer stehen, als das jemand sie nützen könnte.

      Die Schweiz gehört den Banken.. :-)

    • Lars sagt:

      @diva: Ich kenne beide Welten, das mit der Küche finde ich übrigens einen riesen Vorteil der CH! Was macht man mit der eigenen Küchen wenn diese in die neue Wohnung nicht reinpasst und der Nachfolger sie nicht haben will – weil er logischerweise eben eine eigene hat? Entweder billig verramschen oder in irgendwie wieder in die neue Wohnung reinwürgen. Bei der Wohnungsübergabe hast Du recht, das ist wirklich nicht ganz so penibel. Ich musste mal die Fugen der Bodenfliesen reinigen.

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