Stich für Stich Kunst

Die Zeiten, als Stickereien vor allem eine Beschäftigung für gelangweilte Damen der Aristokratie waren, sind schon sehr lange vorbei. Auch sticheln heute zukünftige Bräute ihre Monogramme kaum mehr in die Aussteuer. Doch gestickt wird noch immer. Heute ist dieses Handwerk eher eine Kunstform und auf eine ganz neue Art wieder hip und trendy. Die aussergewöhnlichen, kunstvollen Arbeiten dieser drei Stickerinnen zeigen das sehr schön auf.

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Aus einem Tintenfleck hat hier Erin Endicott eine Fantasiewelt gestickt: als würden aus einer Wunde Korallen, Wurzeln, Äste und Blüten wachsen. Die Textilkünstlerin malt hier mit der Nadel. Sie nennt ihre Kunstwerke «Healing Sutra» und erklärt auf ihrer Webseite, wie man einen Zugang zu ihrer Arbeit findet.
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Erin Endicotts Stickereien bezaubern durch eine seltsame, starke Schönheit. Die «Wunden», die in minuziöser Stickarbeit entstehen, sind wie eigenartige Pflanzenwelten. Das Sticken hat bei Erin Endicott etwas Meditatives, was man an ihrer Arbeit klar sieht. Die Künstlerin hat das Handwerk in Schottland gelernt. Ihre Kunstausbildung hat sie in Philadelphia in den USA absolviert. Dort lebt sie heute auch.
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Kristine Fornes verbindet Zeichnungen und Stickereien. Die Norwegerin arbeitet mit Zeichenstift, Pinsel, Nadel und Faden auf hauchdünnen, zum Teil transparenten Stoffen. Ihre Motive sind zart, fein, traumhaft.
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Der Faden und die Linie sind die Instrumente mit denen Kristine Fornes ihre sanften Bildwerke  kreiert. Patchworkartig und assoziativ werden hier Stoffreste, Bilder, Zeichnungen, Fotodrucke und feinste Stickereien zusammengefügt.
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Susie Cowie kombiniert Druck und Stickerei. Sie lebt und arbeitet in London für Mode- und Interiorkunden wie Gap, Anthropologie, Margret Howell oder Calvin Klein. Ihre Kreationen sind fantastisch, oppulent, luxuriös – und man möchte sie ganz einfach haben.
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Spitzen können ganz schön modern sein. Susie Cowie verwirkt ihre zarten Fäden zu Blüten und Ranken.

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