Spannende Wohnideen von einer Stylistin

Andrea Limberger hat es sich zum  Beruf gemacht, Firmen in Trendfragen zu beraten. Sweet Home hat die Stylistin in ihrer Dreizimmerwohnung in Zürich-Albisrieden besucht und viele spannende Wohnideen entdeckt.

. Fotos: Rita Palanikumar

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Wissen Sie, wieso gerade Blau so angesagt ist, Frottéetücher sich so besonders flauschig auf dem Regal präsentieren oder interessante Möbel im Vintage Look bei uns einziehen wollen? Die Stylistin Andrea Limberger berät Einrichtungshäuser, Einzelhandelsunternehmen, Produzenten und Fachgeschäfte in Sachen Trend und Warenpräsentation. Sie richtet aber auch ein, vor allem Geschäfte und Hotels, und macht Schulungen für Dekorateure und Verkaufspersonal. Auf Reisen und Messen holt sie sich die Inspirationen und die Energie für ihren interessanten Job. Ihr kreatives Talent hat sie auch in ihrer Wohnung eingesetzt. Sie hat mit viel Stilbewusstsein und Raumgefühl eine schlichte, kleine Dreizimmerwohnung in ein persönliches, wohnliches und praktisches Refugium verwandelt.

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Ein crèmefarbener, gegossener Boden sorgt dafür, dass die kleinräumige 40er-Jahre-Wohnung Modernität und Grosszügigkeit bekommt. Dadurch, dass sich der Boden durch alle Räume zieht, scheinen sie zu verschmelzen. Andrea Limberger hat auch die meisten Türen ausgehängt, so sind Durchgänge und Winkel und natürlich mehr Platz entstanden. Die Wohnung ist hell, frisch und wirkt leicht und feminin. Die Möbel sind grosszügig platziert: Da steht das Sofa frech mitten im Raum, schräg gestellt, und das bei kleinen Raumverhältnissen. Doch gerade dadurch erscheint das Wohnzimmer so grosszügig und luftig.

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Andrea spielt gerne mit Materialien, Strukturen und Farben. Für ihre Wohnung hat sie Naturtöne gewählt. Sie akzentuieren das viele Weiss und geben ihm Wärme und Wohnlichkeit. So liegen auf dem Sofa interessante Decken, Kissen und Felle und an der Wand hängen grosse abstrakte Bilder, die mit Farben und Texturen spielen.

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Es sind die kleinen Dinge, die das Auge auf sich ziehen. Bei Andrea Limberger zeigen aber auch sie eine gewisse Grosszügigkeit. Auf dem Couchtisch stehen interessante Metallkerzenständer und grosse Glasdiamanten. Auf dem kleinen, schmalen Balkon sind riesige Laternen platziert.

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Ein Zimmer dient als Arbeitsraum. Andrea Limberger probiert gerne selber etwas aus und näht auch mit Leidenschaft, zum Beispiel alle ihre Kleider. Ein schmaler, langer Tisch steht mitten im Raum. Damit dieser einfach zugänglich ist, hat Andrea die Stühle an die Wand gestellt und zieht sie nur bei Gebrauch zum Tisch. So wirkt auch der Raum viel grösser und luftiger. Längs der Wand steht ein schmales, tiefes Arbeitsregal. Formal interessante Hängeleuchten geben nicht nur Licht, sondern wirken wie Schmuck.

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Ein liebevolles Detail: Das Drahtgestell für Fadenspulen, ein Geschenk von einem Freund, wirkt dekorativ und ziert die Wand.

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Andrea liebt es ordentlich. So besticht die kleine Wohnung auch mit einem perfekt durchdachten Ordnungsprinzip, guten Stauflächen und liebevollen Ideen, wie Ordnung auch Spass machen kann. Ein schönes Beispiel sind diese Ordner. Anstelle von Beschriftungen hat die Stylistin sie mit Schwarzweissbildern beklebt, die Bezug auf den Inhalt nehmen.

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Im verwinkelten Wohnzimmer steht auch ein alter Kachelofen. Seine warme, goldene Farbe wird unterstützt durch das grosse Bild. Davor hat Andrea Limberger zwei Eisenstühle mit weichen, weissen Kissen gestellt. In dieser Ecke ist auch ein Musikraum entstanden, mit Anlage und schmalem CD-Regal

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Auch auf dem Kachelofen ist ein liebevolles Detail inszeniert: bunte Singvögel aus Gips, wie als weiteres Element des Musikraums.

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Die kleine Küche mit dem Balkon wirkt frisch und einladend, ganz in Weiss mit einem schmalen Frühstückstisch, Klappstühlen und offenen Regalen. Überall ist Platz für schöne Dinge, so wird eine Kuchenplatte für Croissants und Sandwiches benutzt, ein hübsches, grosses Windlicht, eine gefüllte Obstschale und frische Blumen machen die Küche zu einem freundlichen Ort.

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In offenen Küchenregalen präsentieren sich Zutaten, Kochbücher, Dekoartikel und edle Metalldosen ordentlich, griffbereit, wohnlich und einladend.

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Die Stilfrau geht mit offenen Augen durch die Welt. Auf ihren vielen Reisen in ferne Länder und Städte findet sie daher immer wieder Dinge, die sie durch Form, Farbe, Beschaffenheit oder Struktur faszinieren. Einige davon finden auch in der Wohnung einen Platz, in Schalen oder auf Regalen.

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An einem Workshop in Rom bekam Andrea Limberger die Aufgabe, durch die Stadt zu gehen und metallene Dinge zu sammeln. Dabei stiess sie auf verschiedene flache Metallstäbchen. Gleiche Stäbchen findet sie seither in den verschiedensten Ecken der Welt, sei es in Frankfurt oder Köln, in Zürich, Italien oder Cambridge. «Ich habe keine Ahnung, was es mit diesen Stäbchen auf sich hat», lacht die Stylistin, «mich würde es natürlich interessieren, für was sie gebraucht werden und weshalb sie an den unterschiedlichsten Orten auf dem Boden liegen. Vielleicht kann ja ein Sweet-Home-Leser das Rätsel lösen?»

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Das Badezimmer ist mit kleinen, zart blaugrauen Kacheln bekleidet und zeigt auch offene Regale.

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Eine grosses, rundes Bild, das überdimensionale Mosaikscherben zeigt, wird im sonst weiss gehaltenen Schlafzimmer ein Farbpunkt und Hingucker.

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Eine clevere Staulösung hat Andrea Limberger auch im Schlafzimmer umgesetzt. Anstelle eines Schranks, der viel zu schwer und dominant wirken würde, hat sie einfach ein grosses, offenes Industrieregal ans Fussende gestellt, das trennt den Raum, gibt Privatsphäre und wirkt viel luftiger als ein Schrank. Die restlichen Kleider hängen an einer Stange.